30. März 2012

Arbeitgeberwahl im Consulting: Kollegen, Kultur und Arbeitsinhalte sind Bewerbungstreiber

Squeaker.net hat beratungsaffine Studierende, Absolventen und (Young) Professionals in der „Consulting-Excellence-Studie“zur Arbeitgerberwahl im Consulting befragt. An unserer Online-Umfrage beteiligten sich über 1.000 Teilnehmer, die sich für Karrieremöglichkeiten bei Consultingunternehmen interessieren. 60 Prozent von ihnen verfügen schon über praktische Erfahrungen aus der Branche. Das Ergebnis: Die Beratung ist weiterhin die herausfordernde und abwechslungsreiche Karrieremöglichkeit für Top-Absolventen. Aber was sind die wichtigsten Kriterien zur Arbeitgeberwahl für diejenigen, die sich für eine Tätigkeit bei einem Beratungsunternehmen interessieren? Bei der Frage „Wie wichtig sind dir die folgenden Kriterien bei der Arbeitgeberwahl?“ konnten die Teilnehmer insgesamt 20 Kriterien auf einer Skala von 1 (unwichtig) bis 10 (sehr wichtig) bewerten.

Rang Kriterium Punktzahl
1 Kollegen 8,28
2 Unternehmenskultur 8,10
3 Intellektuell stimulierendes Arbeiten 7,92
4 Gehaltsentwicklung 7,78
5 Karrierechancen nach Ausscheiden aus Unternehmen 7,68
6 Karriereprogression im Unternehmen 7,41
7 Work-Life-Balance 7,16
8 Reputation 7,10
9 Leistungsorientierung in der Karriereentwicklung 7,00
10 Internationalität 6,92

Berater sein bedeutet Arbeiten im Team: Kollegen sind das klare Kriterium Nr. 1 bei der Arbeitgeberwahl im Consulting. Da überrascht es nicht, dass die Unternehmenskultur direkt auf Rang 2 folgt. High Potentials wollen in einem angenehmen Umfeld von Kollegen und Vorgesetzten gefördert werden. Dabei auch gefordert zu werden und anspruchsvolle Aufgaben zu erfüllen, ist ebenso wichtig (Rang 3). Bei den folgenden Rängen zeigt sich, dass auch die zukünftigen Karriereperspektiven ausschlaggebend sind: vor allem hinsichtlich des Gehalts (Rang 4) und der Aussicht auf Beförderung (Rang 5 und 6). Angehende Berater setzen sich schon zu Beginn ihrer Karriere mit einem möglichen Umsatteln auf eine andere Branche auseinander (Rang 5). Trotz intensiver Diskussion spielt „Work-Life-Balance“ nach wie vor für die Arbeitgeberwahl keine große Rolle (Rang 7)  Bei der konkreten Wahl des Arbeitgebers liegen dann Beratungen vorn, die hinsichtlich Ihrer Work-Life-Balance sehr schlecht bewertet werden. Bei der Einzelabfrage der Kriterien ist Work-Life-Balance aber stärker vertreten als Reputation (Rang 8 ) und Internationalität (Rang 10).

Was ist bei der Arbeitgeberwahl besonders wichtig? 10 Antworten von Studienteilnehmern

  • “Das Gefühl, vom Arbeitgeber hoch geschätzt und gefördert zu werden”
  • “Herausfordernde Aufgaben, an denen ich wachsen kann, in einem motivierenden und unterstützenden Team”
  • “Eine Unternehmenskultur, in der es Spaß macht, zu arbeiten”
  • “Anspruchsvolle Aufgaben, Internationalität, interessantes Einstiegsangebot”
  • “Die Möglichkeit, nach 2 Jahren in die Industrie zu wechseln und einen sehr guten Job zu übernehmen”
  • “Das Zusammenspiel aus Gehalt, Karrierechancen, Studienförderung, Internationalität und Standort, Work-Life-Balance und Unternehmenskultur”
  • “Aufstiegschancen, Fördermöglichkeiten, Unternehmenskultur, spannende und fordernde Aufgaben”
  • “Die Unternehmenskultur, meine Perspektive, eine angemessene Vergütung und die Attraktivität (bezüglich der Systemrelevanz) des Arbeitgebers”
  • “Die richtige Mischung der mir wichtigsten Kriterien”
  • “Das tun zu können, was mich interessiert und ich am besten kann”

Ein weiteres Ergebnis stellt die klare Präferenzordnung innerhalb der verschiedenen Typen von Arbeit­gebern dar: Unternehmen aus der klassischen Strategieberatung bleiben die Nr. 1 für die meis­ten, die sich für eine Tätigkeit im Consulting interessieren. Mit deutlichem Abstand folgen Corporate Finance Beratung, Inhouse Beratung und IT-Beratung.

Im Hinblick auf die absolute Bekanntheit liegen die großen Strategieberatungen vorn: Rang 1 belegt McKinsey, Rang 2 The Boston Consulting Group und Rang 3 Roland Berger Strategy Consultants. Gut bekannt als Arbeitgeber für Consultants sind ebenfalls die Wirtschafts­prüfungsgesellschaften: KPMG (Rang 4), Pricewaterhouse Coopers (Rang 5) und Deloitte (Rang 6). Unternehmen aus dem Inhouse-Consulting sind dagegen eher unbekannt. Hier schafft es allerdings Siemens Management Consulting (Rang 10) unter die ersten zehn Plätze. Die Inhouse-Beratungen müssen also noch deutlich in Ihre Bekanntheit investieren.

Bekanntheit und Attraktivität stimmen jedoch nicht immer überein, hier gab es einige Überraschungen: Wir fragten die Teilnehmer auch danach, bei welchen Arbeitgebern sie planen, sich definitiv zu bewer­ben. In dem sich daraus erge­benden Ranking liegt BCG knapp vor McKinsey. Obwohl „Booz & Company“ bei der reinen Bekanntheit nicht zu den Top 10 gehört, belegt die Beratung hier den dritten Rang. Glei­ches gilt für Oliver Wyman. Die Strategieberatung liegt bei der Bekanntheit auf Platz 13, bei der Bewerbungsabsicht jedoch auf Rang 5. KPMG und PwC fallen dagegen aus den Top 10. Auch Deloitte fällt von Rang 6 auf 10.

Rang Unternehmen Prozentzahl*
1 The Boston Consulting Group 37.2%
2 McKinsey & Company 33.4%
3 Booz & Company 27.0%
4 Bain & Company 26.2%
5 Oliver Wyman Consulting 25.8%
6 Roland Berger Strategy Consultants 25.2%
7 A.T. Kearney 15.1%
8 Siemens Management Consulting 14.8%
9 PricewaterhouseCoopers 14.7%
10 Deloitte 13.7%

Im Zweifelsfall schlägt die unbekanntere Strategieberatung in der Bewerbergunst also die bekanntere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Daraus kann man schließen, dass Beratungen wie Booz, Oliver Wyman und Bain es schaffen müssen, in der Zielgruppe Bekanntheit zu erlangen. Denn wenn Sie bekannt sind, sind sie als Arbeitgeber sehr attraktiv. Die Beratungssparten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind zwar bekannt, müssen aber an Ihrem Image arbeiten, um auch als Alternative zu den reinen Strategieberatungen wahrgenommen zu werden. Positiv fällt in diesem Ranking Siemens Management Consulting auf. Als Inhouse Beratung hat man sich offensichtlich bereits einen guten Namen gemacht und kann im Kreis der Top-Beratungen gut mithalten.

Consulting-affine Bewerber sind als Zielgruppe für das Employer Branding auch durchaus für andere Branchen interessant. Zum einen sind sie besonders gut ausgebildet und motiviert. Zum anderen zeigen die Ergebnisse unserer Studie, dass sie bewusst oder unbewusst ihre Tätigkeit bei einem Consulting-Unternehmen als langfristig wirkende Investition in den branchenübergreifenden eigenen Marktwert betrachten.

Bei Interesse an weiteren Studienergebnissen können Sie sich gerne an Daniel Krewet (daniel.krewet@squeaker.net) wenden.

squeaker.net bietet Online Employer Branding und Social Media Recruiting Lösungen für Top-Unternehmen an.

21. Oktober 2011

Ranking Inhouse Consulting

Im dritten Teil unseres Consulting-Rankings betrachten wir einen besonders interessanten Bereich: Die Gruppe der Inhouse-Beratungen. Sie sind meistens von ehemaligen Partnern der bekannten Management-Beratungen aufgebaut worden und bieten daher methodisch und kulturell ähnliche Möglichkeiten, wie die Consulting-Firmen. Im Lünendonk-Ranking sind diese Firmen nicht berücksichtigt. Das squeaker.net-Ranking gibt erstmals eine Orientierung über die Bedeutung der einzelnen Inhouse-Consulting-Firmen.

Rang Unternehmensberatung Unternehmen auf squeaker.net folgen
1 Siemens Management Consulting

2 Volkswagen Consulting

3 Porsche Consulting

4 Bayer Business Consulting
5 Deutsche Post DHL Inhouse Consulting
6 Deutsche Bank Inhouse Consulting
7 Otto Group Inhouse Consulting
8 Commerz Business Consulting
9 KfW Bankengruppe – Internes Consulting
10 Deutsche Bahn Managementberatung
11 RWE Consulting
12 BSH Inhouse Consulting
12 Center for Strategic Projects (Telekom)
12 Allianz Inhouse Consulting
12 E.ON Inhouse Consulting

Die Vorreiter der Branche sind Siemens Management Consulting (SMC), VW Consulting und Porsche Consulting, die allesamt seit langen Jahren unter eigenen Marken im Recruiting auftreten und den Aufbau des Inhouse-Consultings im Konzern voran treiben. Dies spiegelt sich in den Follower-Zahlen wider. SMC und VW Consulting wären beide auch in der Top-15 aller Unternehmensberatungen gut platziert gewesen.

Auch bei anderen Unternehmen als den hier aufgeführten gibt es Inhouse-Consulting, oft aber ohne Außenauftritt der Marke oder einer unklaren organisatorischen Verankerung, z.B. in der Corporate Strategy Abteilung.

Kennzeichen einer klar positionierten Inhouse-Beratung sind z.B. ein eigener Markenauftritt, Wettbewerb zu externen Unternehmensberatungen, Eigenständigkeit der Partner sowie Wettbewerbsfähigkeit des Entlohnungssystems sowie eventuell Übernahme von Projekten außerhalb des Konzerns.

Auch bei Inhouse-Beratungen gilt, dass das Ranking wenig Aussagekraft über die Qualität der Inhouse-Beratung hat, aber ein guter Indikator für die Stärke und Eigenständigkeit der Arbeitgebermarke ist. So treten Unternehmensberatungen, wie RWE Consulting, BSH Inhouse Consulting, Otto Group Inhouse Consulting, erst seit relativ kurzer Zeit mit eigenständigen Marken im Talent-Recruiting auf.

Auch im Markt der Inhouse-Beratungen offenbaren sich für Consulting-Interessierte einige interessante Karrierealternativen. Die Besonderheit dabei ist, dass man als Mitarbeiter die Methodik der Unternehmensberatung lernen und darüber hinaus einen namhaften Konzern von innen kennenlernen kann – und dies häufig ohne die weit verbreiteten Reisetätigkeiten der externen Beratungen. Zusätzlich gibt es im Inhouse Consulting meist interessante Möglichkeiten, zu gegebener Zeit ins Konzernmanagement zu wechseln.

Für die Unternehmen mit eigenem Inhouse-Consulting wird aus dem Ranking die Notwendigkeit deutlich, eine eigene Employer Brand aufzubauen und diese in der Zielgruppe der Consulting-Nachwuchskräfte langfristig zu etablieren. Die Erfolge im Markenaufbau von Beratungen wie SMC und VW Consulting lassen sich auch auf ein langfristiges Committment des Mutterkonzerns zurückführen.

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07. Oktober 2011

Ranking mittelständische Unternehmensberatungen in Deutschland

Im zweiten Teil des squeaker.net-Rankings der Unternehmensberatungsbranche betrachten wir die mittelständischen Beratungen. In diese Gruppe haben wir alle Firmen einsortiert, die im Lünendonk-Ranking den mittelständischen Beratungen zugeordnet wurden, sowie weitere für Hochschulabsolventen interessante Boutiquen und mittelgroße Beratungen.

Rang Unternehmensberatung Unternehmen auf squeaker.net folgen Lünendonk-Mittlestandsliste 2011
1 Horváth Partners Management Consultants 3
2 Simon Kucher & Partners 2
3 OC&C Strategy Consultants n/a
4 Detecon International n/a
5 RölfsPartner Management Consultants n/a
6 Kienbaum Management Consultants 5
7 Stern Stewart & Co. n/a
8 goetzpartners Management Consultants 10
9 Towers Watson n/a
10 3con Management Consultants n/a
11 ctcon n/a
12 CTG Corporate Transformation Group n/a
13 Zeb/Rolfes.Schierenbeck.Associates 1
14 crossconsulting n/a
15 Q_PERIOR n/a
16 4c Group n/a
17 Kurt Salmon n/a
18 Innovalue Management Partner n/a
19 Mercer Deutschland n/a
20 Ebner Stolz Mönning Bachem Unternehmensberatung n/a
21 Stratley n/a
22 d-fine n/a
23 J&M Management Consulting 10
24 Helbling n/a
25 Management Engineers 4
26 KPS Consulting 7
26 apeon na
27 Alix Partners n/a
27 SKS Gruppe 9

Insbesondere in dieser Gruppe fallen einige Beratungen auf, die sich als Boutique eine gute Employer Brand aufbauen konnten (z.B. OC&C), obwohl sie vergleichsweise klein sind. Auf der anderen Seite stehen relativ große Unternehmensberatungen, die als Arbeitgebermarke für Top-Talente kaum bekannt sind (z.B. Management Engineers, KPS oder SKS). Hier sehen wir noch viel Potenzial zum Markenaufbau in der Gruppe der Top-Talente.

Weiterhin erkennt man, dass Unternehmensberatungen wie RölfsPartner, OC&C und Stern Stewart, die im Lünendonk-Ranking nicht berücksichtigt sind, sich bei squeaker.net durch ihre Präsenz bereits eine gute Gefolgschaft aufbauen und ihre Arbeitgebermarke damit in der Zielgruppe etablieren konnten.

Im nächsten Beitrag beleuchten wir die Gruppe der Inhouse-Beratungen.

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16. September 2011

Ranking der Unternehmensberatungen in Deutschland

Seit dem Relaunch 2010 gibt es bei squeaker.net die Möglichkeit, Unternehmen zu folgen. Folgt man einem Unternehmen, zeigt der persönliche News-Feed neues Insider-Wissen über das Unternehmen an. Basierend auf der Anzahl der Follower auf squeaker.net haben wir ein Ranking der Unternehmensberatungsbranche in Deutschland erstellt, mit dessen Hilfe man Aussagen über die Bekanntheit und die Attraktivität als Arbeitgeber in der Zielgruppe der sehr guten Nachwuchskräfte ableiten kann. Bei der Zuordnung der Beratungen orientieren wir uns an der Lünendonk-Liste, welche Consulting-Unternehmen in die beiden Gruppen „Management- / Unternehmensberatungen“ und „Mittelständische Managementberatungen“ unterteilt und dort nach Umsatz rankt. Zusätzlich haben wir uns noch die Inhouse-Beratungen angeschaut. Im ersten Teil betrachten wir die Gruppe der Managementberatungen in Deutschland:

Rang Unternehmensberatung Unternehmen auf squeaker.net folgen Lünendonk-Liste 2011
1 The Boston Consulting Group 2
2 McKinsey & Company 1
3 Roland Berger Strategy Consultants 3
4 Booz & Company 5
5 A.T. Kearney 7
6 Accenture 13
7 Deloitte Consulting 9
8 Oliver Wyman Group 4
9 Arthur D. Little 19
10 Capgemini Consulting 8
11 BearingPoint 11
12 Bain & Company 10
13 Monitor Group n/a
14 Steria Mummert Consulting 6
15 IBM Global Business Services 12

BCG und Branchenprimus McKinsey liegen auch bei den squeaker.net-Mitgliedern dicht hintereinander an der Spitze. Die großen Full-Service Beratungen wie Accenture (6), Deloitte (7) und Capgemini (10) behaupten sich sehr gut im Markt der renommierten Strategieberatungen, wie BCGMcKinseyBoozBergerBain und Oliver Wyman. Offensichtlich haben sie ihre Employer Brand in der Zielgruppe bereits etabliert.

Auch kleinere Beratungen können eine gute Arbeitgebermarke aufbauen

Das Ranking zeigt, für welche Unternehmen sich Top-Talente interessieren. Einige interessante Unternehmen liegen auf hinteren Rängen, weil sie in der Community nicht so bekannt sind und ihre Arbeitgebermarke noch nicht aufgebaut haben. Langjährige squeaker.net-Partnerunternehmen haben durch ihre Präsenz im Netzwerk einen höheren Bekanntheitsgrad. Premiumpartner haben sogar 170% mehr Follower auf squeaker.net als der Durchschnitt. Hieraus lässt sich auf eine hohe Bekanntheit und Attraktivität in der Zielgruppe der ambitionierten Nachwuchskräfte und entsprechende Vorteile im Kampf um die besten Talente schließen.

Das Ranking zeigt die Bedeutung von Employer Branding in der Gruppe der Top-Talente: Einige Boutiquen konnten sich trotz ihrer geringen Mitarbeiterzahl eine gute Arbeitgebermarke aufbauen. Andere, relativ große Consulting-Unternehmen haben eine geringe Bekanntheit und noch viel Potenzial im Employer Branding. Top-Talenten gibt das Ranking Hinweise auf interessante Unternehmensberatungen, die Hidden Champions in Spezialgebieten sind, aber trotzdem interessante Karriereoptionen abseits der bekannten namhaften Consulting-Firmen bieten können.

Im nächsten Beitrag beleuchten wir die Gruppe der mittelständischen Unternehmensberatungen. Im dritten Teil dann die Inhouse-Beratungen.

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13. Juli 2011

Career Social Networking: squeaker.net, Facebook, XING, Google+…

Mit dem closed-beta Launch von Google+ stellt sich die Frage, ob dies nun der Facebook-Killer ist, oder ob das Anwendungsgebiet ein anderes ist. Dies habe ich zum Anlasse genommen, den Markt für allgemeine und spezialisierte Social Networks aus Karriere-Networking Gesichtspunkten nochmal unter die Lupe zu nehmen:

Facebook: Private Beziehungen

Facebook wird vornehmlich privat genutzt. Es gibt zunächst mal keinen Grund, auch Geschäftskontakte zu seinen Facebook-Freunden einzuladen, aber im Allgemeinen ist man da schon wählerischer. Die Möglichkeiten, eigene Updates nach Zielgruppen zu filtern, sind zwar vorhanden, aber unausgereift. Man kann Facebook durchaus erfolgreich zum Business-Networking nutzen, aber die wenigsten machen das. Zum Karriere-Networking taugt Facebook nur indirekt: Die Informationen über die Bildungs- und Arbeitserfahrung der Nutzer ist oft vorhanden, muss aber über externe Plattformen ausgelesen werden. Viele Unternehmen betreiben Karriere-Fanpages, die meisten haben jedoch nur eine kleine Anzahl Followers und für viele Nutzer ist die Verbindung von privatem und geschäftlichen problematisch. Zusem stellen sich eine ganze Menge Fragen (Passt meine Employer Brand zum Medienumfeld von Facebook? Prozesse zum Pflegen der Seite? Umgang mit kritischen Beiträgen? usw. usf.)

XING / LinkedIn: Business Kontakte

XING und LinkedIn sind klare Business-Netzwerke. Hier steht privater Austausch nicht auf der Agenda. Viele Studenten fügen Studienkollegen bereits zu ihren Kontakten – aber vor allem auch, um später im Berufsleben den Kontakt zu halten. LinkedIn ist für alle interessant, die viele internationale Geschäftskontakte haben oder im Ausland gearbeitet haben. Meine persönliche Erfahrung ist, dass man leicht mehr Kontakte bei XING als bei Facebook aufbaut, weil die Verbindung zu den Personen unpersönlicher ist. Die Aktivität auf Facebook ist aber – auch in Deutschland – ungleich höher.

Twitter: Broadcasting und Newsfilter

Twitter eignet sich sehr gut, um als Empfänger von Nachrichten einen sozialen Filter für interessante Websiten, Artikel, Blogbeiträge und News zu erhalten. Auf unzählige bin ich erst über Twitter aufmerksam geworden. Für mich als Sender von Botschaften ist Twitter ein geeignetes Tool zum Pflegen und Aufbauen einer persönlichen Marke und eines Kompetenzprofils. Viele meiner VC-Kollegen haben hierdurch gute Twitter-Kanäle aufgebaut und sich einen Namen gemacht. Für Freiberufler und Themenexperten ist Twitter sicherlich spannend. Man hat allerdings wenig Kontrolle darüber, wer einem folgt und die Kommunikation ist relativ einseitig.

Google+: Mit Circles mehr Struktur

“The new kid on the block” ist Google+. Das spannende daran: Man hat im Grunde schon sein Netzwerk durch die Leute, mit denen man über Gmail in Kontakt ist. Und das definiert auch, wen man zu seinen “Circles” hinzufügt: Jeden. Man kann nämlich sehr komfortabel zwischen Freunden, Kontakten und Bekannten unterscheiden. Für mich ist das persönliches, karriere und Twitter-Networking in einem. Mal schauen, was draus wird.

squeaker.net: Das reine Karrierenetzwerk – nicht für jedermann

Mit squeaker.net bieten wir Funktionen, die ganz speziell an den Interessen zum Networking für Karriere und Bewerbung ausgelegt sind. Die persönliche Privatsphäre ist durch klare Datenschutzeinstellungen gewährleistet. Unternehmen finden eine Zielgruppe, die wesentlich relevanter, hochwertiger und homogener ist, als bei Facebook und XING. Die Plattform ist geschützt-offen – so wie Apple: Jedes Mitglied kann an einer offenen Diskussion über Unternehmen teilnehmen, der Teilnehmerkreis ist jedoch beschränkt auf eingeladene Nutzer und der thematische und qualitative Rahmen ist klar gesteckt. Die allgemeine Öffentlichkeit, Suchmaschinen und Spammer haben keinen Zutritt. Man bekommt Updates zu den Branchen und Unternehmen, die einen interessieren – und zwar nicht nur von den Unternehmen und eigenen Kontakten, sondern vom gesamten Netzwerk. So erhalten squeaker.net-Mitglieder Zugang zu relevanten Insider-Informationen und Kontakten, die es woanders nicht gibt. Nutzt man die praktische Facebook-Connect-Funktion, dann braucht man nicht mühsam ein neues Kontaktnetzwerk aufbauen, sondern kann die Facebook-Freunde, die man auch im squeaker.net-Kontaktnetzwerk haben will, leicht importieren.

Diskutiert mit im Karriere-Forum bei squeaker.net: Welche Social Networking Tools nutzt ihr und wie?

19. Mai 2011

Social Media Wettbewerb: Das squeaker.net-Superpraktikum 2011

Superpraktikum 2011 LogoHeute haben wir unseren Social Media Wettbewerb “Superpraktikum 2011″ gelaunched. Hierfür hat unser gewachsenes squeaker.net Team die letzten zwei Monate zusammen mit acht Top-Unternehmen ganz besondere Praktika erarbeitet, die nun exklusiv an squeaker.net-Mitglieder ausgeschrieben werden. Um sich für eines der sonst nirgendwo erhältlichen Praktika bewerben zu können, müssen die Studenten ihre Networking- und Teamplayer-Skills unter Beweis stellen und ihr Kontaktnetzwerk bei squeaker.net ausbauen.

Die teilnehmenden Unternehmen repräsentieren jeweils einen Top-Player aus verschiedenen Bereichen von der Investmentbank über Strategieberatung und Konsumgüterunternehmen zum Non-Profit Unternehmen und Start-Up und bieten z.B. besondere Auslandseinsätze, ein Lunch mit dem CEO oder ein internes Job-Rotation Programm an. Mit dabei sind amiando, BMG, Deloitte, Generali, Henkel, McKinsey, Morgan Stanley und Teach First. Eine genaue Beschreibung der Teilnahmevoraussetzungen gibt es hier.

Für uns ist die Initiative eine Möglichkeit, den squeaker.net-Mitgliedern Zugang zu besonderen Praktika zu gewähren und die Exklusivität des Karrierenetzwerkes zu unterstreichen. Für unsere Kunden ist es eine Möglichkeit, mit den Mitteln von Social Media exklusiv Top-Talente im War for Talents anzusprechen und sich als innovative Employer Brand zu positionieren. Wir selber bewerben das Superpraktikum rein über Social Media und lernen über den Umgang von ambitionierten Talenten mit Social Media im Karrierekontext.

Das Superpraktikum läuft bis zum 30. Juni 2011. Eine Pressemitteilung gibt es hier. Die ersten Blogs und Twitterer haben das Thema bereits aufgegriffen.

14. April 2011

squeaker.net Team um neue HR-Experten erweitert

Daniel Krewetsqueaker.net hat sein Team von Employer Branding und Social Media Recruiting Experten seit dem Relaunch Ende 2010 um drei neue Mitglieder erweitert. Das Kundenteam wird ab sofort von Daniel Krewet, der bisher als Key Accounter bei e-fellows.net gearbeitet hat, angeführt. Neben Christoph Kasper, der Anfang 2010 nach seinem MBA eingestellt wurde, haben wir das Team um Frank Dreher und Claudia Czaika erweitert.  Auch für die Zukunft ist Wachstum geplant.

Zur Übersicht squeaker.net-Team und Insider-Experten

14. April 2011

squeaker.net mit persönlichem Karriere-Newsfeed

Der neue Newsfeed mit Karrierethemen auf der persönlichen Startseite für squeaker.net-MitgliederEinen neuen Meilenstein auf dem Weg zum innovativsten Social Network speziell für die ambitionierte Karriere haben wir mit squeaker.net seit dem Relaunch erreicht: Seit kurzem erwartet unsere Nutzer auf ihrer persönlichen Startseite ein Newsfeed.

Hier erscheinen aktuelle News aus dem persönlichen squeaker.net-Netzwerk sowie zu den Themen, die einen interessieren. Das persönliche Netzwerk kann man sich ganz einfach aufbauen, indem man über Facebook-Connect mit einem Klick seine Facebook-Freunde findet, die auch bei squeaker.net registriert sind. Die persönlichen Interessen steuert man in seinem Nutzerprofil im Bereich “Interessen“. Hier kann man Unternehmen, Branchen, Städte und andere Themen nennen, denen man “folgen” möchte.

Die Karriereplanung wird sozial

Der Nutzen liegt auf der Hand: Gibt es Neuigkeiten aus dem Kontaktnetzwerk oder über Unternehmen, die einen interessieren, zählt man zu den ersten, die hiervon erfahren. So wird man auf neue Prakika und Jobs hingewiesen, kann Erfahrungsberichte über die Unternehmen lesen, bei denen man in kürze Bewerbungsgespräche hat oder bekommt einen Hinweis, wenn im Forum Themen diskutiert werden, zu denen man einen Beitrag leisten kann. Hierdurch werden Informationsasymmetrien bei der Karriereplanung durch die soziale Macht des Internets reduziert.

“Der persönliche Karriere-Newsfeed ist ein wichtiger Schritt für squeaker.net, seinen Mitgliedern durch Insider-Wissen bei der Karriere zu helfen”, erklärt squeaker.net-Gründer Stefan Menden. “Auch für unsere Kunden ist es wichtig, genau die richtigen Talente aktuell und auf zeitgemäßen Wegen zu erreichen”, ergänzt squeaker.net Head of Sales Daniel Krewet.

Der persönliche Karriere-Newsfeed ist ab sofort für alle squeaker.net-Mitglieder freigeschaltet. Die kostenlose Mitgliedschaft ist “by-invitation-only” – man kann sich für die squeaker.net Mitgliedschaft bewerben.

27. Januar 2011

squeaker.net Bücher jetzt in Vertriebskooperation mit Campus Verlag

Für ein junges Unternehmen ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn ein angesehenes etabliertes Unternehmen eine gewinnbringende Kooperation anbietet. Genau das ist uns im Sommer 2010 passiert: Der im Segment für Bewerbung und Karriere zweitgrößte Verlag im deutschsprachigen Raum, der Campus Verlag, hat offenbar bemerkt, dass wir unsere Insider-Dossier Karrierebücher mit inzwischen 10 eigenen Titeln als kleiner Verlag sehr gut sowohl qualitativ als auch quantitativ positionieren konnten. Im Sommer 2010 sind wir in den GfK-Daten aus dem Nichts auf Platz 9 der größten Verlage in diesem Segment geschossen. Die Besonderheit: Wir haben praktisch keinen eigenen Vertrieb! Der gesamte Absatz war nachfrageinduziert: Unsere Bücher werden einfach hartnäckig von unseren Lesern bei Amazon und im stationären Buchhandel nachgefragt.

Die Besonderheit von squeaker.net ist, dass wir ein intimes Verständnis der Bedürfnisse unserer Nutzer und Leser haben. Wir selbst wurden an Top-Hochschulen international ausgebildet, haben bei namhaften Unternehmensberatungen, Banken und Industrieunternehmen gearbeitet und wissen um die Besonderheiten, auf die es für uns ankommt. Dieses Bedürfnis kann von anderen Karriereseiten und Verlagen nur oberflächlich bedient werden, da ihnen dieser Zugang fehlt. Die Bewerbungsbücher der Püttjer-Schnierda-Reihe im Campus-Verlag haben wir bereits mehrfach empfohlen und finden viele der Bücher wirklich nützlich. Vergleichbar ist noch die Hesse-Schrader-Reihe, die ehemals von Eichborn (der damaligen Nr. 1 – inzwischen dürfte Campus deutlich aufgeholt haben) verlegt wurde und inzwischen im Stark-Verlag erhältlich ist. Mit unseren Titeln gibt es aufgrund unseres Nischenanspruchs jedoch kaum Überschneidungen.

Da squeaker.net sich mit und seit dem Relaunch operativ wieder stärker auf seine Online-DNA fokussiert und das in den letzten Jahren aufgebaute Verlagsprogramm parallel weiterentwickelt, macht es für uns wenig Sinn, einen eigenen Vertrieb aufzubauen. Insofern haben wir in den Diskussionen mit Campus schnell einen guten Fit festgestellt, der fachlich als auch persönlich harmonierte. Einige mit Excel-Modellen und mit Verhandlungen verbrachte Monate später waren wir uns einig: Campus wird ab 1.1. exklusiv den Vertrieb der squeaker.net Insider-Dossier Bücher übernehmen!

Die Auflage unserer Bücher ist 100% verkauft – und nicht kostenlos verteilt. Nur so können wir uns unseren Qualitätsanspruch leisten, der ungleich höher ist, als bei Kostenlospublikationen. Ziel der Kooperation mit Campus ist vor allem, unsere Präsenz und Verfügbarkeit im stationären Handel – v.a. im universitären Fachbuchhandel und bei großen Buchhandelsketten – zu gewährleisten. Wir bleiben dabei weiterhin vollständig unabhängig und eigenständig.

26. Januar 2011

squeaker.net Relaunch

Am 1. November 2010 ist auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Launch von squeaker.net die von Grund auf neu gebaute squeaker.net 2.0 Plattform online gegangen!

squeaker.net präsentiert sich dabei mehr als nur in neuem Gewand: Das Karrierenetzwerk ist zum ersten Social Network für Karriere und Bewerbung evolviert und bietet für Bewerber neue Insider-Informationen für bessere Karriereentscheidungen. Für Arbeitgeber ergeben sich umgekehrt neue Möglichkeiten, zielgerichtet Top-Talente in einem exklusiven Umfeld mit Social Media Mitteln anzusprechen und ihre Employer Brand aufzubauen.

Die ersten Karriereschritte zählen zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben junger Talente. squeaker.net baut die üblichen Informationsasymmetrien durch qualitative Insider-Informationen ab. (Stefan Menden, squeaker.net Gründer)

Der Career Graph auf squeaker.net

Das Leitmotiv von squeaker.net, ambitionierte Talente mit herausragenden Organisationen nachhaltig zusammenzubringen wird durch verbesserte und neue Funktionen und Insider-Informationen der Webseite (und natürlich durch unsere erfolgreichen Insider-Dossier Bücher) weiter verfolgt. So können squeaker.net-Mitglieder die bereits seit zehn Jahren auf squeaker.net vorhandenen Funktion, einen Online-Freundeskreis zu pflegen, nun über Facebook-Connect vereinfachen. Darüber hinaus können sie die beliebtesten Arbeitgeber zu ihren “Interessen hinzufügen” und somit Informationen über Events, Jobs und andere exklusive Angebote erhalten – ohne dass dies auf ihrem Facebook-Profil für alle Welt sichtbar wird.

Wir nennen dies den “Career Graph“, das persönliche Karrierenetzwerk zu Kontakten (wie Freunden, Kommilitonen, Arbeitskollegen oder Networking-Kontakten) und Organisationen (wie Hochschulen, Stiftungen und Netzeerke sowie Unternehmen).

Der Zugang zum neuen squeaker.net ist bis auf weiteres “by invitation only”, um den Austausch im Netzwerk hochwertig und vertraulich zu halten. Die Informationen, die Mitglieder im Forum oder in Erfahrungsberichten veröffentlichen sind nicht für Suchmaschinen oder nicht-Mitglieder mit ihrem Namen in Verbindung zu bringen. Um Zugang zu erhalten, muss man von einem anderen Mitglied eingeladen werden (derzeit hat jedes Mitglied 10 Einladungen), einer der freigeschalteten Organisationen angehören (wie namhafte Stiftungen) oder einen Einladungscode besitzen. Diese Codes verteilt das squeaker.net Team an ausgewählte Netzwerke, um ihren Mitgliedern Zugang zu den Insider-Informationen zu ermöglichen. Man kann sich außerdem über Facebook authentifizieren, wenn man mehrere squeaker.net-Mitglieder in seinem Facebook Freundeskreis hat.

Noch im Beta

Zurzeit ist squeaker.net 2.0 noch im “Beta”-Stadium. Wir arbeiten hart daran, die letzten Bugs auszumerzen. Dies ist auch der Grund, warum dieser Blog seit dem Relaunch etwas vernachlässigt wurde :-)

Um die Seite weiter zu verbessern brauchen wir das Feedback aller squeaker.net-Nutzer. In den kommenden Monaten werden wir darüber hinaus die Seite um neue Funktionen erweitern.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Erforschen der neuen squeaker.net Seite!