13. Juli 2011

Career Social Networking: squeaker.net, Facebook, XING, Google+…

Mit dem closed-beta Launch von Google+ stellt sich die Frage, ob dies nun der Facebook-Killer ist, oder ob das Anwendungsgebiet ein anderes ist. Dies habe ich zum Anlasse genommen, den Markt für allgemeine und spezialisierte Social Networks aus Karriere-Networking Gesichtspunkten nochmal unter die Lupe zu nehmen:

Facebook: Private Beziehungen

Facebook wird vornehmlich privat genutzt. Es gibt zunächst mal keinen Grund, auch Geschäftskontakte zu seinen Facebook-Freunden einzuladen, aber im Allgemeinen ist man da schon wählerischer. Die Möglichkeiten, eigene Updates nach Zielgruppen zu filtern, sind zwar vorhanden, aber unausgereift. Man kann Facebook durchaus erfolgreich zum Business-Networking nutzen, aber die wenigsten machen das. Zum Karriere-Networking taugt Facebook nur indirekt: Die Informationen über die Bildungs- und Arbeitserfahrung der Nutzer ist oft vorhanden, muss aber über externe Plattformen ausgelesen werden. Viele Unternehmen betreiben Karriere-Fanpages, die meisten haben jedoch nur eine kleine Anzahl Followers und für viele Nutzer ist die Verbindung von privatem und geschäftlichen problematisch. Zusem stellen sich eine ganze Menge Fragen (Passt meine Employer Brand zum Medienumfeld von Facebook? Prozesse zum Pflegen der Seite? Umgang mit kritischen Beiträgen? usw. usf.)

XING / LinkedIn: Business Kontakte

XING und LinkedIn sind klare Business-Netzwerke. Hier steht privater Austausch nicht auf der Agenda. Viele Studenten fügen Studienkollegen bereits zu ihren Kontakten – aber vor allem auch, um später im Berufsleben den Kontakt zu halten. LinkedIn ist für alle interessant, die viele internationale Geschäftskontakte haben oder im Ausland gearbeitet haben. Meine persönliche Erfahrung ist, dass man leicht mehr Kontakte bei XING als bei Facebook aufbaut, weil die Verbindung zu den Personen unpersönlicher ist. Die Aktivität auf Facebook ist aber – auch in Deutschland – ungleich höher.

Twitter: Broadcasting und Newsfilter

Twitter eignet sich sehr gut, um als Empfänger von Nachrichten einen sozialen Filter für interessante Websiten, Artikel, Blogbeiträge und News zu erhalten. Auf unzählige bin ich erst über Twitter aufmerksam geworden. Für mich als Sender von Botschaften ist Twitter ein geeignetes Tool zum Pflegen und Aufbauen einer persönlichen Marke und eines Kompetenzprofils. Viele meiner VC-Kollegen haben hierdurch gute Twitter-Kanäle aufgebaut und sich einen Namen gemacht. Für Freiberufler und Themenexperten ist Twitter sicherlich spannend. Man hat allerdings wenig Kontrolle darüber, wer einem folgt und die Kommunikation ist relativ einseitig.

Google+: Mit Circles mehr Struktur

“The new kid on the block” ist Google+. Das spannende daran: Man hat im Grunde schon sein Netzwerk durch die Leute, mit denen man über Gmail in Kontakt ist. Und das definiert auch, wen man zu seinen “Circles” hinzufügt: Jeden. Man kann nämlich sehr komfortabel zwischen Freunden, Kontakten und Bekannten unterscheiden. Für mich ist das persönliches, karriere und Twitter-Networking in einem. Mal schauen, was draus wird.

squeaker.net: Das reine Karrierenetzwerk – nicht für jedermann

Mit squeaker.net bieten wir Funktionen, die ganz speziell an den Interessen zum Networking für Karriere und Bewerbung ausgelegt sind. Die persönliche Privatsphäre ist durch klare Datenschutzeinstellungen gewährleistet. Unternehmen finden eine Zielgruppe, die wesentlich relevanter, hochwertiger und homogener ist, als bei Facebook und XING. Die Plattform ist geschützt-offen – so wie Apple: Jedes Mitglied kann an einer offenen Diskussion über Unternehmen teilnehmen, der Teilnehmerkreis ist jedoch beschränkt auf eingeladene Nutzer und der thematische und qualitative Rahmen ist klar gesteckt. Die allgemeine Öffentlichkeit, Suchmaschinen und Spammer haben keinen Zutritt. Man bekommt Updates zu den Branchen und Unternehmen, die einen interessieren – und zwar nicht nur von den Unternehmen und eigenen Kontakten, sondern vom gesamten Netzwerk. So erhalten squeaker.net-Mitglieder Zugang zu relevanten Insider-Informationen und Kontakten, die es woanders nicht gibt. Nutzt man die praktische Facebook-Connect-Funktion, dann braucht man nicht mühsam ein neues Kontaktnetzwerk aufbauen, sondern kann die Facebook-Freunde, die man auch im squeaker.net-Kontaktnetzwerk haben will, leicht importieren.

Diskutiert mit im Karriere-Forum bei squeaker.net: Welche Social Networking Tools nutzt ihr und wie?

19. Mai 2011

Social Media Wettbewerb: Das squeaker.net-Superpraktikum 2011

Superpraktikum 2011 LogoHeute haben wir unseren Social Media Wettbewerb “Superpraktikum 2011″ gelaunched. Hierfür hat unser gewachsenes squeaker.net Team die letzten zwei Monate zusammen mit acht Top-Unternehmen ganz besondere Praktika erarbeitet, die nun exklusiv an squeaker.net-Mitglieder ausgeschrieben werden. Um sich für eines der sonst nirgendwo erhältlichen Praktika bewerben zu können, müssen die Studenten ihre Networking- und Teamplayer-Skills unter Beweis stellen und ihr Kontaktnetzwerk bei squeaker.net ausbauen.

Die teilnehmenden Unternehmen repräsentieren jeweils einen Top-Player aus verschiedenen Bereichen von der Investmentbank über Strategieberatung und Konsumgüterunternehmen zum Non-Profit Unternehmen und Start-Up und bieten z.B. besondere Auslandseinsätze, ein Lunch mit dem CEO oder ein internes Job-Rotation Programm an. Mit dabei sind amiando, BMG, Deloitte, Generali, Henkel, McKinsey, Morgan Stanley und Teach First. Eine genaue Beschreibung der Teilnahmevoraussetzungen gibt es hier.

Für uns ist die Initiative eine Möglichkeit, den squeaker.net-Mitgliedern Zugang zu besonderen Praktika zu gewähren und die Exklusivität des Karrierenetzwerkes zu unterstreichen. Für unsere Kunden ist es eine Möglichkeit, mit den Mitteln von Social Media exklusiv Top-Talente im War for Talents anzusprechen und sich als innovative Employer Brand zu positionieren. Wir selber bewerben das Superpraktikum rein über Social Media und lernen über den Umgang von ambitionierten Talenten mit Social Media im Karrierekontext.

Das Superpraktikum läuft bis zum 30. Juni 2011. Eine Pressemitteilung gibt es hier. Die ersten Blogs und Twitterer haben das Thema bereits aufgegriffen.

14. April 2011

squeaker.net Team um neue HR-Experten erweitert

Daniel Krewetsqueaker.net hat sein Team von Employer Branding und Social Media Recruiting Experten seit dem Relaunch Ende 2010 um drei neue Mitglieder erweitert. Das Kundenteam wird ab sofort von Daniel Krewet, der bisher als Key Accounter bei e-fellows.net gearbeitet hat, angeführt. Neben Christoph Kasper, der Anfang 2010 nach seinem MBA eingestellt wurde, haben wir das Team um Frank Dreher und Claudia Czaika erweitert.  Auch für die Zukunft ist Wachstum geplant.

Zur Übersicht squeaker.net-Team und Insider-Experten

14. April 2011

squeaker.net mit persönlichem Karriere-Newsfeed

Der neue Newsfeed mit Karrierethemen auf der persönlichen Startseite für squeaker.net-MitgliederEinen neuen Meilenstein auf dem Weg zum innovativsten Social Network speziell für die ambitionierte Karriere haben wir mit squeaker.net seit dem Relaunch erreicht: Seit kurzem erwartet unsere Nutzer auf ihrer persönlichen Startseite ein Newsfeed.

Hier erscheinen aktuelle News aus dem persönlichen squeaker.net-Netzwerk sowie zu den Themen, die einen interessieren. Das persönliche Netzwerk kann man sich ganz einfach aufbauen, indem man über Facebook-Connect mit einem Klick seine Facebook-Freunde findet, die auch bei squeaker.net registriert sind. Die persönlichen Interessen steuert man in seinem Nutzerprofil im Bereich “Interessen“. Hier kann man Unternehmen, Branchen, Städte und andere Themen nennen, denen man “folgen” möchte.

Die Karriereplanung wird sozial

Der Nutzen liegt auf der Hand: Gibt es Neuigkeiten aus dem Kontaktnetzwerk oder über Unternehmen, die einen interessieren, zählt man zu den ersten, die hiervon erfahren. So wird man auf neue Prakika und Jobs hingewiesen, kann Erfahrungsberichte über die Unternehmen lesen, bei denen man in kürze Bewerbungsgespräche hat oder bekommt einen Hinweis, wenn im Forum Themen diskutiert werden, zu denen man einen Beitrag leisten kann. Hierdurch werden Informationsasymmetrien bei der Karriereplanung durch die soziale Macht des Internets reduziert.

“Der persönliche Karriere-Newsfeed ist ein wichtiger Schritt für squeaker.net, seinen Mitgliedern durch Insider-Wissen bei der Karriere zu helfen”, erklärt squeaker.net-Gründer Stefan Menden. “Auch für unsere Kunden ist es wichtig, genau die richtigen Talente aktuell und auf zeitgemäßen Wegen zu erreichen”, ergänzt squeaker.net Head of Sales Daniel Krewet.

Der persönliche Karriere-Newsfeed ist ab sofort für alle squeaker.net-Mitglieder freigeschaltet. Die kostenlose Mitgliedschaft ist “by-invitation-only” – man kann sich für die squeaker.net Mitgliedschaft bewerben.

27. Januar 2011

squeaker.net Bücher jetzt in Vertriebskooperation mit Campus Verlag

Für ein junges Unternehmen ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn ein angesehenes etabliertes Unternehmen eine gewinnbringende Kooperation anbietet. Genau das ist uns im Sommer 2010 passiert: Der im Segment für Bewerbung und Karriere zweitgrößte Verlag im deutschsprachigen Raum, der Campus Verlag, hat offenbar bemerkt, dass wir unsere Insider-Dossier Karrierebücher mit inzwischen 10 eigenen Titeln als kleiner Verlag sehr gut sowohl qualitativ als auch quantitativ positionieren konnten. Im Sommer 2010 sind wir in den GfK-Daten aus dem Nichts auf Platz 9 der größten Verlage in diesem Segment geschossen. Die Besonderheit: Wir haben praktisch keinen eigenen Vertrieb! Der gesamte Absatz war nachfrageinduziert: Unsere Bücher werden einfach hartnäckig von unseren Lesern bei Amazon und im stationären Buchhandel nachgefragt.

Die Besonderheit von squeaker.net ist, dass wir ein intimes Verständnis der Bedürfnisse unserer Nutzer und Leser haben. Wir selbst wurden an Top-Hochschulen international ausgebildet, haben bei namhaften Unternehmensberatungen, Banken und Industrieunternehmen gearbeitet und wissen um die Besonderheiten, auf die es für uns ankommt. Dieses Bedürfnis kann von anderen Karriereseiten und Verlagen nur oberflächlich bedient werden, da ihnen dieser Zugang fehlt. Die Bewerbungsbücher der Püttjer-Schnierda-Reihe im Campus-Verlag haben wir bereits mehrfach empfohlen und finden viele der Bücher wirklich nützlich. Vergleichbar ist noch die Hesse-Schrader-Reihe, die ehemals von Eichborn (der damaligen Nr. 1 – inzwischen dürfte Campus deutlich aufgeholt haben) verlegt wurde und inzwischen im Stark-Verlag erhältlich ist. Mit unseren Titeln gibt es aufgrund unseres Nischenanspruchs jedoch kaum Überschneidungen.

Da squeaker.net sich mit und seit dem Relaunch operativ wieder stärker auf seine Online-DNA fokussiert und das in den letzten Jahren aufgebaute Verlagsprogramm parallel weiterentwickelt, macht es für uns wenig Sinn, einen eigenen Vertrieb aufzubauen. Insofern haben wir in den Diskussionen mit Campus schnell einen guten Fit festgestellt, der fachlich als auch persönlich harmonierte. Einige mit Excel-Modellen und mit Verhandlungen verbrachte Monate später waren wir uns einig: Campus wird ab 1.1. exklusiv den Vertrieb der squeaker.net Insider-Dossier Bücher übernehmen!

Die Auflage unserer Bücher ist 100% verkauft – und nicht kostenlos verteilt. Nur so können wir uns unseren Qualitätsanspruch leisten, der ungleich höher ist, als bei Kostenlospublikationen. Ziel der Kooperation mit Campus ist vor allem, unsere Präsenz und Verfügbarkeit im stationären Handel – v.a. im universitären Fachbuchhandel und bei großen Buchhandelsketten – zu gewährleisten. Wir bleiben dabei weiterhin vollständig unabhängig und eigenständig.

26. Januar 2011

squeaker.net Relaunch

Am 1. November 2010 ist auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Launch von squeaker.net die von Grund auf neu gebaute squeaker.net 2.0 Plattform online gegangen!

squeaker.net präsentiert sich dabei mehr als nur in neuem Gewand: Das Karrierenetzwerk ist zum ersten Social Network für Karriere und Bewerbung evolviert und bietet für Bewerber neue Insider-Informationen für bessere Karriereentscheidungen. Für Arbeitgeber ergeben sich umgekehrt neue Möglichkeiten, zielgerichtet Top-Talente in einem exklusiven Umfeld mit Social Media Mitteln anzusprechen und ihre Employer Brand aufzubauen.

Die ersten Karriereschritte zählen zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben junger Talente. squeaker.net baut die üblichen Informationsasymmetrien durch qualitative Insider-Informationen ab. (Stefan Menden, squeaker.net Gründer)

Der Career Graph auf squeaker.net

Das Leitmotiv von squeaker.net, ambitionierte Talente mit herausragenden Organisationen nachhaltig zusammenzubringen wird durch verbesserte und neue Funktionen und Insider-Informationen der Webseite (und natürlich durch unsere erfolgreichen Insider-Dossier Bücher) weiter verfolgt. So können squeaker.net-Mitglieder die bereits seit zehn Jahren auf squeaker.net vorhandenen Funktion, einen Online-Freundeskreis zu pflegen, nun über Facebook-Connect vereinfachen. Darüber hinaus können sie die beliebtesten Arbeitgeber zu ihren “Interessen hinzufügen” und somit Informationen über Events, Jobs und andere exklusive Angebote erhalten – ohne dass dies auf ihrem Facebook-Profil für alle Welt sichtbar wird.

Wir nennen dies den “Career Graph“, das persönliche Karrierenetzwerk zu Kontakten (wie Freunden, Kommilitonen, Arbeitskollegen oder Networking-Kontakten) und Organisationen (wie Hochschulen, Stiftungen und Netzeerke sowie Unternehmen).

Der Zugang zum neuen squeaker.net ist bis auf weiteres “by invitation only”, um den Austausch im Netzwerk hochwertig und vertraulich zu halten. Die Informationen, die Mitglieder im Forum oder in Erfahrungsberichten veröffentlichen sind nicht für Suchmaschinen oder nicht-Mitglieder mit ihrem Namen in Verbindung zu bringen. Um Zugang zu erhalten, muss man von einem anderen Mitglied eingeladen werden (derzeit hat jedes Mitglied 10 Einladungen), einer der freigeschalteten Organisationen angehören (wie namhafte Stiftungen) oder einen Einladungscode besitzen. Diese Codes verteilt das squeaker.net Team an ausgewählte Netzwerke, um ihren Mitgliedern Zugang zu den Insider-Informationen zu ermöglichen. Man kann sich außerdem über Facebook authentifizieren, wenn man mehrere squeaker.net-Mitglieder in seinem Facebook Freundeskreis hat.

Noch im Beta

Zurzeit ist squeaker.net 2.0 noch im “Beta”-Stadium. Wir arbeiten hart daran, die letzten Bugs auszumerzen. Dies ist auch der Grund, warum dieser Blog seit dem Relaunch etwas vernachlässigt wurde :-)

Um die Seite weiter zu verbessern brauchen wir das Feedback aller squeaker.net-Nutzer. In den kommenden Monaten werden wir darüber hinaus die Seite um neue Funktionen erweitern.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Erforschen der neuen squeaker.net Seite!

27. März 2010

Social Media und Employer Branding: Überraschende Studienergebnisse und offene Fragen

From balcony
Image by Andreas Solberg via Flickr

Vermeintlich gibt es an einem sonnigen Frühlingssamstag auf meinem Balkon interessantere Dinge zu tun, als diesen Beitrag über die  vorläufigen Ergebnisse unserer Studie zur Nutzung von Social Media für Employer Branding und Recruiting zu schreiben. Aber die Ergebnisse haben unsere – ich möchte sagen kühnsten – Erwartungen übertroffen, zumindest rede ich mir das jetzt ein, um eine psychologische Rechtfertigung für den entgangenen Samstag zu haben.

Also, was gibt es spannendes zu berichten?

Studiendesign: Social Media für Employer Branding und Recruiting

Zusammen mit der studentischen Unternehmensberatung Oscar und Manuel von Talential.com haben wir zur Vorbereitung unseres Workshops zu “Employer Branding und Recruiting mit Social Media” auf dem World Business Dialogue eine kurze Umfrage (hier der Link zur Umfrage) gestartet. Mit 409 Teilnehmern, von denen rund drei Viertel Studenten aus Deutschland sind, haben wir eine gute Datenbasis, um ein paar vorläufige Ergebnisse zu ziehen.

Ergebnisse

Vielen Dank für die aktiven Beiträge der Workshop-Teilnehmer, die sich aus Studenten aus rund 15 Ländern sowie Geschäftsführern, PR- und Personal-Managern aus Unternehmensberatungen, DAX-Konzernen, Industrie-Mittelstand und kleinen IT- und Medienunternehmen zusammensetzten.

Hier die Übersicht zu den Ergebnissen der Studie sowie einige der Statements der Workshop-Teilnehmer:


Die Top-10 der Erkenntnisse, die ich in weiteren Beiträgen einzeln nochmal an dieser Stelle diskutieren werde:

  1. Facebook hat StudiVZ / VZ-Netzwerke überholt – nicht nur in Nutzerzahlen und Wachstum, sondern v.a. in Glaubwürdigkeit und Nützlichkeit für Informationen über Arbeitgeber
  2. Facebook und Twitter werden Business-Netzwerke – sie bewegen sich von “Fun”-Aspekten hin zu Kontaktdatenbanken und Informationsplattformen
  3. Social Networks werden für Arbeitgeberinformationen genutzt – und zwar bemerken 75% der Nutzer von Social Networks Informationen von Arbeitgebern – und 62% hiervon halten sie für nützlich
  4. Der Erfolg von Social Media Recruiting variiert zwischen Netzwerken: Als am nützlichsten wird von Studenten das Karriere-Netzwerk squeaker.net gesehen (und zwar von 88% der squeaker.net-Nutzer). Das freut uns natürlich. Nützlich sind auch Facebook, Xing, Twitter. StudiVZ, MySpace, Google Buzz werden kaum als nützlich empfunden.
  5. Twitter wird tatsächlich genutzt – mehr von Unternehmen (Sendern) als von Studenten (Empfängern) – aber immerhin 1/3 der Studenten aus unserer Umfrage nutzen Twitter und fast die Hälfte findet Twitter nützlich für Arbeitgeberinformationen. Das ist deutlich mehr, als ich bei den überwiegend deutschen Teilnehmern erwartet hätte.
  6. Social Media ist ein Prozess – kein Event. Recruitingmessen, Anzeigen usw. sind weiterhin wichtig. Aber den langfristigen Dialog mit der Zielgruppe führt man am besten über Social Media Netzwerke. Irrelevante Umsonst-Heftchen an Unis verlieren mit ihren gesponsorten Inhalten an Glaubwürdigkeit.
  7. Studenten suchen vor allem Insider-Informationen in Social Networks. Das predigt squeaker.net seit fast 10 Jahren.
  8. Studenten finden es unangebracht, dass Arbeitgeber sich über ihr Privatleben über Social Networks informieren und sind daher zurückhaltend, wenn sie auf Social Networks Beiträge schreiben.
  9. Nicht jede Unternehmensmarke passt zu jedem Social Network. Nicht jeder “muss” bei Facebook dabei sein (obwohl es hierzu einiges an Diskussion gab). Bei squeaker.net bieten wir ein sauberes und themenrelevantes Umfeld für Arbeitgebermarken.
  10. Unternehmen sollten sich der Diskussion stellen. Einhellige Meinung im Raum: Kritische Beiträge sollten nicht gelöscht werden, solange sie nicht unter die Gürtellinie gehen. Die Diskussion findet sowieso statt, ob auf der eigenen Präsenz bei Social Networks oder ausserhalb.
Kritik und nächste Schritte

Weder die Stichprobe noch die Fragenstellung ist wissenschaftlich. Es ging uns darum, ein paar eigene Hypothesen zu testen. Die Umfrage wurde teilweise über Social Media Kanäle wie Twitter beworben, was natürlich die Ergebnisse nicht allgemein repräsentativ sein lässt. Die Ergebnisse sind jedoch ein guter Diskussionsansatz, um am Studiendesign zu feilen.

Wir drei (Axel von Oscar, Manuel und ich) hatten viel Spass bei der intensiven Diskussion der Ergebnisse und würden das Thema auch gerne weiter verfolgen. Wer ebenso Interesse daran hat und uns unterstützen kann (z.B. wissenschaftliche Arbeiten, Verteiler für Umfrageteilnehmer, Auswertung, Fragen usw.), möge auf uns zukommen (mich erreicht man unter stefan.menden (at) squeaker.net).

An dieser Stelle (und über den squeaker.net Twitter-Kanal) werde ich weitere Details zu der Studie veröffentlichen und diskutieren.

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09. März 2010

Social Media Workshop auf OFW Kongress

world-business-dialogue.de
Image by dkommpics via Flickr

Social Media im Recruiting und Employer Branding ist in der HR Branche in aller Munde. Immer wieder kommen Kunden auf uns zu und suchen Rat in dem Dschungel von Beratern, Studien und Pressemitteilungen. Wir glauben ja, dass squeaker.net Social Media Recruiting seit dem Jahr 2000 macht – nur hiess das damals noch nicht so. Umso mehr freut es uns, dass heute zunehmend Wert auf effektive, authentische und im Dialog mit der Zielgruppe stattfindende Recruiting- und Employer Branding Kampagnen gelegt wird.

Vor diesem Hintergrund hat uns das Organisationsforum Wirtschaftskongress (OFW) eingeladen, auf dem nächste Woche anstehenden World Business Dialogue in Köln einen Workshop zum Thema Recruiting and Employer Branding with Social Media: Chances and Pitfalls for Employers and Jobseekers in the Crisis and beyond zu halten. squeaker.net Gründer Stefan Menden wird dabei von Manuel Koelman von der Karriere-Plattform Talential.com und der zum OFW gehörenden studentischen Unternehmensberatung OSCAR unterstützt.

Gemeinsam werden wir einige Mythen und Wahrheiten von Social Media als Medium für Recruiting und Employer Branding diskutieren. Darüber hinaus möchten wir auch die Perspektive der anwesenden ausgewählten Studenten aus aller Welt einfließen lassen und Tipps zum Umgang mit Social Media bei der Jobsuche und Information über Arbeitgeber geben.

Zur Vorbereitung haben wir gemeinsam eine Blitzumfrage zur Nutzung von Social Media für Recruiting und Karriereplanung gestartet. Hier geht es zur Umfrage.

Wir freuen uns gemeinsam mit Manuel Koelman und OSCAR auf einen interessanten Workshop. Die Ergebnisse werden wir hier noch posten.

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04. März 2010

Die squeaker.net Story Teil 2: Erfahrungen einer Gründung in 2000

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Image by squeaker.net via Flickr

Im letzten Beitrag habe ich darüber geschrieben, mit welcher Vision wir im Jahr 2000 squeaker.net gründeten. Zielgruppennähe, Authentizität und Qualität waren – und sind – unsere Ziele. Qualität mit Qualität zusammenzubringen, treibt uns weiterhin an.

In diesem Beitrag möchte ich rückblickend auf die Gründung von damals ein paar Erfahrungswerte teilen. Als ich in London für einen VC Fund gearbeitet hatte, habe ich immer wieder Gründerteams aus Deutschland mit sehr ähnlichen Vorstellungen getroffen.

Wir drei Gründer waren alle im Studium. Wir wussten, was wir in etwa machen wollten, aber nicht wie. Wir sind eine Phase durchlaufen, die wahrscheinlich recht typisch für unerfahrene Gründer ist. Wir selber waren BWLer und hatten ein blumiges Bild von der Realität. Ein paar Symptome:

  • Wir hatten kaum Ahnung von IT und dachten, mit ein bisschen HTML-Grundwissen sind wir schon ganz gut aufgestellt
  • Wir wollten eine IT-Firma an unserer Firma beteiligen, um die Umsetzung all unserer tollen Ideen ohne Cash (denn das hatten wir nicht) gewährleisten zu können
  • Wir wollten in kürzester Zeit reich und berühmt werden, aber parallel noch unsere Klausuren schreiben und unser soziales Leben in der Stadt der Städte geniessen
  • Wir wollten einen Investor finden, hatten aber keine Ahnung davon, was Investoren von einem Start-Up eigentlich erwarten und schickten unseren “Business Plan” blind an alle Venture Capital Firmen, die damals die Presse machten (die meisten davon gibt es laaaange nicht mehr – der “Business Plan” von damals hingegen dient mir heute noch zur Belustigung)
  • Wir glaubten, wir bräuchten professionelle Anwälte, PR-Berater, Strategieberater usw. und könnten sie alle mit Anteilen statt Cash ködern.
  • Wir glaubten, dass wir mit Vision, Begeisterung und Hartnäckigkeit eine Firma bauen können.

Bis auf den letzten Punkt, sollten wir bei allen diesen Punkten einiges hinzulernen. Hier meine Learnings, die meiner Meinung nach heute noch Gültigkeit besitzen:

  • IT: Für ein Web-Start-Up essenziell. Damals konnte man mit ein paar WInfo-Studenten eine dynamische Seite mit PHP bauen. Heute sind die Ansprüche ungleich höher. Einer im Team muss sich auskennen und den Entwicklungsprozess in die Hand nehmen können. Wenn eine Seite nicht pefekt gebaut, die Idee aber gut ist, ist sie in 2 Wochen von jemandem kopiert, der sie besser bauen kann.
  • IT 2: Die squeaker.net-Seite, die heute noch online ist, ist im Wesentlichen die Seite, die wir in 2000 gebaut hatten. Dass sie noch läuft, liegt daran, dass wir nach einem langen Hickhack mit der IT-Firma, die unsere Seite für Anteile bauen wollte, selber Programmierer ins Team geholt haben und sie jeden Tag im selben Raum zusammen gebaut hatten. Man kann für so einen kreativen Prozess nicht einfach die Anforderungen über den Zaun werfen und hoffen, dass ein perfektes Produkt zurück kommt.
  • Freiheit: Wenn Du gründest, dann ist dass Arbeit, Freizeit, Freunde, Feinde, Freud & Leid in einem. Wenn es Dir ernst ist, dann nimm ein Urlaubssemester, kündige den Job und leg richtig los. Alles andere ist Zeitverschwendung. Wir haben das damals zum Glück nach ein paar Monaten gemerkt – und gemacht. Die beste Entscheidung. Erst als wir ein Büro gemietet hatten und jeden Tag 14-16 Stunden zusammen waren, hat sich wirklich was bewegt.
  • Investoren: Heute gibt es hunderte guter Blogs, Gründernetzwerke usw. Informiert Euch und holt Euch Rat, bevor ihr ins Fundraising geht. Meine Erfahrung als Early-Stage VC: 90% der Start-Ups, die ich getroffen hatte, hatten NULL Chance, VC Investment zu bekommen, ohne sich grundlegend Gedanken über ihr Business zu machen. Spart Euch die 3-6 Monate in die Tonne fundraisen und informiert Euch bei Leuten wir mir…
  • Dienstleister: Die meisten braucht ihr nicht. v.a. bei PR-Agenturen kann man viel Geld umsonst ausgeben. Beteiligt nur absolute Key-Leute im Management.

Zum Glück haben wir damals ein paar Sachen gelernt. Wir mussten teilweise teures Lehrgeld zahlen. Vieles würde ich heute anders machen. Dass es uns nach fast 10 Jahren noch gibt und die Firma seit langem profitabel ist, liegt an wenigen guten Entscheidungen von damals.

Noch im Frühjahr 2010 wird die neue squeaker.net Seite online gehen. Die alte hat ganz schön lange gehalten – aber ist wirklich nicht mehr zeitgemäß. Wer als erster dabei sein will, kann sich hier seinen Beta-Invite holen.

01. März 2010

Aktuelle Jobs und Praktika in der Unternehmensberatung

Das Insider-Dossier: Bewerbung bei UnternehmensberatungenSeit Beginn der Wirtschaftskrise gibt es unter Studenten und Absolventen eine nicht zu unterschätzende Unsicherheit über die Verfügbarkeit von Einstiegsjobs bei den führenden Unternehmensberatungen. squeaker.net befindet sich durch seine 70.000 Mitglieder, sein enges Netzwerk zu den führenden Studenteninitiativen sowie durch den direkten Draht zu seinen Kunden aus der Consulting-Branche (100% der Top-10 Strategieberatungen, zahlreiche Boutiquen und Full-Service Managementberatungen) sozusagen am Puls des Geschehens im Consulting-Markt.

Heute erst haben wir in unserem Consulting-Job Special 20 Stellenangebote bei führenden Managementberatungen und Inhouse-Consulting-Firmen veröffentlicht. Dabei sind Arthur D. Little, Audi, Roland BergerBooz & Company,  The Boston Consulting Group, Deutsche Post DHL Inhouse Consulting, Deutsche Bank, Oliver Wyman, RölfsPartner und Volkswagen Consulting.

Es gibt also Angebote für Praktika und Jobs in der Unternehmensberatung

Gleichzeitig zeichnen Gespräche mit Recruiting-Partnern und Bewerbern ein realistisches Bild:

  • von allen Bewerbern einer weltweit führenden Business School wurden nur 2-3 Praktikantenplätze vergeben
  • Bewerber berichten von härteren Auswahlkriterien im Case-Interview
  • es wird weiterhin eingestellt, aber stark selektiv, und gleichzeitig auch entlassen
  • Personaler berichten, dass die Unternehmen vor allem den Kontakt zu Top-Absolventen halten wollen, um im Aufschwung Mitarbeiter zu haben
  • einzelne Beratungen und Inhouse-Consulting Firmen stellen mit Perspektive auf bessere Zeiten ein
  • ein Recruiting-Partner berichtet, dass sich Absolventen in Doktorandenprogramme und andere Weiterbildung “retten” und sich weniger bewerben – was aus seiner Sicht ein Problem darstellt, da sehr gute Kandidaten weiterhin gesucht werden

Als Fazit kann man festhalten:

  1. Es gibt Consulting Jobs. Kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken.
  2. Die Auswahl ist härter. Das macht Karrierechancen in kleineren “Jahrgängen” aber gleichermaßen attraktiver.

Für Bewerber ist eine gute Vorbereitung auf das anspruchsvolle Case-Interview unerlässlich. Aus dem squeaker.net-Verlag gibt es folgende Insider-Dossier Bücher Bewerbung bei Unternehmensberatungen: