Mit ‘social network’ getaggte Artikel

Career Social Networking: squeaker.net, Facebook, XING, Google+…

Mittwoch, 13. Juli 2011

Mit dem closed-beta Launch von Google+ stellt sich die Frage, ob dies nun der Facebook-Killer ist, oder ob das Anwendungsgebiet ein anderes ist. Dies habe ich zum Anlasse genommen, den Markt für allgemeine und spezialisierte Social Networks aus Karriere-Networking Gesichtspunkten nochmal unter die Lupe zu nehmen:

Facebook: Private Beziehungen

Facebook wird vornehmlich privat genutzt. Es gibt zunächst mal keinen Grund, auch Geschäftskontakte zu seinen Facebook-Freunden einzuladen, aber im Allgemeinen ist man da schon wählerischer. Die Möglichkeiten, eigene Updates nach Zielgruppen zu filtern, sind zwar vorhanden, aber unausgereift. Man kann Facebook durchaus erfolgreich zum Business-Networking nutzen, aber die wenigsten machen das. Zum Karriere-Networking taugt Facebook nur indirekt: Die Informationen über die Bildungs- und Arbeitserfahrung der Nutzer ist oft vorhanden, muss aber über externe Plattformen ausgelesen werden. Viele Unternehmen betreiben Karriere-Fanpages, die meisten haben jedoch nur eine kleine Anzahl Followers und für viele Nutzer ist die Verbindung von privatem und geschäftlichen problematisch. Zusem stellen sich eine ganze Menge Fragen (Passt meine Employer Brand zum Medienumfeld von Facebook? Prozesse zum Pflegen der Seite? Umgang mit kritischen Beiträgen? usw. usf.)

XING / LinkedIn: Business Kontakte

XING und LinkedIn sind klare Business-Netzwerke. Hier steht privater Austausch nicht auf der Agenda. Viele Studenten fügen Studienkollegen bereits zu ihren Kontakten – aber vor allem auch, um später im Berufsleben den Kontakt zu halten. LinkedIn ist für alle interessant, die viele internationale Geschäftskontakte haben oder im Ausland gearbeitet haben. Meine persönliche Erfahrung ist, dass man leicht mehr Kontakte bei XING als bei Facebook aufbaut, weil die Verbindung zu den Personen unpersönlicher ist. Die Aktivität auf Facebook ist aber – auch in Deutschland – ungleich höher.

Twitter: Broadcasting und Newsfilter

Twitter eignet sich sehr gut, um als Empfänger von Nachrichten einen sozialen Filter für interessante Websiten, Artikel, Blogbeiträge und News zu erhalten. Auf unzählige bin ich erst über Twitter aufmerksam geworden. Für mich als Sender von Botschaften ist Twitter ein geeignetes Tool zum Pflegen und Aufbauen einer persönlichen Marke und eines Kompetenzprofils. Viele meiner VC-Kollegen haben hierdurch gute Twitter-Kanäle aufgebaut und sich einen Namen gemacht. Für Freiberufler und Themenexperten ist Twitter sicherlich spannend. Man hat allerdings wenig Kontrolle darüber, wer einem folgt und die Kommunikation ist relativ einseitig.

Google+: Mit Circles mehr Struktur

“The new kid on the block” ist Google+. Das spannende daran: Man hat im Grunde schon sein Netzwerk durch die Leute, mit denen man über Gmail in Kontakt ist. Und das definiert auch, wen man zu seinen “Circles” hinzufügt: Jeden. Man kann nämlich sehr komfortabel zwischen Freunden, Kontakten und Bekannten unterscheiden. Für mich ist das persönliches, karriere und Twitter-Networking in einem. Mal schauen, was draus wird.

squeaker.net: Das reine Karrierenetzwerk – nicht für jedermann

Mit squeaker.net bieten wir Funktionen, die ganz speziell an den Interessen zum Networking für Karriere und Bewerbung ausgelegt sind. Die persönliche Privatsphäre ist durch klare Datenschutzeinstellungen gewährleistet. Unternehmen finden eine Zielgruppe, die wesentlich relevanter, hochwertiger und homogener ist, als bei Facebook und XING. Die Plattform ist geschützt-offen – so wie Apple: Jedes Mitglied kann an einer offenen Diskussion über Unternehmen teilnehmen, der Teilnehmerkreis ist jedoch beschränkt auf eingeladene Nutzer und der thematische und qualitative Rahmen ist klar gesteckt. Die allgemeine Öffentlichkeit, Suchmaschinen und Spammer haben keinen Zutritt. Man bekommt Updates zu den Branchen und Unternehmen, die einen interessieren – und zwar nicht nur von den Unternehmen und eigenen Kontakten, sondern vom gesamten Netzwerk. So erhalten squeaker.net-Mitglieder Zugang zu relevanten Insider-Informationen und Kontakten, die es woanders nicht gibt. Nutzt man die praktische Facebook-Connect-Funktion, dann braucht man nicht mühsam ein neues Kontaktnetzwerk aufbauen, sondern kann die Facebook-Freunde, die man auch im squeaker.net-Kontaktnetzwerk haben will, leicht importieren.

Diskutiert mit im Karriere-Forum bei squeaker.net: Welche Social Networking Tools nutzt ihr und wie?

squeaker.net mit persönlichem Karriere-Newsfeed

Donnerstag, 14. April 2011

Der neue Newsfeed mit Karrierethemen auf der persönlichen Startseite für squeaker.net-MitgliederEinen neuen Meilenstein auf dem Weg zum innovativsten Social Network speziell für die ambitionierte Karriere haben wir mit squeaker.net seit dem Relaunch erreicht: Seit kurzem erwartet unsere Nutzer auf ihrer persönlichen Startseite ein Newsfeed.

Hier erscheinen aktuelle News aus dem persönlichen squeaker.net-Netzwerk sowie zu den Themen, die einen interessieren. Das persönliche Netzwerk kann man sich ganz einfach aufbauen, indem man über Facebook-Connect mit einem Klick seine Facebook-Freunde findet, die auch bei squeaker.net registriert sind. Die persönlichen Interessen steuert man in seinem Nutzerprofil im Bereich “Interessen“. Hier kann man Unternehmen, Branchen, Städte und andere Themen nennen, denen man “folgen” möchte.

Die Karriereplanung wird sozial

Der Nutzen liegt auf der Hand: Gibt es Neuigkeiten aus dem Kontaktnetzwerk oder über Unternehmen, die einen interessieren, zählt man zu den ersten, die hiervon erfahren. So wird man auf neue Prakika und Jobs hingewiesen, kann Erfahrungsberichte über die Unternehmen lesen, bei denen man in kürze Bewerbungsgespräche hat oder bekommt einen Hinweis, wenn im Forum Themen diskutiert werden, zu denen man einen Beitrag leisten kann. Hierdurch werden Informationsasymmetrien bei der Karriereplanung durch die soziale Macht des Internets reduziert.

“Der persönliche Karriere-Newsfeed ist ein wichtiger Schritt für squeaker.net, seinen Mitgliedern durch Insider-Wissen bei der Karriere zu helfen”, erklärt squeaker.net-Gründer Stefan Menden. “Auch für unsere Kunden ist es wichtig, genau die richtigen Talente aktuell und auf zeitgemäßen Wegen zu erreichen”, ergänzt squeaker.net Head of Sales Daniel Krewet.

Der persönliche Karriere-Newsfeed ist ab sofort für alle squeaker.net-Mitglieder freigeschaltet. Die kostenlose Mitgliedschaft ist “by-invitation-only” – man kann sich für die squeaker.net Mitgliedschaft bewerben.

squeaker.net Relaunch

Mittwoch, 26. Januar 2011

Am 1. November 2010 ist auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Launch von squeaker.net die von Grund auf neu gebaute squeaker.net 2.0 Plattform online gegangen!

squeaker.net präsentiert sich dabei mehr als nur in neuem Gewand: Das Karrierenetzwerk ist zum ersten Social Network für Karriere und Bewerbung evolviert und bietet für Bewerber neue Insider-Informationen für bessere Karriereentscheidungen. Für Arbeitgeber ergeben sich umgekehrt neue Möglichkeiten, zielgerichtet Top-Talente in einem exklusiven Umfeld mit Social Media Mitteln anzusprechen und ihre Employer Brand aufzubauen.

Die ersten Karriereschritte zählen zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben junger Talente. squeaker.net baut die üblichen Informationsasymmetrien durch qualitative Insider-Informationen ab. (Stefan Menden, squeaker.net Gründer)

Der Career Graph auf squeaker.net

Das Leitmotiv von squeaker.net, ambitionierte Talente mit herausragenden Organisationen nachhaltig zusammenzubringen wird durch verbesserte und neue Funktionen und Insider-Informationen der Webseite (und natürlich durch unsere erfolgreichen Insider-Dossier Bücher) weiter verfolgt. So können squeaker.net-Mitglieder die bereits seit zehn Jahren auf squeaker.net vorhandenen Funktion, einen Online-Freundeskreis zu pflegen, nun über Facebook-Connect vereinfachen. Darüber hinaus können sie die beliebtesten Arbeitgeber zu ihren “Interessen hinzufügen” und somit Informationen über Events, Jobs und andere exklusive Angebote erhalten – ohne dass dies auf ihrem Facebook-Profil für alle Welt sichtbar wird.

Wir nennen dies den “Career Graph“, das persönliche Karrierenetzwerk zu Kontakten (wie Freunden, Kommilitonen, Arbeitskollegen oder Networking-Kontakten) und Organisationen (wie Hochschulen, Stiftungen und Netzeerke sowie Unternehmen).

Der Zugang zum neuen squeaker.net ist bis auf weiteres “by invitation only”, um den Austausch im Netzwerk hochwertig und vertraulich zu halten. Die Informationen, die Mitglieder im Forum oder in Erfahrungsberichten veröffentlichen sind nicht für Suchmaschinen oder nicht-Mitglieder mit ihrem Namen in Verbindung zu bringen. Um Zugang zu erhalten, muss man von einem anderen Mitglied eingeladen werden (derzeit hat jedes Mitglied 10 Einladungen), einer der freigeschalteten Organisationen angehören (wie namhafte Stiftungen) oder einen Einladungscode besitzen. Diese Codes verteilt das squeaker.net Team an ausgewählte Netzwerke, um ihren Mitgliedern Zugang zu den Insider-Informationen zu ermöglichen. Man kann sich außerdem über Facebook authentifizieren, wenn man mehrere squeaker.net-Mitglieder in seinem Facebook Freundeskreis hat.

Noch im Beta

Zurzeit ist squeaker.net 2.0 noch im “Beta”-Stadium. Wir arbeiten hart daran, die letzten Bugs auszumerzen. Dies ist auch der Grund, warum dieser Blog seit dem Relaunch etwas vernachlässigt wurde :-)

Um die Seite weiter zu verbessern brauchen wir das Feedback aller squeaker.net-Nutzer. In den kommenden Monaten werden wir darüber hinaus die Seite um neue Funktionen erweitern.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Erforschen der neuen squeaker.net Seite!

Social Media und Employer Branding: Überraschende Studienergebnisse und offene Fragen

Samstag, 27. März 2010
From balcony
Image by Andreas Solberg via Flickr

Vermeintlich gibt es an einem sonnigen Frühlingssamstag auf meinem Balkon interessantere Dinge zu tun, als diesen Beitrag über die  vorläufigen Ergebnisse unserer Studie zur Nutzung von Social Media für Employer Branding und Recruiting zu schreiben. Aber die Ergebnisse haben unsere – ich möchte sagen kühnsten – Erwartungen übertroffen, zumindest rede ich mir das jetzt ein, um eine psychologische Rechtfertigung für den entgangenen Samstag zu haben.

Also, was gibt es spannendes zu berichten?

Studiendesign: Social Media für Employer Branding und Recruiting

Zusammen mit der studentischen Unternehmensberatung Oscar und Manuel von Talential.com haben wir zur Vorbereitung unseres Workshops zu “Employer Branding und Recruiting mit Social Media” auf dem World Business Dialogue eine kurze Umfrage (hier der Link zur Umfrage) gestartet. Mit 409 Teilnehmern, von denen rund drei Viertel Studenten aus Deutschland sind, haben wir eine gute Datenbasis, um ein paar vorläufige Ergebnisse zu ziehen.

Ergebnisse

Vielen Dank für die aktiven Beiträge der Workshop-Teilnehmer, die sich aus Studenten aus rund 15 Ländern sowie Geschäftsführern, PR- und Personal-Managern aus Unternehmensberatungen, DAX-Konzernen, Industrie-Mittelstand und kleinen IT- und Medienunternehmen zusammensetzten.

Hier die Übersicht zu den Ergebnissen der Studie sowie einige der Statements der Workshop-Teilnehmer:


Die Top-10 der Erkenntnisse, die ich in weiteren Beiträgen einzeln nochmal an dieser Stelle diskutieren werde:

  1. Facebook hat StudiVZ / VZ-Netzwerke überholt – nicht nur in Nutzerzahlen und Wachstum, sondern v.a. in Glaubwürdigkeit und Nützlichkeit für Informationen über Arbeitgeber
  2. Facebook und Twitter werden Business-Netzwerke – sie bewegen sich von “Fun”-Aspekten hin zu Kontaktdatenbanken und Informationsplattformen
  3. Social Networks werden für Arbeitgeberinformationen genutzt – und zwar bemerken 75% der Nutzer von Social Networks Informationen von Arbeitgebern – und 62% hiervon halten sie für nützlich
  4. Der Erfolg von Social Media Recruiting variiert zwischen Netzwerken: Als am nützlichsten wird von Studenten das Karriere-Netzwerk squeaker.net gesehen (und zwar von 88% der squeaker.net-Nutzer). Das freut uns natürlich. Nützlich sind auch Facebook, Xing, Twitter. StudiVZ, MySpace, Google Buzz werden kaum als nützlich empfunden.
  5. Twitter wird tatsächlich genutzt – mehr von Unternehmen (Sendern) als von Studenten (Empfängern) – aber immerhin 1/3 der Studenten aus unserer Umfrage nutzen Twitter und fast die Hälfte findet Twitter nützlich für Arbeitgeberinformationen. Das ist deutlich mehr, als ich bei den überwiegend deutschen Teilnehmern erwartet hätte.
  6. Social Media ist ein Prozess – kein Event. Recruitingmessen, Anzeigen usw. sind weiterhin wichtig. Aber den langfristigen Dialog mit der Zielgruppe führt man am besten über Social Media Netzwerke. Irrelevante Umsonst-Heftchen an Unis verlieren mit ihren gesponsorten Inhalten an Glaubwürdigkeit.
  7. Studenten suchen vor allem Insider-Informationen in Social Networks. Das predigt squeaker.net seit fast 10 Jahren.
  8. Studenten finden es unangebracht, dass Arbeitgeber sich über ihr Privatleben über Social Networks informieren und sind daher zurückhaltend, wenn sie auf Social Networks Beiträge schreiben.
  9. Nicht jede Unternehmensmarke passt zu jedem Social Network. Nicht jeder “muss” bei Facebook dabei sein (obwohl es hierzu einiges an Diskussion gab). Bei squeaker.net bieten wir ein sauberes und themenrelevantes Umfeld für Arbeitgebermarken.
  10. Unternehmen sollten sich der Diskussion stellen. Einhellige Meinung im Raum: Kritische Beiträge sollten nicht gelöscht werden, solange sie nicht unter die Gürtellinie gehen. Die Diskussion findet sowieso statt, ob auf der eigenen Präsenz bei Social Networks oder ausserhalb.
Kritik und nächste Schritte

Weder die Stichprobe noch die Fragenstellung ist wissenschaftlich. Es ging uns darum, ein paar eigene Hypothesen zu testen. Die Umfrage wurde teilweise über Social Media Kanäle wie Twitter beworben, was natürlich die Ergebnisse nicht allgemein repräsentativ sein lässt. Die Ergebnisse sind jedoch ein guter Diskussionsansatz, um am Studiendesign zu feilen.

Wir drei (Axel von Oscar, Manuel und ich) hatten viel Spass bei der intensiven Diskussion der Ergebnisse und würden das Thema auch gerne weiter verfolgen. Wer ebenso Interesse daran hat und uns unterstützen kann (z.B. wissenschaftliche Arbeiten, Verteiler für Umfrageteilnehmer, Auswertung, Fragen usw.), möge auf uns zukommen (mich erreicht man unter stefan.menden (at) squeaker.net).

An dieser Stelle (und über den squeaker.net Twitter-Kanal) werde ich weitere Details zu der Studie veröffentlichen und diskutieren.

Reblog this post [with Zemanta]

Social Media Workshop auf OFW Kongress

Dienstag, 09. März 2010
world-business-dialogue.de
Image by dkommpics via Flickr

Social Media im Recruiting und Employer Branding ist in der HR Branche in aller Munde. Immer wieder kommen Kunden auf uns zu und suchen Rat in dem Dschungel von Beratern, Studien und Pressemitteilungen. Wir glauben ja, dass squeaker.net Social Media Recruiting seit dem Jahr 2000 macht – nur hiess das damals noch nicht so. Umso mehr freut es uns, dass heute zunehmend Wert auf effektive, authentische und im Dialog mit der Zielgruppe stattfindende Recruiting- und Employer Branding Kampagnen gelegt wird.

Vor diesem Hintergrund hat uns das Organisationsforum Wirtschaftskongress (OFW) eingeladen, auf dem nächste Woche anstehenden World Business Dialogue in Köln einen Workshop zum Thema Recruiting and Employer Branding with Social Media: Chances and Pitfalls for Employers and Jobseekers in the Crisis and beyond zu halten. squeaker.net Gründer Stefan Menden wird dabei von Manuel Koelman von der Karriere-Plattform Talential.com und der zum OFW gehörenden studentischen Unternehmensberatung OSCAR unterstützt.

Gemeinsam werden wir einige Mythen und Wahrheiten von Social Media als Medium für Recruiting und Employer Branding diskutieren. Darüber hinaus möchten wir auch die Perspektive der anwesenden ausgewählten Studenten aus aller Welt einfließen lassen und Tipps zum Umgang mit Social Media bei der Jobsuche und Information über Arbeitgeber geben.

Zur Vorbereitung haben wir gemeinsam eine Blitzumfrage zur Nutzung von Social Media für Recruiting und Karriereplanung gestartet. Hier geht es zur Umfrage.

Wir freuen uns gemeinsam mit Manuel Koelman und OSCAR auf einen interessanten Workshop. Die Ergebnisse werden wir hier noch posten.

Reblog this post [with Zemanta]

Die squeaker.net-Story Teil 1: Die Vision und die Besonderheiten

Montag, 01. März 2010
sqn-2-medium
Image by squeaker.net via Flickr

squeaker.net wurde von mir zusammen mit zwei Kommilitonen der Uni Köln im Jahr 2000 gegründet. Meine Mitgründer, Hanno Fichtner und Fabian Wasmus, waren wie ich auch beide Mitglieder des OFW-Netzwerkes (ich war Vorstand beim OFW, Hanno und Fabian waren Berater bei OSCAR). Unsere Vision war, eine qualitative Online-Community (damals nannte man Social Networks noch “Communities”) zu gründen, in derambitionierte und kluge Studenten und Absolventen sich auf ähnlich hohem Niveau unter ihren Peers austauschen konnten: So, wie wir es vom OFW her kannten. Massen-Jobdatenbanken und Studi-Foren mit Dating, Produktwerbung usw. gab es damals – wie heute – mehr als genug.

Unser Ziel war, Informationsasymmetrien bei einer der wichtigsten Entscheidungen des Lebens abzubauen, nämlich bei der Entscheidung für die ersten Karriereschritte. Und dies auf authentische und qualitative Art und Weise.

Das Internet war die ideale Plattform hierfür. eBay, Amazon, epinion und andere hatten die Macht des Mediums schon damals gezeigt. Man konnte ungefilterte Meinungen von anderen zu Marken und Produkten bekommen und musste sich nicht alleine auf die Informationen der Unternehmen verlassen. Die Meinungsbildung über potenzielle Arbeitgeber jedoch hatte die Revolution noch nicht erreicht. Dabei liegen doch gerade hier die Vorteile für beide Seiten auf der Hand:

  • Bewerber, die bisher eher zufällig auf der Basis ihrer verhältnismäßig wenigen persönlichen Kontakte und der Arbeitgeberwerbung der sie ausgesetzt waren, ihre Karriereschritte planen, haben ein natürliches Interesse mehr über Unternehmen, ihre Karriereoptionen, die zukünftigen Kollegen usw. zu erfahren.
  • Unternehmen, die bisher nur durch die von ihrer PR und Corporate Communications Abteilung freigegebenen Anzeigen, Imagebroschüren und Pressemitteilungen kommunizieren konnten, haben ein natürliches Interesse daran, in einen echten Dialog mit Bewerbern zu treten und somit die besten Potenziale ansprechen, um diese glaubwürdig informieren zu können und kostspielige Fehleinstellungen zu vermeiden.

Karrieremessen, Workshops, Unternehmenspräsentationen, Imageanzeigen, Pressearbeit, Karriere-Events und natürlich auch Online-Unternehmensprofile und Banner/Newsletterwerbung leisten ihren Beitrag zur Information der Bewerber und sind in der richtigen und effektiven Wahl des Instrumentariums wichtig.

Wir haben an uns selbst jedoch gemerkt, dass die Top 10-15% eines Uni-Jahrganges mehrere Angebote bekommen und ihre finale Arbeitgeberwahl vor allem von persönlichen Eindrücken leiten lassen. Mit diesem Wissen haben wir zwei Produkte damals im Jahr 2000 erfunden:

  • Erfahrungsberichte von Bewerbern, Praktikanten und Einsteigern über Unternehmen
  • Authentische Employer Branding Maßnahmen in der Community (würde man heute wohl “Social Media Recruiting” nennen)

Mit letzteren weisen unsere Kunden (Unternehmen wie McKinsey, BCG, HSBC, Deutsche Bank, Henkel, PwC usw.) auf ihre Karriere Events im Mitgliedernewsletter hin, präsentieren sich und ihre Mitarbeiter in authentischen Unternehmensprofilen, bauen ihre Marke durch Imageanzeigen, Banner und Logopräsenz in der Community auf und weisen auf Stellenangebote zugeschnitten auf die Squeaker-Zielgruppe hin.

Das war die Idee in 2000 – an der wir bis heute nicht rütteln. Wie wir die Firma damals gegründet haben und die Seite gebaut haben, ist Inhalt eines weiteren Beitrages.

Reblog this post [with Zemanta]

squeaker.net übernimmt Karriereforum nicube.com aus UK

Donnerstag, 25. Februar 2010

squeaker.net - nicube.comsqueaker.net gibt die Übernahme des britischen Karriereforums nicube.com als Teil seiner Wachstumsstrategie bekannt.

squeaker.net – Betreiber eines online Karrierenetzwerks für Bewerber bei Top-Unternehmen sowie eines Verlages für Karriereliteratur hat das in London ansässige Karriereforum Nicube.com übernommen.

Nicube wurde von Jan Sramek zu seiner Studienzeit in Oxford und an der London School of Economics (LSE) gegründet und zu einem in UK führenden Insider-Forum für Finance-Karrieren aufgebaut. Das Forum zieht vor allem Studenten der britischen Top-Tier Hochschulen, wie Oxford, Cambridge, LSE und LBS an, die sich über die Bewerbung und Karriere bei den führenden Banken, Investmentbanken, Private Equity Firmen und im Corporate Finance sowie bei Strategieberatungen austauschen. Da Jan inzwischen selber als Trader bei Goldman Sachs arbeitet, hat er einen Partner für Nicube gesucht, der das gleiche intime Verständnis für diese exklusive Nutzerschaft hat.

Für squeaker.net ist die Übernahme von Nicube ein wichtiger strategischer Schritt. “Die Karriere der ambitionierten squeaker.net Mitglieder findet international statt. Nicube ist aufgrund des Fokuses auf die Nische absoluter Top-Studenten und -Unternehmen ein natürlicher Fit für uns”, sagt Stefan Menden, Gründer und CEO von squeaker.net. Er fährt fort: “Für unsere Kunden bedeutet dies, dass sie über uns ihre Reichweite in die internationalen Top-Universitäten erweitern können, um Zugang zu den besten Nachwuchskräften zu bekommen.”

Reblog this post [with Zemanta]

Was die neuen Facebook Datenschutz Einstellungen für Bewerber bedeuten

Donnerstag, 10. Dezember 2009
Facebook, Inc.
Image via Wikipedia

Social Network Facebook hat gestern eine wesentliche Änderung seiner Datenschutzeinstellungen weltweit ausgerollt. Während die meisten Deutschen Medien die Pressemitteilung von Facebook zu dem Thema ohne großes Hinterfragen nahezu identisch abdrucken und sogar angeben “Facebook verbessere Kontrolle über Privatsphäre” (Zeit Online), möchte ich einen anderen Blick hierauf werfen:

Was bedeuten die neuen Facebook Einstellungen für Deine Bewerbung und Karriere? Wo stecken potenzielle Risiken – und Chancen?

1) Was hat sich geändert?

Facebook hat bereits im Juli angekündigt, seine Datenschutzeinstellungen zu verändern, bzw. zu vereinfachen. Mit dem Roll-Out hat man sich jedoch bis jetzt Zeit gelassen – wohl, weil dem Team in Palo Alto die Brisanz des Themas bewusst ist.

Die neuen Einstellungen sind zunächst einmal eine Vereinfachung. Es gibt im Wesentlichen drei Stufen, mit wem man Informationen teilen möchte: Alle, Freunde von Freunden, oder nur Freunde. Die Neuigkeit daran ist die Möglichkeit, mit “Allen” zu teilen. Im Anbetracht des starken Wachstums von Twitter (zumindest in den USA – noch), sieht Facebook die Notwendigkeit, die Größe seines Netzwerkes zur Nutzung von Real Time Search auch außerhalb der Plattform nutzen zu können. Man kann also seine Status Updates, Bilder, Links, Profilinformationen usw. für die Allgemeinheit im Web öffnen, von Google und anderen Suchmaschinen auffindbar machen und somit nicht nur für den Moment – sondern auch für die Ewigkeit konservieren. Dies war bisher nicht möglich.

Seit gestern grüßt alle Facebook Mitglieder ein sogenanntes “Transition Tool” mit empfohlenen Einstellungen, welche Informationen mit wem geteilt werden sollten. Diese Einstellungen kann man für seine Bedürfnisse anpassen – oder einfach übernehmen.

2) Was bedeuten die neuen Einstellun

gen für mich – und für Facebook?

Zunächst einmal bedeuten die neuen Einstellungen, dass Du die Option hast, Deine Facebook Daten der Welt zugängig machen kannst. Dabei kannst Du selber genau einstellen, welche Daten Du mit wem teilen möchtest. Niemand zwingt Dich also, zu einem gläsernen Internetnutzer zu werden oder was auch immer selbst namhafte journalistische Medien für Panikmache und Horrorszenarien der eingeschüchterten Öffentlichkeit in den nächsten Tagen präsentieren werden. Die meisten Facebook Nutzer werden sich um das Thema Datenschutz allerdings nicht viel kümmern und den empfohlenen Einstellungen folgen.

Für Facebook bedeutet dies, dass mehr Real Time Daten im Web verfügbar sein werden und das Monopol von Twitter hier angegriffen werden kann. Eben weil die meisten Nutzer ihre Einstellungen nicht groß anpassen werden,

Neue Facebook Datenschutz Einstellungen

Neue Facebook Datenschutz Einstellungen (Quelle: Facebook)

wird eine unglaubliche Menge an Real Time Informationen der Welt zur Verfügung stehen. Und natürlich wird es passieren, dass einzelne Facebook Nutzer versehentlich kompromittierende Daten veröffentlichen und natürlich wird die Presse dies aufgreifen. Aber Facebook ist dann fein raus, weil jeder Nutzer ja die Möglichkeit hatte, seine Einstellungen anzupassen.

Das alles ist meiner Überzeugung nach auch gut so. Die Möglichkeit, v.a. Status Updates, interessante Links, Bilder usw. in die ganze Welt zu senden, ist ein großer und guter Schritt von Facebook und für die Facebook Nutzer. Bei Twitter ist das sowieso schon so. Jedes Forenposting, jeder Blogkommentar sind schon immer der Welt und Nachwelt zugängig gewesen. Abhängig von den Datenschutzeinstellungen ist das bei YouTube Videos und Bildern auf Flickr sowie Profildaten bei Business Networks LinkedIn, Xing und squeaker.net nicht anders.

3) Was bedeutet das für meine Bewerbung und Karriere? Welche Risiken gibt es?

Die Gefahr, die sich aus den neuen Datenschutz Einstellungen ergibt ist, dass Nutzer sich eben nicht bewusst sind, das sie Daten mit der Öffentlichkeit teilen. Allein durch die Dominanz von Facebook als führendes Social Network werden sich die Fälle häufen, dass Arbeitgeber sich im Web über Bewerber und Mitarbeiter informieren. Während die Partyfotos aus der Studienzeit bisher nur für Freunde sichtbar waren, könnten neue Bilder von der Weihnachtsfeier tendenziell leichter den Weg ins Web finden. Status Updates über den eigenen Job, wie z.B. Kritik an Vorgesetzten, Stress und Demotivation bisher nicht selten im Newsfeed von Freunden zu lesen sind – würden einige von diesen Updates zukünftig öffentlich und mit Deinem Namen verknüpft auffindbar sein.

4) Was tun? Welche Chancen gibt es?

Die neuen Einstellungen bieten aber auch Chancen: Die Möglichkeit, sich über Facebook ein persönliches Profil im Web zu bauen, ist nicht zu unterschätzen. Bisher war dies regelmäßigen Bloggern und Twitterern vorbehalten. Facebook jedoch ist ein wahres Massenphänomen. Nutze die Möglichkeit, durch geistreiche Beiträge, interessante Links, Fotos und Videos sowie passende Profilinformationen zu Deiner Ausbildung und Arbeitserfahrung Dein Profil zu schärfen.

Tipps:

  • Nimm die Datenschutz Einstellungen ernst. Gehe im Zweifel vorsichtig vor
  • Wenn Du Profildaten, Bilder und Status Updates mit “Allen” teilen willst – was grundsätzlich nicht schlecht ist – dann denke vor jedem abschicken einer Nachricht daran, dass diese öffentlich ist
  • Entscheide bei jedem Status Update, mit wem Du ihn teilen willst. Diese neue Option steht Dir zur Verfügung. Interessante Links z.B. sollte man ruhig öffentlich machen und somit ein interessantes Profil von sich aufbauen
  • Achte darauf, dass Deine sichtbaren Profildaten auf verschiedenen Social Networks einheitlich sind
  • Verstecke Dich nicht: Die Social Revolution ist da – es hat keinen Sinn sich zu entziehen :-)
Reblog this post [with Zemanta]

Wird LinkedIn Xing kaufen?

Montag, 12. Oktober 2009

Wird LinkedIn XING übernehmen? Im Rahmen der IdeaLab! 2009 an der WHU am 9. und 10. Oktober 2009 hatten wir als Medienpartner und Pressevertreter die Gelegenheit, den Europachef von LinkedIn exklusiv für squeaker.net zu interviewen. Eyres war Referent in dem Panel zum Internet als Kommunikationsplattform. Neben einer wirklich gelungenen Konferenz – an dieser Stelle stimmen wir mit Gründerszene überein und senden nochmal gerne unser Lob an das Organisationsteam von der WHU – mit reichlich interessanten und bekannten Personen und Persönlichkeiten aus der Szene der Gründer und Macher, war das Interview mit LinkedIn ein persönliches Highlight.

Kevin Eyres, Managing Director von LinkedIn Europe, beantwortete geduldig meine Fragen zum Wachstum von LinkedIn in Europa und bemühte sich zu betonen, dass LinkedIn organisch wachsen möchte. Meine Frage, ob es zu einer Übernahme von Xing durch LinkedIn kommen würde, wich er natürlich höflich aus. Dennoch macht mich stutzig, dass er diese weitläufig diskutierte Option – man beachte die auffällige Entwicklung des XING Aktienkurses – nicht kategorisch ausschloss, so wie in einem Interview mit dem Fokus im Februar diesen Jahres.

Ansonsten fand ich interessant, dass LinkedIn in Deutschland offenbar neue Partnerschaften mit Medienunternehmen ankündigen wird und nicht in naher Zukunft plant, einen Standort hier zu eröffnen. Konstantin Guericke ist offenbar seit sechs Monaten mit der Aufgabe in Deutschland, das hinter XING herhinkende Wachstum der weltweit größten Business Network Plattform anzukurbeln.

Auf squeaker.net findet ihr das ausführliche Interview mit Kevin Eyres von LinkedIn und einen ausführlichen Artikel zu den Spekulationen einer Übernahme von Xing durch LinkedIn.

Reblog this post [with Zemanta]