Studium

Eindrücke zum ausformulierten Lebenslauf

Liko 07.09.16 12:09

Hallo!

Ich wurde von meiner Schule für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen und bin gerade dabei meinen Lebenslauf zu schreiben. Wie würden Sie meinen vorläufigen Lebenslauf bewerten? Wo wären Änderungen angebracht? Über Feedback würde ich mich sehr freuen!
LG, Liko

Mein Name ist ..., ich wurde am 27. Oktober 1998 als einziges Kind meiner Eltern ... in Berlin geboren. Mein Vater begann zu dieser Zeit seine Laufbahn als Informatiker, nachdem er aus Frankreich, wo er studiert hatte, nach Deutschland übergesiedelt war. Wenige Jahre nach meiner Geburt trennten sich meine Eltern und ich verblieb bei meiner Mutter in Berlin.

Zu Beginn meiner Grundschulzeit, war ich fasziniert von den naturwissenschaftlichen und musischen Schulfächern. Ich malte und zeichnete sehr gerne, und ab dem Alter von neun Jahren besuchte ich regelmäßig wöchentlich stattfindende Kurse des Dahlemer Verbundes zur Förderung kognitiv hochbegabter Schülerinnen und Schüler:„Kreatives Schreiben /Darstellendes Spiel“ und „Offene künstlerische Werkstatt“. In der vierten Klasse begann ich am von der Schule angebotenen Klarinettenunterricht teilzunehmen, wobei dieses Hobby bis heute einen wichtigen Bestandteil meiner Freizeit darstellt.
Das Erfinden machte mir schon als Kind besonderen Spaß, durch einen besonderen Gedanken den Alltag zu erleichtern sprach und spricht mich bis heute besonders an. So nahm ich mit neun Jahren im Rahmen des Dahlemer Verbunds zur Förderung kognitiv hochbegabter Schülerinnen und Schüler am Kurs "Kunst und Technik ,da Vici" teil. Hier machte mir das rechnergestützte Entwerfen und Darstellen eigener Erfindungen besonderen Spaß.
Mit elf Jahren besuchte ich zum ersten Mal die internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin, und seitdem fasziniert mich die Luftfahrt, die Technik der riesigen Passagierflugzeuge wollte ich schon als Kind verstehen.
Da ein Ende der fossilen Energieträger auf der Erde in naher Zukunft die Energiegewinnung verändern wird, entwickelte ich früh ein Interesse für Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien. Aufgrund meines großen naturwissenschaftlichen Interesses wählte ich auf der Oberschule dann schließlich die Leistungskurse Physik und Biologie.
In der achten und neunten Klasse nahm ich an den Kursen „Mit Chemie und Physik sich fortbewegen“ und "Ordnung und Chaos in Natur und Technik" der Deutschen Juniorakademie „Humboldt auf Scharfenberg“ teil. Im ersten Kurs beschäftigten wir Teilnehmenden uns besonders mit dem Thema Luft- und Raumfahrt. Hier fand ich besonderen Gefallen am gemeinsamen Forschen mit gleich Interessierten an möglichst aerodynamischen Flugkörpern, wobei wir auch erste gemeinsame Erfolge beim Bau der am weitesten fliegenden Wasserraketen verbuchen konnten.
Ich hatte meinen Traumberuf, in dem ich meine großen Interessen Luftfahrt, erneuerbare Energien und das Erfinden vereinen konnte, für mich entdeckt: Flugzeugingenieur.
Besonders mit Blick auf die Umwelt bekam Nachhaltigkeit für mich einen großen Stellenwert, als ich mir der drastischen Folgen des Klimawandels erstmals richtig bewusst wurde. Der Klimawandel stellt für die Menschheit eine größere Gefahr dar als der derzeitige Terrorismus! Doch trotzdem sind sich die meisten Menschen der Tragweite ihres umweltschädigenden Handels nur kaum bewusst. Dabei sind die ohnehin nicht mehr umkehr- sondern nur noch eindämmbaren Folgen des Klimawandels schon jetzt deutlich spürbar. Werden nicht jetzt die richtigen Maßnahmen getroffen, so werden die Folgen des Klimawandels schon in 60 Jahren kaum vorstellbar drastische Ausmaße annehmen. Selbst wenn man den Prognosen einiger Klimaforscher, welche bis hin zu Massenaussterben und dem Zusammenbruch unserer technischen Zivilisation gehen, keinen Glauben schenkt, möchte ich persönlich nur dann Kinder in diese Welt setzen, wenn diese prognostizierte baldige Zukunft auszuschließen ist. Die Wissenschaft trägt eine immense gesellschaftliche Verantwortung, die Energiewende muss jetzt gelingen.
Auch wenn ich mich schon seit meiner Kindheit sehr für Innovationen im Bereich erneuerbarer Energien interessiere, bekam dieses Interesse erst letztes Jahr durch den Kurs der Nachhaltigkeitsakademie Papenburg „Was ist Energie? Energieentwertung und Klimawandel“, an welchem ich im Sommer 2015 im Rahmen der Deutschen Schülerakademien teilnehmen durfte, einen besonderen Aufschwung. Dort gingen wir Teilnehmenden nicht nur der Frage „Was ist Energie?“ nach, sondern wir untersuchten und diskutierten insbesondere kritisch alternative Energiekonzepte. Spätestens seit diesen zwei Wochen bin ich der festen Überzeugung, dass ein komplett auf erneuerbare Energien zurückgreifendes Passagierflugzeug, welches in der Passagierkapazität mit der heutigen Airbus A 380 konkurrieren kann, in absehbarer Zukunft durchaus vorstellbar ist.
Mein größter Traum wäre es, an der Erforschung und Konstruktion dieses revolutionären Flugzeugs beteiligt zu sein und damit meinen Beitrag zur Energiewende leisten zu dürfen.



Ich beginne am ersten Oktober diesen Jahres mein Maschinenbaustudium an der Technischen Universität Carolo Wilhelmina zu Braunschweig und möchte mich ab dem vierten Fachsemester auf Luft- und Raumfahrttechnik spezialisieren. Anschließend an den Bachelorstudiengang Maschinenbau werde ich den Masterstudiengang Luft- und Raumfahrttechnik wählen. In Braunschweig befindet sich der deutschlandweit einmalige Forschungsflughafen, was die TU Braunschweig besonders für den Masterstudiengang Luft- und Raumfahrttechnik besonders attraktiv macht. Zudem bietet die TU Braunschweig auch ein Dual Degree Programm an, im Zuge dessen ich für eine gewisse Zeit in Amerika studieren und so einen doppelten Abschluss in Regelstudienzeit im Masterstudiengang Luft- und Raumfahrttechnik erhalten kann. Dies würde mich in dem so internationalen Job des Flugzeugingenieurs besonders qualifizieren.
Da ich im Anschluss an mein Studium ohnehin bald möglichst in die Forschung gehen möchte, bietet sich für mich eine Promotion im Anschluss an meinen Master an.
Um später als Führungskraft besondere Verantwortung in der Forschung übernehmen zu können, überlege ich später noch ein MBA-Studium zu absolvieren.
Dies ist mein Plan um später als hochqualifizierter Flugzeugingenieur Führungsverantwortung übernehmen zu können und durch die Forschung an großen nachhaltigen Passagierflugzeugen einen großen Beitrag zur Energiewende zu leisten.


Ich bringe ein geschichtliches Interesse mit, wobei mich besonders die Geschichte des Dritten Reichs und die der DDR interessiert. So nahm ich schon an zwei Seminaren des Vereins Berliner Unterwelten e.V. teil: „Die Schlacht um Berlin“ (01.10.2012-02.10.2012) und „Hauptstadt der Spionage“ (07.07.2014-11.07.2014).
Über internationale Jugendbegegnungen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., hab ich seit 2014 in den Sommerferien mein geschichtliches Interesse mit sozialem Engagement verbinden können. Im Rahmen der Workcamps besuchten wir Teilnehmenden einerseits Erinnerungsorte und Gedenkstätten und diskutierten gesellschaftspolitische Fragestellungen, andererseits halfen wir bei der Pflege deutscher Kriegsgräber im Ausland. Dieses Jahr half ich im Rahmen des Workcamps „Sandbostel an der Oste“ bei der Sicherung noch vorhandener Gebäude des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Sandbostel und bei der Zugänglichmachung von Spuren aus der Zeit der Nutzung.
Über die Themen „Rassismus“ und „Rechtsextremismus“ lassen sich leider immer wieder Parallelen zur Gegenwart ziehen, sodass mein geschichtliches Interesse mit einem aktuell politischen einhergeht.
Besonders die Entwicklung der Flüchtlingssituation bereitet mir derzeit große Sorgen, so beschäftige ich mich mit dieser auch in der fünften Prüfungskomponente meines Abiturs. Die deutsche Gesellschaft polarisiert sich zunehmend, immer stärker ist eine politische Radikalisierung zu beobachten, welche auch bis in meinen Freundeskreis hineinreicht.
Besonders deutlich wird dies in sozialen Netzwerken, wie Facebook, wo immer mehr rassistisches Gedankengut verbreitet wird. Durch Äußerungen, welche den Untergang „der deutschen“ Kultur propagierten und damit eine Parallele zur völkischen Ideologie der Nationalsozialisten darstellten, kam ich auf die Idee in der 5. Prüfungskomponente des Abiturs den Ursprung des derzeitigen Rassismus gegen Flüchtlinge in der völkischen Ideologie der Nationalsozialisten zu suchen und damit gleichzeitig ihr Überdauern, in weiterentwickelter Form, bis heute zu beweisen.
Als Mitglied der Schülerzeitung schrieb ich letztes Jahr einen Artikel gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass, indem ich drei der gängigsten rechtspopulistischen Vorurteile gegen Flüchtlinge und Ausländer kurz und in erster Linie faktenbasiert widerlegte.


In meiner Freizeit spiele ich leidenschaftlich American Football, seit 2013 bin ich Mitglied des Berliner Vereins „...“. Sowohl letztes, als auch dieses Jahr wurden wir Berliner Meister, 2013 wurde ich als Mitglied der Berlin-Brandenburg-Auswahl „...“ Deutscher Meister. Dieser Sport fasziniert mich nicht nur aufgrund seines extrem taktischen Spielablaufs, sondern in erster Linie aufgrund des unglaublichen Teamgeists. Anders als in anderen Teamsportarten wie Fußball oder Handball ist ein „Ego-Spielen“ im American Football nicht möglich. Ein Spielzug funktioniert nur dann, wenn jeder einzelne Spieler seine spezielle Aufgabe zu 100% erfüllt. Entweder gewinnt man als Team oder gar nicht.
Zuvor habe ich zwei Jahre lang Rock’n’Roll getanzt. Kurze Zeit nachdem meine Tanzpartnerin und ich in der Juniorenklasse Berliner Meister wurden verlor ich jedoch das Interesse an diesem Sport, da mir schlichtweg der Teamgeist fehlte.



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