Erfahrungsbericht

ALDI SÜD (Trainee Regionalverkaufsleitung)


Art des Reports:Unternehmen/ Einstiegsjob
Unternehmen:ALDI SÜD
Stadt: Rheinberg
Position: Regionalverkaufsleiter
Zeitraum: Oktober 2011 - Februar 2012

Erfahrungsbericht Zusammenfassung ALDI SÜD

Gesamtfazit

Die Zeit bei ALDI war eine sehr interessante und aufschlussreiche für mich selbst. Ich habe an sehr renommierten Universitäten im Ausland meinen Bachelor und Master gemacht (Maastricht, Rotterdam, Amerika). Während meines Studiums hatte ich also primär mit internationalen Kommilitonen in Teamarbeiten zu tun, in denen man verschiedene Projekte bearbeiten, analysieren, und präsentieren musste. Ich habe schnell festgestellt, dass, obwohl ALDI ein tolles Unternehmen ist, mein Profil nicht auf das des RVL passt. Ich habe es genossen, in verschiedenen Fremdsprachen immer wechselnde Aufgaben, mit unterschiedlichen Ansprüchen, von verschiedenen Industrien und Firmen, zu bearbeiten und dieser Abwechslungsreichtum war einfach - in meinem Augen - bei ALDI für mich nicht gegeben.

Abschließend möchte ich sagen, dass es sehr auf die Persönlichkeit ankommt, ob einem die Arbeit Spaß macht oder nicht. Für mich war es einfach nicht genug Abwechslung und Anwendung des von mir im Studium erlernten Wissens (und wenn es nur geheißen hätte, noch einmal eine Powerpoint-Präsentation auf die Beine zu stellen und zu halten oder eine komplizierte Pivot-Tabellen-Aufgabe bei Excel zu meistern). Die anderen RVL haben ihren Job wirklich geliebt und gelebt. Auf mich konnte diese Begeisterung leider nicht abfärben, aber ich denke, dass ich da nicht für jeden sprechen kann.

Gesamtbewertung
 

Beschreibung der Arbeit

Tagesbalauf:
Man hat am Tag mindestens 2 seiner 5-6 Filialen zu besuchen. Wichtig ist, dass man bei der Ankunft das Gebäude einmal kurz von Außen betrachtet (bauliche Mängel, Parkplatz gereinigt, etc.). Danach geht durch die jeweilige Filiale, schaut nach, ob die Lebensmittel ordentlich präsentiert werden, ist alles sauber, ist das Sortiment vollständig bzw. ist von allem genug da, sind Preisschilder auf dem aktuellen Stand, usw.? Danach geht man ins Büro und erledigt dort verschiedene Aufgaben, wie z.B. Kassenprüfungen, Rechnungen von Handwerkern zur Zahlung freigeben, Tresorbestände prüfen.

Primär geht man also Kontrollaufgaben nach:
- Hat der Filialleiter alle Aufgaben der Checkliste abgearbeitet? Das heißt: hat er/sie die Aufgaben nicht nur abgehakt, sondern auch wirklich umgesetzt.
- Lernzielkontrollen der Mitarbeiter/Auszubildenden: Haben alle die Neuerungen in der Lebensmittelpräsentation gelernt & wissen sie, wie diese umzusetzen sind?
- Typische Prüfungen, wie z. B. ob der Tresorbestand& die Kassen stimmen.

Das oben genannte Tagesprogramm weicht allerdings etwas von dem ab, was ich in meinen ersten Monaten verfolgt habe. Als Trainee zum Regionalverkaufsleiter (RVL) durchläuft man unterschiedliche Stationen: In den ersten Wochen fährt man mit einem erfahrenen RVL mit. So bekommt man einen sehr guten Einblick in das Tagesgeschäft und die damit verbundenen Aufgaben. Danach wird man in einer Intensiv-Ausbildung zur/m Verkäufer/in und Filialleiter/in ausgebildet. Denn es folgen ca. 3x 1 Monat Praxis als Filialleiter/in. In dieser Zeit fungiert man alleinig als Filialleiter/in und ist somit einem anderen, betreuenden RVL unterstellt. Dies gibt einem die Möglichkeit, sich auch von der "Mitarbeiter-Seite" ein Bild der RVL-Tätigkeit zu machen. In dieser Zeit weichen die Arbeitszeiten von denen des regulären RVL ab. Anstelle von mindestens 45 Stunden wächentlich kommt es dann zu circa 14,5 Stunden täglich (Mo-Sa 5:45 - 20:15). Manchmal allerdings auch länger. Das ist jedoch wirklich nicht schlimm, da die Arbeitszeit wie im Flug vergeht und die Mitarbeiter sehr nett sind.
Die Aufgaben waren insofern herausfordernd, da sie absolutes Neuland für Absolventen darstellen. Jedoch zeigt sich recht schnell eine Routine, die es dann jede Woche, bzw täglich zu befolgen gilt. Ab und an gibt es ein paar ungeahnte Vorkommnisse, wie z.B. einem Ausfall der Kühlungsanlagen, aber generell weicht das Tagesgeschäft nicht viel von seiner Struktur ab.

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