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Interview mit Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg(SEZ)

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Die Aufgabe der SEZ

Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) ist eine gemeinnützige, unabhängig arbeitende Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Als Servicebüro und Beratungsstelle für Nord-Süd-Fragen ist sie Ansprechpartnerin und Dienstleisterin für entwicklungspolitisch Engagierte und Interessierte im Land. Ihr Auftrag ist es, die baden-württembergische Bevölkerung für globale Themen und die Notwendigkeit der Entwicklungszusammenarbeit zu sensibilisieren. Mit Podiumsveranstaltungen und Fachgesprächen - veranstaltet mit Partnern der Wirtschaft, Banken oder Politik - regt sie zu einem gesellschaftlichen Diskurs an. Sie macht aufmerksam auf Armut, Not und Ungerechtigkeit. Ebenso fördert die SEZ das vielerorts vorhandene private, kommunale und regionale Eine-Welt-Engagement in Baden-Württemberg. Hierfür bietet sie den Aktiven qualifizierte Beratung, Seminare und Workshops zur Weiterbildung sowie Supervision. Die SEZ berät darüber hinaus entwicklungspolitisch Interessierte, Schulen, Kommunen, Nicht-Regierungsorganisationen (NRO), Weltläden, Unternehmen sowie kirchliche und private Aktionsgruppen und Vereine zu allen Fragen der Nord-Süd-Thematik. Zur großen Bandbreite an Aufgaben zählt auch die Beratung und finanzielle Unterstützung der Projektarbeit im In- und Ausland.

Motiviert helfen

"Egal, in welchem Bereich man arbeitet: Wichtig ist, dass man sich mit den Inhalten identifiziert. Das spornt zu erfolgreichem Arbeiten an und macht einfach Spaß!"   
Frau Saalbach, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)

Welche Tätigkeiten gibt es in der Entwicklungszusammenarbeit Ihrer Stiftung?

Da Informationsarbeit und Bewusstseinsbildung zentrale Aufgaben der Stiftung sind, besteht ein Großteil der Arbeit in der Organisation von öffentlichen Veranstaltungen wie Diskussionsabenden, Netzwerktreffen oder Kongressen. Wie so oft, ist Erfolg von Bildungs- oder Netzwerkarbeit nur schwer zu messen. Gemeinsam durchgeführte Projekte oder geschlossene Partnerschaften werden möglicherweise erst nach einer längeren Zeit sichtbar. Ein vielfältiges Informationsangebot für entwicklungspolitisch Aktive sowie die konstante Begleitung und Beratung der Engagierten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sind deshalb sehr wichtig. Für die Unterstützung von Kleinprojekten in Entwicklungsländern, die von Vereinen oder Kirchengemeinden aus Baden-Württemberg mit einem Partner vor Ort durchgeführt werden, ist Spendenakquise ebenso ein wichtiges Thema. 

Was ist Ihre Motivation, in der Entwicklungszusammenarbeit zu arbeiten?

Meine  Motivation  für die Entwicklungszusammenarbeit ist es, über die Lebensbedingungen von Menschen in Entwicklungsländern zu informieren, Anstöße zu geben, globale Zusammenhänge besser zu erkennen und in seinem Alltag entsprechend zu handeln, sind reizvolle Inhalte im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Dank des vielfältigen Aufgabenbereichs gibt es darüber hinaus Freiraum für eigene Kreativität und Ideen.  

Wie schaffen Interessierte den Einstieg in die Entwicklungszusammenarbeit?

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, Entwicklungshilfe im Ausland zu leisten. Hierbei gibt es von staatlicher Seite die Gelegenheit, bei Projekten des Bundesministeriums für Zusammenarbeit (BMZ) oder der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) reinzuschnuppern oder auch von nichtstaatlichen Organisationen Informationen einzuholen durch VENRO, dem Zusammenschluss von rund 100 deutschen Nicht- Regierungsorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit.
Bei der Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit vor Ort, sprich in den Entwicklungsländern, unterscheidet man zwischen zwei Einsatzbereichen: Die „Entwicklungshelfer“ und die „Entwicklungsexperten“. Entwicklungshelfer arbeiten auf kommunaler Ebene und unterstützen Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) bei ihrer Arbeit. Dabei haben sie sehr engen Kontakt zu der Bevölkerung, wobei sie meistens auch in den Dörfern leben und in der Region mitwirken.
Entwicklungsexperten bringen sich dagegen eher auf nationaler Ebene ein. Sie trifft man häufig in der Entwicklungspolitik des jeweiligen Landes an, wo meist eine beratende Position ausgeübt wird.
Auch wenn üblicherweise Fachkräfte mit Berufserfahrung gesucht werden, gibt es mittlerweile Nachwuchsförderprogramme, die auch Studenten den Einstieg ermöglichen. Hierbei muss zunächst eine Vorbereitungszeit (i.d.R. ein Jahr) in Deutschland absolviert werden. Während dieser Zeit wird man von einem Mentor betreut und in verschiedene Arbeitsbereiche eingewiesen. Nach der Vorbereitungszeit kann man zumindest Berufserfahrung vorweisen und man weiß, ob Entwicklungsarbeit auch wirklich den eigenen Wünschen entspricht.
Die Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit bietet die Möglichkeit, in einem fernen oder im eigenen Land einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen beizutragen, wobei die Teams meistens überschaubar und die Atmosphäre sehr kollegial ist. Des Weiteren wird ein Gehalt geboten, welches sich an internationalen Standards gemessen durchaus sehen lassen kann. Im Gegenzug verlangen die Organisationen von Bewerbern hohe kommunikative Fähigkeiten und hohe Belastbarkeit. Zu bedenken ist auch, dass man als Entwicklungshelfer in der Region vor Ort lebt und dadurch auch den gleichen Lebensstandard wie die lokale Bevölkerung selbst hat – dies kann schonmal längerfristige Stromausfälle und ähnliche Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Ferner sollte ein häufiger Wechsel des Arbeitsplatzes keine Probleme bereiten.

Das Interview führte  Enactus . Enactus ist eine nicht-staatliche, unpolitische Non-Profit-Organisation, die 1975 in den USA gegründet wurde. Mittlerweile ist die Studenteninitiative Enactus weltweit in 47 Ländern an über 1.800 Universitäten tätig und damit eine der größten internationalen Studierendenorganisationen der Welt.

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Inhalt

  1. Einleitung: Entwicklungszusammenarbeit
  2. Interview mit Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg(SEZ)

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