Karriere in Law-Firms

Wie wichtig sind LL.M & Auslandssemester im juristischen Bereich?

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Master of Laws (LL.M), Promotion, Auslandssemester: Eine internationale Karriere ist der Traum vieler Juristen, die Weichen hierfür sollten aber relativ früh gestellt werden

Entwicklung der zugelassenen Rechtsanwälte
© Bundesrechtsanwaltskammer

Rund 165.000 Juristen waren laut Bundesrechtsanwaltskammer im Jahr 2015 zugelassen (siehe Grafik), und es werden immer mehr. Da ist es kein Wunder, dass sich die Unternehmen und Kanzleien nur die Besten herauspicken. Ohne Prädikat läuft fast nichts mehr, Staatexamina sollten mit einem „vb“ (Vollbefriedigend) abgeschlossen werden, und das am besten beim Ersten und beim Zweiten Examen. Wer in einer Großkanzlei arbeiten möchte, Richter oder Staatsanwalt werden will, benötigt Spitzennoten. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Durch passende Zusatzqualifikationen und Spezialisierungen haben schließlich auch Absolventen mit „normalen“ Noten durchaus gute Karrierechancen.

 

LL.M immer beliebter

Der LL.M wird als Zusatzqualifikation oder als Ersatz für die Promotion immer beliebter, er ist ein Aufbaustudium für Juristen nach dem Ersten Staatsexamen. Der LL.M wird von den meisten Studenten im Ausland absolviert, denn LL.M-Programme sind in Deutschland noch rar gesät. Zusätzlich zum LL.M können Absolventen im Ausland gleichzeitig auch noch ihre Sprachkenntnisse aufpolieren, interkulturelle Erfahrungen sammeln und in einem internationalen Umfeld agieren sowie sich mit internationalem Recht auseinandersetzen. Zudem macht sich diese Zusatzqualifikation mehr als gut im Lebenslauf und wird gerade von Großkanzleien gern gesehen. Die meisten LL.M-Programme dauern lediglich ein Jahr. 

Zum Vergleich: Eine Promotion dauert – je nach Thema – ein bis zu sogar fünf Jahren. Nachteil: Ein LL.M ist nicht gerade günstig. Bis zu 50.000 Euro kann ein Auslandsaufenthalt locker verschlingen, schließlich müssen nicht nur Studiengebühren gezahlt sondern auch finanzielle Mittel für den Unterhalt eingeplant werden. Und welcher Student hat einfach mal so eine große Summe auf der hohen Kante?

Mitgliederstatistik der Rechtsanwälte in der Bundesrechtsanwaltskammer
© Bundesrechtsanwaltskammer

Finanzierung des LL.M-Studiums durch Fremdmittel

Wer sein Studium nicht aus eigener Tasche finanzieren kann, hat neben einem Stipendium die Möglichkeit, seinen LL.M aus Drittmitteln zu finanzieren. Die müssen allerdings komplett zurückgezahlt werden. Dies kann etwa ein Darlehen sein, das von diversen Quellen bezogen wird. Staatliche Bildungskredite gibt es ebenso wie Bankkredite, wobei die staatlichen Stellen den Vorteil bieten, dass keinerlei Sicherheiten verlangt werden und die Zinsen niedrig sind. Auch Studiengebührenerlasse bieten manche Universitäten an. In Amerika zum Beispiel ist dies gang und gäbe, hier zahlt kaum jemand den vollen Satz der Studiengebühren. Hilfe hierfür gibt es bei den so genanten „Financial Aid Offices“ der jeweiligen Universität. Doch fremdes Geld deckt niemals die gesamten Kosten ab. Ein LL.M im Ausland will deshalb gut geplant werden, eine Bewerbung hierfür sollte gut durchdacht und frühestmöglich angegangen werden.

Muss es denn unbedingt ein LL.M sein?

Um Auslandserfahrung zu sammeln, ist ein LL.M nicht zwingend notwendig. Auch eine Wahlstation im Referendariat ist hierfür eine gute Möglichkeit. Für Rechtswissenschaftler im Grundstudium macht ein Auslandsaufenthalt eher wenig Sinn, da sich die Curricula doch sehr unterscheiden und die Rechtssysteme im Ausland komplett anders als in Deutschland sind. Das Auswärtige Amt ist für Juristen eine gute Anlaufstelle, um ins Ausland zu gelangen. Weltoffenheit, Flexibilität, Offenheit für Neues: All das sehen Personaler in jedem Falle, wenn sie den Lebenslauf eines Kandidaten vor sich haben, der Auslandserfahrung vorweisen kann. Sei es nun durch einen LL.M, ein Praktikum, eine Wahlstation oder einem Sabbatical vor oder nach dem Studium. Vor allem für Kandidaten, die im internationalen Recht arbeiten wollen, macht dies auf jeden Fall Sinn. In der Europäischen Union können sich deutsche Juristen übrigens ohne weitere Prüfung als Rechtsanwalt niederlassen.

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