Karriere in Law-Firms

Partner und Associates

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Die Hierarchie einer Law-Firm ähnelt einer Pyramide. Top-Absolventen starten ihre Karriere in der Kanzlei als Associates. Das aus Consulting oder Investment Banking bekannte "up or out"-Prinzip für angehende Partner gilt in Law-Firms jedoch nicht mehr.

Karriereschritt, Aufstieg
Aufstieg
© Frau L.

via Photocase

Fundamentale Unterschiede zwischen Großkanzleien und mittelständischen Kanzleien bestehen im Hinblick auf die innere Struktur nicht. Die Hierarchieebenen zwischen Associate und Partner, Praktikant und Referendar sind von der Größe der Kanzlei unabhängig. Wenn für dich dennoch nur der Einstieg in eine große Law-Firm in Frage kommt, findest du in unserem Insider-Dossier Experten-Tipps für die Karriere in der Großkanzlei

Die Hierarchiepyramide

Auf der untersten Hierarchieebene der juristischen Mitarbeiter einer Großkanzlei stehen Praktikanten, Referendare und wissenschaftliche Mitarbeiter. Wer seine Ausbildung abgeschlossen — also idealerweise beide Examina mit Prädikat bestanden und unter Umständen eine Dissertation verfasst oder einen LL.M. erworben hat — beginnt als angestellter Anwalt, sogenannter Associate. Teilweise ist für Associates im ersten Jahr der Begriff First-Year-Associate üblich. Mit zunehmender Praxis­erfahrung steigt nicht nur regelmäßig das Gehalt, sondern auch der Rang innerhalb des Teams; manche Kanzleien bringen dies durch Bezeichnungen wie »Managing Associate« oder »Senior Associate« zum Ausdruck. Nach einiger Zeit — regelmäßig je nach Kanzlei nach ca. fünf bis acht Jahren — wird entschieden, ob ein Associate zum Partner aufsteigt, wobei teilweise weiter zwischen »Juniorpartnern« und »Seniorpartnern« bzw. ­»Salary-Partnern« oder »Equity-Partnern«, also Gesellschaftern der Kanzlei, differenziert wird. Die jeweils Erstgenannten verfügen je nach kanzleiinterner Regelung im Einzelfall nicht über eine volle Gewinnbeteiligung (erhalten aber ggf. einen gewinnabhängigen Bonus) und/oder nur eingeschränkte Mitsprache- bzw. Stimmrechte gegenüber den »Vollpartnern«.

Die Hierarchie im Überblick

  1. Equity-Partner/Senior-Partner
  2. Junior-/Local-/Salary-Partner
  3. Counsel
  4. Managing-/Principal-/Senior-Associate
  5. Associate
  6. Referendare/Wissenschaftliche Mitarbeiter
  7. Praktikanten/Studierende in Nebentätigkeit

"up or out"-Prinzip ist überholt

Während es bis vor nicht allzu langer Zeit regelmäßig hieß: »up or out« — Associates, die nicht als Partner aufgenommen wurden, wurden nicht weiterbeschäftigt — bieten Kanzleien zunehmend Alternativen an, etwa den Status des Counsel, also eines Langzeitangestellten mit festem, allerdings hohem jährlichen Gehalt. Die in jüngster Zeit stark steigende Zahl an Counsel-Ernennungen in Großkanzleien kann als eine Art Testmodell angesehen werden. Es geht aus Kanzleisicht letztlich um die Frage, ob man von dem tradierten Konzept, langfristige Mitarbeiter entweder als Partner zu beteiligen oder sich von ihnen zu trennen, Abstand nimmt. Denn regelmäßig stehen die Kanzleien vor einem Dilemma, wenn sie einen Associate — aus welchen Gründen auch immer — nicht zum Partner ernennen können oder wollen, dieser aber über große Erfahrung und gute Mandantenverbindungen verfügt. Der Counsel-Status ist dann oftmals für beide Seiten zunächst eine gute Lösung. Die Bedeutung des Counsel, der in der Hierarchie zwischen Associate und Partner steht, schwankt von Kanzlei zu Kanzlei — sie wird regelmäßig mit einer höheren Bezahlung, teilweise auch mit der Aussicht auf eine nachträgliche Ernennung zum Partner verbunden sein. Häufig handelt es sich aber auch um eine Übergangslösung bis zum Wechsel als Partner in eine andere Kanzlei.

Der Unterschied zwischen Partner und Associate

Was unterscheidet den Partner nun von einem Associate? Partner leiten ein Team von mehreren Associates und ggf. Referendaren. Sie sind es, die ein Mandat federführend bearbeiten und gegenüber dem Mandanten letztlich die Verantwortung tragen, während Associates meist unselbständig und weisungsgebunden arbeiten. Partner haben zudem — anders als Associates — wegen ihrer unternehmerischen Verantwortung zahlreiche Managementaufgaben zu bewältigen; neben der juristischen Mandatsarbeit verwenden sie viel Zeit auf Mandanten­akquise und -entwicklung, Personalführung oder auch Nachwuchsförderung. Grundlegend von den Associates, aber auch von den Counsels unterscheidet sich der Partner jedoch durch seine Vergütung. Associates und Counsel erhalten ein jährliches Fixgehalt, das teilweise um leistungsbezogene Boni ergänzt wird. Der Partner hingegen erhält kein Gehalt, sondern den ihm nach einem bestimmten Vergütungsmodell zustehenden Anteil am Kanzleigewinn. Die beiden Grundmodelle sind dabei das umsatzorientierte »eat what you kill«-System sowie das sogenannte »Lockstep-System«, bei dem die Vergütung mit zunehmender Dauer der Kanzleizugehörigkeit ansteigt.

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