Erfahrungsberichte Wirtschaftsprüfung

Anforderungen und Insidertips

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Was für Fähigkeiten muss ein Bewerber bei Deloitte mitbringen?

Der Bewerber muss ausgeprägte Teamfähigkeit mitbringen, er muss offen kommunizieren können, konstruktive Kritik ausüben und einstecken können und sollte kein Typ sein, der mit der so genannten „Ellenbogen-Mentalität“ Probleme löst. Auch sollte er mit Wirtschaftsprüfung, Rechnungslegung oder Controlling passende Schwerpunkte an der Universität oder der Fachhochschule belegt haben. Stichworte wie Rechnungswesen, Buchführung und Finanzierung fallen ebenso ins Gewicht. Da Deloitte auch international ausgerichtet ist - mit 169.000 Mitarbeitern weltweit - sind Englischkenntnisse aufgrund der internen Kommunikation innerhalb eines multinationalen Teams ein „must have“. Auch besteht die Möglichkeit, mit internationalen Mandanten zu arbeiten. Klassischerweise werden deutsche Tochterunternehmen von internationalen Konzernen geprüft, in welchen unser Ansprechpartner dann ein Expatriate des Mutterkonzerns ist – daher ist auch hier Englisch unbedingt notwendig.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag eines Managers bei einer Big-Four-Gesellschaft aus?

Ein normaler Arbeitstag während der „Busy Season“  bringt es mit sich, viele Mandate gleichzeitig zu betreuen. Man ist nicht mehr wie ein Prüfungsassistent in den ersten Berufsjahren für längere Zeit vor Ort bei einem Mandanten, sondern es kann passieren, dass man täglich mehrere Mandantengespräche führt. Morgens checke ich grundsätzlich zuerst die E-Mails. Das können aufgrund der Zeitverschiebung schon mal einige sein. Während ich schlafe, ist bei den Japanern der Arbeitstag auf Hochtouren, sodass sich während dieser Zeit die E-Mails anhäufen können (lacht). Anschließend geht es zu den Mandaten, wo ich Reviews zu den Prüfungsergebnissen meines Teams durchführe. Somit wird jede Prüfung ein zweites Mal gecheckt, z. B. darauf, ob die richtigen Schlussfolgerungen gezogen wurden. Natürlich prüfe ich auch noch einige Positionen selber, wo ich dann durch den Wirtschaftsprüfer reviewt werde, der sich meine Zahlen noch einmal genau anschaut. Gegen Abend führe ich dann Betreuungsgespräche, da ich z. B. auch Mentor für Young Professionals bin, oder ich muss für repräsentative Zwecke noch einige Aufgaben erledigen, wie zum Beispiel für das Charity Board von Deloitte, in dem ich mich gemeinnützig engagiere.

Das hört sich danach an, als hättest Du bis zu einem gewissen Grad einen strukturierten Arbeitstag, an dem du abends auch zu Hause übernachtest.

Dies beruht vor allem auf dem Regionalprinzip von Deloitte. D.h. wenn ein Unternehmen in der Region Düsseldorf geprüft wird, dann ist der Standort Düsseldorf in diese Prüfung involviert. Gleiches gilt für München und andere Standorte. Sicherlich gibt es hin und wieder Hotelmandate, weil sich An- und Abreise nicht lohnen. Aber es stimmt, dass ich selten eine ganze Woche lang im Hotel übernachte.

Thema Headhunting, hat man es auch auf Dich abgesehen?

Durchaus. Vor der Finanzkrise erhielt ich durchschnittlich einen Anruf pro Woche. Internationale Konzerne besetzen gerne leitende Positionen mit gut ausgebildeten Leuten aus unserem Bereich. Deswegen wird dieser Beruf auch als großes Sprungbrett gesehen. Was mich betrifft, ich habe vor, die Berufsexamina zu absolvieren und der Wirtschaftsprüfungsbranche auch langfristig treu zu bleiben.

Welchen Insider-Tipp würdest du Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass das klassische Bild des Wirtschaftsprüfers so nicht mehr existiert. Der Wirtschaftsprüfer ist kein reiner Bilanzenleser. Der Beruf ist sehr kommunikativ, auf menschlicher Ebene muss man Dinge wie emotionale Intelligenz und Menschenkenntniss mitbringen, aber auch fachliche Kompetenzen sind sehr wichtig. Wer sich hierfür begeistern kann, sollte sich einen beruflichen Einblick in Form eines Praktikums oder eines Direkteinstiegs verschaffen. Deloitte kann ich deswegen empfehlen, weil es eine der größten WP-Gesellschaften weltweit ist und somit viele internationale Mandate betreut. Man erhält hier einen spannenden und umfassenden Einblick in den Beruf. Und wer auf eine offene und kommunikationsstarke Unternehmenskultur steht, ist bei uns sicherlich bestens aufgehoben.


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