Einblicke

Win or Lose im globalen Photovoltaikmarkt

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Der globale Photovoltaikmarkt ist und bleibt attraktiv. Aber der Leitmarkt Deutschland stagniert auf hohem Niveau und Kostensenkungen sowie Globalisierung sind unverzichtbar.

Oliver WymanQuo vadis Photovoltaik Worldchart

Start-up-Hype war gestern, Commodity-Markt ist morgen: Die Photovoltaik entwickelt sich rasend schnell zu einem reifen Markt mit scharfem Wettbewerb und Preisdruck. Die Branche steht vor einem nachhaltigen Wandel. Massive Konsolidierung ist zu erwarten. Angesichts der Reduzierung der Einspeisevergütung in Deutschland sind speziell die deutschen Unternehmen gefordert, ihre Geschäftsmodelle anzupassen, Kosten zu senken und sich global auszurichten. Noch können sie zu den Gewinnern im attraktiven Photovoltaikmarkt gehören. Doch Finanzierungsprobleme, Altlasten aus den Boomjahren und die Abhängigkeit vom deutschen Markt schränken ihre Handlungsoptionen dramatisch ein. Und die führenden Player aus Asien und USA haben bereits zum Überholen angesetzt. Es ist fünf vor zwölf für die deutsche Photovoltaikindustrie. Zu diesem Ergebnis kommt die Oliver Wyman-Studie „Quo vadis, Photovoltaik?“.

Der globale Photovoltaikmarkt befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise setzte die Photovoltaikindustrie 2009 insgesamt rund 28 Milliarden Euro um und verzeichnete damit gegenüber dem Vorjahr ein Plus von acht Prozent. Weltweit wurden laut European Photovoltaic Industry Association (EPIA) mehr als sieben Gigawatt Leistung installiert, was einem Anstieg von knapp 15 Prozent entspricht und die installierte Gesamtkapazität auf rund 23 Gigawatt erhöhte. Die jährlichen Steigerungsraten werden sich auch in Zukunft auf 15 bis 20 Prozent belaufen. Für dieses Jahr wird mit einem Zubau von mehr als acht Gigawatt gerechnet, für 2014 sind in einem moderaten Szenario rund 13,8 Gigawatt prognostiziert.Kontinuierlich hohes Wachstum versprechen künftig vor allem Länder außerhalb Europas. In den USA wird sich die installierte Leistung nach 477 Megawatt im vergangenen Jahr bis 2014 jährlich um 44 Prozent auf dann drei Gigawatt steigern. Im gleichen Zeitraum, so die Prognosen, verbessert sich Japan beim Zubau pro Jahr um 20 Prozent – von zuletzt 484 Megawatt auf 1,2 Gigawatt. Für China wird ein Anstieg um jährlich 30 Prozent von 160 auf 600 Megawatt im Jahr 2014 erwartet.

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