Bewerbungsgespräch

Die Top 10 der vermeidbaren Fehler im Vorstellungsgespräch

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Wir zeigen dir in unseren Top 10 die peinlichsten Fehler im Vorstellungsgespräch, die man locker vermeiden kann!

Business, Men, Lachen, Anzug
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Ohje, es ist wieder passiert! Das Handy klingelt mitten im Gespräch, du bist  unpünktlich zum Termin erschienen und im Nachhinein war deine Körperhaltung wahrscheinlich doch zu lässig. Es sind oft Kleinigkeiten, die völlig selbstverständlich sind und uns beim Vorstellungsgespräch deshalb häufig aufs Glatteis führen. Der richtige Moment also, sich zu vergewissern, dass man das 1x1 eines dieser Gespräche beherrscht. Für die Transformation vom Young Professional zum Consultant oder zur Nachwuchsführungskraft fehlt dann oft nur noch genügend Fachwissen und Selbstvertrauen. Aber first things first, hier sind 10 Fehler, die im Bewerbungsgespräch unbedingt vermieden werden müssen.

1. Stärken & Schwächen ignorieren

Zugegeben, die Frage nach den eigenen Stärken und Schwächen ist wahrscheinlich die am häufigsten rezitierte Frage von Personalern. Das ist aber längst kein Grund achselzuckend nach der nächsten Frage zu verlangen. Denn ehrlich gesagt, ist es gar nicht so schwer, auf die Frage eine persönliche Antwort zu finden, die zeigt, dass du dich selbst kennst und dich gleichzeitig nicht bloß stellt. Wir empfehlen immer das Verhältnis 3:1 zugunsten deiner Stärken. Mögliche Schwächen mit denen man im Vorstellungsgespräch gut argumentieren kann, sind fehlendes Fachwissen bei Einstiegspositionen, Schwächen bei EDV Programmen, sofern sie für die Stelle nicht von Bedeutung sind oder etwas Ungeduld. Im Idealfall führst du auch gleich mit auf, wie du deine Schwäche bekämpfst.

Insider-Tipp

Zeitmanagement  ist nicht so deins? Es wird höchste Zeit, das zu ändern.

2. Unpünktlichkeit: 5 vor 12 Mentalität im Vorstellungsgespräch

Sorry, aber es spielt keine Rolle, ob der Bus zu spät war, die Strumpfhose gerissen ist oder du schlichtweg verschlafen hast. Zu spät zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen, ist ein absolutes No-Go und gehört ganz klar in unsere Top 10 der vermeidbaren Fehler im Bewerbungsgespräch. Schlichtweg, weil du damit schon den ersten Eindruck zerstörst und aus der Sache nur schlecht wieder mit erhobenem Haupt herauskommst. Wie willst du dann später pünktlich zum Kundengespräch erscheinen? Auch wenn du der Meinung bist, dass die Unternehmensberatung oder die Bank auf so einen Top Absolvent wie dich nur gewartet hat. Da bleibt uns nur zu sagen: Kleidung rechtzeitig rauslegen, nach dem passenden Bus schauen und einen Puffer von mindestens 30 Minuten einplanen.

Insider-Tipp

Neben deiner fachlichen Kompetenz, der Vorbereitung auf klassiche Bewerbungsfragen und Wissen rund ums Unternehmen, kann es auch nicht schaden, das tagesaktuelle Geschehen und die neuesten Entwicklungen in Wirtschaft und Politik zu verfolgen. Schnell ergeben sich Fragen und interessante Gespräche fernab von Facts & Figures und Vorstellungsgespräch 1x1.

3. Guter erster Eindruck? Ne, mal lässig mit dem Personaler abhängen!

Gut, du trittst weder bei der Bundeswehr noch beim Modelcasting auf. Aber denkst du nicht trotzdem, dass du das lässige breitbeinige Abhängen im Sessel nicht besser auf den Feierabend verschieben solltest? Im Chillmodus wirst du so nämlich gleich als arrogant oder gelangweilt abgestempelt. Und beide Kategorien befördern dich direkt zurück ins Bewerbungstraining für angehende Wirtschaftsinformatiker, Consultants & Co.  Zwischen Verkrampfen und Abhängen gibt es eine riesige Spannbreite an entspannten und gleichsam selbstbewussten Sitzpositionen und Körperhaltungen, mit denen du beim Recruiter punkten kannst. Die beiden Zauberworte dabei heißen „aufrecht“ und „offen“.

Die Top 5 der schlimmsten Körpersprache Fehler im Bewerbungsgespräch

Der lässige Cowboystand. Der lässige Cowboystand mit weit auseinanderstehenden Füßen vermittelt im Vorstellungsgespräch nur eines: einen unangepassten Territorialanspruch mit üblem Beigeschmack.

Arme in die Hüften. Und was kommt danach? Stampfen? Schreien? Auf den Boden werfen? Wenn Du im Bewerbungsgespräch überzeugen musst/willst, verstärke deine Worte durch angepasste und stets dem Gegenüber zugewandte Körpersprache, begleitet von einem Lächeln und einem offenen Blick.

Die Pippihaltung Ganz unbewusst überkreuzen vor allem junge Frauen ihre Beine und berühren dabei ihre Fußaußenseiten. Bist du keine Primaballerina wirkt diese Haltung ganz schön verunsichert und zurückhaltend.

Bauch raus, Brust rein. An der Stelle dürfen wir unsere innere Primaballerina nach außen kehren. Eine aufrechte Haltung mit gestraften Schultern und leicht geschwellter Brust drückt eine selbstbewusste Einstellung aus.

Hände verstecken. Der Nagellack ist abgeplatzt, die Fingernägel nicht ganz sauber oder du bist einfach zu nervös? Ganz egal, denn wer seine Hände versteckt hat in den Augen seines Gegenüber etwas zu verbergen. Also, zeigt her eure Hände.

4. Das weiß ich, das weiß ich! Trotzdem nicht ins Wort fallen!

Es ist ja so aufregend...du wurdest endlich von deinem Wunscharbeitgeber zum Bewerbungsgespräch eingeladen und kannst jetzt mit deiner Begeisterung gar nicht mehr an dich halten? Schließlich weißt du alles über das Unternehmen. Wozu sich also noch die Unternehmensgeschichte vom Recruiter anhören? Außerdem muss er unbedingt wissen, was für ein klasse Young Professional du bist. Also, raus mit der Sprache? Nein, ganz ruhig mit den jungen Pferden! Ganz gleich, ob dir eine Antwort auf der Zunge liegt oder du eine wichtige Ergänzung parat hast, Regel Nr. 1 der wichtigsten Soft Skills lautet immer: Lass’ deinen Gegenüber ausreden und falle ihm nicht ins Wort. Auch der erhobene Zeigefinger gehört nicht ins Vorstellungsgespräch, sondern in Uni und Schule. Wenn es der Fall ist, dass du eine ganz wichtige Information über dich zu kurz gekommen ist oder dir ein genialer alternativen Lösungsvorschlag in der Case Study auf den Lippen liegt, versuche damit bis zu einer geeigneten Pause zu warten. Eine Einleitung wie „ich möchte Ihnen noch mitteilen“, „ich vergaß zu sagen“  oder „was auch noch interessant ist“, ist völlig legitim. Und Vorsicht, verschieße nicht dein ganzes Pulver nicht schon bevor dir diese Frage gestellt wird. Sie kommt bestimmt.

Insider-Tipp

Noch mehr Inspirationen für intelligengte Bewerberfragen gesucht? Dann bitte hier entlang und lese dir noch einmal die 10 smarten Bewerberfragen für das Vorstellungsgespräch durch!

5. Übers Ziel hinausschießen: Die Gehaltsfrage...

Selbstverständlich möchtest du auch einen Lohn für deine Mühen bekommen. Aber genau das ist es eben: selbstverständlich. Daher beginne bitte nicht von dir aus mit dem Thema Gehalt im Bewerbungsgespräch, nur weil du es nicht abwarten kannst als angehender Unternehmensberater vermeintlich standesgemäß den Porsche aus dem Autohaus zu holen. Und genauso wenig solltest du mit abenteuerlichen Summen übers Ziel hinaus schießen. Mal eben so einen Blick auf eine Gehaltstabelle zu werfen, genügt da nicht. Der Recruiter wird schon auf dich zukommen und dich nach deinen realistischen Vorstellungen fragen. In dem Fall bist du natürlich bestens vorbereitet, indem du deinen Marktwert im Vorhinein gecheckt hast. Etwa noch nicht? Dann schau dir einfach unseren Ratgeber zum Thema Marktwert an und wirf auch einen Blick auf die Erfahrungsberichte unserer Mitglieder. Und bitte denk immer daran, die Gehaltsverhandlung ist ein Spiel, aber kein Basar.

6. Namen sind Schall und Rauch

Der Recruiter hat sich dir eben noch vorgestellt aber schon im nächsten Moment ist der Name deines Ansprechpartners wie weggeblasen und dir entfährt nur noch ein „Herr...Äh“? Autsch, ganz schön peinlich, wenn auch menschlich. Wenn du sowieso schon das Problem hast, Namen zu behalten, wird dich dein schlechtes Namengedächtnis auch im Vorstellungsgespräch wieder einholen. Was folgt ist ein Exit der etwas anderen Art. Was du machen kannst? Halte den Namen deines Ansprechpartners bereits im Telefonat zur Terminabstimmung fest und wiederhole ihn so häufig und regelmäßig wie möglich.

7. Die passende Antwort aus Kapitel 12

Keine Frage. Karriereratgeber sind großartig, um sich auf Bewerbungsgespräche optimal vorzubereiten aber sie sind nicht als 1:1 Anleitung für das Frage-und-Antwort-Spiel im Vorstellungsgespräch gedacht. Wetten, im Bewerbungsbuch steht u.a. auch geschrieben, dass du die Antworten darin nicht auswendig lernen, sondern dir selbst treu bleiben solltest? Du bist so weit gekommen, also nur ein wenig Mut zur Eigenständigkeit. Christine Rupp, Recruiting Partnerin bei Strategy& im Insider-Interview: "Negativ bleibt in Erinnerung, wenn Kandidaten nicht vorbereitet sind oder nur Standard-Fragen und -Antworten abspulen."

8. Fettnäpfchen: Kaugummi kauen!

Es mag für die meisten zwar ziemlich abstrus klingen, dass wir darauf hinweisen während des Bewerbungsgesprächs kein Kaugummi zu kauen aber ganz ehrlich, es passiert immer wieder. Manche lieben es einfach 24/7 Kaugummi zu kauen und vergessen es schlichtweg ihre Gewohnheit für das Gespräch abzustellen. Daher unser kleiner Erinnerungsservice: Kaugummi rechtzeitig raus und bei Angst vor schlechtem Atem am besten vorher eine Pfefferminzpastille lutschen.

9. Blickkontakt meiden

Du möchtest später einmal Manager beraten oder Wertpapiere an den Mann bringen, scheust aber den offenen Blickkontakt. Sorry, aber du bist bei einem Vorstellungsgespräch und weder bei einem Date noch bei einem Hundekampf. Ein offener Blickkontakt gehört zum 1x1 eines jeden Bewerbungsgesprächs. Natürlich sollte der Austausch auch nicht zum Blickduell werden. Verhalte dich in Puncto Blickkontakt nicht anders als bei deinen Freunden. Das hilft dir grad nicht weiter? Okay, dann hier eine kleine Faustregel: als aktiver Part des Gesprächs sollte man den Blick mindestens für zwei Sekunden  halten, um den ersten Kontakt aufzubauen und danach mit kleinen Pausen immer wieder den direkten Blickkontakt zu suchen. Hörst du gerade zu, solltest du den Personaler möglichst kontinuierlich freundlich und interessiert anschauen.

10. "Ich muss los!"

Für das Bewerbungsgespräch nimmst du dir am Besten den Tag frei und planst keine wichtigen Termine ein, so dass du auf einmal mitten im Gespräch überstürzt aufbrechen musst. Mit interessanten Bewerbern reden Personaler nämlich gerne länger und auch gerne über die Hard Facts hinaus. Dein sicheres Auftreten bleibt in guter Erinnerung, wenn du das Gespräch bis zum Ende nach außen entspannt und innen konzentriert durchziehst. Und wenn du dich dann freundlich verabschiedet hast und souverän aus dem Gebäude schlenderst, heißt es erstmal: Durchatmen! Du hast es geschafft!

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