Praktikum

Das Praktikum

Praktika gehören heute für jeden Studenten in den Lebenslauf, die "Generation Praktikum" ist zum Schlagwort geworden. Welche Vorteile dir ein Praktikum bringt und was du bei Bewerbung, Vergütung und Dauer beherzigen solltest, erfährst du hier.

Vorhang rot mit Hand

Die meisten Studenten sammeln durch ein Praktikum Berufserfahrung und lernen verschiedene Branchen, Unternehmen und vor allem eigene Interessen und Fähigkeiten kennen. Ein Praktikum schlägt eine Brücke zwischen dem theorielastigen Studium und der noch fernen Berufswelt. Daher stehen Praktika mittlerweile im Lebenslauf fast jedes Absolventen. Im Folgenden erfährst du, inwiefern Praktika deine Karriere fördern und was du als Praktikant beherzigen solltest.

Nutzen von Praktika für Studenten und Berufseinsteiger

Empfohlene Dauer, Anzahl und Art der Praktika

 Sinnvoll ist eine Praktikumsdauer zwischen 8 Wochen und 4 Monaten. Kürzere Praktika können zum Reinschnuppern in eine Branche oder ein Berufsbild dienen, geben dir aber keinen realistischen Einblick in den beruflichen Alltag und deine Eignung für den Job. Ab einer Dauer von 3 Monaten kannst du selbständig arbeiten und Verantwortung für Projekte übernehmen – grundlegende Voraussetzungen für ein erfolgreiches Praktikum. Achte auf einen roten Faden in der Themenmischung und absolviere mehrere Praktika in dem Bereich, der dich interessiert. Beachte dabei auch mögliche Einschränkungen durch Regelungen von Steuer und Versicherung.

Du brauchst dich nicht ausnutzen zu lassen. Einjährige unbezahlte Praktika mit dem Köder einer späteren Festanstellung sind unmoralisch. Auch Pseudo-Praktika beim Steuerberaterunternehmen nebenan oder der Firma deines Vaters bringen dich nicht weiter – such lieber echte Herausforderungen. Es geht auch nicht darum, zwanghaft deinen Lebenslauf  mit Praktika zu füllen – ein sehr gutes Praktikum kann dir weit mehr bringen als viele schlechte. Beachte daher auch unsere Hinweise zum Praktikumszeugnis. Welches Praktikum für dich Sinn macht, ist natürlich auch von der jeweiligen Branche und deinen Karrierezielen abhängig. Unternehmensberatungen achten im Recruiting beispielsweise auf Praktika bei namhaften Unternehmen aus der Industrie, sogenannten Global Players.

Eine erfolglose Jobsuche solltest du als Absolvent nicht durch Praktika überbrücken, in der Hoffnung, dass du auf diesem Weg eine Festanstellung erhältst. Nach einem abgeschlossenen Studium solltest du wirklich nicht mehr als ein Praktikum absolvieren und rechtzeitig klären, ob du übernommen wirst. Lass dich nicht vertrösten oder ausbeuten. Statt eines weiteren Praktikums kannst du als Berufseinsteiger je nach Fachgebiet nach einer Stelle als Hospitant, Trainee oder Volontär suchen. In der Regel sind diese Ausbildungsprogramme auf ein konkretes Berufsziel hin angelegt, sodass deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen.

Vereinbarkeit des Praktikums mit dem Studium

Jedes Studium sollte durch praktische Erfahrungen ergänzt werden. Besonders Bachelor-Studenten mit straffem Stundenplan müssen daher rechtzeitig planen und sich früh bewerben. Für ein lohnendes Praktikum kannst du zur Not ein Urlaubssemester einlegen bzw. die Lücke zum Master geschickt füllen. Beim Berufseinstieg fallen hochwertige Praktika mehr ins Gewicht als die Kürze des Studiums.

Bei den meisten Unternehmen reicht es aus, sich 2-4 Monate vor dem gewünschten Praktikumsbeginn zu bewerben, lediglich bei Großkonzernen wie Allianz, Continental oder DPWN empfiehlt sich ein Vorlauf von bis zu 6 Monaten. Kurzfristige Angebote findest du auf den Karriereseiten des Unternehmens oder bei squeaker.net. Es gibt viele Wege zu deinem Wunsch-Praktikum. Zum Praktikum passende Studienschwerpunkte gehören übrigens zu den wichtigsten Einstellungskriterien - wie auch der Personal Fit des Bewerbers.