Direkte Hilfe bei der Studienstrukturierung

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Direkte Hilfe bei der Studienstrukturierung

Wer nicht nur eine Vorstellung von den Studieninhalten und den späteren Berufschancen bekommen möchte, sondern sich darüber hinaus im Hinblick auf die oben angesprochenen Schwierigkeiten bei der Studiengestaltung einen ersten Überblick verschaffen will, kann einen juristischen Vorbereitungs- und Orientierungskurs von Headstarter absolvieren. Kostenpunkt: 299 Euro für 5 Tage an mehreren Standorten in Deutschland. Hierbei wird sich ausschließlich auf das Studium selbst, nicht jedoch auf spätere Berufsbilder konzentriert und neben einer Vorstellung von den Anforderungen des Jurastudiums gleichzeitig eine Orientierung für die ersten Semester gegeben.

Du kannst dir dazu auch den Videoblog von studienwahl.tv anschauen, auf dem du eine Sendung vom 17.5.2010 mit Dr. Andreas Fijal, Prodekan für Lehre der juristischen Fakultät der freien Universität Berlin, und Sebastian Schilling, Gründer von HeadStarter, findest.

Tipps für den Aufbau des Jurastudiums

Wie strukturiert man ein Jurastudium nun optimal? Hierbei ist problematisch, dass keine Universität anfangs einen Überblick über alle Rechtsgebiete zu vermitteln versucht, gerade im Zivilrecht. Es werden nur Vorlesungen über einzelne Teilgebiete des Zivilrechts gehalten (z. B. Allgemeiner Teil BGB; Schuldrecht oder Sachenrecht), obwohl alle diese Bereiche eng miteinander zusammenhängen. Hilfreich ist es daher, alle diese 3 Vorlesungen (vielleicht noch zuzüglich gesetzliche Schuldverhältnisse) gleichzeitig zu besuchen, sofern es dir möglich ist. Soweit die Studienordnung dies zulässt, kannst du dir das auch für das 3. und 4. Semester aufsparen und dich im ersten Jahr auf öffentliches Recht und Strafrecht konzentrieren – diese Rechtsgebiete sind nämlich wesentlich einfacher zu begreifen als das Zivilrecht, auch wenn viele von euch gerade öffentliches Recht als langweilig empfinden mögen. Der Vorteil dieser Rechtsgebiete ist ihre meist einfache Strukturierung in Prüfungen (insbesondere im Strafrecht) und die Lebensnähe ihrer Fälle. So kann man sich unter den meisten öffentlich-rechtlichen und strafrechtlichen Fragestellungen konkret etwas vorstellen, während das Zivilrecht gerade am Anfang sehr abstrakt bleibt. Überdies ist es auch wesentlich leichter, den Gutachtenstil im Strafrecht zu erlernen und zu üben statt im Zivilrecht. Such auf jeden Fall den Austausch mit Kommilitonen und fertigen Juristen. Persönliche Erfahrungsberichte zu Organisation und Planung des Jurastudiums findest du auch hier bei squeaker.net.

Studienschwerpunkte setzen

Viele Studenten fragen sich, ob sie sich ihren Schwerpunkt im Hinblick auf den späteren Berufswunsch aussuchen wollen. Das kann man so pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich ist zu empfehlen, den Schwerpunkt nach den eigenen Interessen zu wählen. Wenn du dennoch unschlüssig bist, solltest du dich nach den Durchschnittsnoten der einzelnen Schwerpunkte in den vergangenen Jahren erkundigen.

Das Schwerpunktstudium ist der universitäre Teil des gesamten Staatsexamens und macht 30% der Endnote aus. Der staatliche Teil besteht aus Klausuren und mündlicher Prüfung und macht 70% aus. Diese häufig nicht unerheblichen Unterschiede können später eine ganze Menge Druck von deinen Staatsexamensklausuren nehmen. Zwar hört man immer wieder, dass viele Kanzleien ausschließlich auf die Note im staatlichen Teil (also Klausuren und mündliche Prüfung) schauen und den Schwerpunkt ausblenden. Das trifft aber nur bei wirklich eklatantem Auseinanderfallen zwischen Schwerpunkts- und Staatsnote zu – und den meisten Unternehmen, Beratungen und nicht zuletzt dem Staat selbst sind solche Rechenspiele völlig fremd.

Auslandssemester im Jurastudium

Eine weitere wichtige Entscheidung steht für dich außerdem dann an, wenn du ein Auslandssemester, ein Praktikum im Ausland oder gar ein Auslandsjahr absolvieren möchtest. Aus rein karrieretechnischer Sicht gilt: je später der Auslandsaufenthalt, desto besser. Gehst du bereits mit einem fundierten juristischen Gesamtverständnis (also kurz nach dem Ersten Staatsexamen) ins Ausland, wirst du während dieser Zeit so gut wie nichts vergessen. Wer hingegen sein 3. und 4. Semester im Ausland verbringt, wird  danach schwerer wieder in den Stoff hineinfinden. Zudem spricht für ein späteres Auslandsjahr, dass man dabei gleich einen LL.M. absolvieren kann und sich den Aufenthalt entsprechend vergoldet.

Wenn du möglichst früh ins Ausland gehen willst, kommt grundsätzlich ein Gap Year zwischen Abitur und Studium in Betracht. Auch im Hinblick auf die Studien- und Berufsentscheidung ist ein Jahr abseits von Leistungsdruck gar nicht verkehrt. Wenn dir ein Jahr zu lang ist, kannst du ohne Probleme nur ein Auslandssemester einschieben. Sinnvoll ist es vor allem kurz vor dem Schwerpunktstudium, denn dieses ist meist ziemlich anstrengend und du wirst aufgrund der dort stattfindenden Spezialisierung ohnehin ein bisschen von deinem Detailwissen einbüßen, das du hinterher wieder auffrischen musst. Auch zum Thema Auslandsaufenthalt kannst  du auf squeaker.net andere Studenten und Absolventen im Forum befragen oder Erfahrungsberichte lesen.

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Inhalt

  1. Einleitung: Struktur des Jurastudiums
  2. Direkte Hilfe bei der Studienstrukturierung

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