MBA-Erfahrungsberichte

Insider-Tipps für angehende Studenten

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Campus der Fachhochschule Deggendorf

Image by Gerko via Wikimedia

Gab es etwas besonders Positives an Ihrem Studienprogramm, das Sie hervorheben möchten?

Sehr positiv sind mir die anderen Kursteilnehmer in Erinnerung: Geschäftsführer, leitende Oberärzte, Nuklearmediziner und sogar ein Theologe bildeten ein zunächst zusammengewürfeltes Team. Jeder hatte ein anderes Berufsbild, einen anderen Verantwortungsbereich. Sich mit diesen Menschen auszutauschen und an ihren Erfahrungen teilzuhaben, war für mich sehr interessant und fesselnd. Zu hören, aus welchen Gründen die anderen sich entschlossen hatten, den MBA-Titel zu erlangen, war ebenfalls eine spannende Sache. Weiterhin positiv waren die Thematiken, die in den Seminaren behandelt wurden. Controlling, Qualitätssicherung, Wirtschaftlichkeit, Menschenführung, Teamfähigkeit wurden an vielen praktischen Beispielen vermittelt.

Welche negativen Seiten hatte Ihr MBA-Studium?

Auf jeden Fall die doppelte Beanspruchung und der Stress auf Grund des recht hohen Anspruchs! Für jemanden, der Vollzeit tätig ist, bedeutet dies ein immens hohes Arbeitpensum.

Gibt es etwas, dass Sie einem Studienanfänger in Deggendorf mit auf den Weg geben möchten?

Es kommt immer wieder einmal vor, dass man z.B. Seminararbeiten zeitlich verschieben muss auf Grund des eigenen Jobs, der nun mal Vorrang hat, und dementsprechend kann es sein, dass die eine oder andere erbrachte Leistung nicht im sehr guten Bereich liegt. Man muss sich deswegen keine Vorwürfe machen. Die Herausforderung besteht für viele schon in der Durchführung des Studiums, das ein sehr gutes Time Management voraussetzt.

Impression der Fachhochschule Deggendorf

Image by Gerko via Wikimedia

Würden Sie das Studium nochmal absolvieren?

Ich würde es wahrscheinlich nicht mehr in Deggendorf absolvieren, da es Differenzen gab mit dem ein oder anderen Dozenten. Man muss einerseits sagen, dass der Leiter des Studiengangs sehr bemüht war, auf unsere Wünsche einzugehen. Wir waren vielleicht auch nicht die einfachste Truppe. Doch muss man andererseits sagen, wenn man die Zeit und das Geld investiert, darf man auch eine gewisse Qualität verlangen. Wenn uns Seminarinhalte nicht gepasst haben, weil sie zu starr oder auch einfach abgelesen waren, übten wir Kritik. Wir bemerkten z.B. dass ein Dozent, der einen Vortrag über Qualitätsmanagement halten sollte, diesen Vortrag aus dem Internet heruntergeladen hatte. Um uns im Vorfeld schon zu informieren, hatten wir jedoch eben diesen Vortrag bereits selbst heruntergeladen. So etwas geht nicht! Ich erwarte von einem Fachdozenten, der aus der Praxis kommt, einen Vortrag aus der Praxis! So kam es dazu, dass der ein oder andere Dozent ausgewechselt wurde.
Dies ist jedoch nur ein Beispiel und unterm Strich kann man von einem gelungenen Studium sprechen. Besonders die Auslandsaufenthalte haben mich weiter gebracht. Wir waren 14 Tage in L.A. und haben dort an den Vorlesungen der UCLA teilgenommen. Zudem haben wir Gesundheitszentren und Kliniken besucht und bekamen Gelegenheit uns mit dem Gesundheitssystem und den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen. Dieselbe Struktur hatte auch der Besuch der Kent Business School in Großbritannien. Eine Herausforderung für mich persönlich bestand darin in englischer Sprache ein Thema zu präsentieren. Dabei hatten wir nur 30 Minuten Zeit, die Präsentation vorzubereiten.

Welche Auswirkungen hat Ihr Studium auf Ihre Karriere?

Das kann ich im Moment noch nicht sagen. Auf jeden Fall bin ich nun in der Lage, wirtschaftliche Zusammenhänge klarer zu sehen und zu beurteilen. Marketing-Konzepte und das Thema Corporate Identity werde ich nun auf jeden Fall gezielt bei meinem jetzigen Job einsetzen können.

Manfred, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.

Das Interview führte Benjamin Küster für squeaker.net (2010).

Homepage der FH Deggendorf

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Inhalt

  1. Einleitung: FH Deggendorf
  2. Insider-Tipps für angehende Studenten

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