MBA-Erfahrungsberichte

Die Bewerbung im Detail: GMAT, Kosten, Stipendium

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Thema Bewerbung: Wie hast du dich auf den GMAT vorbereitet?

Bei der Vorbereitung habe ich stark profitiert von einem meiner Mentoren, dem Gründer von RealAcad. Er hatte mir noch vor meinen beruflichen Anfängen bei McKinsey geraten, den GMAT zu absolvieren. Wenn man nämlich erst mal bei McKinsey ist, hat man nicht mehr ganz so viel Zeit, weswegen ich meinen GMAT bereits im Januar 2007 gemacht habe - zwei Jahre bevor ich mich überhaupt beworben habe. Der GMAT ist fünf Jahre gültig und dies ist eine Empfehlung für jeden, der darüber nachdenkt, ein MBA-Studium zu machen: Der GMAT sollte idealerweise dann abgelegt werden, wenn man ein bisschen Zeit hat und nicht, wenn man voll im Arbeitsstress steht! Ich persönlich habe mir ca. drei Wochen Zeit genommen, um mich auf den Test vorzubereiten. Dabei haben mir vor allem die offiziellen GMAT-Bücher weitergeholfen. Ich glaube nicht, dass man viel Geld in Vorbereitungskurse investieren muss.

Mack Plaza, Wharton, University of Pennsylvania

Image by Bruce Andersen via Wikimedia

Welche Hürden muss man noch nehmen, um sich zu bewerben?

Eine größere Hürde ist auf jeden Fall, die richtigen Empfehler zu finden, wobei es darauf ankommt, in welchem Umfeld man arbeitet. Im Consulting Bereich fällt das gegebenenfalls leichter, da man hier mit zahlreichen Partnern oder Direktoren zusammenarbeitet, aber zwei - an manchen Unis drei - qualitativ hochwertige Empfehlungsschreiben zu organisieren, ist nicht ganz einfach, weil es eben auch Aufwand für den Empfehler bedeutet. Man sollte entsprechend früh damit anfangen, die Leute anzusprechen und sich mit ihnen auch absprechen, wie man sich selber positionieren will, wie die eigene Storyline oder der eigene „Verkaufsansatz" aussieht, damit die Schreiben mit dem eigenen Inhalt zusammenpassen. Es sollte unbedingt jemand sein, mit dem man im professionellem Umfeld zusammengearbeitet hat - ein Supervisor, ein Vorgesetzter oder ähnliches.

Was könntest du einem Bewerber raten, der sich für einen MBA entschieden hat?

Man sollte sich im Vorfeld überlegen, gegen wen man antritt und mit welchem Bewerber-Pool man verglichen wird. In meinem Fall war es klar, dass ich auf dem Stapel Consultants von BainBCGMcKinsey, etc. lande. Die Frage ist nun, wie man sich innerhalb dieses Pools differenzieren kann. Die Universitäten legen alle großen Wert darauf, eine bunte Mischung zu haben, insofern tritt man primär gegen diejenigen Kandidaten an, die ein ähnliches Profil haben. Hier sollte man sich genau überlegen, was im eigenen Lebenslauf zur Differenzierung gegenüber anderen beiträgt. Je kreativer und interessanter das ist, umso besser. Die Recruiter in den Business Schools lesen jährlich tausende von  Essays  und hier muss es gelingen, das eigene Profil auf eine kreative Art und Weise zu verpacken, so dass es bei den Lesern hängen bleibt. Dann muss das Gesamtkonzept stimmen: Die Empfehlungsschreiben müssen die Essays untermauern, der GMAT sollte auch die Message der Bewerbung reflektieren. 
Außerdem muss man sehr genau reflektieren, warum man den MBA ablegen will und was die Hochschule, bei der man sich bewirbt, davon hat, wenn man Alumnus wird. Was sind die langfristigen Pläne? Hat die Uni einen Grund, stolz darauf zu sein, diesen Kandidaten als Alumnus zu haben? Für mich war dieser Prozess der Selbstreflexion sehr wertvoll.

Wieviel kostet dein Studium an der Wharton School?

Das kann man so genau gar nicht im Vorfeld sagen. Die Studiengebühren betragen für Wharton ca. 50.000 US-Dollar im Jahr. Außerdem muss man mit der Krankenversicherung, Lebenshaltungskosten, Bücher, etc. rechnen. Die grobe Rechnung, mit der viele in diese zwei Jahre MBA hineingehen, beläuft sich - je nach Lebensstil - auf 150.000 bis 200.000 US-Dollar (inkl. Studiengebühren). Diese Kosten kann man über Stipendien, das Sommerpraktikum und Stiftungen reduzieren. Was an langfristiger Verschuldung schlussendlich übrig bleibt, ist im Normalfall deutlich weniger.

Bist du Stipendiat?

Ich hab von Wharton und von Lauder ein Stipendium erhalten. Die Bewerbung hierfür ist ein separater Prozess. Hier kann ich noch eine grundsätzliche Empfehlung aussprechen: Wenn man es schafft, sich in den ersten Runden bei den Business Schools zu bewerben (in den USA gibt es meistens vier Bewerbungsrunden) und angenommen wird, hat man den Vorteil, sich eben auch relativ früh für ein Stipendium bewerben zu können. Das war bei mir der Fall, davon konnte ich profitieren. Nachdem ich die Zusage von Wharton hatte, habe ich sehr schnell meine Stipendiumsbewerbung abgeschickt und innerhalb von vier Tagen eine Rückmeldung bekommen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich an unabhängige Stipendiengeber zu wenden, z.B. DAAD. Hier muss man sich jedoch sehr früh bemühen, teilweise mit bis zu einem Jahr Vorlaufzeit. Es ist ein wenig schwierig, da man oft noch keine Zusage von der Uni hat. Aber für das zweite Jahr ist das eine Option, die man wahrnehmen sollte. Als Deutscher hat man leider nicht zu allen Institutionen Zugang, die es in den USA gibt. Es gibt eine Vielzahl von Förderern und Instituten, die jedoch teilweise nur US-Amerikanern vorbehalten sind.


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