Master-Studium
Das Gehalt von Bachelor- und Master-Absolventen im Vergleich
Viele Studenten streben nach dem Bachelor-Abschluss ein Master-Studium an – doch aus welchen Beweggründen? Sind es akademische, der Wunsch nach einer Führungsposition im Unternehmen oder reizt ein höheres Einstiegsgehalt zu einem Master-Abschluss?
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Das Bachelor-Studium schließt ein Student in der Regel nach 6 bis 8 Semestern ab und verfügt damit über einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. In Bezug auf das Einstiegsgehalt wird der Bachelor-Abschluss häufig einem Fachhochschuldiplom gleichgestellt. Der Master-Abschluss steht auf einer ähnlichen Einstiegsgehalts-Stufe wie das Diplom einer Universität. Bereits früher ließen sich Gehaltsunterschiede zwischen einem Universitäts- und Fachhochschulabschluss feststellen. Die Frage, ob Absolventen mit einem Master-Abschluss mehr Gehalt erwarten können, als mit einem Bachelor-Grad, lässt sich nicht in einem Satz beantworten. Tendenziell verdienen Master-Absolventen zwar mehr, aber haben auch eine längere und kostspieligere Ausbildung absolviert. Diese Differenz lässt sich rein rechnerisch nur schwer belegen, kann jedoch, besonders bei einem Master-Studium an einer privaten Hochschule, recht hoch ausfallen. Der Abschluss-Grad ist aber nur ein Grund für das höhere Gehalt. Unterschiedliche Faktoren haben darauf einen Einfluss.
Warum ist das Einstiegsgehalt von Master-Absolventen meist höher?
Drei wichtige Gründe für ein höheres Einstiegsgehalt von Master-Absolventen sind:
1. Grund – Höherer Wissensstand: Während im Bachelor-Studium Grundlagenkenntnisse vermittelt werden und ein gesamtheitlicher Überblick über ein Thema erlangt wird, so ist das Master-Studium darauf ausgelegt, sich in eine konkrete Richtung zu spezialisieren.
2. Grund – Größere Fachkompetenz: Auch die Dauer des Studiums ist in Punkto Gehalt entscheidend. Unternehmen stellen zwar bevorzugt junge Bewerber ein, da diese den Ruf haben, ehrgeizig und flexibel zu sein, legen jedoch gleichzeitig Wert auf Berufserfahrungen, z. B. Praktika, und eine fundierte Ausbildung. Mit einem Master verfügt ein Absolvent über Basis- wie auch Fachwissen und hat letztendlich zwei Jahre mehr in die Ausbildung investiert als ein Bachelor-Absolvent und dabei auf ein schnelles Gehalt verzichtet. Auch dieser Einsatz wird vergütungstechnisch von Arbeitgebern belohnt.
3. Grund – Mehr Berufserfahrung: Ein Bachelorabsolvent ist im jüngsten Fall 21 Jahre alt und verfügt über wenig bis gar keine Beruferfahrung. Das Studium ist in den meisten Fällen stark durchgeplant und bietet kaum Freiraum für Praktika, es sei denn, Pflichtpraktika sind vorgesehen. Nach dem Bachelor-Abschluss lässt sich die Zeit bis zum Beginn des Masters gut zur Orientierung durch ein Praktikum nutzen. Aufgrund der längeren Studienzeit haben die Studenten auch mehr Zeit, Praxiserfahrungen zu sammeln. Weiterbildende Masterstudiengänge setzen ein gewisses Maß an Berufserfahrung, in der Regel mindestens ein Jahr, sogar voraus.
Bachelor-Absolventen bekommen für den gleichen Job weniger Gehalt
Neuere Gehaltsstudien bestätigen, dass Bachelor-Absolventen ca. 10-20 Prozent weniger verdienen (Quelle: Gehaltsstudie 2008 von Alma Mater), als Absolventen eines Master-Studiums. Dieser Vergleich bezieht sich auf das Einstiegsgehalt bei identischen Positionen im Unternehmen. Gelangt ein Bachelor-Absolvent also auf eine ähnliche Position wie ein Master-Absolvent, so wird dieser weniger verdienen. Außerdem hat er es generell schwerer, überhaupt auf diese Position zu gelangen, denn Unternehmen bevorzugen Mitarbeiter mit einem höheren universitären Abschluss, wie z. B. dem Master-Grad.
