LinkedIn Europa-Chef Kevin Eyres erklärt im Interview mit squeaker.net, wie LinkedIn in Europa und insbesondere Deutschland wachsen will und ob eine Übernahme von Xing durch LinkedIn zur Erschließung des Marktes in Deutschland eine Option ist.
Im Rahmen der IdeaLab! 2009 an der WHU am 9. und 10. Oktober 2009 hatte Stefan Menden von squeaker.net die Gelegenheit, den Managing Director Europe von LinkedIn, Kevin Eyres, exklusiv zu interviewen. Kevin Eyres erklärt, wie ihn sein Karriereweg zu LinkedIn geführt hat – nämlich durch einen Kontaktvorschlag über LinkedIn selbst. Nachdem er führende Positionen bei AltaVista und SideStep (heute Kayak) inne hatte, ist er seit Dezember 2007 bei LinkedIn und heute für die Expansion des Business Networks in Europa zuständig.
LinkedIn versus XING
Bereits früh im Interview erwähnt Eyres mehrmals, dass LinkedIn stark wächst und organisch weiter wachsen möchte. Von den weltweit 50 Millionen LinkedIn-Mitgliedern stammen knapp 12 Millionen aus Europa und lediglich rund 850.000 aus der DACH-Region. Obwohl LinkedIn global um rund eine Million Mitglieder alle 12 Tage – also etwas schneller als ein Mitglied pro Sekunde - wächst, liegt das Business Netzwerk im deutschsprachigen Raum deutlich hinter dem Konkurrenten XING (8 Millionen Mitglieder global, ca. 50% davon aus DACH). Er betont, dass die Philosophie hinter LinkedIn ein umfangreiches Angebot von nützlichen und vor allem kostenlosen Services ist.
Wachstum von LinkedIn
Auf die Frage, wie LinkedIn global wachsen möchte, ob man sich z.B. das Open Source Modell von Facebook oder die Facebook Connect Technologie zum Vorbild für ein erfolgreiches Wachstum weltweit machen will, betont Eyres nochmal das organische Wachstum über zufriedene Nutzer, die weitere Nutzer einladen. Services, wie die Möglichkeit Stellen zu besetzen, Jobs zu finden oder Antworten auf Fragen zu bekommen, stehen für LinkedIn im Vordergrund. Am Beispiel von SAP zeigt Eyres die Möglichkeiten auf, über LinkedIn Spezialisten im Markt – aber auch innerhalb der eigenen Firma – zu finden. Innerhalb von „Company Groups“ gibt es auf LinkedIn Tools, um firmeninterne Informationen sicher auszutauschen. „Das ist im Wesentlichen, worum es bei Enterprise 2.0 geht“, so Eyres in dem Interview mit squeaker.net.
Erfahrt im zweiten Teil des Interviews, wie LinkedIn Xing angreifen wird...