18 Tote bei Amoklauf in Erfurt

Lan... 26.04.02 19:21

Haben wir amerikanische Verhältnisse? Wie effektiv kann ein generelles Waffenverbot in Deutschland sein?

  1. Anonym 29.04.02 15:17

    Hallo Jan,

    was Du schreibst: "Ich gehe davon aus, dass
    - Erziehung
    - Eltern
    - Schule
    - PC-Spiele
    - TV, Filme, etc.
    keine erhebliche Rollen spielen. "
    ist zwar eine Sichtweise, die immer wieder gerne propagiert wird - und für einige(?)/viele(?) auch stimmen mag, aber nicht für alle.

    Man kann nur eigenverantwortlich handeln, wenn man über einen einigermaßen definierten, in sich stimmigen Wertekanon verfügt. Wenn widersprüchliche "Handlungsmaximen" aufeinanderprallen, wird das schwierig.
    Erziehung und damit Eltern, aber auch "die Clique" bzw. der Freundeskreis üben teilweise gewaltigen "Druck" in der Bildung von Werten, Denkmustern, Lebenszielen aus.

    Das fällt nicht stark auf, wenn alle "einer Meinung" sind, aber wenn unterschiedliche Welten aufeinanderprallen, kocht der Topf schon mal über. Das sollte jeder von uns mehr oder weniger ausgeprägt in seiner Jugend erleben/erlebt haben.

    Wenn R.S. tatsächlich schizophren war, dann ist dies ein Ereignis, dass aufgrund "traumatischer" Ereignisse ausgelöst worden ist - zum Beispiel: Abi unmöglich. -- Wer weiß, was "sein Umfeld" (Eltern, Freunde) an Erwartungen gehabt haben, und wieso er bei den Lehrern angeeckt" ist.
    Es wuerde mich nicht wundern wenn er aus solchen Wisderspruchskonflikten heraus in eine eigene Gewaltwelt gefluechtet ist und dies letztendlich als Lösung "gesehen" hat.
    Meiner Meinung nach kann man die Rolle von gewaltverherrlichenden Medien damit ganz gut eingrenzen - ein zusätlzicher Faktor, der ggfs für eine irrationale Handlung als Vorbild dient. Wobei "Gewalt als Lösung" auch unabhängig von Gewaltverherrlichung auftritt - schau Dir Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.
    ---Dies ist nicht als Entschuldigung zu verstehen, sondern als Erklärung.

    Damit stellt sich für mich die Frage, was sein Umfeld dazu beigetragen hat und wie man so etwas in Zukunft möglichst ausschließen kann. Bessere pädogische/psychologische Schulung von Lehrern?, Eltern?!, soziale + psychologische Fähigkeiten als "Fach" oder Unterrichtsgebiet in der Schule?

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  2. Ducati 29.04.02 15:33

    Klar ist wohl: Robert (so hieß er doch?) war gestört und anscheinend ist es niemandem so richtig aufgefallen. Wer sich im Internet Satans Sohn nennt, auf seiner Homepage gegen Lehrer hetzt und es schafft, 6 Monate vor seinen Eltern zu verheimlichen, dass er nicht mehr zur Schule gehen darf, hätte Hilfe gebraucht. Leider zu spät. Es fällt allerdings wirklich schwer, so einfach mal zu fachsimpeln, was der Grund, was der Auslöser war und wer ihn hätte verhindern können. Wenigstens wird aber jetzt wieder diskutiert!

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  3. Ducati 29.04.02 15:37

    Interessant fand ich, dass ein Lehrer es geschafft hat, ihn zu stoppen: er hat ihn erkannt und mit seinem Namen angesprochen - wieder "Robert" aus ihn gemacht und damit wohl noch mehr Tote verhindert. Der Schlüssel scheint häufig zu sein, dass niemand die "Problemkinder" als Person sieht, sondern nur noch als aufsässig etc. und diese dadurch immer weiter abdriften. In die Gefahr und Gewalt gegen sich selbst -und auch gegen andere...

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  4. Pin... 30.04.02 02:08

    Ja das ist wirlich interessant, da er mit viel härte und kalkül vor ging und dann vor einen lehrer zuück schreckt ist doch verwunderlich.
    Diese Trgödie zeigt doch wie wenig ´wir imstande sind auszurichten, oder wissen über denn Mensch an sich.

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  5. cpo... 01.05.02 09:38

    Ich würde Dich vielleicht sogar korregieren:
    Diese Tragödie zeigt doch wie wenig ´wir imstande sind auszurichten, oder wissen über denn (MIT-)Mensch an sich, den mit denen beschäftigt man sich immer weniger.

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  6. Pin... 01.05.02 23:16

    Wie auch, mann ist doch heute zum Egoismus gezwungen auch wenn mann sagt, ich nicht. Am Ende muß mann sich der gewalt beugen um einigermaßen über die runden zu kommen;(

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