Angriff auf Irak?

Lan... 05.02.02 11:21

Sollten die Amerikaner Irak angreifen?

  1. Jan... 05.02.02 12:55

    Sollte die Frage nicht so lauten:

    Dürfen Amerikaner Irak angreifen?

    Jan

    Antworten Melden
    (4.5/5)   4 Votes
  2. sky... 05.02.02 13:30

    Nicht zuletzt nachdem das europäische, bzw. das deutsche Militär aufgrund von vermeintlich gewaltigen Finanzdefiziten denunziert wurde, dürfen sich die Amerikaner Dinge erlauben (und das nicht erst nach dem 11. September), die in einem fortschrittlichen (???) Land immer auf vehemente Kritik stossen müßte. Erschreckend, daß ein Land, das die 10-fache militärische Kapazität von Deutschland (FAZ Sonntagszeitung 3.02.02) noch überbietet, gesellschaftlich und moralisch längst nicht das Niveau seiner Wirtschaft und Wissenschaft erreicht und gegen das anscheinend kein vergleichbares Land die Opposition bekräftigen will.

    Ich vermisse bei aller Zuneigung zur freien ("fairen"?!) Marktwirtschaft und ihre Folgen die mehrschichtige und vor allem mehrperspektivische Betrachtung von Konflikten durch die USA. Jedoch ist das (für den gemeinen Mann) schwer, wenn Nordamerika einziger Maßstab für die internationale Politik und auch die entsprechende Horizonterweiterung bei "normalen" amerikanischen Lebensverhältnissen kaum möglich scheint.

    Antworten Melden
    (4.4/5)   4 Votes
  3. Vol... 05.02.02 15:45

    Ich denke schon,schließlich läßt der übermächtige Diktator dort hunderttausende Menschen sterben.
    So oder ähnlich hörte ich es doch allzuhäufig bei unseren Freunden über'n großen Teich und leider auch hierzulande.

    Leider werden dabei nicht nur die Ursachen für die Unterversorgung der Bevölkerung völlig außer Acht gelassen (Embargo und Zerstörung der Wassertransportkapazitäten durch angloamerikanischen Angriffe), sondern auch bereitwillig auf die Beachtung von internationalen Regeln, Konventionen, demokratischer Entscheidungsfindung und Objektivität verzichtet.
    Die Art und Weise wie die Vereinigten Staaten ihre Eigeninteressen seit Anbeginn ihres Bestehens verfolgt haben unter Nutzung aller erforderlicher Maßnahmen ist m.E. nach einzigartig in der Geschichte.
    Die Antwort auf deine Frage müßte also lauten:
    Wenn die USA und alle schweigenden Ländern die Notwendigkeit einer Zerrüttung eines sicherlich z.Z. diktatorisch geführten Landes höher einschätzen als Völkerrecht und Menschenrechtskonvention, dann sollten sie wohl angreifen. Fakt ist doch, daß es auf dieser Welt genügend Diktaturen oder unzureichend funktionierende Demokratien gibt, mit denen wir (die westliche Welt) die letzten 30 Jahre unheimlich gut zusammenarbeiten konnte. Auch das dabei Menschrechte mit Füßen getreten wurden, wurde billigend in Kauf genommen im Kampf gegen die "Rote Gefahr". Die Ideologie scheint sich ein wenig geändert zu haben in ihrer Ausrichtung, die Brutalität mit der Eigeninteressen durchgesetzt werden wohl leider nicht.

    Antworten Melden
    (4.2/5)   4 Votes
  4. Suesse 05.02.02 17:07

    Gibt es in der UN-Charta nicht so etwas wie ein Gewaltverbot? Und sind die USA nicht Mitglied der UN? Insofern lässt sich die Frage nur mit einem eindeutigen NEIN beantworten. Aber dass sich die USA insbesondere seit Bush jr. nicht sonderlich um Völkerrecht scheren, wurde in der jüngsten Vergangenheit mehrmals eindrucksvoll unter Beweis gestellt (man denke nur an das Kyoto-Protokoll, den Afghanistan-Krieg oder die Kriegsgefangenen auf Kuba) Im übrigen stimme ich dir 100% zu, Volkmar!

    Antworten Melden
    (4/5)   5 Votes
  5. Vol... 06.02.02 18:36

    Das die USA nicht erst seit Herrn Bush jr. ihre Interessen mit allen Mitteln verfolgen zeigt schon ein kurzer Blick in die Vergangenheit. Ende der 60iger durch Stockholm Tribunal schuldig gesprochen der Genozitären Kriegsführung in Indochina insbes. Vietnam; 1987 vom internationalen Gerichtshof schuldig gesprochen wegen "unrechtmäßiger Anwendung militärischer Kräfte" gegen Nigeragua, im Umgangsdeutsch heißt das Staatsterrorismus. Damit ist das selbe Land, daß sich heute aufmacht uns allen Frieden und ewige Glückseeligkeit zu bescheren, daß einzige auf dieser Welt, welches verurteilt ist. Und? Nichts, und..! Keine Reparationszahlungen nicht mal eine offizielle Entschuldigung.
    Wer dazu mal etwas mehr lesen will, es gibt sehr gute Bücher. Und auch im Internet wird mal fündig Suchbegriff "Blowback" z.B.

    Antworten Melden
    (4.4/5)   5 Votes
  6. Mas... 05.02.02 21:57

    Sicherlich muss man die Willkür mit der die Amerikaner solche "Kriegseinsätze zum Erhalt des Friedens" durchführen sehr kritisch betrachten. Und auch die Alleinstellung die die Amerikaner für sich beanspruchen um hier Maßnahmen zu treffen ist beängstigend.
    Andererseits Frage ich mich - warum darf die westliche Welt sich gegen Gefahren wie wir sie nun leider erfahren mussten nicht mit militärischen Mitteln wehren? Es kann und darf nicht der einzige Weg sein, da oft auf dipomatischer Weise ebenso vieles erreicht werden kann. Doch Dinge die mit allen anderen Mitteln nicht zu erreichen sind - weil eine Diktatur oder ein anderes polit Regime dem entgegensteht - sind nicht anders durchzusetzten. Dieses geschieht ja auch im Interesse der unterdrückten Völker. Sicher muss hier ein Höchstmass an Schutz gewährleistet sein um zivile Opfer zu vermeiden. Hier wird leider noch zu wenig drauf geachtet meiner Meinung nach.

    Antworten Melden
    (4/5)   4 Votes
  7. Vol... 06.02.02 18:43

    Kriegseinsätze für den Erhalt des Friedens"? Also mal von der völkerrechtlichen Seite geschaut, muß man feststellen, daß die USA den Krieg gegen Afghanistan angefangen haben, indem sie ein freies Land bombardierten.
    Im gestrigen WallStreet Journal war ein netter Artikel über den Präsidenten Rest-Jugoslawiens. Endsatz: Wenn Afghanistan auf die finazielle Hilfe des Westens hofft, muß es scheitern. Er schätzt, daß im BEST-case von den 5 Mrd USD nur 2-3 auch wirklich kommen. Seine Einschätzung beruht auf seinen eigenen Erfahrungen. Von den zugesicherten Milliarden an Aufbauhilfe sind nach Ausage des WSJ bisher 300 Millionen erst gezahlt worden. Ich bin mal gespannt, wie lange der Balkan ruhig bleibt.

    Antworten Melden
    (4.1/5)   4 Votes
  8. Suesse 07.02.02 00:16

    Warum die westliche Welt sich nicht gegen "Gefahren wie diese" mit militärischen Mitteln wehren darf ist u.a. in der UN-Charta klar geregelt; eine bloße Gefahr reicht zum Glück nicht aus, um andere Staaten bombardieren zu dürfen. Überleg einfach, war es für Konsequenzen hätte, wenn nur die paar wenigen Staaten, die du als "westliche Welt" bezeichnest, sich das gleiche Recht herausnehmen würden - die Welt wäre ziemlich schnell in Grund und Boden gebombt...

    Die Aussage, dies (die Bombardements vermutlich) geschehe auch im Interesse der unterdrückten Völker, klingt ein wenig merkwürdig: Wer bestimmt wonach, ob Völker unterdrückt sind? Der "Westen" anhand seiner Wertvorstellungen? Und ist es so sinnvoll, einem Staat von aussen ein völlig anderes System aufzudrücken?

    Bombardierung mit einem "Höchstmass an Schutz für die Zivilbevölkerung" finde ich ziemlich naiv (sorry, nicht persönlich nehmen - Medien und bombardierende Staaten bedienen sich ja auch dieser Verharmlosungs-Rhetorik). Allein die Beispiele Jugoslawien, Kosovo und Afghanistan zeigen, dass es eben faktisch nicht möglich ist, die Zivilbevölkerung von militärischen Angriffen zu verschonen und dass tödliche Irrtümer schnell passiert sind. Die USA haben z.B. erst vor ein paar Tagen zugestanden, dass sie in der Nähe von Kandahar "versehentlich" ein Dutzend Zivilisten totgebombt haben; oder: ups, die chinesische Botschaft wollten wir doch gar nicht plattmachen... Darauf zu achten, dass es keine zivilen Opfer gibt, würde konsequent bedeuten, völlig auf militärische Aktionen zu verzichten - nicht die schlechteste Idee für eine friedlichere Welt...

    Antworten Melden
    (4.2/5)   7 Votes
  9. Mas... 07.02.02 12:18

    Mich würde mal interessieren wie Du Dir dann einen Schutz vor Terroratacken wie am 11 September vorstellst. Ich bin ja auch der Meinung dass diplomatische Bemühungen vorausgehen muessen - und sicher ist es wünschenswert dass man so den Frieden in der Welt erhalten kann. Nur eine terroristische Gruppe wie von Bin Laden wird sich leider wohl nicht durch Argumente überzeugen lassen.
    Und auch die Bevölkerung von Afganistan ist unter Osama nicht glücklich gewesen nach allem was ich weiß.
    Ich will ebenfalls nicht das die westliche Welt Ihre Maßstäbe allen anderen Ländern mit anderen Kulturen aufdrückt. Eine jede Kultur hat das Recht so zu leben wie Sie will - solange Sie damit nicht andere Kulturen unterdrückt, bedroht oder tötet. Und ein friedliches Miteinander wäre mit der damaligen Führung in Afganistan wohl nicht möglich gewesen oder siehst Du das anders?

    Antworten Melden
    (4/5)   4 Votes
  10. Suesse 07.02.02 14:57

    Schutz gegen Terrorattacken darf jedenfalls nicht bedeuten, dass man quasi prophylaktisch alles wegbombt, wo vielleicht Terroristen sitzen könnten - damit würde der Willkür Tür und Tor geöffnet. Damit würden die ohnehin feindlich gesonnenen Gruppen nur noch in ihrer Meinung BESTärkt und Racheakte provoziert. Diplomatie war übrigens auch bisher nicht der Weg, mit Terroristen umzugehen. Vielmehr sind es Polizei- und Geheimdienstmassnahmen, siehe RAF, ETA, IRA, UFF und wie sie alle heissen.

    Ich will damit nicht sagen, dass dieser Weg gut und richtig ist und auch nicht, dass ich bessere Möglichkeiten wüsste. Manchmal könnte es aber sicher nicht schaden, sich inhaltlich mit dem auseinanderzusetzen, was solche Gruppen fordern; im Falle der USA z.B., die derzeit mehr als arrogante und rücksichtslose Aussenpolitik zu überdenken. Denn letztlich gibt es wohl immer einen einigermassen erklärbaren Anlass für terroristische Aktionen, der sich meist auf radikale Unzufriedenheit mit der sozialen / politischen Situation abstrahieren lassen dürfte.

    - Natürlich ist auch das nicht das Patentrezept gegen jegliche Form von Terror. Mir scheint nur, dass es allein mit Säbelgerassel und oberflächlichem Verteufeln (wie derzeit praktiziert) nicht getan ist. Bleibt schwierig...

    Antworten Melden
    (4.1/5)   6 Votes
  11. Mas... 12.02.02 11:01

    Na ich denke so weit sind wir in der Position gar nicht auseinander. Nur vielleicht verstehe ich Dich miß aber bist Du tatsächlich der Meinung das RAF, ETA etc. Geheimdienstmaßnahmen der Regierung sind? Also meiner Meinung nach ist die ETA z.B. eine Separatistengruppe der Basken zur Befreiung bzw für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Und die Polizei bzw. der Geheimdienst tut alles um hier die von Seiten der ETA ausgehende Gewalt im Rahmen zu halten.
    Aber nochmal kurz zum Irak. Die Entwicklung der letzten Tage gefällt mir auch nicht besonders gut. Da meint Mr Bush Junior irgendwie die "Ehre" seines Vaters aufrecht erhalten zu wollen. Aber unabhängig davon bin ich mir in einem sicher. Es kann nicht sein, das ein Land, dass 1991 ein anderes überfallen hat und international von der UN Maßnahmen auferlegt bekommen hat die UN Kontrolleure einfach aus dem Land treiben darf und damit wieder die Möglichkeit hat Massenvernichtungswaffen herzustellen. Und die Tatsache das der uns allen bekannte Saddam ruhig bleibt ist wohl alleine auf der Tatsache beruhend, dass er in der Entwicklung noch nicht so weit ist. Sollte er es irgendwann schaffen.... Ich will gar nicht dran denken was dann ist. Und daher finde ich ein militärisches Vorgehen um die UN Sanktionen und Regelungen durchzusetzten, weil alle anderen Versuche ihn zu überzeugen vergebens waren, gerechtfertigt. Was aber nicht verwechselt werden darf mit den Irak in Grund und Boden bomben. Und in die Richtung geht es im Moment in etwa wenn man der westlichen Presse da glauben darf. Wenn selbst ein für amerikanische Verhältnisse gemäßigter Politiker wie Außenminister Powell schon so klare Töne spricht. Oh Oh...

    Antworten Melden
    (4.1/5)   4 Votes
  12. runaway 05.02.02 22:13

    danke, zumindest einer der uns das fragt...
    Angriff auf den Irak?...lieber nicht....es bringt nichts....Bush junior will's dem Daddy gleichmachen, sonst nichts....
    Was bringt so ein Angriffskrieg auf die "Achse des Bösen" eigentlich? Werden die dadurch besser?

    um eine historische Perspektive zu betrachten:

    Was hat es gebracht, während des Weltkrieges deutsche Städte in Grund und Boden zu bombardieren? Was hat es gebracht, auf Nagasaki und Hiroshima die Atombombe herabzuwerfen? Waren dies Akte gegen die Thyrannei oder die Thyrannei selbst? Von Vietnam wollen wir erst recht nicht reden, da war noch eine weitere Macht daran mitbeteiligt.

    Wie kann man Diktaturen in Demokratien umwandeln wollen und dabei das Volk zusammenschießen? Ich würde aber das Unterfangen nicht auf die USA reduzieren. Zieht man ein gewisses ehemaliges Königreich hinzu, in welcher die Sonne einst nie untergehen wollte, ist auch ein Stück Europa daran mitbeteiligt. Von meinen Ausführungen nehme ich selbstverständlich das ahnungslose Volk heraus, welches es überall gibt, gab und geben wird. Es sind Lobbies von Waffenherstellern, stillen Grosskapitalisten, Geheimdiensten usw., die in der Weltgeschichte ihr Unding treiben und das wird sich nie so richtig ändern.....

    Antworten Melden
    (4.2/5)   5 Votes
  13. runaway 06.02.02 07:27

    um nicht missverstanden zu werden, zum letzteren: "Verschwörungtheorien" sind diesbezüglich unsinnig....OBL, Saddam, Gaddafi und wie sie alle heissen mögen sind Tatsachen....Leute wie sie gab's im Nahen Osten noch lange bevor es die USA gab...Wer denkt, Terror und Gewaltherrschaft ist eine Erfindung des 20. Jhrdt., der irrt....Geschichtlich untermauern lässt sich die Tatsache, dass die erste organisierte Terrororganisation im Nahen Osten entstand, sogar noch bevor es den Islam gab....Es kommt nicht von ungefäHR, dass der Nahe Osten wirtschaftlich, technologisch und politisch teilweise noch nicht mal im Mittelalter angekommen ist...Die religiös-geistige Elite stemmt sich nach wie vor gegen Frauenrechte, technologischen Fortschritt, wissenschaftliche Unterrichtung in Schulen, kritische Tageszeitungen usw. Es gibt aber auch Geschäftsleute (ausserhalb), die an dieser Misere durch Waffenverkäufe, auch chem. Massenvernichtungswaffen, ihre Finger bunt verdient haben und verdienen...

    Antworten Melden
    (4.2/5)   3 Votes
  14. sky... 06.02.02 07:40

    Dein letzter Satz hat mich irritiert, ja erschreckt. Eigentlich nimmt man solche Zustände bei all den Missverhältnissen an, doch kann man das weltpolitische Wirken so krass reduzieren?

    Vielleicht wirklich, wenn man Politik vielleicht etwas Handlungsvermögen einräumt, aber gibt es dazu Literatur?Abgesehen von wilden Spekulationen?

    Was meint ihr dazu?

    Carsten

    Antworten Melden
    (4.3/5)   6 Votes
  15. Vol... 06.02.02 18:48

    Nach einer kurzen Suche im Internet solltest du fündig werden. Meine Empfehlung wäre z.B. Amnesty International zum Thema Waffenexport und Menschenrechte.
    Literatur? Ich persönlich mag Noam Chomsky ganz gern. Aber auch "Blowback, the cost and consequences of the american empire" gibt interessante Einblicke in Usamerikanische Interessen. Für mehr Tips schreib einfach mal an volkmar13@gmx.de

    Antworten Melden
    (4.4/5)   3 Votes
  16. runaway 06.02.02 22:13

    eigentlich dachte ich den -zugegeben- sehr irritierenden letzten Satz abgemildert zu haben...so strikt war diese These nicht zu verstehen. Dennoch ich versuch's zu erläutern: Es gibt sehr viele internationale Veträge, die Völkern und Menschen sehr viele Rechte gewähren, beginnend von der UN-Charta bis was-weiss-ich-was... Unterschrieben wurden sie von fast allen Staaten. Das Problem ist - und es ist ein gewaltiges Problem - es gibt keine international vebindliche Abkommen zur Regulierung oder Reduzierung von Waffenexporten. Mit Ölmilliarden konnte sich der Irak Anlagen zur Herstellung von chemischen Waffen "kaufen". Dass er sie hat ist ausser Zweifel. Er hat sie bereits im Norden gegen die zivile kurdische und turkmenische Bevölkerung eingesetzt. Darauf wollte ich im Grunde hinaus. Dass zuvor der Irak seitens der USA gegen den Iran, zwar nur mit konventionellen Waffen, stark gemacht wurde, braucht man in keinem bestimmten Buch zu lesen. Ein gewöhnliches Memoirenbuch von Henry Kissinger oder anderen Diplomaten reicht sogar auch aus. Auch muss man nicht sonderlich viel über russische Waffenlieferungen in Afghanistan - damit die primitiven Warlords sich kräftig gegenseitig abschiessen -während der 90er wissen. Da reicht auch die Verfolgung der Tagespresse. So wild sind Spekulationen nicht.
    Handlungsvermögen braucht immer Ermächtigungsgrundlagen und die kann diesbezüglich nur aus abgeschlossenen Verträgen haben. Wo aber sind solche Verträge bzw. Vorsätze?

    Antworten Melden
    (4.5/5)   4 Votes
  17. kayak 06.02.02 23:17

    Nein, sollten und dürfen sie nicht.
    Eine Weltpolizei ist ja eine hübsche Idee. Aber sollten sich die Amerikaner nicht endlich mal gemeinsam mit anderen Nationen an einen Tisch setzen und brav die Füsse STILL halten ?- Ich denke schon.

    Kein wunder, dass sich der gesamte Hass terroristischer Vereinigungen auf die USA fokussiert. Weil sie es einfach nicht abwarten können einen Präventivkrieg zu führen.
    Eine friedliche Koexistenz hat in den ´70ern auch funktioniert. Irgendwann ist der Ofen halt aus; füHR ein Land das ganz offensichtlich Abhängig von Abendländern ist.

    Wer schneller zieht ist nicht immer der bessere !

    Abwarten statt Abschiessen !

    Antworten Melden
    (4.2/5)   6 Votes
  18. Anonym 09.02.02 11:10

    Wir führen eine reichlich theoretische Diskussion - Amerika wird den Irak angreifen, und es wird ein Einsatz sein, der ganz zu Lasten des irakischen Volkes geht. Irakische Oppositionelle werden die Hauptlast tragen, Amerikanische Bomben werden Bagdad quälen, und Saddam wird sich freuen, dass er mal wieder so richtig Propaganda machen kann. Dann werden die USA merken, dass Irak nicht Afghanistan ist (Die Oppositionellen dürften gegen die irakische Armee kaum eine Chance haben) und selbst einmaschieren.
    Ich gebe zu, das ist ein worst case scenario, aber ein ziemlich wahrscheinliches. Ein bisschen Mitschuld tragen die Europäer auch an der aktuellen weltpolitischen Situation, indem sie die goldene Gelegenheit der Atempause in den Neunzigern nicht zu
    energischer Vereinigungspolitik genutzt haben. Ein geeintes Europa hätte in der Welt einen ganz anderen Einfluss und
    könnte von Amerika nicht in der gleichen Weise übergangen werden, wie das sich balgende Rudel...

    Antworten Melden
    (4.2/5)   7 Votes
  19. Lan... 09.02.02 16:30

    Den kalten Krieg, Vietnam und Afghanistan in den 70igern nennt man also friedliche Koexistenz?

    Antworten Melden
    (4.1/5)   3 Votes

Disclaimer: Erfahrungsberichte und andere Nutzerbeiträge sind subjektive Erfahrungen einzelner Personen und spiegeln nicht die Meinung der squeaker.net-Redaktion wieder. Beitrag melden.      

  • »Ehrliche, kontrollierte und anonyme Erfahrungsberichte auf squeaker.net sind eine wichtige und sinnvolle Hilfe im Bewerbungsprozess bzw. bei der Auswahl interessanter Arbeitgeber.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net’s eigener, authentischer Stil, hohe Qualität des Netzwerkes und die Infos sind das Beste.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »Man sollte sich ein genaues Bild von jeder Firma machen bevor man sich bewirbt. Deshalb habe ich mich auf www.squeaker.net angemeldet.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net hat mir bei meinem Bewerbungsprozess sehr geholfen, das Insider-Wissen zu den Interviews und Unternehmen ist Gold wert!«

    Aly Zaazoua, Squeaker und angehender Praktikant bei Siemens Management Consulting
  • »Unabhängige Bewertungen und Erfahrungsberichte wie auf squeaker.net sind unbezahlbar.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen