Betrug bei MCI World COm

Anonym 27.06.02 12:26

Vorgestern ist der große Betrug bei MCI World Com bekannt geworden. Was haltet aus Sicht der "kleinen" Investoren davon? Könnte in Deutschland so etwas auch passieren? Zu denken sei z.B. an die flasche Bilanzierung der Immobilien der DT. Was sollten wir aus Enron und MCI World Com lernen?

  1. Che... 27.06.02 15:16

    nun, ob das in Deutschland auch passieren koennte, hat sich doch schon haeufig gezeigt. Gerade am neuen Markt sind doch einige Unternehmen mit falschen Bilanzen aufgefallen, zB Phenomedia, EM.TV usw. - ein rein amerikanisches Phaenomen ist das also nicht.

    Und wir lernen daraus, dass am Ende wieder nur der kleine Mitarbeiter bzw. Anleger der Gelackmeierte ist...

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  2. dos... 27.06.02 15:25

    Bei derartigen betrügereien wird gleich immer der neue Markt abgestraft. Das es genügend "Luftbucher" auch im geregelten Markt gibt wird allzuoft vergessen und vernachlässigt. Ich bin selber bei einem Unternehmen am neuen Markt beschäftigt und sehe jeden Tag das der Aktienkurs unsere Gesellschaft immer weiter einbricht sobald es eine neue Gewinnwarnung gibt oder ein Skandal aufgedeckt wird, obwohl unser Unternehmen noch über ausreichen Bargeld (ca. 130 Mio. Euro) verfügt und bisher nicht in Skandale verwickelt war.

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  3. runaway 27.06.02 15:31

    Betrug ist ein - alltäglicher - Allerweltsdelikt. Er passiert überall+zu jeder Zeit. Wie will man sich dagegen schützen? Wenn er auffliegt kann man ihn sanktionieren, mehr auch nicht - leider nicht. Der kleine Investor ist mehr oder weniger machtlos in solcher Lage, da er/sie ja "durch Vorspiegelung unwahrer Tatsachen" getäuscht wird.

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  4. futurefunds 28.06.02 02:16

    also das ganze hat ja schon eine "ethische"-komponente in bezug auf das management... das dürfte eh undiskutabel (weil klar) sein, dass es betrug ist. betrug ist nun mal immer unethisch und diese art von vorfällen sind nicht an irgendwelche kulturkreise oder länder gebunden. ich glaube auch dass sowas in deutschland sehr gut möglich ist.
    eine interessante Frage ist, wie weit ist dieses verhalten vom management fremd verschuldet? (druck der shareholder, sind wir somit nicht alle indirekt an sowas schuld?) welchen einfluß haben die bilanzierungsregeln (us-gaap vs. hgb))? den wirtschaftsprüfern (andersen) kann man meiner meinung nach nicht unbedingt vorwürfe machen, wenn jemand berügen will schafft er das auch 100%ig und nur duch zufall dürfte sowas auffliegen. sicherlich gab es in deutschland schon ähnliche vorfälle die eben nur nicht aufgefolgen sind.

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  5. Anonym 28.06.02 14:06

    also das management hat seine bonis aufgrund von bilanzkennzahlen ausgezahlt bekommen...

    ich denke der neue markt und mci world com sind eine andere dimension. an diesem Unternehmen hängen sehr viele arbeitsplätze...vergleichbar mit der deutschen Telekom (by the way...bei uns laufen wetten, wann sie insolvenz anmelden...wer mit wetten möchte ;-)))

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  6. meydo 08.07.02 19:03

    wette gerne mit. wäre die Telekom nicht unsere "volksaktie" wäre sie mittlerweile wohl auch nur noch ein penny-stock!!!!

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  7. Sunny23 08.07.02 20:18

    da stimm ich dir zu.... ;)

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  8. Glo... 09.07.02 10:59

    Interessante Frage die Du hier in dern Raum stellst - btw bin ich vollkommen bei Run, der richtig bemerkt, das Betrug nunmal täglich überall auf der Welt vorkommt. Ich denke, daß der Druck in den Staaten immens von Seiten der Shareholder ausgeübt wird und somit das ein oder andere Unternehmen geradezu verleitet wird, sich mit falschen Zahlen zu präsentieren. Den Einfluß der WP´s sollten hier wirklich mal diskutieren, denn das kann es doch nun wirklich sein, was KMPG, PwC & Co. dort abliefern, oder? Die USA überlegt gerade eine Instanz zwischen sec zu etablieren, Namens "Public Accountability Board" (right?), die sich nochmal die Arbeit der WP´s genauer anschaut - find die Idee gar nicht so schlecht - let´s see, wie sich es in die Praxis umsetzen läßt.

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