"Die deutsch-französische Freundschaft im Dienste einer gemeinsamen Verantwortung für Europa"

Anonym 22.01.03 14:32

So schlecht die Wirtschaftspolitik von Gerhard auch sein mag, zumindest hat er das Verhaeltnis zum franzoesischen Staatsoberhaupt ueberraschen gut umkehren koennen in den letzten Monaten.

Ob es um die Entscheidung in der Irak-Frage oder aber auch um die Agrarpolitik Europas geht, beide Staatsoberhaeupter scheinen sich zur Zeit ziemlich einig.

Ich hoffe dass das so weiter geht, vieleicht koennen so ein paar Meilensteine Europas vorangebracht werden.

Was haltet ihr eigentlich von einer europaeischen Verfassung und evtl. sogar einer europaeischen Staatangehoerigkeit so wie es Giscard d’Estaing vorgeschlagen hat?

  1. dos... 22.01.03 16:44

    Eine Europäische Verfassung, sowie einer europäischen Staatsbürgerschaft würde ich begrüssen. Es ist nach vielen Jahren als Wirtschaftsgemeinschaft, bzw. als politische Union mit nunmehr grösstenteils gemeinsamer Währung ein weiterer Schritt zu einem Gebilde das soetwas wie die vereinigten Staaten von Euopa sind- allerdings schwebt mir da kein abklatsche der USA vor.

    Weiterhin bin der Meinung, das es zunächst eine Art 'Doppelstaatsbürgerschaft' geben sollte um auch die Europa Skeptiker abzuholen. Zum Beispiel: In Deustchland würde die Deutsche Staatsbürgerschaft weiterhin gelten und zusätzlich käme die Europäische Staatsbürgerschaft hinzu, beide würden dann gleichbedeutend sein.
    Soähnlich wie es auch schon bei der Euro Einführung funktioniert hat.

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  2. Anonym 22.01.03 18:07

    Was die "doppelte" Staatsbuergerschaft angeht, bin ich ganz bei Dir. Das ganze sollte auf freiwilliger Basis von statten gehen. Wer einen Europa-Pass haben moechte, soll den auch bekommen, wer nicht dabei sein will, hat Pech gehabt. Bei den europaeischen Nummernschildern ist es ja aehnlich.

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  3. dos... 22.01.03 18:21

    Ein deratiges Vorhaben kann nur freiwillig funktionieren. Schließlich sind auch nicht alle EU-Staaten im Euro Verbund, was ich persönlich sehr bedauere. Denke aber das in absehbarer Zeit auch die anderen Staaten der Euro Zone beitreten werden.

    So kann es auch mit einer Europäischne Verfassung oder Staatsbürgerschaft laufen. Stellt sich aber die Frage wer Entscheidet, die Bürger des jeweiligen Landes in einem Volksbegehren oder wird die Entscheidung den Parlamenten vorbehalten sein? Dazu habe ich allerdings bisher keine Meinung was besser wäre.

    squeaker wo seht ihr die Entscheidungsbefugnis der EU-Staaten zu solch wichtigen Entscheidungen?

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  4. dro... 22.01.03 18:50

    trotz vieler Spekulationen und einer gehörigen Menge Emotionalität in der gesamten Diskussion glaube bin ich mir fast sicher, dass die Finalität der Europäischen Union in einer Europäischen Verfassung enden wird und muss. Nach Weidenfeld und Janning vom Centrum für angewandte Politikforschung in München sind bereits 75% aller notwendigen Regelungen einer Europäischen Verfassung geschaffen. Erforderlich wäre sicherlich ein integriertes Gesamtregelungswerk anstatt vieler konkurrierender Verträge und Abkommen.

    Dies ist ja auch eines der Ziele des Verfassungskonvents. Viel detallierter will und kann ich mich zum Thema gar nicht äussern. Ich denke, eine Europäische Verfassung kommt in nicht allzu ferner Zeit. Inwiefern das eine Europäische Staatsbürgerschaft zur Folge haben sollte oder muss vermag ich nicht zu sagen. Spannend sind diese Vorgänge allemal. Wie stellt ihr euch die Finalität der Eu, sowohl politisch, wirtschaftlich als auch geografisch vor?

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  5. dos... 22.01.03 19:27

    Wie könnte die EU als 'Staat' aussehen, eine interessante Frage.

    Ich stelle mir ein EU-Präsidenten fest, der ähnlich wie der Bundespräsident als Repräsentant des Staates fungiert und wenig pol. Machtbefugnis hat.

    Als zweite ebene sehe ich das Europa-Parlament als bindende Legislative für jedes EU Land, zumindest was die Gesetze für Aussen,- Verteidungs/Sicherheits- und Innenpolitik, sowie die Justizgestzgebung anbeklangt. Aber auch Steuergesetze, Bildung, Verbraucherschutz sowie Umweltschutz sollten für alle EU-Länder bindend sein.

    Als letzte Instanz sehe ich die Parlamente der EU-Länder, bsp. Deutscher Bundestag, die verantwortlich für regionale Belange / Gesetze und Verordnungen sind.

    Die letzte Instanz wären demnach die Regionalen Parlamente, bsp. Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland, diesen käme am wenigsten Macht zu. Sollten aber aufgrund regionaler Unterschiede in den Mitgliedstaaten nicht vernachlässigt werden oder gar abgeschafft werden.

    Der EU-Präsident wirdvom Volk direkt gewählt, ebenso wie das die Zusammensetzung des Europa-Parlament.
    Es besteht die Möglichkeit von Volksbegehren im gesamten Gebiet der EU und in den EU-Mitgliedstaaten, wenn der Erforderliche Prozentsatz an der Gesamtbevölkerung vorhanden ist.

    Für einen einblick in die Grundzüge sollte das geschilderte Szenario ausreichend sein.

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  6. Suesse 24.01.03 11:15

    dosie, ich muss leider widersprechen: Auf freiwilliger Basis eine EU-Staatsbürgerschaft einführen geht m.E. nicht. Mit einer Verfassung (im technischen Sinne) existiert dann auch ein europäischer Staat, der notwendig eine Regelung seiner Staatsbürgerschaft treffen muss. Alle jetzigen Mitgliedsstaaten, die zu wie auch immer gearteten Gliedern des neuen Europastaats werden, müssen demnach die EU-Staatsbürgerschaft "schlucken". Nebenbei können sie ja ihre eigene behalten (z.B. bei den dt. Bundesländer ebenso).

    Ob Referendum, Parlamentsbeschluss, etc. ist ganz einfach eine Frage der jeweiligen Verfassung der einzelnen Mitgliedsstaaten. Die Frage, was besser wäre, stellt sich also gar nicht erst, da sowieso nichts daran zu rütteln ist.

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  7. surfer77 24.01.03 12:06

    Nicht nur die Wirtschaftspolitik ist schlecht, die ganze Truppe um Ihn herum ist jawohl...

    Deutsch-franzoesische Freundschaft hin oder her! Was ist mit der deutsch-amerikanischen Freundschaft? Bis das wieder aufgebaut ist, wird es Jahre brauchen!

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  8. dos... 24.01.03 12:52

    Also so schlimm lediert finde ich das Verhältnis zwischen Deustchland und der USA nicht lediert. Deustchland ist nicht mehr das duckmäuserische Land, welches nach dem verlorenen 2.Weltkrieg existierte.

    Ich finde das was sich zur Zeit die USA herausnehmen einfach nur peilich. Welches alte Europa existierte wohl vorher, das Außenminister Powel zu einem daratigen Entschluss kommt.
    Den Eindruck, den ich gewonnen habe ist nicht die Tatsache Saddam Hussein, sondern die Tatsache das der Irak über viel Erdöl verfügt, den die USA in ihrer verschwenderischenweise benötigen.
    Und einen Krieg für Öl sollte grundsätzlich nicht unterstützt werden.

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  9. dro... 24.01.03 19:39

    ....auch ich halte die Aüßerungen seitens diverser amerikanischer Politiker für nicht gerade feinfühlig, um es mal wohlwollend auszudrücken.

    Dennoch denke ich, dass "wir Europäer" nicht viel mehr als ein Recht auf kurze Empörung haben. Letzlich ist (Außen-)politik auch ein Spiegel der Realitäten. Und wenn die Weltmacht USA es für gegeben hält, mit ihrem "Backing" Bündnispartner, ob nun gerechtfertigt oder nicht, zu kritisieren ist das nichts anderes als ein Schachzug in ihrem Kalkül. Da mag man sich beschweren oder nicht, vielleicht ist der Tonfall herablassend (obwohl er sehr wohl eine Intention beinhaltet und keinesfalls einen "Ausrutscher" darstellt).

    Aber eine wirkliche Änderung oder aber Verhinderung ähnlicher Situationen in Zukunft können wir doch nur mit eigener Stärke provozieren bzw. herbeiführen. Solange Europa ein auf halbem Wege steckengebliebenes politisches Konstrukt ist, dass man vor allem in der Außenpolitik ohne Mühe aushebeln kann (Beispiel: Ausspielen der Mitgliedsstaaten gegeneinander) dürfen wir uns über weltpolitische Unbedeutsamkeit nicht wundern.

    Und nichts anderes spiegelt doch die Reaktion aus Amerika wider. Klar, ein Aufrütteln, auch ein wenig Verzweiflung bezüglich der geringer werdenden Chancen auf einen durch die UN moralisch legitimierten schnellen Kriegsbeginn. Aber der Kern ist, dass man es mit den europäischen Einzelstaaten eben so halten kann, "es wird sich ja wieder einrenken" mit der Zeit.

    Meine Aufforderung ist also, endlich ein verbindliches Bild bezüglich der zukünftigen Politischen Union und einer funktionsfähigen GASP aufzuzeigen und daraufhin zu arbeiten. Dann werden wir in Zukunft auch in der Weltpolitik "spielen dürfen als auch müssen".

    Eine kleine Anmerkung noch zum Thema Ölkrieg. Der Leitartikel der aktuellen Ausgabe der Zeit trägt den Titel "Die Mär vom Ölkrieg" und stellt meiner Meinung nach plausibel dar, warum es (zumindest dieses mal) eben NICHT primär um eine Rohstoffkrieg seitens der USA geht. Soviel zur Verteidigung der eben so gescholtenen Amerikaner. Ich denke, man kann seine eigene Meinung bezüglich eines Angriffs auf den Irak haben, aber das "ÖLkriegs"-Argument vorne anzustellen ist in meinen Augen bei dem Hintergrund fast schon respektlos.

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  10. dos... 25.01.03 12:44

    Hi Nils,

    ich kann dir da nicht ganz folgen, meiner Meinung nach trifft es den "Ölkrieg' auf den Punkt. Ich hab's schonmal in einer anderen Diskussion erwähnt, zur Erinnerung die Argumente an dene ich einen Ölkrieg festmache.

    Indien/Parkistan ernennen sich zu Atomächten, keine Reaktion seitens der USA.
    Nordkorea tritt aus dem Atomwaffen Sperrvertrag aus, zunächst keine Reaktion - nun aber die Zusage das die USA Nordkorea Öl liefern wird.
    Israel und die aturonomen Gebiete Palästina zerfleischen sich seit Jahren. Es wurde bisher keine Initiative im Sicherheistrat gestartet um wenigstens Blauhelme dort hinzubekommen.Damit endlich mal Verhandlungen möglih sind, ohne das es zu Blut vergießen kommt.
    All diese Beispiele zeigen, das in den genannten Ländern kein Öl gibt. Hier halten sich die USA vornehm zurück.

    Ichmuss dir aber Recht geben was die EU anbelangt. Die EU sollte spätestens jetzt in Fragen der Außenpolitik mit einer Stimme sprechen - die dann auch für alle Mitgliedstaaten bindend ist.

    Gruss
    Peter

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  11. dro... 25.01.03 13:30

    moin peter,

    deine Argumentation klingt logisch. Aber ich halte sie nicht für die einzig mögliche. Interessanterweise wird der britische Schriftsteller John Le Carre in folgender Weise zitiert "Wie es Bush und seiner Junta gelungen ist, von Bin Laden auf Saddam Hussein abzulenken, ist der größte PR-Trick der Geschichte".

    Dieses Zitat beinhaltet einige Argumente für deine Position. Dass es lediglich darum geht, Vorwände für einen Irakangriff zu suchen, wobei das Ölargument das eigentliche im amerikanischen kalkül ist.

    Das würde auch mit deinen Aufzählungen anderer Länder konform gehen, die eben nicht ins Visier militärischer Aktionen kommen, obwohl sie nicht weniger "gefährlich" bezüglich des Waffenarguments sind.

    Aber ich denke, eine Argumentation darauf aufzubauen ist "zu dünn". NATÜRLICH messen die USA mit zweierlei Maß. Keine Frage, dass man mit Nordkorea "eigentlich" keine Verhandlungslösung anstreben dürfte, wenn man denn konsequent nach dem Bedrohungsszenario geht.

    DAs erste Argument gegen eine solche Sichtweise ist, dass auch die USA, sei sie noch so mächtig, sich keine zwei parallele Kriege dieser Dimension leisten kann. War man erstmal auf den Irak eingeschwenkt und kamen die Neuigkeiten aus Nordkorea, war man sozusagen in einer "Sackgasse". Ein kleiner Zusatz ist hier, dass man seitens der USA ganz offensichtlich Verhandlungen mit eben diesen Ländern mehr ERfolgschancen zuspricht als eben solchen mit dem Irak.

    Nun aber zu den eher strategischen Argumenten gegen einen Ölkrieg. Erstens haben die PLanungen für eine Irakinvasion schon parallel zu den Afganistan-Plänen knapp eine Woche nach den Anschlägen vom 11.September begonnen. Sicher möglich, aber doch abstrus, den Amerikanern zu dieser Zeit primär rohstoffstrategische Beweggründe zu unterstellen. Darüberhinaus gibt es diverse Szenarien bezüglich der Kriegsdauer und volkswirtschaftlichen Kosten und Folgen. Nur die wirklich sehr optimistischen gehen davon aus, dass der Kriegsfall mittelfristig den Ölpreis senken wird, ganz im Gegenteil. Wenn die USA also Iraks Ölausfuhr jetzt schon kontrollieren, Lizenzen beeinflussen und eine Fülle von Erfahrungen mit dem Umgang autokratischer Herrscher haben, WARUM sollten sie Saddam stürzen wollen, um langfristig Zugang zu Ölquellen zu bekommen, den sie auch jetzt schon haben und mehr oder weniger konkret beeinflussen.

    ich sage ja nicht, dass das Ölargument keine Rolle spielt, sicher tut es das. Allerdings denke ich, dass man den Amerikanern massiv Unrecht tut, es bei all den derzeit ablaufenden Vorgängen in den Vordergrund zu stellen.

    Meiner Meinung repräsentiert das "Ins Visier nehmen" des Iraks neben mannigfaltigen anderen Faktoren vor allem die Einsicht, dass die bisherige amerikanische Nah-Ost-Politik nicht nur veraltet, sondern auch erfolglos ist und nun ein Umdenken passiert. Dies alles ist natürlich eingebettet in das "große Ziel" der Terrorbekämpfung.

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  12. Suesse 24.01.03 16:32

    Lädierte dt.-amerikanische Freundschaft: Ich muss dosie zustimmen, was sich die USA derzeit herausnehmen, ist freundlich gesagt überheblich. Zu einer Freundschaft gehören aber beiderseitiges Entgegenkommen und Kooperation... die gerade - wenn überhaupt - nur von dt. Seite sichtbar sind.

    Unabhängig davon hat diese Frage ebensowenig wie deine völlig unsachliche und emotionale Pauschalkritik an der Bundesregierung irgendetwas mit dem Thema dieses Forums hier zu tun...

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  13. surfer77 24.01.03 18:17

    Leider ist es moeglich diese Bundesregierung pauschal zu kritisieren, was traurig genug ist! Das ich da auch emotonial reagiere ist jawohl verstaendlich, schliesslich geht es auch um meine Zukunft. Und der Wahlbetrug der stattgefunden hat treibt einen nun wirklich zur Weissglut!

    Eine sachliche Kritik an der USA Politik habe ich nichts entgegenzusetzen, ganz im Gegenteil. Die Arroganz mit der mache Herrschaften ans Tagelsicht treten ist schon bedenklich...

    Aber es ist jawohl kaum zu beschreiten, dass gewisse Herren rein aus Wahlkampftaktischen Gruenden diese Irakpolitik in Deutschland betreiben! Das hat leider nichts damit zu tun aus dem Schatten von diversen ehemaligen Siegermaechten zu treten. Aber es scheint ja zu wirken...

    Ach ja "Suesse" wenn du fragst was meine Kritik an der Bundesregierung hier zu suchen hat, dann lese dir doch mal den urspruenglichen Beitrag von luoar an der auch die Wirtschaftspolitik unseres Herrn Bundeskanzler Schroeders kritisiert hat...



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  14. dos... 25.01.03 16:17

    Es ist mir unverständlich, wie immer wieder, egal bei welchem Thema, der noch zuklärende Wahlbetrug und durch grundsätzliches schlecht reden der amtierenden Bundesregierung negative Stimmung verbreitet wird.
    Ich denke es liegt an dem deutschen Gemüt lieber zujammern als zukunftsweisende Strategien zuverbreiten.

    Ich habe bsp. rot/grün gewählt um einen Ölkrieg zuverhindern. Die Argumentation warum ich der Meinung bin, das es ein reiner Ölkrieg ist kannst du etwas weiter oben lesen.
    Daher finde ich es nur korrekt, das Bundeskanzler Schröder mit allen diplomatischen Mitteln versucht einen Krieg zuverhindern - nämlich dies hat er vor der Bundestagswahl angekündigt.

    Das die jenigen Staaten, die einen Krieg seitens der USA gegen den Irak ablehnen zunimmt sollte in dieser Diskussion nicht vergessen werden.
    Streitbar ist sicherlich der Weg, ob es klug war ein generelles 'nein' vor dem Bericht der UN-Waffeninspektoren auszusprechen bezweifele ich nun doch. Erinnert mich an die Peacement Politik Churchchills zu Zeiten Adolf Hitlers. Vieleicht hätte damals Hitler Macht eingedämmt werden können, wenn seitens der Nationalversammlung eher Einigkeit über die Gefährlichkeit Hitlers bestanden hätte.

    Den Schulterschluss mit Frankreich finde ich sogar sehr gut, da sich immer wieder in der Europäischen Nachkriegsgeschichte gezeigt hat das Frankreich und Deutschland den Europäischen Gedanken weitervorangetrieben haben. Auch wenn Frankreich immer mal wieder den Fortschritt Europas durch zuviele nationale Gedanken ausgebremst hat.

    Ich denke, das die USA weiterhin die beleidigte Leberwurst spielen, nur weil das ehemalige Nazi-Deutschland seinen eigenen Willen/Einstellungen vertritt und die USA nicht mehr als Schutztruppe benötigt.

    Nur mal für Dich zum Nachdenken:
    Verstehst dur Freundschaft so das einer befiehlt und der Rest der Freunde sind gezwungen zufolgen?

    Wenn die Antwort nun 'nein' lautet, findest du das Verhalten wie die USA sich gegenüber Deutschland (Frankreich) verhalten ok? Vorallendingen den bezug zu das alten Europa, was damit Aussenmininister Powell wohl gemeint haben mag, wird wohl immer ein Rätsel bleiben.

    Ach übrigens, Luoar hat als Einleitung den die schlechte Wirtschaftspolitik angeführt um dann positiv hervorzuheben, das sich das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland verbessert hat. Und nicht das Thema 'Wirtschaftspolitik von Gerhard Schröder'
    In diesem Falle kann ich Suesse nur zustimmen, was hat dein grundsätzliches gemotze mit diesem Thread zurun?

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  15. Suesse 27.01.03 12:50

    Lieber "surfer77", wie sich an luoars Formulierung "...sein mag" erkennen läßt, hat er nicht seine eigene Kritik wiedergegeben, sondern allgemein auf diese Diskussion angespielt. Wie dir vielleicht aufgefallen sein dürfte, geht er inhaltlich auch nicht weiter darauf ein.

    Dass die Haltung der Bundesregierung zum Irakkrieg rein wahlkampftaktisch sei, ist, mit Verlaub, reine Spekulation deinerseits, die sich mit nichts belegen läßt.

    Leider ist pauschale und emotionale Kritik in der Tat möglich, aber zu einer konstruktiven Diskussion wird sie niemals führen. Falls das denn überhaupt in deinem Interesse liegt...

    Im übrigen kann ich dosie nur zustimmen.

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  16. surfer77 27.01.03 13:43

    "Suesse"
    Ob nun eigene Kritik wiedergegeben wurde oder nicht, wurde wie du richtig erkannt hast auf diese Diskussion angespielt, was ich aufgegriffen habe...

    Ob man es Spekulation oder Mitdenken nennt sei dahergestellt. Es laesst sich aber auch nicht wiederlegen. Schliesslich wird auch in diesem Forum ueber die wahren Hintergruende der lauernden Gefahr spekuliert!!!

    Auslegungen verschiedenster Art gehoeren nunmal in eine sachliche Diskussion.

    Auch habe nicht ich von einer emotionalen Kritik gesprochen, sondern von einer moeglichen Pauschalisierung.

    Des weiteren haben andere Parteien niemals von einem generellen "ja" bzgl. dieses Themas gesprochen. Deshalb ueberzeugt mich dies nicht als ausschlaggebendes Wahlargument. In einigen Punkten kann ich Dosie auch zustimmen. Es ging aber nicht darum generell der USA zu folgen, sondern die Art und Weise wie ein generelles "nein" ausgesprochen wurde (ich halte das nun mal extra sehr neutral). Dies hat meiner Meinung nach zu den aufgetretenen Unruhen gefuehrt, die ich fuer sehr bedenklich halte.

    Um der ganzen Sache mal ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen, ich glaube das alle hoffen das es nicht zu einer Eskalation mit tausenden Opfern kommt, bei der die Verantwortlichen sicherlich nicht die am meisten leidtragenden sind.

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  17. Suesse 28.01.03 12:42

    Falls dir das aufgefallen ist, ging es in diesem Forum um die Rolle von D & F in der Zukunft der EU, bis du mit Kriegsgeschwätz anfingst. Und im Unterschied zu dem was du sagst, haben die anderen ihre "Spekulationen" ausführlich begründet. Aber egal - wie wäre es denn, wenn du einfach ein eigenes Forum für deine Diskussion über D und USA und den Irakkrieg aufmachst, anstatt dieses hier zu sprengen?

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  18. surfer77 30.01.03 18:51

    Jetzt werde wir aber nachlaessig! Nicht ich habe mit "kriegsgeschwaetz" begonnen, wie du so reizend formuliert hast meine Suesse (na wer wird denn nun emotional?).
    Dieses Thema hat Dosie das erste mal aufgegriffen in dem er die Erdoelreserven des Iraks angesprochen hat. In einem stimme ich dir aber zu, wir sollten diese doch fruchtlose Arbeit hier unterlassen und uns wieder den angenehmen Diskussionen in den Foren widmen.

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