Elektronischer Gesundheitspass soll Milliarden sparen

dos... 07.01.03 15:32

Hallo squeaker,

was haltet ihr von dem Vorhaben der Bundesregierung?

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Ein freiwilliger elektronischer Gesundheitspass soll Kernstück der von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) noch für dieses Jahr geplanten Gesundheitsreform werden. Dies erfuhr das 'Handelsblatt' aus Koalitionskreisen. Mit dieser Weiterentwicklung der heutigen Chip-Karte, auf der in Zukunft auch Behandlungs- und Diagnosedaten gespeichert werden sollen, will die Ministerin Doppeluntersuchungen und Fehlbehandlungen verhindern. Der Branchenverband bitkom hatte die Einführung mehrfach nachdrücklcih von der Regeirung gefordert.

Die neue "Smart-Card" soll mit dem so genannten "Hausarztmodell" verknüpft werden. Danach erhalten Versicherte, die freiwillig nur nach Konsultation des Hausarztes einen Facharzt aufsuchen, einen Beitragsbonus. Dadurch soll das "Doctor- Hopping", der Besuch mehrerer Ärzte wegen einer Krankheit, eingedämmt werden. Nach Untersuchungen der Bundesregierung verursachen Unter- und Fehlversorgung rund 20 Prozent aller Kassenausgaben.

Außerdem will Schmidt bislang verbotene Fusionen zwischen Kassen verschiedener Kassenart, etwa zwischen Betriebs- und Ersatzkassen erlauben. In der Koalition wird erwartet, dass Schmidt ihre Pläne noch diese Woche der SPD-Fraktion vortragen wird. Insgesamt will sie rund acht Milliarden Euro einsparen, um den zum 1. Januar auf 14,3 % gestiegenen Durchschnittsbeitrag zu stabilisieren. (as)
[ Dienstag, 07.01.2003, 07:30 }

Quelle: http://www.de.internet.com

  1. dos... 07.01.03 15:40

    Meiner Meinung macht dieses Vorhaben Sinn.
    Denn nur wenn jeder Artzt schnellen zugriff auf die Erkrankungen seiner Patienten hat kann gezielt und effizient dem Patienten geholfen werden ohne das doppel Untersuchungen durchgeführt werden müssen.

    Das Hausarztmodell scheint mir zwar ganz plausibel, jedoch ist bsp. mein Hausarzt ein Facharzt für innere Medizin. Würde an dieser Stelle der Beitragsbonus entfallen? Ich denke nein, jedoch geht dies imho aus diesem Artikel nicht klar hervor.

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  2. Hen... 07.01.03 18:19

    Gegen die Smart Card ist m E wenig einzuwenden, wenn Ethik und Sicherheit (Missbrauch? Verlust?) stimmen. Dann bräuchte ich zum Beispiel auch nicht mehr diese bescheuerte Bonusheft für Zahnarztbesuche... plus Vorteil für die Infrastruktur einer Internetapotheke :)

    Dr-Hopping kann im Einzelfall durchaus Sinn machen, da Ärzte auch nicht allwissend sind - und manchmal sogar ziemlich beschränkt, was ihr Beharren auf einer Diagnose angeht. Oder andersrum: Schulmedizin erfasst auch nur einen - wichtigen - Ausschnitt aus einer Krankheit.


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  3. Hen... 07.01.03 18:32

    noch ein Gedanke: Wenn man die Daten über Behandlung mit spezifuischen biologischen Gegebenheiten des Patienten oder Krankheit, Behandlung und Ort verknüpft dann dürfte einiges an Interessantem - teilweise auch unerwünschtem - nach oben kommen. Jedenfalls werden so Effizienz und Effekektivitätsvergleiche möglich. Sehr zu begrüßen!

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