Konflikt-Entschärfung möglich?

runaway 18.06.02 23:32

Naher Osten

19 Tote und 47 Verletzte bei schwerstem Anschlag seit Beginn der Intifada


Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus in Jerusalem sind am Dienstagmorgen mindestens 18 Israelis und der palästinensische Attentäter ums Leben gekommen.

Wie die Polizei weiterhin berichtete, gab es mindestens 47 Verletzte. Fünf Fahrgäste des Busses befänden sich in kritischem Zustand. Unter den Opfern sind viele Schüler und Studenten. Zu dem Anschlag bekannten sich drei palästinensische Extremistengruppen. Der israelische Rundfunk berichtete jedoch unter Berufung auf palästinensische Sicherheitskreise, bei dem Attentäter handele es sich um ein Mitglied der Hamas-Organisation aus Nablus im Westjordanland.

Es war der schwerste Terroranschlag auf einen Bus seit Beginn des blutigen Konflikts vor 21 Monaten. Die Palästinensische Autonomiebehörde verurteilte den neuen Anschlag. Informationsminister Jassir Abed Rabbo sagte in Ramallah, die Tat diene lediglich „den aggressiven Plänen von Israels Ministerpräsident Ariel Scharon“. Der palästinensische Kommunalminister Sajeb Erekat verurteilte die Tat, meinte jedoch, die Palästinenserführung sei dafür nicht verantwortlich zu machen, weil Israel die Sicherheitsstrukturen der Palästinenser zerstört habe.

Scharon am Anschlagsort

Der Vorortbus war während des Berufsverkehrs im Süden Jerusalems nahe der israelischen Siedlung Gilo unterwegs. Die Explosion ereignete sich an der Ampel einer belebten Hauptverkehrsstraße. In dem Bus fahren jeden Morgen gewöhnlich viele Schulkinder sowie Studenten mit. Der Bus wurde durch die Gewalt der Explosion weitgehend zerstört.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon fuhr erstmals persönlich zum Ort eines Anschlages. Scharon kündigte eine Fortsetzung des Kampfes gegen den Terrorismus an. Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat verurteilte im Namen der Autonomiebehörde den Anschlag. Die Palästinenserführung sei dafür nicht verantwortlich zu machen, weil Israel während seiner Militäraktion die Sicherheitsstrukturen der Palästinenser zerstört habe.

Warnung des Verteidigungsministers

Die israelische Polizei hatte seit Montag vor möglichen Anschlägen in Jerusalem und Haifa gewarnt und nach vier palästinensischen Selbstmordattentätern gesucht. Laut Verteidigungsminister Benjamin Ben Elieser hatte es Hinweise auf bevorstehende Selbstmordattentate von fünf Palästinensern gegeben.

Quelle: www.faz.net

Die Dramatik und den geschichtlichen Hintergrund dieses harten Konfliktes kennt jeder. Daher eine einfache - vielleicht auch naive - Frage:

Wie kann man so ein Konflikt entschärfen?


P.s.: Bitte die kürzlich aktuelle Diskussion in Deutschland dabei weglassen. Darum geht's angesichts dieser Brutalität wirklich nicht mehr.

  1. runaway 18.06.02 23:41

    uups..ich ziehe noch die Pisa-Ergebnisse mit runter...sollte natürlich heißen "..so einen Konflikt.." beim Tippen sind die Finger schneller als der Verstand..

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  2. Pin... 19.06.02 02:32

    Laßt sie machen, mich interessiert das nicht mehr, ich hatte zu denn Thema schon mal was gefragt und ich denke die anteorten wären die falschen, versteht mich nicht falsch , aber die Bilder von der Gewalt kann ich nciht mehr sehen und diskuteiren tut die Welt, es gibt andere probleme die mit weniger Geld und Zeit aufwand gelöste werden könnten.

    Ich sehe keine Lösung und die wird keiner haben;((

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  3. Pin... 19.06.02 02:33

    Sorry, schließe mich angesichts meiner Rechtschreibung der Pisa studie an;))

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  4. dos... 19.06.02 13:47

    Solange bei Gewalt mit Gegengewalt reagiert wird, sehe ich keine Möglichkeit der Konflikt Entschärfung.
    Erst wenn man verhandelt und dann nicht irgendwelche Extremistengruppen mit Anschlägen die Verhandlungen torpedieren sehe ich eine Chance für dauerhaften Frieden und auch einen eigenen Staat der Palästinenser.

    Gruss
    Peter

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