Musik-Download

dos... 12.08.02 11:52

Teile und herrsche ...
Die großen Plattenlabels bekämpfen die freien Musiktauschbörsen. Sie merken nicht, dass sie damit ihre besten Kunden treffen.
Hallo Sqeaker, was haltet ihr von einem erneuten Versuch der Musik Industrie eine Online Distribution aufzubauen, ist dies noch möglich oder gibt es geug P2P-Netzwerke, die kostenlos Daten zum Tausch zur Verfügung stellen.

Quelle: http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=uptoday/content.asp&doc={C5851CE8-D87D-44AA-96F8-847F96C94089}&rub={76B8D537-8E0E-4970-B366-37AC8DAA545F}
http://www.popfile.de

  1. Che... 12.08.02 12:34

    Meiner Meinung nach hat die Musikindustrie jahrelang geschlafen und versucht nun mit kreativlosen Mitteln die entgangenen Gewinne wieder einzufangen.
    Anstatt ein wirklich sinnvolles UND preiswertes Alternativprogramm zur Verfuegung zu stellen werden erstmal alle P2P-Benutzer kriminalisiert. Die neuen Produkte, die jetzt verzweifelt entwickelt werden, DRM inklusive, taugen meiner Meinung nach nicht, dieses Klientel zu erreichen. U.A. ist der Preis viel zu hoch: Warum sollte ich im Internet ein Musikstueck zu gleichen Konditionen wie eine (meiner Meinung nach ebenso ueberteuerte) CD herunterladen, wenn diese
    a) vermutlich schlechtere Qualitaet hat
    b) je nach Modell nur auf dem Rechner ablaufen kann, nur eingeschraenkt auf andere Medien kopiert werden darf oder nur zeitlich begrenzt werden darf
    und c) jede Nutzung dank DRM protokolliert und genehmigt werden kann/muss - BigBrother laesst gruessen.

    Ich bin nicht fuer die Anarchie im Urheberrecht, aber wenn keine wirklichen Alternativen existieren, duerfen sich die Rechteverwerter nicht wundern. BTW, die Argumention, dass durch P2P-Tauschboersen milliardenschwere Verluste entstehen teile ich nicht. Ich stehe auf der Seite, dass jemand ein kopiertes Musikstueck nicht zwangslaeufig kaufen wuerde, wenn er es nicht kopieren kann.
    Ausserdem ist Verbreitung durch legale wie illegale Kopien meiner Ansicht nach auch eine Werbung fuer das entspr. Stueck, das zusaetzliche Interessenten gewinnt (was wohl in den Verlusten auch nicht angerechnet wird).

    Weitere gute Artikel zu dem Thema stehen auch immer wieder in der Ct (so auch in der aktuellen)

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  2. Che... 12.08.02 12:47

    unter b) soll es natuerlich heissen zeitlich begrenzt werden darf

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  3. futurefunds 12.08.02 14:22

    interessantes thema,

    chefpampel hat aus meiner sicht alles gesagt was es dazu zu sagen gibt.

    es zählt der kundennuzten und mehrwert:

    ich will meine musikstücke zentral downloaden können und nicht für jedes label ein "label eigenes" musik portalbesuchen müssen, wo es natürlich auch nur die eigenen tracks gibt.

    bei p2p gibt es genau das. alles an einem platz. (wenn man auch manchmal was vergeblich sucht)

    und der zweite faktor ist für mich auch der preis. wie chefpampel das schon gesagt hat ,wieso soll ich für ein (durch drm Total "limitiertes" musikstück), ohne cover ohne cd mehr bezahlen als im laden?? ich trage ja sogar noch die onlinegebühren zum download.
    das leuchtet mir bis jetzt noch nicht ein. scheinbar aber der industrie.

    solange ich nicht alle stücke zentral, zu einem akzeptablen preis downloaden kann nutze ich p2p ;-)

    was mich interessieren würde , wie aktiv nutzt ihr p2p tauschbörsen, wieviel downloaded ihr so über diese? habt ihr eine mp3 sammlung, wie groß?

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  4. Che... 12.08.02 16:16

    Hoffentlich liest niemand von der RIAA mit sonst bekommst du demnaechst besuch! *gg*

    Habe meine P2P Aktivitaeten seit Monaten eingestellt, nicht nur weil die Platten alle voll waren, sondern in erster linie weil ich gar nicht mehr dazu gekommen bin, den krempel auch mal anzuhoeren/-schauen...
    Meine MP3 Sammlung besteht dennoch immer noch zu mehr als 90% aus selbst (d.h. von den eignen CDs) erstellten. Wenn mir was neues unterkommt, hole ich mir das auf dem traditionellen Wege ('richtiges' Tauschen ;-)

    BTW, es gibt ja noch diese Pauschalen der Rechteverwerter fuer Leermedien, die jetzt auch fuer CD-Brenner gilt. Nachdem richtigerweise festgestellt worden ist, dass davon niemand ernsthaft wirtschaftlichen Schaden erleidet, waere eine solche Pauschale doch eine denkbarer Weg fuer Tauschboersen.
    Man nehme eine Tauschboerse, die bspw. fuer jedes MByte 1Ct. Pauschalbeitrag nach dem o.g. Modell erhebt, also Vol.abhaengig und ohne Zwangsbelastung der Nicht-Nutzer.
    Vermutlich wird es eh dazu kommen, wenn die Rechteverwerter feststellen, dass man die P2Ps nicht abstellen kann, kommt dann die Zwangsabgabe bei Internettransfervolumen - dann aber wohl fuer alle ...!?

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  5. dos... 13.08.02 08:38

    Ich habe noch zu Napster Zeiten sehr viel Musik aus dem Internet geladen, heute benutze ich KaZaa oder WinMx (Audiogalaxy ist ja leider nicht mehr möglich)
    Meine MP3-Sammlung beläft sich auf ca. 1600 Dateien. Mittlerweile nutze ich jedoch nur noch selten P2P-Netzwerke.

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  6. Sunny23 15.08.02 19:33

    ... yep, dem kann man nur zustimmen...

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  7. Anonym 12.08.02 14:01

    Hat jemand schon popfile.de von universal ausprobiert ? Vom Design und von der Strategie her finde ich das Angebot gar nicht mal so schlecht, allerdings finde ich die 99 Cent pro Track doch noch ein wenig hoch. Bisher konnte ich mich noch nicht überzeugen lassen ;-)

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  8. Suesse 13.08.02 01:00

    Anscheinend sind mittlerweile auch einzelne Künstler auf die Idee mit den kostenpflichtigen Musikdownloads gekommen (z.B. Einstürzende Neubauten und noch einige andere). An sich ok, wenn ich weiß, dass ich auf der Band-Homepage dann auch alle Stücke finde, die ich haben möchte. Aber albern im Vgl. zu P2P - oder was meint ihr?
    Mit dem Bezahlen kann ich mich nach wie vor nicht anfreunden (hatten wir schon mal anderswo).

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  9. dos... 13.08.02 09:02

    Ich würde für einzelne Stücke zahen, wenn es denn ein fairer Preis wäre, ich alle Labels unter einem Dach wiederfinde, die Stücke frei kopierbar und auf jedem beliebigen Gerät abspielbar sind ohne das ich mir erst einen Freischaltungscode besorgen muss. Weiterhin sollten auch ältere Stücke verfügbar sein.

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  10. dos... 13.08.02 08:56

    Ich habe noch zwei interessante Artikel unter Heise gefunden

    Napster läuft Die Zeit davon
    http://www.heise.de/newsticker/data/tol-12.08.02-001/

    Unterhaltungsindustrie verunsichert Tauschbörsianer
    http://www.heise.de/newsticker/data/nij-11.08.02-000/

    Da fragt man sich allen ernstes ob die nicht wach werden wollen?
    Ein interessantes Statement in einem Thread war der Boykott der Musikindustrie, warum eigentlich nicht. Der P2P-Nutzer ist ja eh in deren Augen schon kriminell. Ob sich gegen die deutsche Musikindustrie ein Rechtsstreit möglich wäre wegen Verletzung des Rechts auf eine Kopie wäre interessant zuerfahren.
    Zumindest lt. dem Heise Artikel soll mittels Computersabotage durch die MI der P2P-Nutzer wieder zur Zahlenden Kundschaft geführt werden, in meinen Augen ein sehr zweifelhaftes Unterfangen.

    Was Popfile anbelangt, habe ich mir zwar angesehen aber noch nichts downgeloaded. Die 99 Cent für einen Track halte ich noch nicht für übertrieben, denn damals hat man für die Vinyl-Scheiben 4,50 DM gelöhnt und da waren auch nur 2 Tracks vorhanden.

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  11. Che... 13.08.02 09:46

    Ein Rechtsstreit fuer das Recht auf eine Kopie auch in D halte ich fuer nicht erfolgversprechend. Ich meine es stand in der Ct, dass die vom dt. Urhebergesetz geduldete Privatkopie nicht auf P2P-Tauschboersen anwendbar ist - nachvollziehbar, loest natuerlich nicht das Problem.

    Den Preis halte ich aber dennoch ueberteuert, auch wenn dein Vergleich plausibel klingt. Vermutlich ist auch der Grund, dass die Online-Songs nicht greifbar sind und man ihnen automatisch einen niedrigeren wert beimisst.

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  12. Che... 14.08.02 12:39

    http://www.heise.de/newsticker/data/jk-13.08.02-000/

    Das hab ich bisher noch nicht gesehen, ein kostenpflichtiger Vertrieb ueber eine P2P-Tauschboerse...

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  13. Anonym 14.08.02 20:04

    Mit eigenen Internetbörsen und gnadenloser Verfolgung von Raubkopierern kämpft die Plattenindustrie gegen den Kundenschwund und Nachwuchsmangel. Doch was ihr fehlt sind Stars.

    Die Musikindustrie steckt in ihrer bisher schwersten Krise: Die Kundschaft ist nicht länger bereit, CD-Preise von bis zu 20 Euro pro Stück zu zahlen. Kids klauen statt zu kaufen - die Raubkopierzüge im Internet nehmen inzwischen solch Schwindel erregende Ausmaße an, dass Plattenfirmen zu juristisch fragwürdigen Mitteln greifen. Halblegale Hackertruppen durchstreifen das Netz und suchen nach Musikmarktplätzen, um die Dateien zu zerstören. Sie tun das mit Billigung und im Auftrag der Musikmultis, die jetzt versuchen, gesetzlichen Beistand für ihren Feldzug gegen die Tauschbörsen zu bekommen.

    Quelle: http://www.wiwo.de/wiwowwwangebot/fn/ww/sfn/buildww/cn/cn_artikel/id/62638!176616/fl/0/layout/58327/index.html

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  14. Che... 16.08.02 14:52

    Zu der Thematik auch eine prima Glosse in Telepolis unter folgendem Link - lesenswert:

    http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/glosse/13098/1.html

    Ein Auszug:
    --- copy und paste ---
    Das Ergebnis dieser Entwicklung ist seelenloser Plastikpop ohne jede Idee. Sind vollkommen schmerzfreie Sendungen wie "Top of the Pops“ und immer neue Popstar-Bands in einer Kette endloser Gleichmacherei. Einweggruppen aus einer musikalischen Welt des Copy / Paste. Die Pet Shop Boys, also Chris Lowe und Neil Tennant, lästerten darüber jüngst in einem Artikel wie folgt: In den Hitparaden treffe man nur noch auf "junge Karrieristen, geboren in Fernsehshows und Talentwettbewerben; ausgesucht von Marketingleuten, die sich einbilden, sie könnten Musiker ersetzen. Der Hitparadenpop von heute gibt sich berechenbar und illusionlos, er hat nichts mehr mit Kreativität zu tun - und das ist katastrophal.“

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  15. Jol... 23.02.05 14:22

    Ich finde es ist in Ordnung, dass die Plattenlabels den Raubhandel so bekämpfen, denn was bringt es den Labels wenn Interpreten Lieder veröffentlichen, aber nur noch wenige Leute sich die CD kaufen.
    Ich persönlich kaufe mir die CD oder lade mir Lieder legal bei Musikload.

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