NEWS "Vier Zukunftsszenarien für Private Equity"

Janja 20.06.08 23:25

"Die Private Equity-Branche ist von Natur aus auf Langfristigkeit ausgelegt. Neue Fonds werden auf mindestens 10 Jahre aufgelegt", erläutert Javier Echarri, Generalsekretär der EVCA. "Dies macht eine strategische Planung für alle aktiven Teilhaber unverzichtbar. Als Mitglieder-orientierter Verband bemühen wir uns von jeher um eine globalere Sicht der Dinge. Unsere neue Studie ermöglicht den Blick auf die globalen Märkte und ihre Dynamik für die nächsten fünf, zehn und fünfzehn Jahre."

Um dem üblichen Zeitrahmen für Fundraising, Investitionen und Exits Rechnung zollen zu können, wurde das Jahr 2020 als Horizont für die Studie ausgewählt. Unter die zehn Faktoren, die im Rahmen der Studie als am einflussreichsten für die Branche ermittelt wurden, fallen Branchenregulierungen, Staatsführung, öffentlich-Private Dynamik und Kapitalzufuhr.

"Die Studie bietet die Möglichkeit, einen Blick auf das große Ganze zu werfen", erläutert Echarri. "Denn die Idee der Szenarienplanung bringt es mit sich, dass die Gesamtheit aller zugrunde liegender Faktoren aus einer neutralen Perspektiven betrachtet wird und nicht nur Einzelaspekte herausgegriffen werden. Dies ist die Basis der vier Szenarien, die anstelle von definitiven Aussagen präsentiert werden." Die Studie entwirft vier mögliche Zukunftsszenarien für die Private Equity-Branche.
Die vier möglichen Zukunftsszenarien sind:
1. "Three Towers": Aufgrund geopolitischer Spannungen zerbricht die globale wirtschaftliche Integration in drei regionale Blocks, innerhalb derer Handel und Investitionen ungehindert florieren. Die Studie prognostiziert, dass die Performance von Private Equity die des börsengehandelten Beteiligungskapitals weiterhin übersteigt und Private Equity als maßgeblicher Lösungsbestandteil für die Probleme des öffentlichen Marktes betrachtet wird. Darüber hinaus profitiert die Branche weiterhin von gemäßigt regulatorischen Regierungsformen in Europa und den USA. Insbesondere Beteiligungsunternehmen mit fundierten regionalen Kenntnissen und soliden Beziehungen ziehen hieraus ihren Nutzen.

2. "Gulfstream": Das liberal-wirtschaftliche Modell weitet seine ideologische Dominanz aus. Die globale wirtschaftliche Integration entwickelt sich auf regionaler und bilateraler Basis weiter und schafft ein komplexes Abkommensnetzwerk. Handel und Investitionen nehmen zu, konzentrieren sich aber auf die wohlhabenden Nationen und die größeren Schwellenländer. Grenzüberschreitende M&A-Aktivitäten und ein rückläufiger Protektionismus führen die Branche in globalere Ausmaße. Private Equity spielt eine entscheidende Rolle bei der internationalen Expansion und in der Branchenkonsolidierung. Der Venture Capital-Bereich wächst durch zunehmende Innovationsfreudigkeit und den verstärkten Austausch von Ideen. Von der globalen wirtschaftlichen Integration profitieren Beteiligungsunternehmen mit einer breiten internationalen Ausrichtung.

3. "Trading Up": Die globale wirtschaftliche Integration schreitet durch eine starke institutionelle Unterstützung voran. Das multilaterale Handelssystem floriert und bleibt eine tragende Säule der wirtschaftlichen Integration. Eine steigende Zahl Wirtschafts-politischer Bezirke unterliegt einer Form von internationaler Koordination und regulatorischer Harmonisierung. Staatsfonds spielen eine große Rolle bei der Finanzierung von F&E. Mit den führenden Wissenschaftlern im Bereich der Umwelttechnologien, entwickelt sich das Venture Capital in Europa entsprechend positiv. Gleichzeitig bemüht sich die Regulierungspolitik darum, Einzelpersonen an den Vorteilen der Globalisierung teilhaben zu lassen, indem es deren Möglichkeiten der Nutznießung erweitert. Dies äussert sich in Europa durch die Förderung persönlicher Pensionsrücklagen als Antwort auf die Rentenkrise. Darüber hinaus begreifen EU-Politiker zunehmend, welchen Wert Beteiligungskapital als Quelle für Erlöse und Diversifikation darstellt, und ermöglichen Einzelpersonen, durch persönliche Pensionsrücklagen in Private Equity zu investieren.

4. "Going East": Während sich Europa und die USA vermehrt mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen konfrontiert sehen, ist China mit der Entwicklung innovativer Technologien zunehmend erfolgreich und konkurrierend in fortgeschrittenen Bereichen wirtschaftlicher Aktivitäten. Indien übernimmt in Bereichen der Informationstechnologien eine globale Führungsrolle, und indische Unternehmen entwickeln sich von Outsourcing- und Beratungsleistungsanbietern hin zu Entwicklern innovativer Software- und Web-Services. Bei diesem Szenario favorisieren europäische Entscheidungsträger die öffentlichen Kapitalmärkte, weil sie diese als demokratischer und in sozio-ökologischen Fragen offener ansehen. Aufgrund der zunehmenden Innovationskompetenz von China und Asien verschiebt sich der Schwerpunkt für das Venture Capital-Segment Richtung Asien. Schliessen
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