Onlinewahlen = die Zukunft?

Jan... 04.03.02 16:56

Das Onlinewahlen keine Utopie sind zeigt die weltweit erste rechtsgültige Wahl im Internet, die schon stattgefunden hat. Vor bereits 2 Jahren wurde an der Osnabrücker Uni das Studentenparlament mit Hilfe von Chipkarten, digitalen Signatur und einer per Boten zugestellten Pin-Nummer gewählt.

Irgendwann kann man wohl auch seine Stimme für den Bundestag mit Hilfe des Internets abgeben.

Soll diese Entwicklung schnell statt finden? Wie reagieren wir auf die Gefahren der Manipulation? Werden die menschen genau so "faul" sein wie jetzt bei Offline-Wahlen ;-)?

Grüße,

Jan

  1. Suesse 05.03.02 17:44

    Zu deiner letzten Frage: Ja, sie werden genauso faul sein. Die meisten werden Politik tendentiell noch uninteressanter finden als heute - und dummerweise muss man auch für Online-Wahlen den Hintern aus dem Fernsehsessel heben...
    Oder hat hier irgendjemand noch Illusionen, was das betrifft?

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  2. tomatei 06.03.02 10:44

    Ich weiss nicht ob man nicht doch ein erhebliches Mehr an Wählern "mobilisieren" kann. Wenn man mit Marketingwerkzeugen wie z.B. ein angeschlossenes Gewinnspiel (Für einen Tag Innenminister o.ä.) für die Onlinewahl wirbt, könnte man, gerade in der jüngeren Wählerschicht (da traditionell Internetuser) für Interesse an einer Onlinewahl sorgen.

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  3. Jan... 06.03.02 11:01

    Also ich weiss nicht, irgendwie habe ich eine sehr starke Resistance gegen diese Idee, liegt wohl daran, dass dies eines der wichtigsten DEMOKRATIE Elementen mit einen billigen MarketingVerkaufsTrick verbindet, wobei das eigentliche:

    - Teilhabe an der Herrschaft im Lande
    - Mitteilung der Wählerstimme
    - Zusammensetzung des Bundestages (un damit Einfluss auf die andere Staatsorgane)

    ihre Einmaligkeit verliert und die Leute wohl nur dann zu Wahl gehen werden, wenn auch genügend Preise zu verteilen geben wird. ;-)

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  4. Suesse 06.03.02 20:45

    Ich habe auch ein wenig meine Probleme mit der Marketing-Idee (obwohl: dem Innenminister eine Torte ins Gesicht werfen dürfen wäre schon lukrativ *g*). Aber weniger, weil ich beim Wählen jedesmal das Gefühl hätte, dass ich gerade ganz viel an der Macht teilhabe - das ist und bleibt eine idealistische (phantastische) Vorstellung. Die Realität sieht eben nicht so demokratisch aus, wie man sich das wünschen würde. [Jan: die Mitteilung der WählerInnenstimmen ist auch mit Gewinnspiel gewährleistet, übrigens]

    Mein Problem damit ist vielmehr: mag sein, dass mit Gewinnspielen usw. mehr Leute wählen würden. Aber das Grundproblem bleibt, nämlich, dass sich viele Menschen einfach nicht (mehr) für Politik interessieren. Was bringt es da, wenn jemand für eine beschichtete Bratpfanne (oder was auch immer) sein Kreuzchen macht und eigentlich nicht mal weiss, was für eine Bedeutung das eigentlich hat.

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