Rückblick auf die heutige Zeit

cpo... 07.01.02 11:34

Dieses Thema paßt nur halb in diese Kategorie, trotzdem finde ich den Gedanken spannend.

Jeder hat in der Schule markante Daten kennengelernt, die im Gedächtnis haften bleiben (Bsp. 1492 - Entdeckung Amerikas, 1789 Revoltion Frankreich, 1888 - Dreikaiserjahr, etc..).

Welche markanten Daten aus den letzten Jahren werden auch noch in 100-500 Jahren von den Schülern gelernt werden. Bei welchen geschichtlichen Ereignissen waren wir selbst dabei?

Für mich sicherlich
1989 Fall der Mauer
2002 Euroeinführung

Seht Ihr das so ähnlich oder gibt es noch andere Meilensteine, auf die man in hunderten von Jahren noch zurückblicken wird?

  1. Glo... 07.01.02 12:04

    Ein interessanter Gedanke, den Du hier ansprichst und ob er nun in diese Kategorie fällt oder nicht ;-)
    Mein Geschichts LK ist doch schon ein paar Jahre her - aus der Spontanität sicherlich die Jahreszahlen 1914-18, 1939-45.
    Zu den persönlich von mir miterlebten - zählen die deinigen und Kanzlerwahl Kohl (1982) - tbc

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  2. Anonym 07.01.02 20:21

    Eine offensichtliche Antwort:

    11. Sept. 2001

    Bin überzeugt, dass das Ausmaß dieses Tages die Weltpolitik nachhaltig prägen wird und als Meilenstein einer in Teilen überfälligen Bewegung in unserer Erinnerung bleiben wird.

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  3. cpo... 07.01.02 22:43

    Ich bin mal gespannt, ob der 11. Sept. 2001 die Weltpolitik wirklich so nachhaltig beeinflußen wird.

    Es wäre zu wünschen, daß viele Menschen den Umgang überdenken und toleranter miteinander umgehen. Bleibt abzuwarten, ob dieser Tag in zwei, drei Jahren noch so in Erinnerung sein wird.

    Ich hoffe schon.

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  4. Suesse 07.01.02 21:36

    1986 Tschernobyl (bleibt jedenfalls zu hoffen, dass sich Menschen auch in ein paar 100 Jahren daran erinnern und die richtigen Konsequenzen daraus ziehen, falls es dann überhaupt noch nötig ist)

    1957 Römische Verträge = Gründung von EWG und EAG (ok, nicht mehr ganz "heutige Zeit", aber wohl doch ein wichtiger Meilenstein)

    1993 Maastrichter Vertrag = Gründung der EU

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  5. Anonym 08.01.02 20:54

    Hey Suesse,

    du musst davon ausgehen das die meisten Menschen dumm und ignorant sind. Frag doch mal auf der Strasse wann Tschernobyl war!!!! Wieviel Prozent wissen die Antwort???
    Oder was die Roemsichen Vertraege sind!!!! Frag doch mal wann der Euro die DM als offizielle Waehrung abgeloest hat! 99% werden den 01.01.2002 benennen! Ist das denn richtig???? Fuer die Bauern unter uns sicher!
    Ich denke in Deutschland wird man sich 500 Jahre an das letzte Mal erinnern, wo wir Fussballweltmeister geworden sind!

    Ich stimme den 1914-18 und 1939-1945 zu. Obwohl ich einige kenne, die nicht wissen wie dieser Krieg ausgegangen ist, bzw. welche Folgen er fuer Deutschland und die Welt hatte.

    Meine Meinung zu Jahreszahlen! Es ist unwichtig wann etwas passiert ist. Man sollte aber das Geschehen in Zusammenhang bringen koennen. Geschichte kennen heisst fuer mich aus den Fehlern der Vergangenheit in Zukunft lernen!

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  6. Jan... 08.01.02 21:49

    Hallo Björn, mir ist gerade aufgefallen, dass Du Dir irgendwie widersprechen tust (scheint mir zumindest so :-))

    Zunächst zieht zu über das Wissen unserer Mitbürger/innen und unterstellst der Mehrheit, dass sie mit Begriffen und Daten (Jahreszahlen) nichts anfangen können. Und zum Schluss behauptest Du selbst : "Meinung zu Jahreszahlen! Es ist unwichtig wann etwas passiert ist."

    Wieso regst Du Dich dann darüber auf, dass "Frag doch mal wann der Euro die DM als offizielle Waehrung abgeloest hat! 99% werden den 01.01.2002 benennen! Ist das denn richtig???? Fuer die Bauern unter uns sicher! "

    A. Ich finde Jahreszahlen sehr wichtig.
    B. Ich finde nicht, dass die Bevölkerung so dumm ist wie Du behauptest.
    C. Kommen wir nun zu der "dummen Bauern" und Deiner Frage: "Wann hat der Euro die DM als offizielle Waehrung abgeloest?"

    a. Streng genommen ist der EURO seit 1. Januar 1999 die offizielle Währung

    ABER !!!!!

    b. ERST seit dem dem 1. Januar 2002 ist der EURO das gesetzliche Zahlungsmittel.

    c. Und nun bitte beantworte noch einmal Deine Frage und achte sehr streng auf die Fragenstellung:

    "Wann hat der Euro die DM als offizielle Waehrung abgeloest?"

    Schwerpunkt liegt nicht auf der Frage der Geltung als offizielle Währung, sondern Ablösung der DM!

    Und die Antwort lautet.

    Ein "BAUER" ;-)

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  7. Anonym 09.01.02 12:38

    Es gibt einen Unterschied zwischen Waehrung und Zahlungsmittel. Zahlungsmittel war vor einigen Tagen. aber gut, dass du es weisst. war ein Beispiel der letzten tage und deshalb kann man ja die jahreszahlen im kopf haben...

    Mit dem Wann meine ich an welchem Tag. Ist doch driss egal wann etwas passiert ist (Tag genau, am besten noch 15.2.1765 um 10 Uhr!) sondern, dass man das Geschehen in den historischen Kontext einordnen kann.
    oder ist dir wichtig wann deutschland weltmeister 1990 geworden ist? Es gibt so ein paar verrueckte!

    es ist ja schoen, dass du dich beim "bauern" angesprochen fuehlst.

    mit gruss

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  8. Jan... 09.01.02 14:08

    Schön ;-), auf meine eigentliche Frage hast Du überhaupt nicht geantwortet. Sie war auch eine rhetorische und außerdem tust Du Dich wieder zu widersprechen, aber es hat wohl keinen Sinn Dich darauf hinzuweisen.

    "es ist ja schoen, dass du dich beim "bauern" angesprochen fuehlst"

    Klar. :-) Mir ist es lieber, mit einem normalen Menschen verglichen zu werden, als mit jemanden der sich für etwas besseres hält und dies nur dadurch zeigt, dass er die anderen niedermacht. Echt eine klasse Art vom Stil! *istironieübrigens* *g*

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  9. Suesse 09.01.02 15:53

    zu Jan, B. ("dumme Bauern"): Dann arbeite doch mal spaßeshalber einen Monat in einem handwerklichen Betrieb oder im Lager irgendeiner Firma - oder lies Bildzeitung! Ohne arrogant sein zu wollen - ich würde durchaus sagen, dass sich ein guter Teil der Bevölkerung mit vielen Dingen einfach nicht beschäftigt bzw. sich nicht dafür interessiert. Man muss die Leute deshalb ja nicht als dumm bezeichnen, sie brauchen es eben nicht für ihren Alltag und haben auch nicht den Drang, zu wissen und zu verstehen, der für uns als AkademikerInnen ganz selbstverständlich ist... (oder vielleicht hatten sie auch einfach nicht die Chance, höhere Bildung zu genießen) - und das hat genauso seine Berechtigung wie unsere Art zu leben. Vergiß nicht, dass wir uns hier zur Bildungselite dieses Landes zählen müssen. Insofern mag Björn durchaus Recht haben, wenn er davon ausgeht, dass viele das mit der Euroeinführung in ein paar Monaten oder Jahren schon längst nicht mehr wissen...

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  10. Anonym 09.01.02 16:23

    Kurze anmerkung zu bauern...warum wird mit BAUER ein dummkopf asoziiert??? noch nie was von bauernschlaeue gehoert?

    BAUER ist bei mir ein gaengiger ausdruck! bin nochmal bei jan drauf eingegangen, da er sich angesprochen bzw. auf die fuesse getreten gefuehlt haben muss.

    den widerspruch sehe ich leider nicht jan. vielleicht hilfst du mir auf die beine.

    auf rethorische Fragen anworte ich nicht, obwohl ich die Frage indirekt auch beantwortet habe.

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  11. Jan... 09.01.02 17:27

    Dann arbeite doch mal spaßeshalber einen Monat in einem handwerklichen Betrieb oder im Lager irgendeiner Firma - oder lies Bildzeitung!

    Also ich habe schon mehr als einen Monat bei "gewöhnlichen" Firmen gearbeitet. Und nicht nur in einem Lager. Aber nicht spaßeshalber, sondern um Geld zu verdienen. Ab und zu lese ich auch in der Bildzeitung (, die z.B die "heimliche" Zeitung der Politik ist), kann recht lustig sein. :-)

    Ohne arrogant sein zu wollen - ich würde durchaus sagen, dass sich ein guter Teil
    der Bevölkerung mit vielen Dingen einfach nicht beschäftigt

    Ich habe schon LKW-Fahrer erlebt, die "gebildeter" im Sinne Menschlichekeit, Wissen über die Psyche der Menschen, Verhalten der Menschen, Geschichte, etc. waren als die "intelektuelle Elite". Ich habe mit Leuten aus Dörfern gesprochen, die in ihren "Fächern": Landesgeschichte, Biologe, Landesgeograhie sehr viel wussten. Viel mehr als die meisten Studenten, mir eingeschlossen. Ich habe mit einige "einfachen Menschen" bei Bier super intellektuelle Gespräche und habe mich oft beim Small Talk der "Elite" gelangweilt. Natürlich war es auch umgekehrt, aber so ist das Leben.

    Ich habe viele Abiturienten, Stiudenten, Dopzenten, Prof.s erlebt, die nur Schein-Gebildet waren bzw. durch ihre Arroganz, gerade nicht ein Beispiel für Intelligenz waren. Oder die in ihren "Fächern" so gebildet waren, und wenn man über andere Themen sprechen wollte, selbstverständlich haben sie sich auch da super ausgekannt bzw. es zumindest behauptet, nur komischerweise wenn es um die Details ging, da auf einmal hat es sich herausgestellt wie oberflächlich das Wissen war. Es wäre nicht schlimm, wenn sie vorher nicht so getan hätten als ob. :-)

    Und natürlich habe ich mich auch über das Unwissen der "normale" Menschen "geärgert", aber nicht mehr wie über das der "Elite".

    und haben auch nicht den Drang, zu wissen und zu verstehen, der für uns als AkademikerInnen ganz selbstverständlich ist...

    Da hätten wir wieder die Frage, was muss ein gebildeter Akademiker wissen?

    Das erinnert mich an neulich, ich habe mich mit einer Studentin unterhalten und habe ihr von einem Buch von X erzählt, ihre Antwort war so in der Art: "selbstverständlich kennt sie es, dass muss doch ein gebildeter Mensch kennen". Dann habe ich das Thema auf zwei andere Autoren gestuert und die kannte sie nicht! ;-) Komisch, die anderen Autoren sind teilweise viel bekannter und es gibt sogar Ländern, wo die erste Person wohl die meisten Menschen überhaupt nicht kennen.

    Was für ein Qautsch! Es gibt so viel Wissen, so viele Bereiche, so viele Facetten der Intelligenz und Schlauchheit, eine Reduzierung auf eins davon und Stilisierung der anderer führt nur dazu, dass wir die andere Menschen in ein negativeres Licht schieben. Dies ist für mich persönlich gerade ein Defizit von einer Fähigkeit, die ein intelligenter Mensch vor allem haben soll:

    die Integritätt, seine Fähigkeiten zu schätzen, aber gleichzeitig die anderen Talente von unseren Mitmenschen nicht zu verurteilen, auch wenn sie für uns nicht zum Standardfähigkeiten gehören.

    .....

    Aber ich sollte, hier Schluss machen ... ;-)

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  12. Suesse 09.01.02 22:19

    Jan, du hast gerade selbst eingeräumt, dass es eben einfach ignorante und dumme Leute gibt, egal aus welcher sozialen Schicht! Wozu dann die ganze Aufregung über Björns Spruch mit den Bauern???

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  13. Jan... 09.01.02 22:30

    Es ging mir um die folgende Aussage:

    "du musst davon ausgehen das die meisten Menschen dumm und ignorant sind",

    die ich übrigens für falsch halte.

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  14. Anonym 08.01.02 17:05

    Zu den bislang genannten fällt mir spontan noch 1968 als "symbolisches" Datum ein.

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  15. runaway 08.01.02 23:11

    ...eine schöne Frage...wirklich sehr interessant, schon allein deswegen, weil man bei nahegelegeneren historischen Ereignissen gerne nach lebendigen Zeitzeugen sucht...z.B.:wer hört schon nicht gerne älteren Leuten zu, wenn sie den Wahnsinn, was sich 2.Weltkrieg nannte, nüchtern(!) darstellen...
    oder: es ist auch sehr bewegend gewesen, einem Paar von ihrer Flucht aus der DDR über die damalige Tschechoslowakei und Ungarn berichten zu hören, noch lange vor der Wende...welch' ein wichtiges Gut doch die Freiheit ist...
    Ich fand daher den Ausklang des "Kalten Krieges" an allen ihren Fronten, sei es die Berliner Mauer oder der sogenannte "Warschauer Pakt" von sehr grosser Bedeutung....keine Frage...
    was aber die sog. "neue Weltordnung" ist, ist mir noch nicht so klar...

    Die Französische und die Russische Revolution, der erste und der zweite Weltkrieg sind sehr folgenschwere Ereignisse gewesen. Sofern keine weiteren 11.September autreten, was ich innerlich hoffe, wird der 11.September nicht ein solches Ausmaß haben, schon allein wegen der Opferzahlen wegen, aber sie zeigt eines deutlich: kollektive Entfremdung, sei es durch eine Ideologie, durch eine Religion oder auch nur durch Armut verträgt diese Welt nicht.

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