Schöders Image im Ausland stark beschädigt

Anonym 15.11.02 12:23

Der deutsche Kanzler wird in den ausländischen Medien stark angegangen. Heute titelt die Sun: "Schröder aufgeblasenster Mann in Europa" -"Deutschland mag im Griff der Rezession sein, doch sein politischer Führer scheint sich nur um sein Image zu sorgen." Der “neue Kaiser“ in seinem Berliner Elfenbeinturm habe jeden Kontakt zu den Sorgen der “hart arbeitenden Bevölkerung“ verloren.


Und die liberale Zeitung The Guardian schreibt: "Deutschland sieht mehr und mehr wie Großbritannien vor 20 Jahren aus.“

Die englische Presse geht schon immer mit Deutschland hart ins Gericht, aber sollten uns solche Nachrichten nicht nachdenklich stimmen?

In der letzten Woche schrieben andere internationale Zeitungen in ihren Kommentaren, dass die deutsche Regierung über kurz oder lang vorm Aus steht!

  1. Anonym 21.11.02 15:19

    Warum soll Herr Merz das nicht bei Frau Christiansen machen? Das ist doch Fakt, dass die SPD vor der Wahl die Unwahrheit gesagt hat. Und warum sollte man das denn verschweigen?

    "Ökosteuer": Genau weil sie nicht "öko" ist, ist sie m.E. völlig sinnlos. Es werden in Deutschland Steuern fuer Sachen erhoben, die nur andere Sachen querfinanzieren. Und Querfinanzierung ist keineswegs Entlastung!

    Der Spruch der FDP "Rasen für die Rente - Rauchen für den Frieden" trifft den Sachverhalt wirklich genial!

    Die Oppositionsparteien haben ihre Vorschläge vor der Wahl in ihren Regierungs- bzw. Parteiprogrammen dargelegt. Sie sind jedem politisch interessierten bekannt. Ich wuesste nicht, was die Opposition an neuen Vorschlägen bringen sollte...

    Genau! Man muss die Politik an den erbrachten Leistungen messen. Und genau deswegen bin ich für eine CDU-Regierung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  2. dos... 22.11.02 10:38

    Kann es sein das egal was rot/grün auch machen wird, du grundsätzlich dagegen bist nur weil diese Bundesregierung nicht deiner pol. Einstellung entspricht?

    BTW was rot/grün zur Zeit veranstaltet ist konzeptionslos und definitiv nicht weitsichtig. Geschweige denn das es hilft die finanziellen,- oder wirtschlichen Probleme zulösen.

    Was die Ökosteuer anbelangt, so könnte man sie auch Ausgleichsteuer nennen, dann wäre der Name anders, was dich ja so derat stört - der Sinn wäre aber identisch. Mit dieser Steuer wird der Rentenbeitrag halbwegs konstant gehalten.

    Zu den Vorschlägen vor der Wahl:
    Das ist ja wunderbar, nur lassen sich diese Vorschläge in der Opposition schlechter durchsetzen. Also warum nicht kooperative Oppositionswarbeit um wenigstens einen Teil der Vorschläge umsetzen zukönnen.

    Für mich ist die CDU/CSU bisher keine Alternative, denn wie soll ich beurteilen welche Ideen eine CDU/CSU bei deratig desolater Haushaltslage hat, wenn ein Herr Merz auf mehrmalige Frage "Was die CDU denn anders machen würde" nur ausweicht. Also keine Möglichkeit SPD/Grüne-Wähler bereits jetzt schon zu überzeugen das CDU/CSU die bessere Alternative ist.
    Meiner Meinung nach ist die CDU/CSU ebenso konzeptlos wie die SPD.

    Zu deiner Anschuldigung das die SPD vor der Wahl die Unwahrheit gesagt hat, kann ich nur sagen, dies ist reine Spekulation.
    Es liegt natürlich nahe dies zubehauten, imo wusste Herr Eichel sehr wohl was in diesem Herbst auf ihn zukommt, nur habe ich keine Beweise für eine Unwahrheit.
    ERGO "Im Zweifel für den Angeklagten"

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  3. Anonym 22.11.02 12:34

    Vorsichtig gesagt: Du schlaegt echt ueber die Straenge! Wie kommst Du darauf, dass ich gegen alles sei, was Rot-Gruen macht?

    Wenn man das pol. Geschaeft ein wenig beobachtet, dann muesste man mitbekommen, dass de Politik in Berlin in sehr vielen Faellen - wenn nicht sogar in der Mehrheit - im Einvernehmen zwischen der Regierung und der Opposition gemacht wird.

    Und wer soll denn auf wen zugehen? Sicher, es geht um die Zukunft Deutschlands. Doch hast Du erlebt, dass Rot-Gruen auf die Opposition zugeht, um etwas gemeinsam zu bewirken? Das macht die doch erst, wenn eine Bundesratssitzung ansteht!

    Ich bleibe dabei: Auch die Oekosteuer ist nur Flickwerk. Das Problem wird dadurch nicht geloest.

    Wie gesagt: Die Vorschlaege der Opposition sind nachlesbar. Merz ist nicht ausgewichen. Jeder, wirklich jeder kann nachlesen, was die CDU will. Und jede Wahlberechtigte sollte es wissen. Da nutzen auch Talkshows wie Sabine Christiansen nichts...

    Und die SPD hat meiner Meinung nach die Unwahrheit gesagt (nicht nur meiner Meinung nach: sondern auch von mehr als zwei Dritteln der wahlberechtigten Bev.).

    Wie erklaerst Du Dir sonst solche Saetze wie "Wir werden die Maastricht-Kriterien einhalten." (Hans Eichel, Handelsblatt am 29. 8. 2002).

    Es ist schlicht und ergreifend die Unwahrheit.

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  4. dos... 22.11.02 13:30

    Vorsichtig gesagt: Du schlaegt echt
    ueber die Straenge! Wie kommst Du
    darauf, dass ich gegen alles sei, was
    Rot-Gruen macht?
    Mein Eindruck auf deine Posings.
    Sorry falls ich dich zusehr angegriffen haben sollte, ich hatte dir auch schonmal etwas dazu in einer QM vor der Wahl geschrieben ...

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  5. die_claire 22.11.02 17:03

    Kann es vielleicht sein, dass Du alles schlecht findest,was die CDU macht? Was haben die Sozis denn geleistet, was nicht andere hätten besser machen können?
    UNd wie stabil der Rentenbeitrag bleibt, sehen wir ja...

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  6. dos... 22.11.02 19:05

    Ich finde nicht alles schlecht, was die CDU macht. Jedoch habe ich zur Zeit eine andere Einstellung zur Gesellschaft und Politik als die CDU vertritt.

    Einen weiteren Kommentar erspare ich mir an dieser Stelle, da ich sonst Crosspostings erstelle.

    Eine weitere Antwort kannst du aber unter "Das Kapital: Sieben Vorschläge für ein dynamischeres Deutschland" von heute nachlesen.

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  7. Anonym 23.11.02 16:35

    Mein Reden....

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  8. Suesse 18.11.02 15:41

    Zwischen aktiver Unterstützung von Kriegshandlungen im Irak und der Duldung von Überflug deutscher Gebiete bzw. Nutzung von Truppenstützpunkten (wozu D nach dem NATO-Statut ohnehin verpflichtet ist), ist aber noch ein gewaltiger Unterschied, Björn!

    Finde es davon abgesehen reichlich seltsam, dass ausgerechnet jetzt so viele von denen, die nie ernsthaft gegen einen Irakkrieg waren, Schröder diesbezüglich "Wahlbetrug" vorwerfen. Um nicht zu sagen, es ist irgendwo zwischen verlogen, schizoid und lächerlich.

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  9. Hen... 18.11.02 22:15

    das liegt wohl daran, dass sie ihm hier wieder mal Opportunismus nachweisen zu koennen glauben ... und opportunistisch hat er meiner Meinung nach gehandelt oft genug gehandelt, insofern hat er es auch nicht wirklich besser verdient...

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  10. Suesse 18.11.02 22:36

    Irgendwann mal hat er sich sicher opportunistisch verhalten. Aber können wir bitte 1. bei der konkreten Frage und 2. sachlich bleiben?

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  11. Hen... 19.11.02 14:12

    Aber ja doch liebe Suesse! Bin doch ziemlich sachlich...
    Wenn Du mir jetzt noich auf die Sprünge helfen würdest welche von den vielen Fragen Du meinst.

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  12. Suesse 20.11.02 00:33

    Aber gerne doch, Schätzchen!
    Hattest du nicht dein Opportunismus-Statement auf Schröders Haltung zum Irakkrieg bezogen? Die meinte ich....

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  13. Hen... 20.11.02 16:28

    Stimmt! Und um die Unterstützung in irgendeiner Form kommen wir sowieso nicht herum, wenn wir a) uns nicht blamieren und b) die alten Ängsten von den Sonderwegen die Deutschland politisch einschlägt wecken wollen -- hab ich das nicht schon irgendwann mal gepostet?

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  14. dos... 20.11.02 19:20

    Dein doppelposting könnte sein, iss aber auch egal.
    Ich denke schon das der von Schröder beschworene alleingang Deutschlands ein Irrweg ist. Man muss aber abwägen, ob man grundsätzlich alles dies befürwortet was seitens der USA proklamiert wird oder ob man relativiert.
    Das Nein seitens Schröders zu einem Krieg gegen den Irak um Sadam Hussein zu stürzen, vorallendingen ohne UN-Mandat, unterstütze ich voll.
    Ich halte ich eine Beteiligung am Krieg gegen den Irak mit deutschen Truppen für einen Fehler. Unser Agagement wie bsp. im Afghanistan, halte ich für sinnvoller. Denn das passt zu der Nachkriegsgeschichte Deutschlands "Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen" Indirekt würde dies bei einer Beteiligung mit deutschen Truppen geschehen.
    Die Bundesrepublik Deutschland steht für Frieden und Humanitäre Hilfe, oder haben wir in den 45 Jahren Besatzungszeit (1945-1990) nichts gelernt, wenn wir jetzt wieder wild 'ballernd' uns durch die Welt kämpfen?

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  15. Hen... 21.11.02 01:16

    Ich gebe Dir prinzipiell recht - abwägen was man unterstützt. Im grunde kommen wir aber um die Entscheidung, ob wir den Krieg Saddam Hussein unterstützen wollen oder nicht drumherum, alles was wir an wenn und aber und historisch und haette man dch hoeren und von uns geben läuft aber wohl daruf raus... tja und jetzt - werde ich erst mal darüber schlafen was ich präzise sage.

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  16. Suesse 21.11.02 01:40

    Ich denke nicht, dass ein Alleingang im Zweifel ein Irrweg wäre, wenn es der einzige Weg wäre, sich verantwortungsvoll im Hinblick auf die deutsche Geschichte bzw. konsequent bzgl. "Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen" zu verhalten. Allemal bewiese es eine Menge Rückgrat!

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  17. dos... 21.11.02 07:05

    Ich stimme dir grundsätzlich zu, das ein alleigang wesentlich mehr Rückgrat beweist als grundsätzlich den Bückling zumachen und alles ohne wenn und abver zuakzeptieren.
    Aber du siehst doch was passiert wenn Deutschland sich seiner Geschichte bewusst ist und sagt das man nicht grundsätzlich an Kampfeinsätzen teilnehmen wird. Es wird gleich seitens der engl. Presse nebst Bündnispartner
    argwohn heraufbeschworen. Demnächst heisst es noch wir deutschen seien nicht (mehr) Bündnisfähig.

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  18. Suesse 21.11.02 12:58

    Dann muss man das eben entsprechend kommunizieren und auf die britische Presse einen lassen. Sorry, das kann nun wirklich kein Grund sein, Prinzipien zu verraten. Und es nimmt D doch nicht die generelle Bündnisfähigkeit, wenn allgemein bekannt ist, dass bestimmte Sachen eben aus wohlüberlegten Gründen von D nicht mitgetragen werden können.

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  19. Hen... 24.11.02 22:14

    Genau da liegt historisch ein Problem, weil Alleingang die westl. Verbündeten im Zweifel an Bismarcks - letztendlich gescheiterten - Versuch erinnert Deutschland als "ehrlichen Makler" (und damit politisch Zünglein an der Spitze in Europa) zu etablieren... und die daraus resultierende Konfliktlage hat zusammen mit dem Handeln der nachfolgenden Politiker letztendlich zum ersten Weltkrieg geführt.

    Von daher wird eine Haltung die auch nur geringe Zweifel an der Unterstützung des westlichen Wertesystems und Bündnisses zu kritschen Reaktionen führen - egal ob die deutsche Haltung moralisch berechtigt ist oder nicht.

    Wir haben jetzt einen klassischen Konflikt zwischen "von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen" sprich reeducation, demokratischen Werten, und Friedensbewegung auf der einen und der Einbindung in das westliche Bündnissystem auf der anderen Seite. Wobei hier sicherlich gerade Fragen auftauchen, was die Ziele dieses Bündnisses sein sollten.

    Wie ist nun die deutsche Haltung zu beurteilen? Nun praktisch wird man die USA unterstützen -- mit der Folge einer gesteigerten Bedrohung für die "innere Sicherheit". Im Wahlkampf wurde allerdings mit dem Eindruck gespielt Deutschland könnte tatsächlich eine kritische Haltung einnehmen und den USA die Unterstützung verweigern -- vermutlich in dem Wissen, dass diese Haltung nicht realistisch ist. Davon mag man halten was man will. Ich halte davon wenig.

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  20. Anonym 21.11.02 11:02

    "Schuld an der ganzen Entwicklung ist Kohl - der hat Schröder erst möglich gemacht!"

    by Harald Schmidt

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  21. Anonym 24.11.02 07:09

    Genau. Und das Ausland ist auch nicht nur GB.

    Deutschland von Japan aus betrachtet sieht noch ganz normal aus und Schroeder kennen auch einige Japaner und die finden ihn gut. Naja, eigentlich ist der Spuk in Dtl. den meisten Japanern ziemlich scheissegal - aber von stark beschaedigtem Image kann nicht die Rede sein.

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  22. mis... 24.11.02 15:37

    Kein Kommentar.

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  23. mis... 24.11.02 15:39

    Kein Kommentar.webmaster@mister-ibiza.de

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  24. Anonym 24.11.02 19:02

    Ohne den vollständigen Text der Artikel (die auch in dem von Dir zitierten Spiegel-Online Artikel nicht genannt werden - denk bitte das nächste mal an die Quellenangabe) ist es schwer dies realistisch einzuordnen.

    Über die Seriösität von "The Sun" müssen wir uns nicht wirklich unterhalten, oder? ;-)

    Ich bezweifle, daß Blair oder Bush, oder gar die betroffenen Völker tatsächlich besorgt über beliebigen Unfug der Bild-Zeitung wären. Es ist der übliche Angriff der Sun auf alles was nicht irgendwie in das Bild eines strammen Engländers passt.

    Das Zitat des Guardians macht Lust auf mehr, insbesondere auf mehr Argumente. Hier wäre der Inhalt des Artikels interessant, ich kann ihn nur leider im Archiv dieser Zeitung nicht entdecken.

    Generell haben ausländische Autoren ein Problem damit die Situation in Deutschland zu verstehen. Die Ratschläge sind in der Regel gut gemeint, verkennen jedoch die Problematik, die im eigenen Land deutlich sichtbar geworden ist.

    Etwa in diesem Artikel der Washington Post: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A46167-2002Nov12.html

    "But Germany also suffers from mistakes made during unification a decade ago. The goal was to equalize East and West German wages, even though Eastern workers were much less productive than their Western counterparts. East Germany's currency (and wages) were converted into West German marks at an unrealistic exchange rate of one to one; then, East German wages were raised more than 50 percent from 1991 to 1995. Instantly, high labor costs made many firms uncompetitive and rendered Eastern Germany unattractive for new factories. Massive unemployment resulted; it STILL exceeds 18 percent."

    und weiter:

    "The impulse to weld the country together quickly was understandable, if overambitious. "Germany is a rich country," says economist Saul Estrin of the London Business School. "But suppose the United States had to integrate with Mexico and raise its incomes [to U.S. levels] in five years. It would be a stretch."


    Nunja, interessanter Ansatz. Was der Autor völlig vergisst, ist die Tatsache, daß ein unterschiedliches Lohnniveau (und damit der Lebensstandard) immer eine "Völkerwanderung" verursacht. In Deutschland spüren das die neuen Länder sehr stark, obwohl wir die Angleichung der Löhne vorangetrieben haben.

    Der Blick ins eigene Land hätte den Autoren ganz gut getan. Die Probleme der illegalen Einwanderung aus Mexico kann die USA nur mit einem Großaufgebot an Grenzschutz bewältigen, der seltsamerweise stark an die ehemalige innerdeutsche Grenze erinnert.

    Die Moral: Es geht nicht um Schlagzeilen, sondern um Inhalte. Wenn die Ideen gut durchdacht sind, kann man sie aufnehmen.

    Die plakative Aneinanderreihung von wenigen Schlagzeilen, geschmückt mit der Bitte um "Nachdenklichkeit" passt eher in eine Mitgliedszeitschrift der Opposition, oder auf die Homepage einer entsprechenden Organisation: http://www.cdu-plettenberg.de/de/startseite.htm (im Lauftext).

    Viele Grüße,
    Markus

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  25. Hen... 24.11.02 22:34

    Ökonomisch ist das Argument in der Wash. Post richtig. Und Du hast Recht mit der drohenden -- bzw auch tatsächlich stattfindenden Völkerwanderung.

    Deshalb auch der Vorschlag der damaligen FDP eine getrennte Wirtschaftszone für die ex-DDR einzurichten -- mit getrennter Währung und einfacherem Gesetzessystem -- hätte man ja durchaus mit einer aussenpolitischen und vielleicht innenpolitischen Union verbinden können.

    Das hätte das Gebiet der DDR die Möglichkeite gegeben den wirtschaftlichen Umschwung/ -bau sanfter durchzuführen, u.a. weil Güter dort günstiger zu produzieren gewesen wären als in Westdeutschland, was Investitionen angezogen hätte. Aber es musste ja - was die Löhne und Gehälter angeht 1:1 sein -- ohne die entsprechende Organisationstruktuer, Managementtechniken und Infrastruktur war das ein Todesurteil für andernfalls eher lebensfähige Betriebe. Dazu kommt noch die unglückliche Behandlung der Frage des Alteigentums. Mit einer stärkeren Rückgabe des Eigentums -- das sich in weiten Teilen in Staatshand befand - an die ehemalign Flüchtlinge bzw. deren Kinder hätte man ebenfalls einige dazu bewegen können mehr zu investieren (emotionale Bindung) und den Staat von der entsprechenden Unterhaltslast befreien können. Ich vermute, kann es aber nicht beweisen, dass der Gedanke diese Eigentum, dessen Wert auf ca. 600 Mrd DM geschätzt wurde (Sinn, Kaltstart) schnell verkaufen zu können, hinter der Überlegung stand die Wiederveriningung ohne Steuererhöhungen finanzieren zu können -- was dann gründlich nicht funktionierte, weil die Wertbeurteilung u.a. durch den Umtauschkurs 1:1, und die mangelnde Fungibilität hinfällig wurde. So viel zum Thema wirtschaftlicher Sachverstand der Kohlregierung.

    Und der Westen hätte vermutlich einiges von dem "Laboratorium" fuer eine entspeckte BRD lernen können. Modell Schwellenland im eigenen Land.

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