Schöders Image im Ausland stark beschädigt

Anonym 15.11.02 12:23

Der deutsche Kanzler wird in den ausländischen Medien stark angegangen. Heute titelt die Sun: "Schröder aufgeblasenster Mann in Europa" -"Deutschland mag im Griff der Rezession sein, doch sein politischer Führer scheint sich nur um sein Image zu sorgen." Der “neue Kaiser“ in seinem Berliner Elfenbeinturm habe jeden Kontakt zu den Sorgen der “hart arbeitenden Bevölkerung“ verloren.


Und die liberale Zeitung The Guardian schreibt: "Deutschland sieht mehr und mehr wie Großbritannien vor 20 Jahren aus.“

Die englische Presse geht schon immer mit Deutschland hart ins Gericht, aber sollten uns solche Nachrichten nicht nachdenklich stimmen?

In der letzten Woche schrieben andere internationale Zeitungen in ihren Kommentaren, dass die deutsche Regierung über kurz oder lang vorm Aus steht!

  1. dos... 25.11.02 07:33

    Die DDR als autonomes Verwaltungsgebiet der BRD mit angeschlossener Aussen,- und/oder Innenpolitik an die BRD ein interessanter Gedanke.
    Erinnern wir uns an 1989/1990 vom Sturz Honneckers bis zum Beschluss der DDR-Volkskammer der Bundesrepublik nach Art. 23 GG beizutreten.
    Sämtliche Demonstranten skandierten kommt die D-Mark nicht zu uns - gehen wir zu ihr. Hätte also eine noch stärkere Völkerwanderung zwischen der DDR und der BRD bedeutet.
    Ich denke, das Bundeskanzler Kohl mit seinem Kabinett damals richtig entschieden hat. Man hätte sicherlich Dinge anders machen können, nur unter dem Druck der DDR-Bevölkerung war dies schlichtweg nicht möglich. Zumal auch nur ein begrentzer Zeitrahmen die Deustcher Einheit ermöglicht haben, im Aug.1990 ist bereits Sadam Hussein mit seinen Truppen in Kuwait einmaschiert, dann die Festsetzung des damaligen sowjet. Präsidenten Gorbatschow und der Versuch in der damaligen UDSSR zuputschen. andere (wichtigere?) Themen standen später auf der Tagesordnung, es wäre vermutl. dann kein Platz mehr für eine Diskussion über die Einheit Deitschlands gewesen.

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  2. Anonym 25.11.02 12:19

    Da muss ich Dir mal zustimmen: Kohl hat die Gunst der Situation richtig erkannt. Spaeter waere es sehr viel schwieriger - wenn nicht sogar unmoeglich geworden. Und die Witze wie "Erich, der letzte macht das Licht aus!" geisterten ja schon damals ueberall rum. Und an diesem Wutz ist was dran.

    Hoch muss man Kohl auch anrechnen, dass ER es gewesen ist, der die Einheit wollte.

    Schade, dass sich viele gar nicht mehr daran erinnern, dass viele Sozis gegen die Einheit waren. Unter anderem auch Gerhard Schroeder...

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  3. Hen... 26.11.02 14:01

    was die Sozis angeht kann ich Dir zur Abwechslung auch mal zustimmen ;) gilt im übrigen auch für 1:1 Umtausch der ist - soweit ich mich erinnere - auf Lafontaines Mist gewachsen...

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  4. Hen... 26.11.02 13:57

    Was haette das an der polit. Moeglichkeit einer Wiederverinigung geändert? Amis wären mehr auf deutsche Unterstützung angewiesen gewesen... und die westlichen Verbündeten eher abgelenkt. Kohl hätte seine persönliche Chemie vielleicht nicht so wirkungsvoll einsetzen können. Aber Einheit von Nationen ist ein relativ ausgeprägtes Prinzip in West/Mitteleuropa -- von daher wär das schon ein natürliches Ziel der Entwicklung gewesen. Einfluss von Gorbatschow sicherlich positiv -- andere sowjet./russ. Präsidenten? Insgeamt schwierig... könnte sein dass wir weltpolitisch durchaus "billiger" hätten davonkommen können.

    Das Argument "kommt die Mark nicht, kommen wir" ist da schwerwiegender...
    viele sind ja uch tatsächlich gekommen und vom Arbeitsmarkt mehr odr weniger gut absorbiert worden...
    Psychologisch stimmt das, aber wirtschaftlich, wenn die Entscheidung ansteht ob man in den Westen geht und gleichzeitig keine rosigen aber akzeptable und vor allem tendenziell besser werdende Aussichten hat - die ja unter einem anderen Übergangswährungssystem mE möglich gewesen wären - dann wären effektiv bzw mittelfristig vermutlich weniger gekommen.

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