Stoiber bietet Kanzler Schröder Paroli

dos... 26.08.02 07:42

Das erste Fernsehduell der beiden Bewerber um das Kanzleramt ist ohne klaren Sieger ausgegangen. Bundeskanzler Gerhard Schröder gelang es Sonntagabend nicht, seinem Herausforderer Edmund Stoiber eine deutliche Niederlage beizubringen.
Quelle: http://www.ftd.de

Hallo Sqeaker, wie seht ihr die Duelle? Maccht es Sinn deratige Veranstaltungen in Deutschland durchzuführen?

  1. dos... 26.08.02 07:46

    Ich habe selber das Fernsehduell nicht gesehen, denke aber auch das unsinning ist den Bundeskanzler und seinen herausfordere in einem derart engen Ablaufschema (auch wenn es von der Politijk so festgelegt wurde) zu einem Rededuell einzuladen. Hinzukommt das in Deutschland die Parteien gewählt werden und nicht die Kandidaten, ich sehe wiedermal das wir Deutschen immer mehr das Amerikanische Prinzip übernehmen.

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  2. eve... 26.08.02 15:49

    ich bin allerdings der meinung, dass der kanzler in deutschland vom volk gewählt werden sollte.

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  3. Che... 26.08.02 22:26

    geh mal in die schildergasse und frag, wer den kanzler waehlt (und als goodie, wer den bundespraesidenten) - du wirst wohl dein blaues wunder erleben. man erinnere sich auch an fruehere Wahlwerbung (Zweitstimme ist Kanzlerstimme) - d.h. ich habe nichts dagegen, wenn die kandidaten als Galleonsfiguren ueber das eigene Parteienprogramm streiten, aber darin liegt auch die bedingung, denn ich will ja nicht personen im direkten sinne sondern ein programm, das der partei, waehlen. Ich glaube nicht, dass jemand erst jetzt durch ein solches Duell dazu uebergeht, statt der Partei dem besseren Duellanten die Stimme zu geben...

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  4. cha... 26.08.02 16:21

    ich denke nicht, das deratige veranstaltungen unsinnig sind, im gegenteil, denn in einer zeit des rapiden wachstums des zeitalters der medien und der wachsenden politikverdrossenheit muss man dem volk, bzw. der fernsehgesellschaft die möglichkeit und den anreiz geben, ihre kandidaten kennenzulernen. allerdings ist es war, das der diskussionsspielraum bei dem duell gestern viel zu eng gesteckt war, die kandidaten hatten kaum die möglichkeiten sich selbst darzustellen.

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  5. meydo 26.08.02 19:02

    ich war von dem duell enttäuscht. dies lag jedoch nicht an den politikern, sondern an der schlechten durchführung und den langweiligen moderatoren...

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  6. Anonym 26.08.02 21:43

    die durften im Gegensatz zu den Herren Politikern auch noch sitzen...

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  7. Che... 26.08.02 22:21

    ich glaube aber auch, dass die regeln, die sicherlich massgeblich durch die zwei kandidaten und deren pr-maschinerie ausgehandelt wurden, zur langeweile beigetragen haben.
    ausserdem, wenn schonmal in deutschland so ein duell stattfindet, darf da ja nicht jeder kandidat mit in nationalfarben eingefaerbte buttons am revers rumlaufen, die cheerleader muessen auch draussen bleiben... ;-)

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  8. Pin... 27.08.02 01:35

    Ich sage nur Lächerlich, haben wir denn wirklich keine anderen Sorgen in Deutschland;(((

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  9. runaway 28.08.02 06:56

    Gerade in Deutschland beschwert man sich öfters über die amerikanische Oberflächlichkeit und den Showbusiness in Sachen politische Diskussion.
    Wenn ich aber höre, daß fast 15 Millionen Zuschauer (demnächst bei den öffentlich-rechtlichen werden es zweifellos mehr sein) so eine unsinnige Art des Abtausches verfolgen, dann weiß ich nicht, was ich davon halten soll.
    Warum sollte mich Stoiber, Schröder oder aber auch Westerwelle oder sonstwer innerhalb von einer Stunde (oder auch etwas mehr) von seiner Kompetenz überzeugen? Warum sollte ihre Mimik und Gestik, die mich im Grunde garnicht interessiert, für mich von Bedeutung sein? Ich hatte 4 Jahre Zeit, Schröder bei seiner "Kompetenz" zuzuschauen. Stoiber hat als bayrischer Ministerpräsident ebenfalls stets seine "Fertigkeiten" zeigen dürfen. Wofür zum Teufel bedarf es da noch einer Fernsehsendung, wo die beiden eh nur vorheucheln, was sie nie gemacht haben oder machen werden? Wofür gibt es eigentlich seriöse Tageszeitungen, die innerhalb einer langen Zeitspanne Schritt für Schritt jeden politischen Akt der Kandidaten analysieren, etwa für eine Randgruppe von Intellektuellen? Warum kann sich das "Wahlvolk" nicht mal anstrengen, um sich eine triftige Meinung zu bilden? Muss ihm denn alles vor die Nase gesetzt werden, am besten bei einer Pulle Bier und Tüte Chips? Diese Art der demokratischen Meinungsbildung widert mich einfach nur an; sorry, wenn das ganze etwas hart klingt.

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  10. dos... 28.08.02 08:12

    Deine Worte klingen meiner Meinung nicht zu hart. Gerade die alltägliche Politik der rot/grünen Bundesgregierung oder bis 1998 geführten CDU/CSU/FDP Bundesregierung ist doch massgeblich für eine Wiederwahl oder abwahl einer Regierung und nicht das schön Wetter reden ab einem Jahr vor der Wahl.
    Mich jedenfalls kotzt es an wie sich Poliziker derweil in Szene setzen und darüber die dringenden Probleme in unserem Land vergessen. Warum nur will die CDU/CSU bei einem Regierungswechsel wieder ein Atomeinstieg? Wo doch ein Konsens mit der Energierwirtschaft ausgehandelt wurde, Planungssicherheit für Unternehmen? IMHO negativ! Warum wurde die Hartz Kommision erst im Jahr 2002 einberufen und nicht schon wesentlich eher? Wo bleibt die Reform des Gesundheitswesens? Darüber verliert kein Politiker ein Wort, klar es ist ja auch Wahlkampf da kann man dem "mündigen" Bürger ja nicht die Warheit sagen, kostet ja Stimmen!

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  11. Che... 28.08.02 09:26

    Nein nein, nicht dem muendigen Buerger sondern dem unmuendigen. Der muendige sollte vom Begriff her die Wahrheit schon kennen und wie du beschrieben hast seine Wahl treffen.

    Ich halte diese Duelle auch nicht fuer wirklich erfolgversprechend, aber fuer eine Vielzahl von Menschen, die sich sonst nie um Politik scheren und erst kurz vor der Wahl 'mal gucken' mag sich soetwas aus Sicht der Kandidaten wohl rechnen.

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  12. cha... 28.08.02 10:30

    laut volkswirtschaftlicher theorien trägt doch sogar das ergebnis der fussballweltmeisterschaft zum ausgang der bundestagswahl bei, dass zeigt doch, wie der multimediale entertainmentkonsum die gesellschaft beeinflusst. ist doch nur logisch, wenn die politiker versuchen, das für sich auszunutzen. mit einem "langweiligen" fernsehduell fängt es an und vielleicht erleben wir bei der nächsten budestagswahl dann ein wrestlingmatch.

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  13. runaway 28.08.02 11:17

    Eben! Dieser Trend des Duells mag ihrem Wesen nach demokratisch sein (was ich nicht bestreite; ich halte sie eher für eine light-Lösung in puncto Verdrossenheit der Öffentlichkeit), seriös ist sie allemal nicht. Im Zeitalter von Big-Brother wundert einen selbst das nicht mehr.
    Die Verbildlichung, daß da zwei um die Wette rennen und allein der Sieg zählt, setzt sich immer mehr durch. Dabei suchen wir doch nach der richtigen Partei/-enkoalition, die unsere Probleme löst. Die Kandidaten führen sich aber so auf, als würden sie sogar einem die Fenster putzen, damit man sie ja wählt.
    Für mich haben beide Kandidaten verloren indem sie sich auf diese Art eingelassen haben; ein dritter Kandidat will sogar noch klagen, damit er mit von der Partie sein darf. crazy das ganze!

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  14. Glo... 28.08.02 11:36

    Hey, ein wenig Amerikanismus ist schon ok ;-) Und für mich gab es einen Sieger und der heisst Stoiber!

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  15. sho... 28.08.02 11:50

    ...der hatte es ja auch einfacher, als "anklaeger"!!
    generell finde ich es laecherlich was derzeit politisch in deutschland passiert. das erinnert an eine soap-opera aber nicht an einen ernst gemeinten wahlkampf. politiker verkommen zu medienstars und die kompetenz rueckt immer mehr in den hintergrund. es wird so enden, dass wir, wie ein grosses anderes land (!) nur einen cowboy und phrasendrescher als kanzler haben, der von nix neh ahnung hat!!

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  16. Mona 28.08.02 12:57

    Recht hast du!!!!
    ...und nach der Wahl werden wir alle schlauer sein...

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  17. runaway 28.08.02 13:01

    ;-) sicher ist ein wenig Amerikanismus gesund, aber bitte nich diese Fernsehduelle. Die Idee stammt ursprünglich vom Beraterstab Kennedy's, übrigens derselbe Beraterstab, der die traditionelle Politik in den USA zur Show umfunktioniert hat, der die Vereinigten Staaten mehr aus Hollywood als aus dem Weißen Haus regiert hat.
    Zu den Amerikanismen, die man meinetwegen übernehmen sollte: Mir gefällt vieles aus dem angloamerikanischen Rechtssystem (mit Ausnahme der noch nicht ausgestorbenen Todesstrafe und den hohen Schadensersatzsummen im Zivilrecht). Mir gefällt die Sport-Förderung in den USA. Mir gefällt die Breite der einfachen Freiheiten für den Bürger (z.B.: Fischen, ohne gleich eine Genehmigung für zigEuro holen zu müssen, Führerschein für 16 Dollar ;-) usw.).

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  18. Mona 28.08.02 13:38

    @run: danke für diese Hintergrundinfos!
    ;-)

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  19. runaway 28.08.02 21:35

    Immer wieder gern ;-)

    Alles sehr gut nachzulesen in Thomas C. Reeves "John F. Kennedy - Die Entzauberung eines Mythos". Der Titel hält was er verspricht.
    Um die heutige USA zu verstehen, darf man nicht an dieser sehr kurzen aber entscheidenden Kennedy-Ära nicht vorbeischauen. Ebenfalls ein gutes, da ausführliches Buch - so als Gegenthese zu dem obigen - ist das von Peter Collier/ David Horrowitz "Die Kennedys". Alle 3 Autoren kommen zu demselben Ergebnis: Die Kennedys prägen die amerikanische Politik nachhaltig. Sie nutzen die Medien als machtentscheidenden Faktor, quasi als 4. Gewalt im Staat. Ob diese Erkenntnis vor Kennedy hier und da nicht schon bekannt war, sei dahingestellt. Diese Gewalt in den demokratischen Staat zu integrieren, hat diese Ära hervorgebracht. Der Politiker wurde wie ein Filmschauspieler präsentiert; gut aussehend, redegewandt, vom Gegengeschlecht umworben, usw. In der Tat hat auch der damalige Gegenkandidat Nixon die Wahl im Fernsehen verloren, da er diesen Kriterien - im Gegensatz zu Kennedy - nicht entsprach. Ein Berater J.F.K's meinte: "Der Tricky Nicky ist ausgetrickst." Jetzt habe ich weit ausgeholt, sorry;-)

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  20. Che... 28.08.02 22:31

    Die Medien als vierte Macht - ein interessanter Ansatz. Ich bin ja eh der Meinung, dass die Medien bereits vielzuviel Macht ausueben - wer sie kontrolliert ist der grosse Meister. Es lebe die RTL-Gesellschaft

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  21. Lap... 29.08.02 01:15

    ...den "Frau Merkel"-man? Okay, ueber
    Geschmack laesst sich streiten, ABER:

    Der wilde Rocker Merz ist nun wirklich zu viel!

    Ich habe mich ehrlich gesagt noch nicht
    entschieden, ob Merz schlimmer ist, als Rudolf
    Scharping...allerdings ist der ja jetzt (Gott sei
    Dank) in der absoluten Versenkung
    verschwunden.

    Gehoerst Du auch zu den Menschen, die bei dem
    Gedanken an 4 weitere Jahre Schroeder
    Bauschmerzen bekommen? Ehrlich gesagt: Ob
    Gurkentruppe oder Pflaumen-gang ist mir
    persoenlich mitlerweile schnuppe:

    ES GEHT SO UND SO BERGAB!

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  22. Mona 28.08.02 19:17

    ...und dieser Dritte wollte sogar auf der Love-Parade auf Stimmenfang gehen...soviel zu dem crazy...

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  23. runaway 29.08.02 18:05

    ob er mit seinem gleichnamigen Wohnmobil durchgekommen wär..;-)

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  24. Che... 29.08.02 22:17

    hmm, mit der passenden PA auf dem Dach vielleicht kein Problem.
    Aber nachher haette man dem noch wie damals Gotthilf Fischer ein E in den Tee geruehrt... das waer dochmal ne Guido .. ehm Gaudi gewesen. (Liebe Kinder: Nicht nachmachen, Drogen nix gut!)

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  25. Suesse 28.08.02 19:12

    Nicht für eine Randgruppe von Intellektuellen, run, sondern für die Randgruppe der tatsächlich noch immer politisch Interessierten. Für alle anderen braucht es wohl diese mundgerechte Zubereitung des Tollseins gewisser Politgrößen, auf dass sie sich für die nächsten drei Tage eine Meinung bilden können (bis eine andere Sendung bzw. ein anderes Blatt wieder was anderes gesagt hat)...
    [bin anscheinend ebenso angewidert wie run und obendrein froh, keinen Fernseher zu haben]

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