Surfen im Internet zu Privatzwecken

runaway 21.05.02 21:51

Aus der Rechtsprechung:

Arbeitsgericht Wesel (Urteil vom 21.03.2001, NJW 2001, 2490 ff.) entschied:
"Die Nutzung des Internets für Private Zwecke entgegen einem ausdrücklichen Verbot des Arbeitgebers stellt eine Pflichtverletzung dar, die eine Kündigung rechtfertigen kann. Im Falle einer Genehmigung der privaten Nutzung durch den Arbeitgeber kommt eine Kündigung nur in Betracht, wenn die Nutzung in einem Ausmaß erfolgt, von dem der Arbeitnehmer nicht annehmen durfte, sie sei noch von dem Einverständnis des Arbeitgebers gedeckt. Einer Abmahnung bedarf es in solchen Fällen nur dann nicht, wenn ein solches Ausmaß erreicht ist, dass eine grobe Pflichtverletzung anzunehmen ist."

Der Sachverhalt war der, daß der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit der Buchhalterin außerordentlich nach § 626 BGB kündigen wollte, da diese innerhalb eines Jahres ca. 80-100 Stunden an ihrem Arbeitsplatz privat im Internet gesurft hätte.

In diesem Fall hielt das Gericht das Ausmaß für eine außerordentliche Kündigung - aus diversen Gründen, wie z.B. die, daß die "spielerische Lernphase mit dem Internet" mit in Betracht gezogen werden müsse - nicht erreicht, bejaht hingegen - in Einklang mit der ständigen Rechtsprechung des BAG - die Erforderlichkeit einer zuvorigen Abmahnung.

Ähnlich verhält sich die Lage beim privaten Telefonieren oder das Erstellen privater Kopien auf dem betriebseigenen Kopiergerät, wobei bei der obigen Sachlage nicht nur die Kosten, sondern die Ablenkung von der eigentlichen Arbeit thematisiert wurde.


Wie gut gebt ihr als squeaker auf diese Umstände acht? Seit ihr ausschließlich nach Dienstschluß+an Feiertagen+Mittagspausen hier anzutreffen, oder lenkt ihr euch mal hin und wieder (un)bewußt ab?

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