Tod eines Kritikers II

Anj... 11.06.02 00:49

Wer redet denn noch über Martin Walser? *lach* Neu in der Diskussion, und daher auch schon Anfang Juli statt im Herbst auf dem Markt: "Schundroman" von Bodo Kirchhoff. Wer seinen Roman so titelt, darf den Kritiker dann auch wirklich killen (lassen), oder? Kein vermeintlicher, sondern ein tatsächlicher Mord. Und das auch noch durch einen Kinnhaken... Nein, kein Kinnhaken. Ein Nasenhaken. Denn welche bedeutungsschwangereres Körperteil sollte man denn auch sonst wählen?

Verleger ist Joachim Unseld, Sohn von Siegfried Unseld... Na, dämmert da was?

Für mich ist der Punkt des Humors wieder erreicht. So macht Feuilleton Spaß. ;-)

Nein, nein, nicht ernst nehmen. Freude bewahren. Energie sparen.

Genug. Einer meiner In-geistiger-Umnachtung-verfassten-Beiträge.

Enjoy! Share my happiness!
Anja *jumps*

  1. runaway 11.06.02 21:01

    tja, da sind einige, die denken, daß in den letzten 5-6 Jahrzehnten die Deutschen in der Literatur (als Schreiber, aber auch als Figuren) schlecht weggekommen sind.."Tod eines Kritikers" und "Schundroman" ist ihre Art, das zu verarbeiten....vielleicht auch im wahrsten Sinne des Wortes..

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  2. runaway 27.06.02 16:30

    interessant, ich wurde auf diesen Beitrag hin angeschrieben...würde daher erläuternd hinzufügen:
    Günter Grass hat vor noch nicht langer Zeit zugegeben, daß auch sie (die Linke) selbst das Leid der Deutschen (Vertreibung, Schikane (ein etwas mildes Wort angesichts der Ereignisse nach Kriegsende), Isolierung) jahrzehntelang vernachlässigt haben.
    Darin stimme ich vollständig überein und füge hinzu, daß die gesamte Literaturwelt weggeschaut hat. Man hat sich lieber auf die einen Opfer konzentriert und die anderen (vielleicht auch wissentlich) vergessen.
    Ich denke nur, daß Kirchhoff+Walser's Art der Aufarbeitung fehlgreift. Daß eine großflächige Aufarbeitung stattfinden muss, davon bin ich fest überzeugt.

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