Weniger Bundesländer?

admin_hahn 19.01.03 12:41

Was meint ihr?
Würde es viel bringen, wenn es nur neun anstatt der bisherigen 16 Bundesländer geben würde? Es stehen sogar nur sieben Bundesländer zur Debatte!

Auf jeden Fall würde man eine Menge Geld in der Verwaltung einsparen. Wohl das Hauptargument, aber ... aber ...

Würdet ihr einem solchen Vorschlag zustimmen?

gruß
alex

  1. dos... 19.01.03 14:49

    Ich würde dem Vorschlag aufjedenfall zustimmen. Fraglich ist ob die Bundesrepublik Deutschland mit ihren bisher 16 Bundesländern drändende Reformen voranbringen kann.

    Die Reduzierung auf 9 Bundesländer wurde den Nebeneffekt haben, das weniger Dauerwahlkampf (sprich Landtagswahlen) wäre.
    Einen bundesweiten Landtagswahl Termin wird offensichtlich seitens der Politik nicht angestrebt, so das man wie bisher weiter Dauerwahlkampf führen kann und somit unpopulären Entscheidungen zunächst einmal aus dem Weg geht.

    Die Reduzierung der Bundesländer wäre imho ebenfalls ein Aspekt, um bei
    Verabschiedungen von Ländergesetzen, Stichwort Bildung, flexibler zuwerden, da weniger Bundeslandinteressen vorhanden wären.

    Antworten Melden
    (4.4/5)   3 Votes
  2. DaH... 19.01.03 15:05

    Aber könnte es nicht auch passieren, dass durch diesen Schrit die beiden großen Parteien noch dominanter werden?
    Im Moment gibt es - gerade in den kleinen Bundesländern wie Bremen, Hamburg oder Berlin - noch Chancen für die Oposition. Auch wenn es sich dabei um die SchillPartei oder die PDS handelt!

    gruß
    alex

    Antworten Melden
    (4.5/5)   6 Votes
  3. dos... 19.01.03 17:55

    Ich denke das es nicht zu einer Machtzentration durch die beiden Volksparteien kommen wird.

    Welche Signalwirkung ging denn von Stadtstaaten aus, die für gesamt Deutschland einen Nutzwert sein könnten? Mir zeigt sich jedenfalls bisher keinen nutzen für das gesamte Deutschland.

    Hinzukommt wie von HenningR ausgeführt, das die Stadtstaaten ein hohes Stimmgewicht haben, was dichterbesidelte, oder grössere Bundesländer nicht dementsprechend der Einwohner haben.

    Interessant finde ich dagegen, das sich auf kommunaler Ebene (Köln) zum erstenmal in der Geschichte der Bundesrepublik scheinbar eine Schwarz/grüne Koalition auftut.
    Nachdem die Schwarz/gelbe Koalition in Köln aufgrund des Haushaltplanes zerbrochen ist. Quelle: Kölner Stadt Anzeiger - Regionalteil Köln (http://www.ksta.de)
    In wieweit dies Signalwirkung auf Landes,- oder gar Bundesebene hat wird man sehen.
    Gehört nicht ganz zum Thema, aber ob nun eine Schillpartei oder PDS mit einer Volkspartei regiert ist nicht so sehr Frage wo regiert wird, sondern wie die Regierungsarbeit geleistet wird, also ob gut oder schlecht.

    Antworten Melden
    (4.1/5)   5 Votes
  4. Hen... 21.01.03 16:51

    Na ich glaube nicht dass Köln die erste Schwarz grüne Koalition war. In Erftstadt gabs so was schon und in anderen kleineren Städten vermutlich auch.

    Aber: auf Köln schaut die Republik! ;)

    Antworten Melden
    (4.2/5)   7 Votes
  5. dos... 22.01.03 08:11

    Hast ja Recht, Köln ist nicht die erste Stadt n der Bundesrepublik mit einer schwrz/grünen Koalition. Bisher habe ich
    von keinen anderen Städten gehört das es eine derartige Koalition gibt.

    Aber stimmt, auf Köln schaut die Republik. SWR3 hat am Montag Morgen in den Nachrichten gemeldet, das in Köln eine Schwarz/grüne Koalistion geplant ist.

    Antworten Melden
    (4.3/5)   7 Votes
  6. Hen... 19.01.03 16:39

    Ja! Die betroffenen Bürger mögen es mir nicht übel nehmen, aber Bundesländer wie Saarland, Bremen, Hamburg sind einfach anachronistisch, und haben relativ zuviel Macht gegenüber NRW bzw. dessen Bürgern.

    Berlin könnte man als Hauptstadt einen Sonderstatus geben, aber selbst das funktioniert als Teil von Brandenburg. Ob MVP eine politisch + finanzielle sinnvolle Konstruktion ist wage ich auch zu bezweifeln. Ein Küstensstaat von Schleswig bis Heringsdorf macht aber geopolitisch - Entfernungen - und Konzentration von ähnlichen Problemen (Landwirtschaft, Werften, Industrie??) weniger Sinn. Also MVP + Berlin + Brandenburg. SH + Hamburg, Niedersachsen + Bremen, Saarland + RP, macht schon mal 11 BLs. Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, und Hessen bieten auch noch Raum für Kombination mit oder ohen Grenzveränderung.

    Alle werden schreien, aber so schlimm isses wirklich nicht ;)

    Dann kann man noch über eine Veränderung der bestehenden Grenzen nachdenken, also zB Rheinland zu RP+ Saarland

    Antworten Melden
    (4/5)   7 Votes
  7. Suesse 20.01.03 10:57

    Rein theoretisch durchaus eine sinnvolle Ueberlegung. Ich zweifle nur daran, dass sie realisierbar ist - das zeigen schon die vergeblichen Versuche einer "Hochzeit" von Berlin und Brandenburg. Um die Referenden zur Veraenderung der jeweiligen Staatsgebiete kommt man nicht herum, und daran wird wohl jegliche Veraenderung scheitern.

    Antworten Melden
    (4.5/5)   4 Votes
  8. Hen... 21.01.03 16:54

    Wie schon per qm - Aufklärung tut not... Geld ist immer ein Argument, weniger Wahlkampf auch, und das Gewicht grösserer Bundesländer lässt sich vermutlich auch besser in Europa einbringen...

    Antworten Melden
    (4.4/5)   6 Votes
  9. Suesse 24.01.03 11:57

    Mag sein. Aber Geld und weniger Wahlkampf scheinen mir hier so langsam zu Totschlagargumenten zu verkommen -dann doch bitte gleich einen Zentralstaat mit nur 1 Verwaltungsapparat und die Wahlen gleich auch mit abschaffen... ;-)

    Antworten Melden
    (4/5)   6 Votes
  10. J_F... 21.01.03 17:17

    Währe für etuschland eine postive Sache.
    Leider werden wir das wohl so schnell nicht erleben, weil durch die sich einstellenden "Synergieeffekte eine Menge Landespolitiker und Beamten arbeitslos werden würden.
    Und weil gerade die darüber zu befinden haben, werden die sich wohl mit Händen, Füssen und allen auch noch so abwegigen Argumenten dagegen wehren und versuchen Stimmung dagegen zu machen.

    Antworten Melden
    (4.5/5)   7 Votes
  11. cpo... 01.02.03 18:13

    Ich wäre in jedem Fall für eine Reduzierung.

    Hamburg + Schleswig Holstein
    Bremen + Niedersachsen
    Rheinland-Pfalz + Saarland
    Berlin + Brandenburg

    Die anderen Länder würde ich jedoch beibehalten.

    Antworten Melden
    (4.4/5)   6 Votes
  12. Hen... 24.03.03 11:32

    Müssen wir denn immer erst gegen die finanzielle Wand laufen oder als Bürger ein bisschen relotieren bis sich in diesem Staat etwas bewegt?

    Ein bisschen vorausschauendes Denken sichert doch auch eine langfristig nachhaltige Entwicklung von Politiker- und Verwaltungsstellen.

    Oder können so wenig Menschen tatsächlich strategisch und dynamisch denken.

    Antworten Melden
    (4.1/5)   4 Votes
  13. Mau... 20.06.03 01:44

    Meiner Meinung nach ist das alles gut und richtig was die Effizienzsteigerung der Verwaltung und die damit verbundenen Kosteneinsparungen angeht. ABER die ganze Diskussion über die Zusammenlegung der Bundesländer scheint ist für mich eine einzige Scheindebatte, weil gerade die nach dem Finanzausgleich ausgleichsberechtigten Länder einer Zusammenlegung niemals zustimmen würden.

    Das alles ist natürlich ein "Finanzverfassungsproblem", dass noch eine weitere interessante Aspekte beinhaltet. Warum müssen z.B. an sich schon "reiche" Stadtstaaten wie HH und Bremen noch zusätzlich einen Finanzausgleich seitens der anderen Länder erhalten? (Einwohnerveredelung) Der Grund: Mehrheiten im Bundesrat sind über die Stadtstaaten wesentlich günstiger zu "erkaufen" als über Flächenländer wie NRW oder Niedersachsen.

    Des Weiteren wirkt die momentane Ausgestaltung des Finanzausgleichs geradezu wie eine Motivationsbremse zur Steuergenerierung für derzeit ausgleichsberechtigte Länder. Muss das so sein?


    Jan

    Antworten Melden
    (4.4/5)   7 Votes
  14. perlentaucher 11.10.04 09:37

    also ich stehe der Frage nach zusammenlegung von bundeslaendern etwas skeptischer gegenueber. wir leben ja nun einmal in einem foederalen system. dieses foederale system foerdert die vielseitigkeit innerhalb der bundesrepublik, die m.e. sehr gut ist, allerdings auf der anderen seite vielfach schon gar nicht mehr wahrgenommen wird. aus einer historischen argumentation muesste die forderung daher eher lauten: mehr bundeslaender (bspw franken, friesland, schwaben, baden, kurpfalz)
    auf der anderen seite ist es natuerlich richtig, einige bundeslaender effiziente synergieeffekte erzielen, wenn sie bspw im bereich der bildung oder inneren sicherheit zusammenarbeiten.

    ob man jetzt eher foederalist oder zentralist ist, ist (hoppla, 4xist;-) reine ansichtsache. die Frage muesste dann aber konsequent heissen: zentralstaat oder foederalstaat. denn wo liegen die vorteile eines staates mit 9 bundeslaender? das ist doch nur der halbe weg?!?

    hoffe auf eine lebhafte diskussion

    Antworten Melden
    (4.2/5)   5 Votes
  15. Zbigniew 15.02.05 23:45

    Der gedankliche Ansatz klingt ganz vernünftig.
    Was haltet ihr davon, wenn man das Bundesland Bayern ausgliedert?

    Antworten Melden
    (4.1/5)   3 Votes

Disclaimer: Erfahrungsberichte und andere Nutzerbeiträge sind subjektive Erfahrungen einzelner Personen und spiegeln nicht die Meinung der squeaker.net-Redaktion wieder. Beitrag melden.      

  • »Ehrliche, kontrollierte und anonyme Erfahrungsberichte auf squeaker.net sind eine wichtige und sinnvolle Hilfe im Bewerbungsprozess bzw. bei der Auswahl interessanter Arbeitgeber.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net’s eigener, authentischer Stil, hohe Qualität des Netzwerkes und die Infos sind das Beste.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »Man sollte sich ein genaues Bild von jeder Firma machen bevor man sich bewirbt. Deshalb habe ich mich auf www.squeaker.net angemeldet.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen
  • »squeaker.net hat mir bei meinem Bewerbungsprozess sehr geholfen, das Insider-Wissen zu den Interviews und Unternehmen ist Gold wert!«

    Aly Zaazoua, Squeaker und angehender Praktikant bei Siemens Management Consulting
  • »Unabhängige Bewertungen und Erfahrungsberichte wie auf squeaker.net sind unbezahlbar.«

    Was unsere Mitglieder über uns sagen