Wird Jerusalem jemals frieden sehen?

Pin... 28.03.02 01:25

Hätte gerne eure Meinung zur Lage in Israel, und Vorschläge, wie es gelingen könnte Frieden zu erlangen.

  1. Anonym 28.03.02 09:26

    Ich habe neulich einen Bericht über israelische Kinder gesehen und auch ein paar Interviews. Ich war schockiert über die Aussagen der 8-14 Jährigen. Bei einer solchen Gehirnwäsche durch die Erwachsenen wird es meiner Meinung nach auch zukünftig sehr schwierig sein eine friedliche Lösung zu finden.

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  2. cpo... 28.03.02 10:25

    Das große Problem ist, daß es auf beiden Seiten noch so viele Fanatiker gibt. So wird es echt schwer sein, dauerhaft Frieden zu schließen. So lange rechte Parteien bei den Wahlen (und diese sollten eigentlich den Willen des Volkes repräsentieren) an die Macht kommen, wird es keinen dauerhaften Frieden geben. Zudem ist bis heute unklar, welche Ziele Arafat verfolgt und wenn diese Frieden sind, in welcher Weise er Rückendeckung bei seinen Landsleuten genießt.

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  3. mic... 29.03.02 09:59

    es gibt nur auf einer Seite, Israel, die Fanatiker.
    Israel soll sich an die UNO-Resolutionenn halten und aufhören, die Palästinenser zu schickanieren, zu demütigen, deren Land zu besetzen und sie und ihre Kinder zu ermorden.
    So einfach ist es.

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  4. cpo... 29.03.02 12:02

    Das halte ich aber für sehr einseitig. Leider gibt es auf beiden Seiten Fanatiker, die keinen dauerhaften Frieden wollen.

    So wie es Isrealis gibt, die die besetzten Gebieten im Westjordanland nicht räumen wollen, gibt es auch Palistinenser, die Isreal komplett aus der Region vertreiben wollen.

    So einfach ist es nämlich nicht !!

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  5. Lan... 29.03.02 17:09

    Wer behauptet, dass Selbstmordanschläge auf Zivilisten, Kinder und unschuldige Menschen keinen Fanatismus darstellen , hat wohl das Hirn einer "MickeyMouse" und sollte lieber den Mund halten, als sich über einen Konflikt zu äußern, den er weder verstanden noch zu erklären vermag.

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  6. Pin... 29.03.02 18:20

    Wenn es wirklich so einfach wäre, dann wäre wir ja nicht da wo wir jetzt sind.
    Mein Vorschlag, Jerusalem ist die Stadt der Menscheheit und sollte auch alle Religionen in Frieden beherbergen.
    Nur ich weiß selber das Utopisch und nicht machbar ist.
    Es wird wohl ein Entscheidungs Konflickt geben, und wie der Endet keine Ahnung.

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  7. runaway 30.03.02 14:51

    Jerusalem mag 3 Weltreligionen beherbergen, sie dient aber nicht als ein Beispiel für Harmonie und Miteinander, denn die Stadt ist in entsprechende Stadtbezirke geteilt. Da sind Städte wie Köln, Berlin, Paris, London, New York bessere Beispiele, wenn es um das friedliche Beherbergen von Religionen geht.

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  8. wh1... 05.04.02 17:27

    Das friedliche Miteinander aller Religionen in Jerusalem gab es bereits unter der Herrschaft des Islams... Die Muslime liessen Christen und Juden sogar Gottesdienste abhalten und gewährten jegliche Religionsfreiheit. Die ersten Kreuzzüge setzten dem ein jähes Ende. Der aktuelle Konflikt basiert wohl kaum auf der Einteilung in Stadtbezirke, das Zusammenfallen der religösen Zentren bereitet das Problem. Solange die Israelis so intolerant bleiben ist keine friedliche Lösung in Sicht.

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  9. mac... 05.04.02 17:57

    Gerade das geviertelte Dasein Jerusalems beherbergt die Wurzel des Problems und die friedliche Utopie.

    Man sucht quasi eine Loesung fuer ein Problem, das man selbst nicht lokalisieren kann: Sollte es theologischer Natur sein, gute Nacht (egal, wer gewinnt, irgend jemand wird seines "geheiligten Landes" beraubt !), ist es militaerischer Natur, dann braeuchte man neue Regimes; doch da wird momentan niemand Amerika weiterhin als Peacemaker und Koordinator - vgl. Camp David II im Juli 2000 - anerkennen.

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  10. runaway 05.04.02 22:00

    Ein interessanter historischer Aspekt, den du da erwähnst. Jedoch muß man zwischen dem damaligen Islam und dem heutigen differenzieren. Gerade im 20.Jahrhundert hat sich der Islam immens radikalisiert, das mag daran liegen, daß der arabische Nationalismus in seiner Geburtsstunde sich mit dem Islam identifiziert hat.
    Zu den Kreuzzügen kann ich nur sagen: diese waren nicht dafür ursächlich, daß die Bildung, der Fortschritt und die gesellschaftliche Harmonie im Nahen Osten eingebrochen ist - sie waren ja durchweg erfolglos - , sondern
    die aus dem mittelasiatischen Raum einziehenden Kriegervölker, die nur die Sprache der gebrannten Erde kannten. So wurden damals schillernde Städte, u.a. Bagdad, dem Erdboden gleich gemacht. Die Perser, die den eigentlichen Ansturm erdulden mußten, haben sich von dieser Verwüstung nicht erholen können, so auch der Nahe Osten. Anführer des Mongolenstamms war ein sog. Timurlenk, der es bis Zentralanatolien schaffte und dort in einem der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte gegen die Osmanen verlor.
    Was danach kam, ist mehr oder weniger bekannt. Der Nahe Osten war lange Zeit apolitisch und, wenn man so will, für alle offen. Die jüdische Bevölkerung hat im Nahen Osten verstreut mit der islamischen und der christlichen Bevölkerung zusammengelebt.
    Anfang des 20. Jahrhunderts kam die Gründung der arabischen Staaten, welches mit zwei Dingen einherging:
    1. Das Öl, welches das Interesse des British Empire und USA geweckt hatte
    2. Dem Bedürfnis eine Identität, einen gemeinsamen Nenner zu finden, um die frischgebackenen Staaten zusammenzuhalten. Also nahm man die Religion.

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  11. runaway 30.03.02 14:10

    Frieden wird es so leicht nicht geben. Sicherlich haben beide Seiten ihren Beitrag zur Eskalation der Intifada geleistet, aber nun liegt es an den Palästinensern diese zu beenden. Aber selbst dieser Wunsch läuft ins Leere, wenn man sich die aktuelle Situation anschaut.
    Arafat ist zwar der Vorsitzende der Autonomiebehörde, hat aber nicht die Macht, die hyperradikalen Hamas, Islamischer Tschihad und wie sie alle heißen, zu kontrollieren.
    Israel hat von Anfang an schlechte Karten gehabt, weil sie offiziell (so die Medien der Welt) gegen die "Zivilbevölkerung" vorgeht. Niemand will so ernsthaft glauben, daß jene Terroristen es sind, die sich liebend gerne unter der Zivilbevölkerung verstecken und diese gefährden. Man kann nun mal einem Land nicht vorwerfen, wenn sie Selbstmordattentate auf die eigene Bevölkerung vereiteln will.

    Ein wesentliches Problem der arabischen Gesellschaften ist es, daß sie sich in allen Fragen nach dem Koran richten. Sie ist Verfassung, Wirtschaftspolitik, Philosophie, Strafrecht und Zivilrecht in einem. Eben in jenem Buch ist in arabischer Auslegung (im pers./türk. K. sind solche Passagen nicht bekannt) die Vernichtung der "Söhne Iraels" mit peinlich genauen Einzelheiten dargestellt. Aus jenen Schichten, wo diese Prophezeiungen täglich aufgefrischt werden, stammen auch die Selbstmordattentäter.

    Es trifft zu, daß die radikalen islamischen Organisationen keinen Frieden mit Israel wollen, selbst wenn Israel die besetzten Gebiete räumt (was sie ja auch eine zeitlang bereit war zu tun). Daher wollen sie dafür sorgen, daß jede Bemühung von außen oder innen an ihrem Höhepunkt scheitert, damit auch alle Hoffnungen auf Frieden mitsterben. Der Wunsch nach Freiheit des palästinensischen Volkes wird von den hyperradikalen islamischen Terroristen dazu mißbraucht, um einen latenten Haß gegen das israelische Volk aufrechtzuerhalten. Mittels kleinkarierter Spielchen versuchen jene Terroristenorganisationen, auch andere regionale Mächte in den Konflikt miteinzubeziehen.

    P.S.: im übrigen schließe ich mich cpost und insbesondere Langner an..

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  12. Anonym 01.04.02 13:59

    das ist ein sehr schwerwiegender konflikt. meinesechatens gibt es nur eine lösung dieses konflikts. die völlige aufgabe der siedlungspolitik, rückzug der truppen und 100% zugeständnisse der Israelis und eine uno schutztruppe in den besetzten gebieten. warum ist das "volk gottes" so weit vom herrn entfernt!

    ich habe kein verständnis für selbstmordattentate, genausowenig für die plündernden israelischen soldaten. letzte woche las ich einen bericht über die siedlungspolitik in den besetzten gebieten. den palästinensern wird nicht land weggenommen, sondern alles weideland, die wasser verbindung, abschnitt von aller infrastruktur! wer keine chance sieht als zu kämpfen wird dies tun...

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  13. runaway 01.04.02 15:12

    Angesichts der neuesten Eskalationen werfe ich Israel fehlendes Übermaßverbot vor. Aber Sharon ist ja bei weitem keiner, der auch nur die geringste Aussicht auf einen Friedenspreis hätte. Seit dem Tod Rabins und dem vielleicht zu frühen Abgang Baraks läuft die israelische Politik den Bach herunter. Die latente Siedlungs- und Ausbreitungspolitik ist sicherlich Mitverusacher der Intifada. Ich sehe keine Chance mehr für ein Frieden, eher für ein friedensähnlichen Zustand, der - wie du sehr gut ausführst - durch eine Uno-Schutztruppe überwacht werden sollte; nur wer will das bezahlen?

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  14. cpo... 01.04.02 16:43

    Ich denke, wenn es um das bezahlen geht, ist die "westliche" Welt dran. Denn nur ein dauerhafter friedensähnlicher Zustand löscht die glimmende Lunte am Pulverfaß Naher Osten

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  15. Anonym 01.04.02 19:08

    frieden gibt es wenn beide lager sich respektieren und sich gegenseitig achten. aber wie kann frieden entstehen wenn israel kontinuiertlich den finger in die wunde legt und ein ganzes volk in ghettos hält. ich denke als deutscher ist man nicht in der politischen lage (historische schuld) effektiv was zu verändern.

    es geht nicht um bezahlung einer friedenstruppe. das ist gar nicht gewollt. die usa haben milliarden in die besiedlung und die militarisierung israels gesteckt! wer will denn die bastion gegen den islam so einfach aufgeben!???

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  16. Anonym 01.04.02 19:49

    Wenn man mit Israelis über diesen Konflikt redet, stellt man fest, daß sogar die israelische Öffentlichkeit geteilter Meinung ist. Die ansässigen Israelis wünschen sich den Frieden, zum. ein friedliches Nebeneinander. Die israelische Lobby in den USA wäre aber an einem Festhalten der Siedlungspolitik und der damit einhergehenden Konfliktverursachung stark interessiert. Das ganze würde natürlich deine Feststellung untermauern.

    Die Palästinenser sind mit ihrer Forderung nach ihrer Freiheit+ihrem Land im Recht. Das zweifelt niemand an. Sie wurden Opfer einer gesamtarabischen Kriegserklärung und wurden seitdem zu Unrecht gedemütigt. Das Problem besteht nur darin, daß sie sich übermäßig mit der Hamas und Co. identifiziert haben. Das wäre für einen Freiheitskampf nicht nötig, vielleicht sogar zwingend vermeidenswert gewesen. Hamas genießt großes Vertrauen und großen Rückhalt in der Bevölkerung, da sie mit zu einem Träger der sozialen Infrastruktur geworden ist, so z.B. Krankenhäuser. Ihre Absplittergruppierungen praktizieren jedoch die Selbstmordattentate und ziehen die palästinensische Sache buchstäblich in den Dreck.
    An manchen Vorfällen in der Vergangenheit mag auch der Mossad nicht unbeteiligt sein, aber ein Teil der Morde gehen nunmal auch auf das Konto der Hamas bzw. der noch radikaleren Islamischen Dschichad.

    Was Israel betrifft: Sharon ist ein zu radikaler Politiker für diese Region. Zudem ein politischer Prolet, der einen Streit vom Zaun brach, als sich die beiden Parteien fast einig waren.

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  17. runaway 01.04.02 20:04

    selbstverschuldetes time-out von mir, daher kein user-name..

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  18. Anonym 02.04.02 12:49

    Ich glaube wenn ich Palestinenser wäre, würde ich genauso handeln
    1. weil ich niemals aufgeben würde für eine Heimat zu kämpfen (Palestinenser sind zur Zeit heimatlos) und für die Freiheit
    2. die Palestinenser sind nicht auf dem gleichen militärischen Level was die ausrüstung und unterstützung anderer Länder angeht. Darum würde ich erstrecht für mein Recht kämpfen. Also blieb ihnen quasi nicht viel anderes übrig sich terroristischen Organisationen anzuschließen, wie sollen sie sich sonst verteidigen?
    Meiner Meinung nach sollten sich die Israelis ein wenig zurücknehmen (denn sie sitzen am längeren Hebel) wie auch Deutschland und USA.

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  19. Pin... 02.04.02 15:16

    Ja, es ist schon Schwer und ich denke es wird nie eine Lösung kommen, sondern es wird einen Entscheidenen Wendepunkt geben, aber wie der aussieht, keine Ahnung, nur Israel ist eindeutig im Militärischen Vorteil.
    Allerdings hab ich schon immer gesagt das der 3 Weltkrieg schon lange im gange ist und er am 11.9. das erste mal der Westlichen Welt(zumindest wurde es so aufgnommen, dürfen eta und Ireland nicht vergessen)
    Für mich ist der Terrorrismus eine Form von Weltkrieg, der mann nicht viel Entgegen zu setztn hat;
    Diese sicht scheint ein bißchen Phantasterei zu sein aber dafür sind wir ja hier

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  20. wh1... 05.04.02 19:49

    Der schließende Kommentar verwirrt mich ein wenig... Die Israelis sollen gewissermaßen zurückstecken, weil sie ein wenig kräftiger sind ?

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  21. Anonym 06.04.02 15:05

    ja, im Grunde liegt es bei den Israelis und deren Beführwortern wenn der Krieg ein Ende finden soll.

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  22. Anonym 06.04.02 15:10

    wenn also die Israelis nicht ein wenig zurückstecken,dann brauchen sie sich und besonders wir Deutschen nicht zu wundern, wie die Palästinenser reagieren, denn sie wollen ihr Recht und ihre Freiheit, egal mit welchen Mitteln, erreichen auch wenn sie die Schwächeren sind.

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  23. wh1... 06.04.02 19:49

    Inzwischen wird es wohl weituas zu spät für solche Rückzieher sein... Die Israelis muessten schon ein ganzes Stück weit zurücktreten und solange Scharon mit von der Partie ist wird daraus wohl nichts..

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  24. cpo... 02.04.02 16:38

    Tut mir leid, aber das hat nichts mehr mit historischer Schuld zu tun.

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  25. Anonym 03.04.02 15:32

    warum meinst du dürfen wir deutschen nicht den israelis sagen, daß sie einen kopfschuß haben???? und warum nicht offiziell die politik der israelis kritisieren. warum regt sich keiner auf, daß die palästinenser in ghettos gehalten werden. warum hält sich sogar AI bei israel zurück, wenn es um menschenrechtsverletzungen geht. israel ist eines der länder mit dem größten offenen rassismus.

    ist halt das "volk gottes"...

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