Zukunft der Arbeitsämter

squ... 26.02.02 11:42

Der Skandal um die ineffektiven Arbeitsämter ist perfekt und derzeit stark in der öffentlichen Diskussion.

In einem Beitrag des RTL Nachtjournals wurden Online-Karriereseiten gelobt, da hier die Vermittlung wesentlich schneller und für alle Beteiligten kostengünstiger funktioniert.

Als innovative Alternative und qualitative Karriere-Community wurde squeaker.net in dem Beitrag vorgestellt. Als Beispiel wurde die erfolgreiche Vermittlung einer der ersten Green-Card Empfängerinnen aufgrund einer erfolgreichen Vermittlung durch squeaker.net vorgestellt.

Was ist Eure Meinung? Nutzen squeaker überhaupt das Arbeitsamt oder nicht eher qualitative Netzwerke (On- wie Offline)? Sind Massen-Job-Datenbanken, wie StepStone und Monster.de eine Alternative zum Arbeitsamt? Wie muss die Behörde reformiert werden, damit die staatliche Vermittlung funktioniert?

  1. Jan... 26.02.02 12:07

    scheinen die Arbeitsämter-MA nicht zu sein: s. Beitrag unten

    ;-)))

    Grüße, Jan

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  2. Jan... 26.02.02 12:08

    Skandal um Arbeitsämter

    Online-Umfrage von JungeKarriere.Com
    Hinweis: Unsere Umfrage wurde am 20. Februar vom Arbeitsamt manipuliert.

    Arbeitsamt: 3,2 Manipulationen pro Minute

    Am 20. Februar staunten wir beim Blick auf unsere Online-Umfrage nicht schlecht. Die Beteiligung an der Frage "Wie steht es um Ihr Vertrauen in die Arbeitsämter?" war gegen Mittag sprunghaft in die Höhe geschnellt. Überwältigend viele Nutzer sprachen Herrn Jagoda und seiner Mannschaft das Vertrauen aus. Komisch, dachten wir uns. Bislang waren es immer nur zwei bis drei Prozent, die der Bundesanstalt für Arbeit die Stange hielten.

    Ist die Stimmung im Land umgeschlagen? Wohl kaum. Wir haben in unsere Server-Statistik geschaut und festgestellt, dass die meisten Umfrage-Teilnehmer, die für das Arbeitsamt gestimmt haben, ein und denselben Absender tragen: arbeitsamt.de.

    Offenbar hat sich das Arbeitsamt mittels der Umfrage auf jungekarriere.com selbst das Vertrauen ausgesprochen. Im Schnitt 3,2 mal pro Minute - unverhoffte Betriebsamkeit auf deutschen Arbeitsämtern beim eifrigen Klicken auf die Online-Umfrage? Interessant auch, dass der Spuk um 17 Uhr abrupt endete. Pünktlich zum Feierabend."

    Quelle: WiWo, JungeKarriere

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  3. Suesse 26.02.02 22:20

    Schröders Idee von Leitungsgremium + Aufsichtsrat hört sich ja erstmal ganz sinnvoll an. Aber im Grunde riecht es danach, dass nur oberflächlich ein bisschen herumgedoktert wird, damit das Wahlvolk den Eindruck kriegt, es würde etwas getan. Besser wäre es wohl, das ganze System von Arbeitsvermittlung, Umschulungen etc. von Grund auf zu hinterfragen und sich etwas auszudenken, womit die bisherigen Schwachstellen vermieden werden.

    Mir fehlt zugegeben das Insiderwissen, wie diese Behördenphalanx genau aufgebaut ist und arbeitet... Nur soviel: Wenn jemand, der aus gesundheitlichen Gründen seinen bisherigen Job nicht mehr ausüben kann, nach knapp einem Jahr immer noch keinerlei ernstzunehmende Vorschläge oder Angebote bekommen hat, wie es weitergehen soll, sondern immer und immer wieder vertröstet wird, weil Behörde x noch ein Statement dazu abgeben muss, kann das definitiv nicht der richtige Weg sein!

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  4. Anonym 26.02.02 23:56

    mal auf die Frage des moderators zu antworten, ob squeaker das arbeitsamt nutzen würden?

    für meinen teil nein, denn ich kann mir besser alleine einen job suchen.
    außerdem habe ich 2 jahr gegenüber eines arbeitsamtes gelebt. hätte da auch angst reinzugehen. was da für gestalten rumhingen. ist wohl mein subjektiver eindruck!

    das ganze arbeitsamt ist ein sumpf. heute hieß es in einer fernsehsendung, daß der staat jährlich 10 mrd euro für weiterbildungsmaßnahmen ausgibt, die zum teil doppelt angeboten werden, d.h. ein arbeitsloser geht 2mal oder öfter zum gleichen kurs! 10 mrd euro wurde im beitrag gesagt, gibt unser staat noch nichtmals für die bildung aus.
    da sieht man wo es hingeht.

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  5. runaway 27.02.02 09:25

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass squeaker das Arbeitsamt nutzen, dafür scheinen sie zu qualifiziert und eigenständig zu sein.
    Aber um auf die Green-Card-Vermittlung einzugehen. squeaker hat eine gute Nische entdeckt. Sie spricht insbesondere Studenten im Abschlußstadium ihres Studium an. Sie konfrontiert sie mit Unternehmensvorstellungen und Erfahrungsberichten aus diesen U. Das schafft für alle Beteiligten Klarheit, spart wertvolle Zeit und dient somit als eine große Hilfe.
    Das größte, was squeaker diesbezüglich geleistet hat, sind neuerdings die Jobangebote. Die Jobs, die auf ein Profil passen, werden gesondert nochmal unter mysqueaker.net vorgestellt. Für eine/n aus dem Ausland wird somit die Suche drastisch verkürzt.
    Zu den Massen-Job-Datenbanken: ein Großteil der Arbeitslosen, so die Sendung Frontal (siehe Björn), kann noch nicht mal mit dem Internet umgehen. Daher scheiden sie als alleinige Alternative schon aus.
    I.ü. schließe ich mich Björns Ausführung zum Thema an.

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  6. juni_1 27.02.02 17:25

    Ich nutze das Arbeitsamt überhaupt nicht...wieso auch? Man wird dort von A nach B geschickt bis man irgendwann erfährt, dass man diesn Beruf ja gar nicht kennt und es sowieso keine Jobs gibt......also echt verpeilt!!!!!! Dann frag ich mich echt wieso ich dort hingehen sollte.....
    Massen-Job-Datenbanken sind nicht nur eine Alternative zum Arbeitsamt, sie ersetzen und übertrumpfen dieses auf jeden Fall!!! Dabei "sollte" es eigentlich andersrum sein......(peinlich, peinlich)
    Zur Reformation: Das Arbeitsamt sollte sich von online- Stellenbörsen einfach zunächst einmal nur ein Scheibchen abschneiden. Das wäre schon ein gigantischer Schritt fürs Amt ....denn bekanntlich braucht es für alles ein wenig länger!!!!

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  7. Suesse 27.02.02 19:59

    Wieso nicht, die unterstützen z.B. AbsolventInnen finanziell bei den Bewerbungskosten. Muss man ja nicht nein sagen, wenn einem was geschenkt wird, oder?! ;-)

    Ob online-Stellenbörsen die Arbeitsämter ersetzen, würde ich mal dahingestellt lassen, schließlich haben sie ziemlich verschiedene Aufgaben. Die Arbeitsämter beschränken sich wenigstens theoretisch nicht darauf, einem Stellenangebote und ein paar Tipps zur Formulierung von Bewerbungen zur Verfügung zu stellen. Gerade in diesem Bereich sollten sich die Arbeitsämter aber tatsächlich was von den privaten abgucken - bürokratischer geht's wohl kaum noch...

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  8. Anonym 01.03.02 14:23

    Sicher, sie unterstützen. Nur! zwischen der vorlage der sauber abgelegten kassenbons und der auszahlung kann schon der erste Gehalt angekommen sein...

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  9. Anonym 01.03.02 14:19

    Da ich sehr empfindlich bin, würde ich persönlich die AA-atmosphäre meiden. Sie ähnelt zu viel dem lebenslustigen sozialamt-flair.
    Ich kenne auch ein paar hochqualifizierte leute (Ingenieure), die in der panik-meine Firma schließt-phase zur AA-profi-vermittlung gegangen sind: ein reiner zeitverlust. Nicht mal 1 (ein) angebot.

    Andererseits gibt es genug angebote in den nicht so stark mit wissenschaften belasteten bereichen (z.b. pflege).

    In diesem zusammenhang würde ich die massendatenbanken tatsächlich als alternative für die AA-vermittlung.

    Und insg.: Die vielfalt bringt's, oder? squeaker wird auch nicht jedem zusagen;-)) (kann ich mir zwar auch nicht erklären...)

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  10. eve... 20.03.02 13:59

    Wenn ich nur daran denke, wie alt teilweise die Jobangebote im Arbeitsamt sind, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass das Arbeitsamt eine Alternative ist. Meines Erachtens müßte es so sein, dass sich einige Mitarbeiter nur mit der Pflege der Jobdatenbanken beschäftigten müßten. Die freien Stellen, die beim Arbeitsamt im Computer sind, sollten auch wirklich frei sein. Hier muß auch an der Zusammenarbeit mit Firmen gearbeitet werden. Überhaupt ist in meinen Augen hier eine echte Schwachstelle des Arbeitsamtes. Die Kooperation zwischen Arbeitsämtern und Unternehmen funktioniert nicht. Einge Fortbildungsmaßnahmen, die vom Arbeitsamt gefördert werden, laufen extrem an der Realität vorbei. Ich z. B. mußte mal ein Fortbildungsseminar vom Arbeitsamt machen, wo einer der Schwerpunkte u. a. war, den Arbeitslosen den Umgang mit dem Internet zu lernen. Ich habe jedoch davor schon einige Jahre damit gearbeitet. Das Arbeitsamt ist / war schon lange nur eine Arbeitslosenverwaltung, statt einer Arbeitslosenvermittlung.

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