Was macht den Einstieg in einem Start-up so attraktiv?

Squ... 09.07.14 17:00

Bei einem Start-up zu arbeiten oder das eigene Unternehmen zu gründen ist für einige ein Traum. Natürlich auch, weil die Lernkurve dort sehr hoch ist - aber das ist sie in der Unternehmensberatung ebenfalls.

Was macht das Arbeiten in einem Start-up - egal ob Gründer oder Angestellter - so attraktiv?

  1. Squ... 10.07.14 21:25

    Ich arbeite selber in einem IT Start-Up und hatte kurz Einblick in einer UB durch Praktika. Die Arbeit und die Atmosphäre sind völlig unterschiedlich - selbst als Angestellter.

    Bei uns arbeiten nur Leute, für die zwei Dinge im Zentrum ihrer Arbeit stehen: die Menschen und das Produkt. In der UB hatte ich den Eindruck, dass lediglich die Selbstdarstellung, was den nächsten Karriereschritt erleichtern kann, im Vordergrund steht.
    Außerdem ist das hohe Maß an Verantwortung und Kreativität in meinem Start-Up auffällig. Es gibt keine Nach-unten-treten-nach-oben-buckeln-Mentalität wie ich es in der UB gesehen habe, keine Sicherungsnetze (wenn etwas schief läuft, schlägt es sich sofort aufs Business aus), keine Labels (es gibt Positionen, jedoch keine Repression) und kein Schema F (jeder Mitarbeiter kreiert den Bereich, für den er zuständig ist).
    Genau diese Punkte bescheinigt die Werbung zwar auch den UB, davon hatte ich jedoch wenig gesehen ehrlich gesagt.
    Auch wird der UB nachgesagt, das deren Mitarbeiter unternehmerisch handeln, was ich dort aber erst ab Managerpositionen festgestellt hatte. Bei uns (wir sind ca. 40 Leute) steht jeder in unternehmerischer Pflicht - und keiner kann sich hinter dem Label "Fachabteilung" oder "Manager" verstecken.

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  2. Squeaker 1 11.07.14 13:34

    Sehe ich genauso. Eine Menge Mitarbeiter bei kununu ebenfalls.

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  3. Squ... 11.07.14 10:58

    Unternehmensberatung und Start-up lässt sich nicht hundertprozentig vergleichen, das ist absolut richtig. Trotz allem gehen einige den Weg zuerst bei einer Unternehmensberatung zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln und dann in ein Start-up einzusteigen oder selbst ein Unternehmen zu gründen. Viel interessanter sind doch die Fragen:

    Wie wichtig und sinnvoll ist es erst in einer Unternehmensberatung zu arbeiten und dann den Start-up Weg zu gehen? Hierzu ist auch der Artikel von Stefan Menden interessant:
    http://www.squeaker.net/de/Forum/Alternative-Karriere-und-Start-Up/Start-Up-vs-sichere-Karriere-Eine-Meinung

    Und warum überhaupt in einem Start-up arbeiten oder selber gründen? Bisher geht die Motivation für Start-ups ja in Richtung "intrinsisch motivert" und "Allrounder-Sein". Wie sieht es denn damit aus, dass man in einem Start-up auch die Möglichkeit hat viel mehr eigene Ideen umzusetzen und bei dem Wachstum eines Unternehmens mit dabei zu sein?

    Oder spielen doch eher die Risikofreude (keine Absicherungen wie in einem großen Unternehmen/Konzern) oder das Arbeitsklima eine Rolle?

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  4. Squeaker 1 10.07.14 18:46

    "Angestellt in UB" und "Gründer eines Start-Ups" sind keine echten Alternativen. Sie wären es, wenn man in beiden Alternativen dieselben individuellen Charakteristika in gleicher oder ähnlicher Ausprägungshöhe benötigen würde. Dem ist aber nicht so.

    Z.B. geht ein Gründer, intrinsisch motiviert, Nachts mit seiner Idee ins Bett und wacht auch damit auf. Obwohl der Arbeitsaufwand bei einer UB ähnlich hoch ist, ist dieser extrinsisch motiviert, gerade in der Anfangszeit, um ja nicht bei der Bewertung nach dem Traineeprog durchzufallen. Während in einer UB die Karriere im Vordergrund steht, ist es beim Start-Up die Realisierung der eigenen Idee. Die Motivation ist so gravierend andersartig motiviert, dass, je nach Motivationsart, der jeweils andere Job nicht als Alternative betrachtet werden kann. Berufspädagogisch betrachtet verhalten sich beide Jobs wie Feuer und Wasser zueinander.

    "Angestellt in UB" und "Angestellt in Start-Ups" könnte man vergleichen.

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  5. Anonym 11.07.14 09:55

    Es geht ja bei der Frage nach der Alternative nicht (nur) um den Vergleich der Art der Motivation.
    So wie ich es sehe kann man in der UB sehr viel lernen in kurzer Zeit. Man arbeitet mit smarten leuten zusammen und (je nach Projekten) erhält man einsicht in viele Industrien und Branchen.
    Klar, wenn man wärend des Studiums schon genau weiß mit welchem BP man gründen will - ob man eine lücke im Markt gefunden hat oder idealistisch getrieben ist - dann sollte man direkt los legen und UB (oder ein anderer Job) sind dann keine wirkliche alternative.
    Aber um schnell viel zu lernen, gute Leute kennen zu lernen, vllt noch ein bisschen auf die Seite zu legen und vor allem seinen Plan für die Gründung zu schärfen, ist die UB sicher ein gutes Umfeld.

    - unabhängig von einer übermäßig akademisierten Betrachtungsweise!

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  6. Squeaker 1 11.07.14 13:09

    "Wenn man während des Studiums schon weiss..."

    Wenn man STETIG systematisch auftretende Defizite erkennt, wenn man auch nur die Haustür öffnet oder im Web surft, UND den Drang verspürt diese Lücke zu schliessen, ist man ein Gründertyp. Ein smarter Gründertyp ist man, wenn man die Lücke analysiert, zu Handlungsalternativen umformt und dann eine kaufmännische, NICHT idealistische, Entscheidung trifft, für welche Alternative man seine Ressourcen verwendet, um Barrieren zu überwinden. Das ist der Idealtyp eines Entrepreneurs und die meisten Dipl.-Kaufleute haben diese Fähigkeiten an der Uni gelernt, wenn sie den Beruf als Beruflichkeit für sich ansehen.


    - unabhängig von einer eher übermässig extrinsisch motivierten Betrachtungsweise!

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  7. Anonym 10.07.14 12:21

    Ich glaube wenn ich mich für ein Strat-up entscheiden sollte (als vergleich zum "normalen" Karriereweg nach der Uni), würde ich selber gründen.
    Aber dafür will ich nach dem Studium erstmal arbeiten (Consulting oder IB) und vllt noch meinen MBA machen, etwas Geld zurück legen und mit mehr erfahrung und wissen mein eigenes Ding machen...

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  8. Anonym 10.07.14 11:20

    Mich reizen neben der steilen Lernkurve vor allem flache Hierarchien sowie die „Hands-on“- Mentalität bei Startups. Da ich (wie die meisten hier) noch am Anfang meiner Karriere stehe, sind rasche Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten besonders attraktiv für mich

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  9. Fra... 22.07.15 17:58

    Die "wir machen das jetzt einfach"-Mentalität oder die "probieren geht über studieren"-Einstellung. Herrlich!

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  10. mariekoenig 13.04.16 17:27

    Hey :)

    Ich arbeite seit Kurzem in einem Start-up: Campusjäger (https://www.campusjaeger.de/praktikum/programmierer), das Studenten und Absolventen an interessante Unternehmen vermittelt.
    Mir gefällt die Arbeit wirklich sehr gut, weil wir ein junges motiviertes Team sind, das in der Mittagspause auch mal gemeinsam essen geht und sich zwischenmenschlich gut versteht.
    Außerdem finde ich die Transparenz sehr positiv. Alle Mitarbeiter können jederzeit in den aktuellen Finanzstand und die anvisierten Ziele einsehen.
    Ich persönlich bin auch davon überzeugt, dass ich hier sehr viel lernen kann und ich mich beruflich weiterentwickle.

    Mein Fazit:
    Ich kann es nur jedem empfehlen, mal in einem Start-up gearbeitet zu haben. Man ist ganz nah an der Geschäftsleitung und hat auch viel Eigenverantwortung.

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