Wo ist die Alternative?

Mul... 24.04.03 00:16

Also ganz ehrlich, ich bin ja echt ein wenig überrascht wie wenig in diesem Forum geschrieben wird.

Ist Gründen für viele von Euch keine echte Alternative und wenn nicht warum nicht?

Ich sehe eigentlich nicht wirklich eine Alternative zum Gründen, und das hat weniger was mit der Arbeitsmarktlage zu tun.

Ein paar Meinungen sind gefragt ;-).

Gruß Volker

  1. futurefunds 24.04.03 13:45

    Hallo Volker,

    der Grund warum hier so wenig geschrieben wird ist, dass man als Unternehmer wohl keine Zeit mehr "für derartige Späßchen" hat;-)

    Meine persönlichen Gründe für und wider eine Unternehmensgründung sind der Faktor "Lebenszeit". In vielen Berufen (in denen man durchaus gut verdienen kann und auch Karrierechancen hat) verdient man seine über 3000Euro Einstiegsgehalt und hat einen relativ gereglete Arbeitszeit. Als Unternehmensgründer definitiv nicht. Die erste Zeit ist da ja besonders hart. Man "opfert" seine "Jugend" damit für das Unternehmen. Auch entfällt für die nächten paar Jahre erstmal der Urlaub, wenn man nicht ein Unternehmen mit eine paar Partnern/Mitgesellschaftern gründet. Diese muss man aber auch erstmal finden. (Sonst handelt man sich damit sehr viel Stress ein. )

    Eine ganz anderer udn für mich sehr wichtiger Aspekt ist der, dass ich es für wesentlich intelligenter halte, erst bei einem Unternehmen in ähnlicher Branchen ein paar Jahre gearbeitet zu haben. Man wird dort für die "Fehler und Einarbeitungsphase" mit eine top Einstiegsgehalt bezahlt. Auch kann man dann (soweit arbeitsvertragrechtlich zulässig)ein paar Kunden abwerben und hat so einen vergleichsweise erfolgreichen und gesicherten Start. Einfacher kann man sich eine Gründung nicht machen. Wer sich direkt nach dem Studium selbständig macht, arbeitet sich auf eigene Kosten in die Praxis ein... Auch kann man von guten Kollegen ja durchaus auch noch einiges lernen...

    Dennoch überlege ich derzeit feste, ob ich mich nicht doch selbständig mache, denn die Selbständigkeit hat ja durchaus auch ihre Vorzüge;-)
    Viele Grüße
    Thomas

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  2. Anonym 24.04.03 19:50

    Als wir das Forum gegründet haben, war es Total "in", bei einem Start-up zu arbeiten. Das ist heute, teilweise leider - teilweise zu Recht - nicht mehr so. Daher tut sich in dem Forum auch nicht mehr so viel.

    Ich rate jedem, sich nicht von der Marktlage entmutigen zu lassen. Ganz im Gegenteil: Als squeaker.net damals (mit vielen bis dahin neuen Ideen) an den Start gegangen ist, mussten wir uns gegen einige "hippe" Karriere-Start-Ups mit wenig Ideen aber tiefen VC-Taschen behaupten. Wer erinnert sich noch an Campus2Day aka e-loft oder ProfessionPark oder ähnliche? Dann haben einige der etablierten Plattformen unsere guten Ideen geklaut (schaut mal, wo es Erfahrungsberichte oder CompanyTours mit fast den selben Fragen gibt - und welche Plattformen mit Foren rumexperimentieren).

    In dieser Marktlage ergeben sich auf jeden Fall auch sehr gute Chancen, da viele einfach nicht durchhalten. Wir habens natürlich auch schwer, aber uns gibt's eben noch!

    Ich stimme auch zu, dass es sicherlich nicht falsch ist, ein paar Jahre Berufserfahrung mitzubringen, aber dann fehlt einem natürlich auch die Flexibilität, die man als Student noch hat!

    Es gibt so viele gute Ideen, ich freue mich, wenn ich anderen Gründern helfen kann und bin immer für neue Ideen zu haben!

    Also, Gas geben!

    Stefan@squeaker.net

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  3. Mul... 29.04.03 06:48

    Hallo Stefan, Thomas, andere.

    selbstversändlich habt Ihr Recht, das Praxiserfahrung zum einen recht wichtig, zum anderen auch recht entspannend ist.

    Wir hatten gerade bei uns an der Nordakademie ein Karrieforum unserer Alumnivereinigung in der einige echt Erfolgreiche Köpfe ehemalige ein wenig von Ihren Erfahrungen erzählt haben.

    Deutlich ist dort jedoch geworden, das eine spätere Gründung wesentlich deutlicher von der Familiensituation abhängt, als sie es jetzt tut. Man hat einen gewissen Lebensstandard erreicht, und ggf. Kinder.

    Ein guter bekannter hat genau dieses Problem im Moment. Er hat gerade Zwillinge bekommen, und ist daher auf ein gewisses Einkommen angewiesen. Dieses Problem habe wir (zwei Absolventen und ein 45jähriger Redakteur) gerade nicht.

    Aber mit Anfang bis Mitte Dreißig, wird es ziemlich schwer diesen Schritt zu gehen.

    Darum kann ich alle nur aufmuntern dieses schon möglichst früh zu tun, wenn sie es überhaupt möchten.

    Wenn man auf die Schnauze fliegt, was soll`s. Aber eine gute Planung sollte man trotzdem vornehmen ;-)

    Gruß Volker

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