Al-Qaida und Unternehmensberatung

Anonym 11.05.03 13:12

Neulich, beim Recruitingtag einer mittelgroßen, durchaus renommierten Unternehmensberatung: "Wenn heute die Al-Qaida zu Ihnen käme und Ihnen einen Beratungsauftrag erteilen würde, wie würden Sie sich verhalten?"

Was meint Ihr, wie ist so eine Frage im Bewerbungsgespräch gemeint? Wie sollte man darauf antworten?? Mich hat's auf jeden Fall sehr überrascht...

  1. rap... 11.05.03 14:35

    Also ich weiß nicht, was die gerne für eine Antwort gehört hätten aber das spielt doch darauf ab ob du ausschließlich das tust, was dir einen Vorteil (Geld) bringt obwohl es der Allgemeinheit schadet (vermehrte Anschläge durch von dir verbesserte Logistik, etc).

    Für mich wäre die Antwort jedenfalls klar, dass ich den Auftrag ablehnen würde. Davon zu schweigen, dass dies gegen mehrere Gesetze verstoßen würde: Unterstützung einer terroristischen Vereinigung; etc Vorbereitung einer Straftat,...

    Wir haben ja erst neulich, in bezugnahme auf das Beraterbuch "FRA-MUC-FRA" erst gehört, was Beratung mit Prositution gemeinsam hat. Wenn du diesen Auftrag bei Al-Qaida annehmen würdest, dann wäre dies doch das größte Beispiel für Prostitution. Ich würde es als Charakterstärke sehen, diesen Beratungsauftrag abzulehnen auch wenn er viel Geld bringen würde.

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  2. dos... 11.05.03 18:40

    Ich würde den Beratungsauftrag ganz klar ablehnen.
    Es gibt meiner Meinung auch noch soetwas wie Verantwortung und Ethik und da fällt ein Beratungsauftrag für Al-Qaida oder andere Terroristische und zweifelhafte Vereinigungen nicht drunter.

    Denke mal das der Fragesteller überprüfen wollte ob du über 'Leichen' gehst - egal welcher Auftrag (auch wenn er nicht Gesetzeskonform ist), hauptsache das Geld stimmt. Oder ob du Verantwortung für einen gescheiterten Auftrag übernehmen kannst und soetwas wie Zivilcourage beweist.

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  3. tri... 22.05.03 22:28

    Die Frage ist sicherlich unglücklich gestellt, denn bei der Al-Quaida ist jede Antwort eine provozierte, zumal - und da gebe ich meinem Vorredner absolt recht - die Gesetzeskonformität schon von Beginn weg nicht gegeben ist, sich ERGO ein weiteres Nachdenken erübrigt.
    Intelligenter aus Sicht des Fragestellers wäre m.A. nach gewesen, eine Organisation zu wählen, die zwar für ihr radikales Gedankengut berüchtigt, aber nicht verboten ist und der man keine Terroranschläge oder Aufrufe zu solchen o.ä. nachweisen kann....
    Was meint Ihr?

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  4. dos... 07.06.03 18:19

    Deine Aussage man könne ja ein Unternehmen unterstützen, das zwar radikales Gedankengut verbreitet aber nicht verboten ist halte ich für ebenso untragbar.
    Denn was ist, wenn diese Organisation verboten wird? Hat sie nicht dann schon so viel Einfluß, bzw. Machht das diese Organisation sich über Verbote hinweg setzen kann?

    Gerade nachh dem letzen Irak Krieg sehe ich ein Europa mit unterschiedlichen Aufassungen, so das ich mir ausmalen könnte das in einem EU-Land eine Organisation verboten wird, aber im Nachbarland weiter ihre Geschäfte abwickeln kann oohne das die Politik eine gemeinsame Linie findet. Ein Beispiel wäre z.B. die NSDAP in den 20'er Jahren.
    Wenig Mitglieder und dennoch wurde durch Beschneidung der Demokratie Europa in Schutt und Asche gelegt.

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