Buchladen

runaway 07.05.01 00:27

Wenn Ihr die Option hättet einen Buchladen zu eröffnen, wie würdet Ihr das Sortiment zusammenstellen? Mehr Klassiker? Mehr Reiseführer?(wie Hugh Grant in "Notting Hill") Oder sogar Schulbücher? Oder vielleicht Kinderbücher?(wie Meg Ryan in "E-mail für Dich")
In was für einem Viertel welcher Art von Stadt würdet wir den Buchladen eröffnen?

  1. runaway 07.05.01 00:28

    das sollt natürlich heißen: ...würdet ihr den Buchladen eröffnen..

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  2. cpo... 09.05.01 20:06

    Ich als Verfechter des Buches würde in jedem Fall einen Buchladen eröffnen, da ich glaube, daß das Buch trotz Internet und Amazon immer noch in Buchhandlungen gekauft werden wird.
    Was würde ich anbieten? In jedem Fall Bestseller (Belletristik, Taschenbuch, Sachbuch), da sich diese immer verkaufen lassen.
    Der Rest würde von der Größe der Buchhandlung abhängen. Habe ich eine Verkaufsfläche ala Mayersche, so würde ich natürlich ein sehr großes Sortiment anbieten. Ansonsten sind sicherlich Reiseführer, Schulbücher, Taschenbücher, Zeitschriften, ausgewählte Wirtschaftsliteratur sowie Ratgeber Bücher die sich immer gut verkaufen lassen.
    Daneben würde ich aber vor allem auf die Qualität der Beratung achten. Auch wenn viele Buchläden heute ein breites Sortiment anbieten können, wird man sich nur Stammkundschaft erhalten bzw. aufbauen können, wenn der Kunde sich einer fundierten Beratung sicher ist. Dieses können leider nicht mehr viele bieten und gerade hier liegt die Nische für ein gut gehendes Buchgeschäft.

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  3. Anj... 09.05.01 22:29

    Oh ja, auch ein kleiner Traum von mir, mal einen Buchladen zu besitzen. Aber wie wär's denn mal mit einem neuen (?) Konzept? Die Mayersche geht da wirklich gute Wege: Leseecken, die bewusst zum Lesen vorm Kaufen ermutigen; Café, das zum Verweilen im Shop einlädt. Das Ganze ist am Ende verkaufsfördernd gedacht, sorgt aber dennoch für Atmospähre. Ich würde gerne "Welten" innerhalb des Ladens schaffen: PC-Terminals in der Ecke PC-Literatur zum Surfen und Sofort-Testen; einen Koch in der Ecke Kochbücher; eine Kinderträumecke bei den Kinderbüchern; schöne Fotografien und Landkarten in der Abteilung Reisebücher, die schon vor dem Abflug zum Träumen einladen; und so vieles mehr... Hey, wieso verrate ich hier eigentlich meine Geschäftsidee? ;-) Ah, nicht zu vergessen: Lesungen, Kinderschreibstunden, Rhetorik-Seminare, Buchbinde-Kurse,... eben eine Welt des Buches und nicht eine Welt der verkauften Bücher. Meint ihr, das funktioniert? *g*
    Nun ja, das Ganze braucht dann natürlich nicht die VK-Fläche einer Mayerschen, sondern die von Harrods. Also um mal um Boden zu bleiben: Schön sind Fach- oder Spezialbuchhandlungen. Wie zum Beispiel Meg Ryan mit ihren Kinderbüchern. Da kann man dann nämlich echte Beratung erwarten!

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  4. runaway 16.05.01 21:53

    Also ich würde den Laden klein halten, mit Naturholzregalen die ganzen Wände bekleiden. Ich würde keinen Sessel oder Holzbank hinstellen. Bei mir sollten die Leser schon wissen, was sie wollen. Denn: ich würde nur Klassiker anbieten; Klassiker der französischen, amerikanischen, englischen, russischen, deutschen und aller anderer Sprachen Literatur anbieten, wohl auch wiederum in möglichst allen Sprachen. Ich würde die renommiertesten Werke mit renommiertesten Übersetzungen verkaufen wollen..würde bei den Kunden eine gewisse Sucht zur klassischen Literatur erwecken wollen: denn, wen man diese nicht nachvollzogen hat, wird man die moderne Literatur nur lückenhaft wahrnehmen..Für Björn speziell könnte ich mich überwinden, "Aktionen wie 4 für 3" zu starten...
    Das ganze ist halt wie ein guter Weinladen..je älter desto besser..z.B.: wenn man einen Einblick in die russische Revolution von 1917 haben will, muss man Pasternak's "Dr.Schiwago" lesen (nicht unbedingt die misslungene Verfilmung schauen). Wenn man den amerikanischen Bürgerkrieg verstehen will, dann bitte von Margaret Mitchell's "Gone with the wind"(am besten auf Englisch; Verfilmung: s.o.). Will man dagegen auf Paris von 1848 einen Blick werfen, so von Gustave Flaubert "Education sentimentale"; für den Spanischen Bürgerkrieg Hemingway's "For Whom The Bell Tolls". Für Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg Thomas Mann's "Der Zauberberg"; für Russland zur Zeit der Zarenherrschaft diesen Genie von Dostojewski "Die Dämonen" und "Der Idiot"....Will man die in der Geschichte aller Religionen unterdrückte Rolle der Frau verstehen, dann Tolstoi's "Anna Karenina"(bei dessen Verfilmung Sophieu Marceau & Co. kläglich versagt). Diese Beispiele lassen sich schon fast ins Unendliche steigern....
    Viel Gewinn würde ich anfangs nicht machen mit dieser Idee, aber dafür sehr viel gutes für den Leser/die Leserin..

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  5. Anonym 17.05.01 16:15

    Was für ein schöner Traum ... den man noch ein bisschen ausbauen kann: Einen kleinen Verlag könnte man sich noch zulegen, für junge Autoren, die zukünftigen Fixsterne am literarischen Himmel...und in der Buchhandlung einen Raum für
    ihre Literatur reserviern, um ein bisschen gegen das Problem zu tun, dass es sich heute nicht mehr lohnt, ernsthaften Literaten eine Chance zu geben...

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  6. Anonym 17.05.01 20:44

    ich würde in frankfurt einen buchladen eröffnen der nur Bücher für investment bänker hat. diese dinger gehen weg wie warme semmeln und kosten ein schweine geld....

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  7. Tschanga 13.06.02 22:11

    womit wir mal wieder beim Thema wären: Geld!

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  8. runaway 15.06.01 23:48

    Die Idee mit dem Verlag scheint berechtigt zu sein. Ich habe öfters Kurzgeschichten oder Gedichte von Kommilitonen lesen dürfen, die es durchaus verdienen publiziert zu werden.

    Ohnehin habe ich so meine Probleme mit dem Unverständnis der klassischen Verlage diesbezüglich. Da schickst Du denen etwas zu, dann müssen es erstmal 10 000 Lektoren lesen und Dir 50 000 "Fehler" ankreiden. Im krassen Gegensatz hierzu wird augenblicklich jeder Unsinn von "großen" Namen veröffentlicht, ohne auch nur die geringste Rücksicht auf das Leserverhalten zu nehmen. Wie bitte sollen da noch Literaten heranwachsen????
    Es mag die Stunde der Start-up's sein, die Stunde der Literaten ist diese Zeit nicht!!

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  9. Chr... 05.04.02 20:24

    Die Frage will doch nur testen, ob man kaufmännisch denken kann. Ich sage nur: Sex sells!

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  10. Anonym 21.08.02 11:49

    Zustimmung. Ich glaub auch wer nur seine eignen Lieblingsbücher führen würde und vergisst, dass sein Laden verkaufen und nicht erziehen soll, hat verloren.

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