Case Lösung

msw... 15.10.09 17:42

Gerne würde ich eure Lösungsmöglichkeiten zu beigefügter Case-Study lesen.

Der mittelständige Kartoffelverarbeiter Roesch stellt mit 450 Mitarbeitern Tiefkühlkartoffelprodukte für Gastronomie, GroßHandel und industrielle Weiterverarbeiter her. Bis vor 2 Jahren erfreute sich Herr Roesch, der das Unternehmen vor 16 Jahren von seinem Vater übernommen hatte, an zuverlässigem Wachstum und stabilen Gewinnen. Seither aber geht der Gewinn kontinuierlich zurück. Der Vertrieb sagt, Absatz und Preise, insbesondere der Pommes Frites-Produkte ließen sich nicht halten. Herr Ewerl, der Unternehmenscontroller, glaubt, dass man mit höherer Flexibilität in der Produktion hochwertigere Produkte mit höheren Margen herstellen könne. Die Produktionsleitung glaubt, mit besseren Lieferforecasts aus dem Vertrieb die Produktionslose optimieren zu können, die Maschinen besser auszulasten und somit die relativen Fixkosten zu reduzieren. Langsam werden die Verluste bedrohlich, und Herr Roesch, den keines der Argumente komplett überzeugt, beschließt, eine Unternehmensberatung mit der Analyse des Problems und der Konzeption von Maßnahmen zu beauftragen....

  1. Th0r0ng1l 13.02.10 14:53

    der übung halber:
    ausgangspunkt ist gewinn = umsatz - kosten. gewinne sinken, prinzipell also kostenanstiege und umsatzrückgänge als ursache denkbar. auch wenn vom vertrieb sinkende mengen und preise genannt wurden nochmal nachhaken, was sich kostenseitig geändert hat. die von PL vorgeschlagene losgrössenoptimierung wird das umsatzproblem langfristig nicht lösen. trotzdem kann es kurzfristig sinn machen, wenn der vertrieb für kunden anreize schafft, eher zu bestellen (zusätzliche ressourcen durch kostensenkung für neue umsatzstrategie).
    um das eigentliche umsatzproblem zu lösen, nochmals auf preis und menge eingehen: für die gegenwärtigen produkte müssen die preise vom market hingenommen werden. (hier könnte man prüfen, ob über target costing die eigene produktionsstruktur zu ändern ist) bliebe zu analysieren, wie anderweitig umsatz generiert werden kann -- ansoff-matrix. marktpenetration scheidet m.e. aus, da roesch offensichtlich nicht kostenoptimal produziert. diversifikation ist hochriskant (neuer markt, neues produkt), bei schwierigkeiten dürften ressourcen fehlen um das projekt erfolgreich abzuschliessen. bliebe entweder die marktentwicklung oder die produktentwicklung: hier nachforschen wo die kernkompetenzen des unternehmens liegen (evtl SWOT) und ob in diesen bereichen schon vorarbeiten gemacht wurden (marktstudien, neue technologien, lizenzen erworben?). den vorschlag des controllers dahingehend prüfen. mit den neuen infos weiterarbeiten, z.b. anhand der 4C
    das wäre zumindest mein ansatz (gewesen). kommentare, kritik vorschläge sind willkommen. =)

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