Wie lange bereitet man sich darauf vor?

rav... 15.12.08 13:18

Ich bin mir nicht sicher, ob das nun im richtigen Forum steht, aber es würde mich interessieren, wieviel Zeit man zum Üben für Assessment Center in Anspruch nehmen sollte.

Würde - wenn man eher ungeübt ist - 1 Monat reichen. Wenn man in der Woche ca 20 bis 25 Stunden Zeit hat?


Wie lange habt ihr euch vorbereitet?

  1. soulkid82 15.12.08 14:05

    Ich denke das reicht auf jeden Fall! Es geht insbesondere darum, dass du dich mit den Problemstellungen vertraut machst. D.h., dass du auch unter Druck und Stress die wichtigen Eckdaten und Vorgehensweisen nicht vergisst.

    Sei aber auf jeden Fall auf Überaschungen gefasst. Derzeit sind die Unternehmen extrem Selektiv und mir wurde bspw. in einem Gespräch bei Capgemini (strategische Beratung) gesagt, dass man es nicht unbedingt begrüsst, wenn Kandidaten offensichtlich ZU gut vorbereitet sind. Die Interviewer merken relativ schnell, dass du dich mit einschlägiger Literatur auf die Standartfragen vorbereitet hast (Schätzaufgaben, Brainteaser, Cases) und werden dann dementsprechend anspruchsvoller, d.h. sie stellen dir vergleichsweise schwere bzw. unkonventionelle Cases. Die Logik dahinter ist, dass man von einem derart gezielt vorbereiteten Kandidaten mehr erwartet als nur die die verschiedenen Hebel zur Gewinnsteigerung in einem Profitability-Case zu finden.

    Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass Interviewer sehr wohl wissen, dass es bspw. squeaker und verschiedene Bücher gibt, die vorgeben genau zu wissen was im Interview gefordert ist. Die Unternehmen passen sich der Masse an "perfekt" vorbereiteten Kandidaten an und ändern ihre Vorgehensweisen bzw. werden dementsprechend anspruchsvoller. Habe länger mit einem Inteviewer bei Capgemini gesprochen und er sagte mir z.B., dass man vor einiger Zeit bei der Lösung eines Cases noch mit der "durcharbeitung" der Value Chain oder einem anderen bekannten Framework punkten konnte. Inzwischen reicht das lange nicht mehr.

    Also: Lass dir deine Kreativität von den ganzen Casebüchern nicht verderben. Versuche immer individuelle Ansätze zu finden und das Wissen aus den Büchern hier und da einzustreuen. Ich selbst habe in 4 Wochen zwei squeaker-Bücher ein paar mal durchgearbeitet (Beratungseinstieg und Brainteaser) und mir noch einige andere angeschaut. War eigentlich ganz nützlich.

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  2. rav... 15.12.08 14:20

    Hallo,

    vielen Dank für deine Info. Das ist wirklich interessant. Nun gut, wenn ich einen bekannten Brainteaser bekommen würde, dann würde ich nicht sofort die Lösung rausposaunen, sondern erst mal in mich gehen. Ich glaube wenn man da gleich mit der richtigen Lösung kommt, dann geht denen schon ein Licht auf.


    Ich hätte dabei an folgende Einteilung gedacht:
    50% Fallstudien (alle möglichen cases)
    10% Konzepte studieren (4P,value chain usw)
    20% Mathe üben
    10% Interviews (SWOT) üben
    10% wirtschaftliche Grundbegriffe (GUV [soll ja bei Roland Berger so wichtig sein], Bilanz)


    Würdest du bei der Einteilung etwas ändern?

    Aber ich denke mir, dass man bei so Logiktest und Brainteaser es sich nicht leisten kann gänzlich daneben zu stehen.

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  3. rav... 15.12.08 14:26

    Hallo,

    vielen Dank für deine Info. Das ist wirklich interessant. Nun gut, wenn ich einen bekannten Brainteaser bekommen würde, dann würde ich nicht sofort die Lösung rausposaunen, sondern erst mal in mich gehen. Ich glaube wenn man da gleich mit der richtigen Lösung kommt, dann geht denen schon ein Licht auf.


    Ich hätte dabei an folgende Einteilung gedacht:
    50% Fallstudien (alle möglichen cases)
    10% Konzepte studieren (4P,value chain usw)
    20% Mathe üben
    10% Interviews (SWOT) üben
    10% wirtschaftliche Grundbegriffe (GUV [soll ja bei Roland Berger so wichtig sein], Bilanz)


    Würdest du bei der Einteilung etwas ändern?

    Aber ich denke mir, dass man bei so Logiktest und Brainteaser es sich nicht leisten kann gänzlich daneben zu stehen.

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  4. pml22 15.12.08 17:06

    Habe zwei Bücher mal durchgelesen. Geht ja schnell, da die meisten ja nicht gerade gehaltvoll sind von diesen Bewerbungsguides.

    Danach noch mal vier Nachmittage Partnerinterviews geübt (war sehr hilfreich).

    Wenn man es komprimiert, reicht eine Woche nebenbei (nicht Vollzeit). Brainteaser kann man nur grundsätzlich lernen, was von einem erwartet wird. Bringt nichts sich hunderte Teaser anzueignen.

    Stimme bei den Cases zu. Nicht immer die Standardframeworks nehmen. Ist zu billig und geht bei manchen Cases auch nicht. Versucht also fiese Cases zu üben, die nicht pur auf Kosten oder Umsatz gehen, sondern Kreativität erfordern.

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  5. Aka... 15.12.08 19:31

    @pml22:

    Mal für blöde, wie bereitest du dich denn auf Partnerinterviews. Typische CV Fragen, Stärken/Schwächen, warum gerade hierhin oder was hast du gemacht?

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  6. soulkid82 15.12.08 22:41

    Fallstudien beinhalten meist auch die Frameworks (ggf. in individualisierter Form). Deine Mathe-Skills (schriftliche Multiplikation und Division) kannst du am besten mit Schätzaufgaben Trainieren (Wieviele Betten hat die Hilton-Kette weltweit?). Wenn du halbwegs eloquent bist, brauchst du für das üben der CV und Motivationsfragen nicht viel Zeit. Einfach nebenher bisl durchgehen...solltest halt wissen was du so gemacht hast. Wichtig ist auch genau zu wissen was dein Zielunternehmen macht. GuV, Bilanz, Cashflow würde ich auch nebenbei etwas lernen. Brainteaser würde ich auch lernen und auf keinen Fall vergessen!

    Aber extrem sicher mit dem schriftlichen und Kopfrechnen zu sein ist sehr wichtig!

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