WHU - Bericht vom Aufnahmetest

mac... 18.05.02 13:12

Auf meinen Law School-Bericht haben recht wenige Leute reagiert, so dass ich diesmal lieber nachfrage, ob denn Interesse an einem Bericht ueber den Aufnahmetest der Wissenschaftlichen Hochschule fuer Unternehmensfuehrung in Vallendar besteht.

  1. Anonym 18.05.02 14:11

    Ja.

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  2. mac... 18.05.02 14:55

    Nun denn, und ab geht es ...

    Ich denke, dieser Bericht duerfte fuer mehrere Hochschulbewerber in diesem Jahr von Interesse sein, da auch die sagenumwobene Universitaet St. Gallen auf einen aehnlichen Aufnahmetest umgestellt hat.

    Wie von der Law School gewohnt, lag mir ein test der Firma ITB Consulting vor.

    Zunaechst die Aufgabengruppen:

    I. Textverstaendnis (wirtschaftliche Texte ueber eine bis zwei Seiten mit verbalisierten mathematischen Formeln und Zusammenhaengen)
    II. Flussdiagramme (fuer Informatiker: simplere - IF-Abfragen und loops - Struktogramme)
    III. Modellanalyse (mathematische Formeln werden ineinander eingesetzt und in ihren Indizes veraendert)
    IV. Diagramme (vgl. Law School)

    Die zeitliche Aufteilung liegt pro Aufgabenblock bei etwa einer Stunde.
    Bei der Aufgabengruppe I erhaelt man drei Texte, die es zu inspizieren gilt. Wenn es um Wechselkurse und Stueckkosten geht, duerfte man keine Probleme haben, doch einige mathematische bzw. mathematisch-wissenschaftliche Kenntnisse sollte man schon haben: So wurden Proportionalitaeten abgefragt, wobei man wissen sollte, dass die Proportionalitaetskonstante im Nenner beim Aufloesen der Gleichung nichts zu suchen hat.
    Lest auch den Text gruendlich: Manchmal verhilft Logik zwar zu richtigen Loesungen, aber der Text laesst so manche Aussagen offen ("je nach x", "entweder groesser oder kleiner" etc.). In diesen FAellen (waren zumindest bei mir) stets alle drei Antwortmoeglichkeiten als korrekt anzugeben - und ich hoffe mal, dass ich da etwas nicht missverstanden habe ;-)

    Zu den Flussdiagrammen: Wer frueher Informatikunterricht hatte und gerne auch nebenbei programmiert, sollte kein Problem haben.
    Der Zeitdruck nimmt allerdings zu: Beim ersten Teil konnte ich noch teilweise Aufgaben doppelt ueberpruefen, aber bei den Flussdiagrammen wurde ich gerade bei Schluss mit der letzten Aufgabe fertig. Die Fragestellungen erfordern teilweise, dass man Faelle durchgeht (was, wenn ...), so dass hier zum ersten Mal das Konzeptpapier zu Rate gezogen werden MUSS.

    Nach einer Pause, in der ich viele interessante Menschen kennenlernen und wiedersehen konnte, aber auch wieder einmal Zeuge des nivellierten Charakters der meisten WHU-Aspiranten wurde, ging es in die zweite Runde, bei der ich eher unter Zeitdruck stand, aber irgendwie doch sicherer wurde.
    Bei der Modellanalyse schreibt man lieber das Konzeptpapier voll, wird sich aber gerade bei den arithmetisch gehaltenen Loesungen (vier Zahlen stehen zur Auswahl, nur eine stimmt) ueber das Wiederfinden der eigenen Loesung unter den Vorgaben freuen. ERGO: Rein psychologisch gesprochen, geht es hier definitiv bergauf ! Da hat es mir zum Schluss auch gar nichts gemacht, dass ich die letzten zwei von 24 Aufgaben (okay, was wohl nach Umfragen auch nicht gerade schlecht sein soll, aber man geht doch mit hohen Zielen in solch einen test) erraten musste.

    Es folgen die Diagramme, die mir von der Law School bekannt waren: Man stellt sehr frueh fest, dass teilweise abgetastet werden soll, inwiefern man imstande ist, sein eigenes Denken zu optimieren.
    Wenn bei den Antwortmoeglichkeiten nun einmal von absoluten Haeufigkeiten die Rede ist und man aus dem Diagramm nur Relatives ablesen kann, dann sollte man daran keine Zeit verschwenden. Es gab jede Menge solcher Fragen.
    Auf der anderen Seite sollte man die Kunst des Kopfrechnens und Rundens beherrschen: Jede mathematisch zu loesende Aufgaben (und sie waren in einer betraechtlichen Zahl) sollte man sich auf Papier notieren, da runden und im Kopf ausrechnen. Bei mir hat es, denke ich, funktioniert. Das ist allerdings auch eine Frage des Trainings.

    Als dann der test vorueber war, suchten wir alle schon unseren Wagen ;-) Aber amuesant war es alle Male - und bei der Zahl von nur 400 Bewerbern rechnet man sich auch gute Chancen aus.
    Primaer sollte es aber darum gehen, dass diese Tests endlich mal analysiert werden moegen, als dass sie staendig die Bewerber analysieren.
    Es herrscht - ich betone es - ganz klar Schematismus vor. Ich fuehlte mich nach dem Law School-test um einiges sicherer, und das Auge ist auf einmal viel trainierter fuer Details und Taeuschungsversuche.

    Ich hoffe, einigen Leuten, die sich viell. im naechsten Jahr an der WHU oder im naechsten in St. Gallen Bewerben moechten, und auch den anderen weitergeholfen zu haben.

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  3. mac... 18.05.02 14:58

    Ich meine natuerlich, in diesem Jahr in St. Gallen ...

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  4. Anonym 18.05.02 16:59

    danke für Deine hilfreichen Ausführungen. Hat evtl. noch jemand Erfahrungen aus den Auswahltests der WHU oder der anderen Schulen/Institutionen?

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  5. mac... 18.05.02 18:56

    Stefan, hier eroeffnet sich allerdings auch die Diskussion, welche Art von Aufnahmepruefung die aussagekraeftigste ist.
    Ganz kontrovers erscheinen einem die Wittener Auflagen, aber sie haben ihre Existenzberechtigung schon allein darin, dass die meisten Tests oftmals zufaellige Momentaufnahmen darstellen.

    Was meint der Rest ?

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  6. Anonym 18.05.02 18:23

    Informierst Du uns dann bitte auch über Deine Erfolge und die jeweiligen Einzelgespräche...

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  7. Jan... 18.05.02 19:34

    Nein.

    ;-)

    Upps ... Er hat wohl doch schon irgendwie "unüberlegt" gehandelt. ;-)

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  8. Anonym 18.05.02 20:15

    ja ganau, die Gespräch sind ein Tick interessanter...

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  9. Hen... 30.10.02 15:52

    warum auch nicht ist genauso interessant wie AC-Tests, nur ein paar jahre früher,bzw für andere Personegruppe... also IMHO berechtigt

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  10. Hen... 30.10.02 15:52

    will sagen mehr tests und infos auch von anderen Unis etc

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