es gibt auch noch fachhochschulen

fon... 06.08.02 23:01

es euch vielleicht schonmal aufgefallen, daß es in deutschland auch noch fachhochschulen gibt ? ich kann diesen Uni Köln, mannheim, eichstätt, witten-herdecke, EBS WHU kram wirklich nicht mehr sehen !!! meiner meinung nach ist das wenig informativ im Forum und viel zu einseitig auf die angeblichen " 10 top unis" ausgelegt.

  1. Jan... 07.08.02 09:12

    Hab noch was vergessen: Die Aussage dass Leute ohne Abi nix taugen halte ich fuer arrogant und unangemessen. Abgesehen davon, dass es bei uns am Fachbereich fast nur Abiturienten gibt kenen ich welche mit jahrelanger Berufserfahrung die von ihrem Job mehr verstehen als macher der von der Top Uni kommt und mir zwar einen Theorienstreit in aller Ausfuehrlichkeit darstellen konnte aber noch nie einen Vetrag aufgesetzt hatte. Im Studium macht's die Mischung!

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  2. mac... 07.08.02 09:45

    Oh ja, Janni, ich habe heute noch nicht gefruehstueckt, aber Du hast mich soeben des Appetits beraubt !

    Bitte wende nicht dieses Totschlagargument des "intellektuellen" Abiturienten an, der nicht ueberlebensfaehig ist ! Abitur ist in meinen Augen ein obligater Bestandteil eines guten Ausbildungsfundaments, ueber das man nicht weiter zu reden braucht. Ausserdem habe ich mich, soweit ich mich erinnern kann, nie gegen eine praxisorientierte Ausbildung ausgesprochen, nur herausgestellt, dass beispielsweise die WHU als Vertreter der privaten Hochschulen einen guten Kompromiss zwischen Theorie und Praxis darliefert. Wenn Du also meine Aussagen angreifen moechtest, dann diese und keine andere.

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  3. Anonym 08.08.02 14:35

    Hallo macb3th !

    Deiner Aussage:
    "Abitur ist in meinen Augen ein obligater Bestandteil eines guten Ausbildungsfundaments" kann ich gar nicht zustimmen. ... aber ... (mein ... aber weiter unten ...)

    Willst Du damit sagen, das man ohne Abitur (ABI) nichts wird?

    Ich habe kein ABI !!!!!!!

    Zu meiner Schulzeit (1969-1979) durfte nicht jeder so einfach das ABI machen. Die Plätze waren limitiert (so wie vielleicht heute die zulassungsbeschrängten Studiengänge). Man konnte nicht einfach frei entscheiden zum ABI zu gehen. Man wurde ausgewählt, von der Schule. Im Durchschnitt gab es je Klasse für 0 bis 2 Schüler die (planmäßige) Möglichkeit zum ABI zu gehen (heute würde man dies vielleicht als Quotenregelung bezeichnen ?). In meiner Klasse gabe es aber 3 Anwärter (ich nicht dabei). Die 3. konnte nicht gehen, da sie aber Grundschullehrerin werden wollte, sagte man ihr, daß sie bis zur 10. Klasse (POS) machen solle, und sie hätte trotzdem die Möglichkeit Grundschullehrer zu studieren (offensichtlich war ABI dafür nicht unbedingt nötig). Und sie ist es geworden. (Allerdings arbeitet sie heute nicht mehr als Lehrer - offensichtlich wird ihr Abschluß nicht gleichwertig anerkannt, so daß sie Schwierigkeiten hat eine Stelle zu finden.)

    Ich selber habe nach der Schule eine ganz normale Lehre als Installateur gemacht und dann einige Jahre auf verschiedenen Baustellen der Republik gearbeitet. Irgendwann sagten mir meine Kollegen: "Du machst Dir einen zu großen Kopf, um (organisatorische) Dinge, welche Du als Facharbeiter gar nicht zu lösen hast ... vielleicht solltest Du studieren."
    Ich dachte darüber nach. Normalerweise wurde man zum Studium deligiert. Da gab es auch wieder ein Plan. Wo ich gearbeitet hatte, konnte man jedes Jahr nur einen deligieren.
    Ich bewarb mich um eine Deligierung, diese wurde beführwortet, jedoch kamm einer von der Armee zurück. Da er 3 Jahre da war (ich nur 1,5) mußte er bevorzugt deligiert werden, so wurde ich um ein Jahr zurück gestuft.
    Zum Glück hatte ich gehört, daß man doch versuchen kann sich selber ohne Deligierung zu einem Studium zu Bewerben (sollte eine Studienplanstelle frei sein, hätte man eine Chance) - ich versuchte es, und es hat geklappt.
    So habe ich an einer Fachschule studiert: Ingenieur für Hochbau (bzw. Bauingenieur).
    Mit der Wende, wurde die Schule in der Rang einer FH erhoben, jedoch inzwischen aufgelöst.
    Mein Abschluß wurde auf Antrag in der Rang einer FH erhoben, so daß ich mich jetzt Dipl.-Ing.(FH)Bau nennen kann.

    ... Aber ... vielleicht ziehlte Deine These ja nur dahin, daß Du meintest, daß man HEUTE ohne ABI nichts werden kann. Dies könnte vielleicht sein.
    Weil heute so gut wie jeder ABI machen kann, ist ABI haben fast so was wie Standart geworden.
    Zunehmend wählen Unternehmen deshalb nur Abiurienten als zukünftige Mitarbeiter aus (obwohl es inzwischen schon wieder einen Gegentrent geben soll). Das Standart-Abschluß-Nivau hat sich gehoben:
    Früher (meines Vaters-Zeit) galt ein Schulabschluß 8. Klasse als Standart, gute Schüler machten 10 Klassen.
    Zu meiner Zeit galt als Standart 10 Klassen, wenige schlechte hatten nur 8 Klassen, wenige gute hatten ABI
    Heute, zu Zeiten meiner Tocher, entwickelt sich scheinbar langsam das ABI zum Standart, 8 Klasse Abgänger gibt es eigentlich nicht mehr (oder?) und 10 Klasse-Abschluß wird zunehmend als "war nicht gut genug ABI zu machen" bewertet.
    Vielleicht kommt deshalb Deine Meinung zu Stande.

    ... Aber ... die Frage stellt sich, ob die Ausbildung von heutigen Abiturienten besser ist als von 10. Klässlern zu meiner Zeit. So langsamm wage ich dies zu bezweifeln (UND PISA SCHEIN MIR DA RECHT ZU GEBEN) Ich werde es sehen, wenn meine Tochter so weit ist, noch ist sie in der 4.Klasse.
    Wenn ich mir jedoch das Bildungsnivau von der 1. bis 3. Klasse heute ansehe, dann hat mich PISA gar nicht überrascht. Die Schulausbildung zu meiner Zeit war besser. Das, was meine Tochter Ende der 4. Klasse gehabt haben wird, hatten wir einfach viel eher, Ende der 2.Klasse, Anfang der 3.Klasse.
    Vielleicht liegt es daran, daß heute in der 1. und 2. Klasse mehr gespielt wird als unterrichtet und es keine Zensuren gibt. Das was heute in der 1. und 2. Klasse gemacht wird, hatten wir zu meiner Zeit in der Vorschule. Nivau Ende 2. Klasse heute, war Nivau Ende 1.Klasse zu meiner Zeit.
    Selbst meine Tochter hat dies selber schon gemerkt. Ich muß dazu sagen, daß sie aus Vietnam kommt (sie ist nun die beste in der Klasse !!!) und dort noch die 1. Klasse und noch die 2. Klasse einen Monat besucht hatte. Hierher nach Deutschland gekommen wurde sie (wegen Deutsche Sprache) in die 1.Klasse eingeschult. Eines Tages (zu Anfang der 3.Klasse) sagte sie plötzlich:
    "Heute haben wir was neuses (im Mathe) gemacht, aber irgendwie kannte ich das trotzdem schon" Wir sahen zufällig mal in ihre Hefte von Vietnam. Sie hatte diesen Stoff bereits in Vietnam Anfang der 2. Klasse begonnen.
    Ergänzend: Schulnivau Vietnam und DDR (meiner Zeit) war und ist sehr gut vergleichbar, gleichwertig ...

    WENN SICH DIESE SCHLECHTE Ausbildung IN DER SCHULE HEUTE SO DURCH ALLE SCHULSTUFFEN WEITER DURCHZIEHT, DANN SEHE ICH Schwarz, ....

    Hier in Sachsen-Anhalt wird nach PISA viel diskutiert über 13. Schuljahr ja/nein.
    Ich denke, das geht alles am Problem vorbei, weil dieses bereits in der Grundschule beginnt .......

    Genauso geht Eure Diskusion am Problem vorbei. Einige von Euch scheinen BWL zu studieren. Ich halte nicht viel davon.
    Ich mache z.Z. eine Weiterbildung zum Assistenten der Geschäftsführung. Da haben wir auch ein Fach BWL. Irgendwie kommt uns vieles bekannt vor aus Zeiten anseres Studiums zu DDR Zeiten - da nannte man das Ganze soz.Betriebswirtschaft, gut einiges ist anders. Jedoch viele Punkte (von welchen man uns zu Wende Zeiten sagte: "deshalb ist die DDR und der Soz. gescheitert" existieren in der heutigen BWL auch ...
    ... vielleicht gehen wir deshalb heute auf eine große Weltwirschaftskrise zu ...

    Ob Ihr BWL-er uns davor retten könnt ?
    Vor allem mit Eurer Diskussion an welcher Uni zu studieren besser ist ?

    Enscheidend ist heute das Umfeld beim Studium.
    Ich könnt noch einiges plaudern aus meinen Erfahrungen (ich war inzwischen nach der Wende auch schon zum Englisch an der Uni) ...
    .... doch meine Meinung ist lang genug und so höre ich hier auf.

    cu
    Esperanto

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  4. Anonym 08.08.02 15:14

    "Die Schulausbildung zu meiner Zeit war besser. Das, was meine Tochter Ende der 4. Klasse gehabt haben wird, hatten wir einfach viel eher, Ende der 2.Klasse, Anfang der 3.Klasse. "

    Sorry Esperanto, aber den satz werden in 300 Jahren Eltern immer noch ihren Kindern erzaehlen, dass damals alles schwerer und besser war. Meines Erachtens ganz grosser Schwachsinn...


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  5. mag... 07.08.02 09:50

    Hallo Leute,
    es ist für mich immer wieder unverständlich, warum so ein Thema selbst schon unter Studenten diskutiert wird. Meiner Meinung nach kommt es nicht auf die Hochschule an, wie man ausgebildet ist, sondern auf einen selbst. Daher war es für mich immer schon ein wenig überraschend, daß z.B. grosse Unternehmensberatungen darauf wert legen nur Universitätsabsolventen zu nehmen. Der Unterschied liegt nicht in FH zu Universität, sondern vielmehr in Hochschule zu Hochschule. Und zwar liegt der Unterschied im Angebot der Hochschule. Und dieses Angebot muss erst einmal angenommen werden. Daher kann für mich ein Student der FH Hintertupfingen (war jetzt mal ein fiktives Beispiel) genau so gut sein, wie ein Student von der WHU oder der Uni Witten/Herdecke. Allerdings wird sich auch aus finanziellen Gründen das Angebot unterscheiden. Man sollte allerdings bedenken, dass sowohl WHU als auch EBS mal als FH begonnen haben und erst seit relativ kurzer Zeit einen Uniabschluss vergeben. Hier sollte man sich allerdings Fragen, warum gerade diese Hochschulen das dürfen und was diese von einer FH unterscheidet! Vielleicht können mir ja gerade die Leute, die hier in dem Forum die WHU so stark vertreten mal erzählen, was der Unterschied zwischen einer WHU und einer FH Reutlingen odfer einer PFH sind. Für mich besteht der Unterschied in einem differenten Angebot und einer längeren Erfahrung. Aber die Studenten müssen trotzdem alle Buchführung und KLR können. Ich persönlich bin gerne auf der PFH, sehe allerdings mittlerweile viele Vorteile einer öffentlichen Uni oder auch FH. Denn ist euch schon mal aufgefallen, egal ob Ihr an der WHU, FH Reutlingen oder der EBS studiert, daß Ihr Euch den ganzen Tag nur mit BWLern ungebt und dass das mit der Zeit zu einer Schrumpfung des eigenen Horizonts führen kann. Denn genau das ist es, wo ich sage, es kommt nicht auf die Hochschule selbst an, sondern auf die Person, die ein bestimmtes Angebot annimmt und eventuelle Mängel aufdeckt und diese durch eigenes Engagement verbessert. Wünsche einen angenehmen Arbeits-/Studientag.
    Gruss aus Frankfurt
    Markus

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  6. Anonym 07.08.02 11:17

    "Denn ist euch schon mal aufgefallen, egal ob Ihr an der WHU, FH Reutlingen oder der EBS studiert, daß Ihr Euch den ganzen Tag nur mit BWLern ungebt und dass das mit der Zeit zu einer Schrumpfung des eigenen Horizonts führen kann. "

    @ maggusstr

    ganz deiner meinung, dafuer ist es danach dann auch um so schoener mal wieder mit nicht BWLern zu diskutieren. Nach dem Motto, mann muss erst mal ein BWL-Studium durchgefuehrt haben, um danach die wirklich schoenen Dinge des Lebens zu erkennen...

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  7. Anonym 07.08.02 14:58

    "Vielleicht können mir ja gerade die Leute, die hier in dem Forum die WHU so stark vertreten mal erzählen, was der Unterschied zwischen einer WHU und einer FH Reutlingen odfer einer PFH sind. Für mich besteht der Unterschied in einem differenten Angebot und einer längeren Erfahrung."

    Sorry, gehe zwar nicht zur WHU, noch zur EBS, habe aber dennoch eine Meinung dazu. Ich denke der Vorteil der "Business Schools" liegt eindeutig in der Guete der Profs.

    Diese bringen die akademische und wissenschaftliche Erfahrung mit um die Faecher zu unterrichten, haben jedoch schon in der realen Welt gearbeitet - Erfahrungen, von denen man nur profitieren kann um Sachverhalte zu verstehen. Das ist etwas das ich den oeffentlichen Unis naemlich vorwerfe.

    Dass z.B. Fremdsprachen nur von Muttersprachlern unterichtet werden sind dann nur noch extras, die einen guten Ruf unterstuetzen.

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  8. Anonym 07.08.02 17:31

    genau raoul wir haben uns schon ne meinung zu den whulern und ebslern gebildet...

    by the way finde die ganze diskussion ein wenig überflüssig...nicht auf welche Uni / FH / Baumschule man geht ist entscheident, sondern was man aus sich im arbeitsleben macht!

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  9. Suesse 07.08.02 22:50

    Danke, Björn! Mehr gibt es zu dieser leidigen Diskussion einfach nicht zu sagen als: Es kommt darauf an, was man selbst draus macht. Alles andere sind Marginalien.

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  10. runaway 08.08.02 17:17

    könnt ihr dieses Fazit nicht am Anfang der Diskussion posten? ;-) ich les mir hier einen ab...

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  11. Anonym 09.08.02 11:37

    sollten wir mal überlegen!

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  12. Anonym 08.08.02 09:41

    hi bjoern,

    "by the way finde die ganze diskussion ein wenig überflüssig...nicht auf welche Uni / FH / Baumschule man geht ist entscheident, sondern was man aus sich im arbeitsleben macht!" ... den Satz kann man erweitern mit: Scheiss egal ob man Abi hat oder nicht, ob man Maurer wird oder Startrader bei JPMorgen... hauptsache man fuehlt sich wohl in seiner Haut

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  13. Anonym 09.08.02 11:39

    ESO es!

    lass uns doch ein Forum mit guten floskeln aufmachen...

    sowas wie: "wenn du spaß an deiner arbeit hast, bist du auch gut!"

    oder "lieber ein glücklicher straßenfeger als ein unglücklicher arzt."

    und

    und

    und

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  14. Che... 09.08.02 13:52

    Hoert sich gut an, am besten gleich ne ganze Foren-Sparte... nennen wir es neudeutsch: Business-Esotherik oder so... Job-Wellness ? *gg*

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  15. runaway 09.08.02 12:34

    hi luoar,
    die (zum. hier) ungeschriebene Regel der "pursuit of happiness" beinhaltet nunmal auch diese Gleichgültigkeit.. ;-)

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  16. Anonym 07.08.02 11:28

    "aber auch FH's haben teilweise sehr gute und anspruchsvolle Studiengaenge"

    Ich glaube in der Aussage liegt genau der Knackpunkt in der Diskussion zwischen FH oder Uni. Meines erachtens ssind Uni-Absolventen besser ausgebildet als FHler (im Schnitt!!!°

    Wenn man nun davon ausgeht, das man in einem Ausfallprozess es sowieso nicht schafft die Rosinen (die Outperformer) rauszupicken, dann sollte man von vorneherein nur Uni-Absolventen einstellen (wenn ich in Statistik gut aufgepasst habe, dann stimmt das sogar mathematisch)

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  17. mag... 07.08.02 11:48

    Ist Dir eigentlich bewusst, dass die HfB auch als FH gegründet wurde und nur durch die ausländischen Studienabschlüsse kein FH-Diplom mehr vergeben "muss". Auch fehlt mir ein bischen bei Deinen Aussagen das Fundament. Woran erkennt man, dass ein Uni-Absolvent besser ausgebildet wurde, als einer von der FH (so wie wir beide welche sind). Einer, der BWL studiert hat, möchte doch auch in einem Betrieb arbeiten, in unserem Wirtschaftssystem können wir auch gleich von einem Unternehmen sprechen. D.h. das Wichtigste ist, dass der Absolvent fähig ist zu arbeiten und die Arbeitsschritte erfolgreich zu begehen. Wenn er weiter kommen möchte, dann muss er über diese Arbeitsschritte hinausdenken müssen. Bleibt für mich doch eher die Frage offen, ob ich einen BWLer einstelle oder lieber einen Naturwissenschaftler. Denn die haben ein wirklich schwieriges und anspruchsvolles Studium. Und cih habe schon viele Naturwissenschaftler gesehen, die in der Wirtschaft arbeiten, aber keinen BWLer der irgendwo in der Pharma-Forschung arbeitet. Das heisst, dass das Studium der BWL uns zwar einige Tools mitgibt, die wir später anwenden können, allerdings kommt es dann auch wieder auf die Person selbst an, wie und in welchem Bereich sie diese Tools einsetzen kann. Und die paar Tools (ca. 5-10 % des BWL-Wissens), die wir dann wirklich verwenden können, die kann sich jeder in den ersten 6 Monaten des Arbeitslebens aneignen.
    Ich glaube demnach nicht, dass die besseren Absolventen im Durchschnitt von der Uni kommen, sondern vielmehr glaube ich, dass es ein Überangebot von Betriebswirten gibt, der dazu führt, dass Personalabteilungen sich ihre Absolventen von solchen Hochschulen hoeln, wo sie schon jahrelang gute Erfahrungen gemacht haben. Daher muss sich eine junge Hochschule, sei es nun FH oder Uni, natürlich erst einen Namen machen. Der Inhalt des Studiums ist sowieso bis zum Vordiplom der Gleiche.

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  18. Anonym 07.08.02 13:38

    @ maggustr

    klar weiss ich, dass die hfb eine FH ist. Uebrigend, da ich schon seit 99 dort studiere, werde ich auch am Ende den Abschluss Dipl-Betr. (FH) tragen. Ich gehoere somit also in die Gruppe "im Schnitt schlechter". - Das ist uebrigens auch der Grund, warum ich mich ueberhaupt traue die Aussage Uni-Studenten sind besser als FHler.

    Generell wird m.E. von einem BWLer erwartet, dass er die wirtschaftlichen Zusammenhaenge eines Problems erkennt (und das schneller als ein "Normalo"), dass wird meines Erachtens von einem Naturwissenschaftler nicht so sehr erwartet.

    Klar arbeiten BWLer in der Pharma-Forschung, aber im Projekt-Controlling und nicht im Labor - dort haben die auch gar nichts zu suchen :-)

    @ all

    "Daher muss sich eine junge Hochschule, sei es nun FH oder Uni, natürlich erst einen Namen machen. Der Inhalt des Studiums ist sowieso bis zum Vordiplom der Gleiche."

    Wie lange gibt es eigentlich die WHU, die EBS, Witten-Herdecke und wie sie alle heissen eigentlich schon.

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  19. meydo 07.08.02 16:07

    ein anderer apsekt der nicht zu unterschätzen ist, die Uni-studenten müssen wesentlich slebständiger sein, um sich durch das wirre Studium zu schlagen... das Studium ist leider nicht so durchstrukturiert wie an das an der fh. meiner meinug nach ist diese organisationarbeit sogar die größte kunst an einem zügigen Studium. außerdem verdient man mit einem Uni-abschluss auch gleich mehr.

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  20. Anonym 07.08.02 17:12

    das mit dem mehr verdienen stimmt m.E. nicht ganz, Private FHler brauchen glaube ich nicht im schatten von offentlichen Uni-Studenten stehen...

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  21. Anonym 07.08.02 17:35

    Die Privaten FH`ler sind ja auch in der Regel Businessschoolstudenten-siehe PFH/ISM/HFB. was Sie auch sollten bzw. müssen, ich meine wenn man schon zahlt dann soll es sich ja auch lohnen.;-)
    Hab gerade einen Freund getroffen der seit kurzem auf der FH studiert und selber von dieser behauptet, dass die Klausuren oder die restlichen Prüfungsleistung von insgesamt 40 (das allein ist doch schon wahnsinn!-in Köln ist man mit 11 Scheinen fürs Grundstudium volkommen ausgelastet! )fürs Vordiplom zur Uni einfach ein Witz sind.

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  22. Anonym 07.08.02 17:36

    wenn du dir mal die durchschnittseinstiegsgehälter z.b der HfB und der Uni Köln für BWL vergleichst...da liegen Welten zwischen!!! in DM rund 30.000 DM pro Jahr...das liegt zum einen daran, daß die hfbler in einer bank arbeiten und nicht jeder kölner bwler bei jp morgan als startrader in London anfängt....

    nichtsdestotrotz finde ich die ganz diskussion aus dem oben genannten grund überflüssig!

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  23. Suesse 07.08.02 23:13

    hey, gerade das empfinde ich als riesen vorteil am Uni-Studium: selbständig organisieren und auswählen können statt stundenplan vorgesetzt bekommen!
    aber das ist schlicht eine geschmacksfrage. und vielleicht für manche eine Frage der selbstdisziplin oder auch noch ganz anderer umstände wie jobben müssen o.ä. (mit dem zeitkorsett eines fh-studiums hätte ich mich z.b. nicht ohne weiteres finanzieren können, an der Uni ist man da einfach flexibler).

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  24. Anonym 08.08.02 09:52

    Mit der Selbstdisziplin hast du vollkommen Recht. Ich haette ein kleines Motivationsproblem, wenn ich mir in den ersten Jahren einen Hoersaal mit 500 Leuten teilen muesste und ich mich gluecklich schaetzen muesste, wenn ein paar Profs meinen Namen kennen wuerden. Da fuehle ich mich mit 20 Leuten in einer Klasse (ich gebe zu, wir haben mal mit 30 angefangen) doch sehr viel wohler. - Aber das muss sicherlich jeder fuer sich selbst entscheiden...

    Die Auswahlmoeglichkeiten an einer FH sind wirklich nicht so prickelnd, aber nach dem Grundstudium, kann man sich ja dann doch seine Schwerpunkte setzen. D.h. nimmt man eher die mathematischeren Faecher oder eher die Labberfaecher (soll nicht abwertend klingen, mir faellt nur kein anderes Wort ein)

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  25. Gal... 08.08.02 12:30

    Stundenplan vorgesetzt bekommen? Kann ich nicht BESTätigen. Bin an der FH in Nürnberg und studiere BWL (war vorher an der Uni) und da ist aber überhaupt kein Unterschied was die Freiheiten bei der Wahl des eigenen Stundenplans betrifft. Ich kann meine Fächer belegen wann/wie ich will. Vor allem wird fast jede Veranstaltung von mindestens 2 verschiedenen Professoren angeboten.
    Also das mit dem vorgegebenen Stundenplan hängt stark von der FH und dem Studienfach ab und kann so nicht verallgemeinert werden!

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