1.Staatsexamen Jura + Einstieg in Eventbranche

Mayhem80 10.08.04 20:21

Hallo zusammen,

Ich würde gerne eure Meinung zu folgendem Problem hören:

Ich bin Jurastudent, stehe kurz vor dem 1. Examen und werde beim (hoffentlichen) Bestehen des 1. Examens im nächsten Jahr Anfang 25 sein. Meine letzte mündliche Prüfung müsste ca. im März/April 2005 sein!

Nun möchte ich nach dem 1. Examen definitiv nicht das Referendariat angehen, sondern möchte mich umorientieren. Am liebsten in Richtung "Eventmanagement". Nach einiger Recherche im Netz habe ich nun folgende Alternativen:

1. Trainee oder Volontariat bei einer Eventagentur und nebenbei Studium "Eventmanagemen-Ökonom" an der VWA (Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie) - Dauer = 2 Jahre (mit Ende 27 fertig)
2. Duales Studium Messe und Kongress an der BA Ravensburg - Dauer = 3 Jahre (mit Ende 28 fertig)
3. Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und gleichzeitig Weiterbildung zum Eventmanager an dem Studieninstiut IST in D'dorf - Dauer = 2 1/2 Jahre (mit Anfang 28 fertig)

Was würdet ihr tun? Wo seht ihr Vorteile oder Nachteile?Kennt ihr das Studieninstitut IST bzw. die VWA - wie sind eure Erfahrungen dazu bzgl. Anerkennung in der Wirtschaft?

Würde mich über Antworten freuen - am Besten natürlich von Juristen, die auch nach dem 1. Examen aufgehört haben oder von Leuten, die in der Eventbranche tätig sind....
Aber natürlich sind auch alle anderen zu einer (hoffentlich) regen Diskussion eingeladen.... :-)

Euer,
Juraopfer :-)
PS: Wenn noch jmd. einen guten Aufbaustudiengang in diesem Bereich kennt, bitte auch posten

  1. Anonym 13.08.04 11:21

    hej Juraopfer,

    ich würde Dir zu Option 1 raten: rein in die Praxis - und sich nicht unter Wert verkaufen (lassen), denn immerhin hast Du mit dem 1. Examen dann etwas in der Tasche, wozu viele Leute in dieser Branche intellektuell vermutlich nicht ganz so leicht in der Lage wären... Zudem herrscht eigentlich über all dort, wo man von Jura kaum Ahnung hat wie z.B. in der von avisierten Branche, ein geradezu naiv großer Respekt vor Jura vor. Daher schätze ich Deine Einstiegschancen 'als Trainee' o.ä. gar nicht mal so schlecht ein.

    Weiterhin würde ich an Deiner Stelle bedenken, dass Du so schnell wie möglich auch ganz praktische Berufserfahrung sammeln solltest, gerade in so einer schnellebigen Branche wie dem Event-Management.

    Option 2 halte ich für minderwertig gegenüber 1, weil Du dann bereits einen höheren Abschluss als den BA an der BA erworben hast und Dir die Praxiskenntnisse auch in 1 holen kannst/wirst

    Option 3 wiederum ist reputationsmäßig noch geringer als 2...

    Schöne Grüße aus Wuppertal,

    Abraxas

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  2. Mayhem80 15.08.04 10:18

    Hallo Abraxas,

    Vielen Dank für deine Antwort! Die 2. Option habe ich mittlerweile auch verworfen, u.a. aus den von dir genannten Gründen!
    Aber eine Frage hätte ich noch: Warum schätzt Du die 3 Option für reputationsmäßig gering an? Schließlich sammelt man dabei auch Praxiserfahrung und v.a. hat man einen ABSCHLUSS in der Tasche, was bei der 1. Alternative ja nicht wirklich gegeben ist.
    Das ist nämlich der Punkt, der mir bei der 1. Alternative am meißten Sorgen bereitet - Denn schließlich ist auch das Jurastudium mit "nur" dem 1. Examen kein "vollwertiger Abschluss", wie z.B. ein Magister!
    Und wenn ich dann irgendwann so ganz ohne "richtige Abschlüsse" dastehe, weiß ich nicht, ob mir das viel bringt, dass ich ja eigentlich Akademiker bin!

    Würde mich freuen, wenn Du schreiben würdest, was Du zu meinen Sorgen sagst!

    Danke und Grüße aus Westfalen,
    Mayhem

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  3. furby 15.08.04 11:59

    Ich halte das 1. StEx durchaus für einen vollwertigen Abschluss (in einigen Bundesländer kannst du dich damit ja mittlerweile auch Dipl.-Jurist nennen..), du hast de facto ein Hochschulstudium erfolgreich beendet und viele Juristen gehen nach dem ersten völlig an andere Wege..Insofern würde auch ich die Option eins vorziehen. Rein in die Praxis!

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  4. Mayhem80 15.08.04 14:56

    @furby:

    Ich persönlich halte das 1. Examen auch für einen vollwertigen Abschluss, aber es bleibt doch irgendwie immer die Angst, ob es einem irgendwann mal zum Nachteil werden kann. Aber Mut zahlt sich ja auch (hoffentlich)...

    Aber auch an dich die Frage: Warum die 1. und nicht die 3. Option - schließlich beinhalten beide Praxiserfahrung!

    Danke jedenfalls für die Antwort!

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