Angebot liegt vor ... Überschneidung mit weiteren Möglichkeiten. Was tun?

Dar... 17.09.07 21:18

Hi squeaker!

Vielleicht ein etwas ausgefallenes Problem, aber bei mir sieht es wie folgt aus: Mir (Absolvent, 1,4er Diplom, WiInf) liegt ein Angebot bezüglich eines Direkteinstiegs in die IT-Beratung vor. Konditionen gehen soweit "ok", denke ich (Eckdaten: 40 std/woche, ~40k p.a. + ausgezahlte Überstunden, kilometerpauschale).

Nun überschneidet sich die "Entscheidungsfrist" dieses Angebots allerdings mit 2 weiteren Terminen bei sehr interessanten Arbeitgebern bei denen ich jeweils in der zweiten Bewerbungsrunde stehe.

Was ist eurer Meinung nach die geschickteste Vorgehensweise in dieser Situation? Ich würde mir schon gern zumindest mal anhören was "die anderen" so zu bieten haben. Aber ist es ratsam um eine Verlängerung der Bedenkzeit zu bitten?

  1. Anonym 18.09.07 07:27

    Vor diesem Problem habe ich auch Angst... hast du den Vertrag denn schon vorliegen? Was steht bezüglich Vertragsstrafe und Kündigungsfrist in der Probezeit drin?
    Um eine Verlängerung der Frist zu bitten ist so eine Sache.. dann weiß dein AG ja genau, dass er nur 2. Wahl ist. Ist die Frage, ob ich das tun würde.
    Wenn dir das Angebot gefällt, dann unterschreibt. Falls dann ein anderes Angebot wirklich so viel besser sein sollte, musst du zur Not in der Probezeit kündigen oder das Unternehmen sofort anrufen und um einen Aufhebungsvertrag bitten.
    Nur: dann stehst du bei dem U. auf der Blacklist. Man sollte sich das also immer gut überlegen.

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  2. Anonym 18.09.07 09:30

    Hi,

    ich sehe das ein klein wenig anders: die Unternehmen wissen ja, dass sie bei guten Absolventen auch im Wettbewerb zueinander stehen. Nicht zuletzt deshalb kann man durchaus auch offen, aber immer freundlich, kommunizieren, dass man um eine Verlängerung der Entscheidungsfrist bittet, um das Angebot mit anderen Optionen abwägen zu können. Wer sich hier bereits nicht kooperativ zeigt, ist meines Erachtens auch als Arbeitgeber vielleicht nicht so erwählenswert. Ich habe das bei meinem AG (U-Beratung) jedenfalls so gemacht und es war überhaupt kein Thema. Die sind froh und glücklich, wenn sie gute Leute wie Dich gefunden haben und werden im Zweifelsfall versuchen einen Workaround um ihr aktuelles Kapazitätsproblem zu machen, damit Du dann halt einen Monat später einsteigen kannst.
    Kleiner Tip am Rande aber sonst noch: setze Dir selber unbedingt eine Frist, bis zu der Du Dich entscheidest. Das führt dazu, dass Du die verschiedenen Optionen dann genauer abwägst vor dem Zeithintergrund und Du weiterhin auf mögliche andere Optionen / Unternehmen klar reagieren kannst: bis zum xx.xx. müssten wir bitte eine Entscheidung treffen können usw.

    viel erfolg bei der entscheidung - da ist leider immer wieder viel glück und unsicherheit dabei... :-(

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  3. der... 18.09.07 12:15

    Ich sehe das wie Pritt. Ein Angebot auszuschlagen ist zwar keine schlimme Sache, aber wichtig ist, sich das alte Sprichwort mal vor Augen zu führen: "Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach."

    Ich würde also unterschreiben und die anderen Feedbacks abwarten. Ggf. kannst du bei den anderen Unternehmen anrufen und denen mitteilen, dass du ein Angebot vorliegen hast, aber gern ein Feedback haben möchtest. Sofern in dem Dir vorliegenden Angebot nicht von einer Vertragsstrafe bei vorzeitiger Kündigung steht, unterschreib und kündige dann ggf. wieder vor Arbeitsantritt (2 Wochen zum 15. oder Monatsende).

    Eine Verlängerung der Bedenkzeit ist nicht ratsam!

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  4. Anonym 18.09.07 13:56

    Hier is ja wirklich eine schöne Diskussion zustande bekommen. So etwas braucht dieses Forum wirklich :)

    Wie gesagt, es ist die Frage, wie die Kündigungsfrist aussieht. Ich habe gehört, dass es oftmals auch 4 Wochen zum Monatsende sind. Das ist schon viel! Aber ich denke, wenn jemand von Anfang an offen sagt, dass er den Job nicht machen möchte, dass das U. dann auch so kooperativ ist und einen Aufhebungsvertrag macht. Was hat das U. davon, dich 2 Monate unmotiviert da arbeiten zu lassen? Gar nichts! Man bedenke ja auch, dass du noch eingearbeitet werden muss etc...

    Wie lange hat man überhaupt Zeit sich zu entscheiden, wenn das Angebot vor liegt?

    Die Frage ist nur, was das U. dann wirklich macht, wenn man nach einer Verlängerung fragt. Meint ihr, dass die dann ihr Angebot zurückziehen?

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  5. fre... 19.09.07 19:52

    Je schlechter die Bezahlung, desto kürzer die Annahmefristen...

    Frist einfach verlängern lassen (Email reicht) - das ist deren täglich Brot. Gerade mit dem Abschluss lecken sich momentan alle die Finger nach Dir. Die würden NIE ihr Angebot zurückziehen. Ich würde immer mit offenen Karten spielen aber die anderen potenziellen Arbeitgeber nicht nennen. Kannst Du machen, sobald Du Dich entschieden hast. Das freut dann deren Recruiting.

    Denk dran, dass Du von den angegeben Eckdaten her auch Chancen hast, die Hälfte mehr zu verdienen (auch wenn das dann nicht so IT-lastig wäre).

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  6. Dar... 19.09.07 20:05

    Danke für die zahlreichen Meinungen zu dem Thema. Hat mir wirklich geholfen. Gern auch noch mehr davon, wenn es noch gute Argumente gibt, die noch nicht geäußert wurden.

    Künftiger Job sollte allerdings schon im IT-Bereich liegen. Da sind einfach meine Schwerpunkte in der Ausblindung und entsprechend auch meine Interessen - auch wenn das ein paar tausend € im Jahr weniger bedeutet.

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  7. Marni 25.09.07 13:47

    Hallo!
    Ich gehe mal davon aus, dass Du ein Angebot von Accenture vorliegen hast...
    In der Regel ist eine Kündigung vor Dienstantritt kein Problem (ausser es ist vertraglich ausgeschlossen). Dort muss man sich auch nicht an gesetzliche Kündigungsfristen halten, sondern kann "von jetzt auf gelich" kündigen.
    Wenn es sich um ACC handelt kann ich nur sagen: unterschreiben und im Zweifel dann wieder kündigen. Bei diesem Unternehmen kein Problem. Sie legen Dir keine Steine in den Weg!

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