Auslegungsmöglichkeit zum Feedback des Interviewers PWC

Nipuzaze 03.06.06 14:43

Liebe squeaker,

hütet euch vor zuviel Optimismus im Bewerbungsprozess.

Nicht jede positiv zu wertende Aussage darf verbindlich gewertet werden! Verbindlich ist letztlich nur euer Vertrag, wenn ihr ihn unterschrieben vorliegen habt.

Fall:
Nach schriftlicher Bewerbung und absolviertem Bewerbertag bei PwC erhielt ein Bewerber sein Feedback mit folgendem (natürlich gekürztem) Inhalt:

Sehr geehrte ****,

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir Sie ggf. *** zum **** nach erfolgreichem Abschluss Ihres Studiums einstellen würden.

Bedingung war ein weiteres Gespräch in einer Niederlassung, in der die Stelle vakant war. In diesem Gespräch wurden dem Bewerber gegenüber die Worte "Favorit" und "könnte Ihnen schon jetzt zusagen" benutzt.

Ergebnis nach weiteren 6 Wochen Wartezeit:

Absage

In diesem Fall hat der Bewerber sicher die Zeichen zu positiv gedeutet, doch ehrlich, wer würde das nicht!?!?

Solche Dinge passieren sicher auch bei anderen Gesellschaften, dies soll nur als Praxisbeispiel dienen.

  1. Sun_girl1 03.06.06 17:06

    Das ist wirklich eine Frechheit von PwC! Unglaublich....
    Wieso meinen Unternehmen, so mit Bewerbern umgehen zu können?? Das ist zwar ein sehr extremer Fall, aber mal ehrlich, welcher Bewerber hat schon das Gefühl, willkommen zu sein bei den Unternehmen? Ruft man an und hat eine Frage, sind die meisten recht genervt und abweisend, wahrscheinlich weil sie alle so viele Bewerbungen bekommen, dass sie den einzelnen Bewerber wirklich als Bittsteller sehen.
    Das ist wirklich Bitter.
    Mein Kampf als Bewerber hat gerade erst begonnen, und ich habe jetzt schon keine Lust mehr drauf ;)
    Ich hoffe, es gibt doch noch die Unternehmen, die etwas Wertschätzung den Bewerbern entgegen bringen und die High Potentials die sie suchen auch entsprechend behandeln!

    In diesem Sinne,
    LG

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  2. Pinacolada 04.06.06 12:15

    Ja, das finde ich auch eine Frechheit, die einem Bewerber in der heutigen Zeit ganz schön zusetzen kann. Bei mir ist es auch ein Hoch und Tief. Ich war bei Procter & Gamble, L'oréal, Danone etc. und nichts hat bis jetzt geklappt. Neulich ist mir noch folgendes passiert: Ich wurde zu einer Case Study eingeladen, mit dem Hintergrund zu prüfen, ob ich geeignet für die ausgeschriebene Stelle wäre. Jetzt habe ich erst mal ein Praktikumsangebot - "super". Allen Bewerbern kann ich nur raten sich nicht unterkriegen zu lassen und an sich zu glauben. Das ist nur manchmal schwer, wenn man eigentlich tolle Praktika absolviert hat und einen super Abschluss hat - und dennoch nichts bekommt.

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  3. MBA_05 04.06.06 14:34

    Ich denke dass die Aussagen oben etwas irrefuehrend sind.
    Es hoert sich vielleicht hart an aber: wenn man kein Angebot bekommt ist man einfach nicht gut genug und/oder andere Bewerber waren besser.

    In dem Fall koennte man sich eventuell ueberlegen noch einen MBA/Doktortitel oder aehnliches zu machen um mehr aus der Bewerbermasse herauszustechen.

    Bewerbungstraining ist manchmal auch sehr hilfreich.

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  4. Sun_girl1 04.06.06 16:27

    Na klar, wenn man eine Absage bekommt, dann heißt das ja ganz klar, dass man entweder nicht geeignet ist/andere besser sind oder einfach persönlich nicht deren Vorstellungen entspricht. Völlig legitim, jeder Unternehmer würde auch so entscheiden.
    Aber es ist was anderes, dem Bewerber schon fast den Vertrag mitzugeben und sich dann zu entscheiden, ach nö, den wollen wir doch nicht. Sehr unprofessionell und unbegreiflich.
    Ansonsten muss man als Bewerber sich seinen eigenen Stärken & Schwächen bewußt werden und sich nicht irgendwo Bewerben, wo man eh keine Chance hätte und hinterher frustriert zu sein.

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  5. ika... 13.06.06 15:47

    Hi alle zusammen,

    Es ist schon echt nervig zum hundertsten Mal seine Unterlagen upzuloaden und Infos in die Online-Bew-Maske einzugeben hinter der bei 90% der Big Player sowieso wieder SAP HR steckt.

    Aber zumindest für Absolventen ist eines sicher der falsche Weg: Wegen fehlender Jobperspektive zurück zur Uni!
    Wer eine Dr. oder MBA macht muss schon sehr klare Vorstellungen von seiner Karriere (Pos./Gehalt...) haben damit sich das lohnt. Klar wird man mit Zweitabschluss dem normalen Absolventen vorgezogen, aber 1 bis 3 Jahre extra für eine Position die das U. auch an normale Absolventen vergibt?

    Von der verschenkten Zeit ganz zu schweigen!

    Ich hab jetzt zwei Jahre (mit Studium 5)gearbeitet und vor kurzem gekündigt um mich neu umzusehen. Wenn ich eine Lehre aus dem ganzen gezogen habe dann die: 90% der ganzen Theorie hab ich nie gebraucht.
    Egal ob im IT-Consulting oder im OrgaManagement: Man muss sich jedesmal neu fachlich einarbeiten.

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