Bedeutung Reputation der Uni

Anonym 16.02.09 21:20

Hi,
habe eine grundsätzliche Frage:
Wie viel Bedeutung kommt dem Renomée der Universität zu, wenn die Studienleistung nur mässig sind? Ist es in einem solchen Fall trotzdem möglich bei Top-UB's zu landen?

  1. glitz 17.02.09 03:20

    Reputation spielt eine Rolle, aber mittelmäßige Noten kann man auch durch andere Faktoren relativieren - Praktika, Ausland, Engagement, besondere Kenntnisse.

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  2. han... 17.02.09 09:36

    Mich würde dieses Thema im Hinblick auf eine Promotion mal interessieren. Wie wichtig ist denn hier die Uni?

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  3. puma2003 17.02.09 10:08

    Zudem würde mich interessieren, nach welchen Kriterien die Reputation einer Universität bewertet wird. Nur nach den aktuellen Rankings? Denn bekanntlich gibt es ja Unterschiede zwischen z.B. Privatunis (die EBS ist in den Rankings ziemlich hoch angesiedelt) und öffentlichen Unis. Hinzu kommt die Außendarstellung der Universität, die das Ranking beeinflußen kann. Oft wird etwas dargestellt und intern gibt es jede Menge Probleme. Ist demnach die "Reputation" einer Universität nicht ein unzureichendes Maß, um jemanden zu bewerten/vergleichen? Was denkt ihr?

    Viele Grüße,
    Puma.

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  4. fre... 17.02.09 11:09

    Reputation ist da schon vielschichtiger: Die üblichen Rankings haben doch die Zielgruppe Studenten und nicht rekrutierende Firmen. Da an den Privatunis die Studienbedingungen besser sind (welch Überraschung) sind die dort auch in den Rankings gut vertreten.

    Firmen können z. B. auf Datenbanken zurückgreifen, in denen die Notenverteilung je Jahrgang und Fach gezeigt wird. Geschickte Leute können aber auch hier mit guten Noten aus Auslandssemestern punkten. Ich hatte z.B. gleich ein Beiblatt zum Zeugnis, indem die Notenverteilung des Semesters gezeigt wurde.

    Es kann halt keine objektive Bewertung geben. Für UBs sind Privatunis aber trotzdem besonders interessant, weil diese Ihre Ausbildung teilweise auf dieses Berufsbild zugeschnitten haben (Cases, Präsentationen, etc.).

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  5. nicod 17.02.09 12:52

    auf die notenschnitte über verschiedene studiengänge kann man auf der seite des wissenschaftsrates auch als privatperson zugreifen. ich glaube allerdings, dass die letzte erhebung 2005 war.

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  6. pml22 17.02.09 16:59

    Ja, die Erhebung wird alle drei Jahre gemacht. Der Ruf der Uni kann behilflich sein, da man es wissenschaftlich betrachtet aus Unternehmensssicht als Risikoreduktion sehen kann. Wenn ich mit zwanzig Absolventen einer gewissen Uni gute Erfahungen gemacht habe, dann nehme ich auch den 21. . Das wird dann irgendwann ein Selbstläufer. Zudem sind an bestimmten Unis im Schnitt nunmal wirklich bessere Leute sei es durch einen deutlich höheren NC, Auswahlverfahren etc.

    Würde den Ruf in Deutschland also nicht überbewerten, aber wenn möglich schon an eine Uni mit gutem Ruf gehen. In den USA ist der Ruf das einzig entscheidende.

    Bzgl. Doktor kommt es drauf an wo man hin will. Fürn Einstieg in die Wirtschaft ist es nicht so wichtig, wo er herkommt. Für den Einstieg in die Wissenschaft ist es absolut wichtig, wobei auch die eigenen Publikationen eine Rolle spielen.

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  7. puma2003 18.02.09 10:15

    Hi Leute,

    danke für die vielen interessanten Postings.
    Mir ist noch ein Punkt aufgefallen.
    Ich denke, dass es schwierig ist Universitäten
    anhand von Notendurchschnitten zu vergleichen.
    Bei einer Privatuni erkaufe ich mir ja in gewisser
    Form einen guten Abschluss. Ich bekomme einen
    Stundenplan gestellt, zum Teil einen
    wissenschaftlichen Mentor, bis hin zu Praktika, die
    mir auf dem Tablett geliefert werden. Dazu kommt,
    dass die Uni ein Interesse daran hat, gute Noten zu
    vergeben.
    Findet Ihr nicht,dass dies negativ ausgelegt werden
    kann? Wo bleiben so weiche Faktoren, wie
    Eigenständigkeit, Durchsetzungsvermögen oder das
    Verhalten in schwierigen Situationen (z.B. wurde
    bei mir mal eine Prüfungsanmeldung verschlampt.).

    Jedenfalls finde ich, dass eine Einstufung der Unis
    nach Notendurchschnitten oder ähnlichem mit
    Vorsicht zu geniessen ist. (könnte es nicht auch so
    sein, dass etwas schlechtere Noten auf ein hohes
    Niveau der Uni schliessen lassen?)
    Den Punkt mit guten Erfahrungen mit Bewerbern
    von bestimmten Unis kann ich vollkommen
    verstehen und finde ich sehr sinnvoll. Wie gesagt
    eine Einstufung der Unis nach anderen Faktoren
    sehe ich allerdings kritisch.
    Vielleicht noch mal zur Info: Ich bin im letzten
    Semester an einer "renommierten" Uni und werde
    auf einen Schnitt ca 2,3 kommen. Dennoch sehe ich
    das ganze sehr kritisch!

    Ich hoffe ihr könnt meine Punkte verstehen und
    bedanke mich fürs Zuhören :-)

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  8. nicod 18.02.09 11:26

    da hast du vollkommen recht. wenn du dir mal die erhebung vom wissenschaftsrat anschaust, siehst du zum Beispiel, dass der durchschnittliche witten/herdecke wiwi Absolvent nen schnitt von 1,25 (soweit ich mich erinnere) hat. soviel zur aussagekraft der notenschnitte :)

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  9. pml22 18.02.09 20:48

    Wird wieder nicht sauber argumentiert hier. Zum einen ist es echt nicht leicht an die WHU und überweigend auch anderen Privatunis zu kommen. Zumeist haben sie hohe NCS und Auswahlgespräche zum anderen können Personaler die Noten einsehen und einschätzen. Es wird einem also nicht so viel geschenkt. Und auch als WHUler hat man Auswahlgespräche für Praktika und Jobs. An der WHU und EBS liegen die Durschnittsnoten mit 1,6-1,8 schon sehr hoch, aber auch München, mannhein etc. sind mit 2,0-2,3 nicht so weit davon weg. Das wissen Personaler.

    Also nicht ins Hemd machen, wenn man zu den besten 20% an der eigenen Uni gehört in Deutschland stehen einem viele Wege offen.

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