Berufseinsteig mit Aussicht?

max_TUM 21.05.07 15:14

Hallo,

nachdem in diesem Forum schon so viel über UB und IB geschrieben wurde, stelle ich mir die Frage was ihr für den Berufseinstieg am besten haltet mit Bezug auf späteren Exit...

Ich würde das zur Zeit so sehen:
TOP-UB: Viele Folien malen. Dafür lernt man verschiedene Branchen kennen und verbessert sein persönliches Auftreten (Kundenkontakt). Ansehen bei späteren Arbeitgebern ist als Berater mäßig, da nicht gerade immer beliebt in Unternehmen und weil es teilweise inhaltlich sehr flach ist. Wechselmöglichkeiten sind ok. dr./MBA. Aber harte Konkurenz, da (fast) jeder irgendwann raus will...

TOP-IB: Wenig Kundenkontakt. Gute Corporate Finance Kenntnisse erworben. Exzellente Bezahlung. (Arbeitszeiten lasse ich bei der Betrachtung mal außen vor). Dafür keine "operative" Erfahrung beim Kunden. Wenig andere Bänker die in Unternehmen wechseln -- Konkurrenz klein. Tätigkeiten nicht so abwechwselungsreich wie UB, aber intellektuell auch nicht weniger anspruchsvoll als Folien malen in UB.

Wenn ich mir die Liste so anschaue, Frage ich mich warum nicht mehr squeaker ins IB wollen und später in Unternehmen wechseln...

Freue mich auf eine Diskussion!

greetz

max

  1. nairolf 21.05.07 15:53

    drei kommentare:

    1. meist werden die folien wohl nicht von den beratern gemalt, sondern von den graphikern. dafür ist der Berater zu teuer. die eigentlichen aufgaben sollten doch ein wenig anspruchsvoller sein.

    2. unterstelle ich unterschiedliche arbeitsalltage, die entsprechenden interessen mehr oder minder entgegen kommen. wer zahlen schieben will, ist evtl im ib besser aufgehoben; strategisch denken und probleme lösen ist wohl eher die domäne der Berater.

    3. Berater haben schlechtes ansehen in Unternehmen? wohl kaum bzgl wechsel. schau mal, wieviele dax-vorstände früher bei mck waren, nur als Beispiel...

    und ganz wichtig: nicht alle schauen nur auf bezahlung und beste exit-möglichkeiten, auch interesse sollte eine rolle spielen!!!

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  2. max_TUM 21.05.07 16:10

    zu 1) Ist schon klar, dass es Grafiker gibt. Trotzdem sind die Lösungen doch i.d.R. Standardlösungen, weil man in so kurzer Zeit gar nicht alles über das Unternehmen lernen kann. Mehr oder weniger holt man sich doch nur Berater um sich seine eigene Strategie noch mal "BESTätigen" zu lassen und besser verkaufen zu können...


    zu 3) Wie viele Vorstände sind nicht von MCK ;-) Habe selber mal ein Praktikum in einer TOP-UB gemacht. Von tollem Ansehen kann man dort nicht sprechen.

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  3. Schnappi 24.05.07 18:53

    Ist ein ziemlich interessantes Thema. Meines Erachtens kommt es - wie so oft - darauf an, was man möchte:

    Wenn du eine Karriere im Finance Bereich anstrebst, ist M&A sicherlich ein gutes Sprungbrett und auch die Exitmöglichkeiten sind extrem gut (Beteiligungscontrolling, Konzernsteuerung, Internes M&A in der Industrie, PE). Der Grund wesshalb wohl viele versuchen in einer Investmentbank durchzuhalten ist glaub ich einfach weil man nach ein paar Jahren sehr, sehr viel Geld machen kann.

    Als Berater sind die Arbeitszeiten zwar humaner, dafür ist die Belastung durch die Reisetätigkeit auch nicht zu unterschätzen.

    Dass Investmentbanking stärker numerisch geprägt liegt einfach auch in der Sache und das Numbercrunching nimmt mit der Zeit auch ab.

    Als Trost: Folien produzieren (lassen) muss man in beiden Branchen, und das nicht zu knapp :)

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