Brutto-Netto und Gehaltsoptimierung ?

anj... 21.09.08 16:07

Hallo,

ich stehe kurz vor meinem Diplom in BWL
und habe auch bereits einige Jobangebote in der Tasche. Nun stehe ich kurz vor der Entscheidung und würde hier gerne mal eure Meinungen und Erfahrungen hören!!!

Da ich mich bisher aufgrund eines sehr geringen Studentjob-Einkommens nicht mit Steuern beschäftigen musste, merke ich gerade wie wenig Ahnung ich davon habe!

Meine Angebote habe ich sowohl im IB
(Investment Banking) als auch in der UB
(Unternehmensberatung).
Nun Frage ich mich, was denn aus steuerlicher Sicht, die bessere Wahl wäre?

Ganz grob auf dem Punkt gebracht:
Wo habe ich am Ende mehr Nettogehalt?

1.) UB
Angebot liegt bei knapp 45.000 p.a.
Firmenhandy + Laptop + Spesen
Reisekosten werden erstattet, Hotel
wenn notwenig.

2.) IB
Angebot liegt auch bei knapp 45.000 p.a.
aber natürlich keine Spesen, Handy
oder Laptop. Einzig Jobticket habe ich hier.

Zum Bestimmen meines Nettogehalts
habe ich folgenden Rechner verwendet:
http://biallo.AOL.de/AOL/gehaltsoptimierer/index_aol.php?ncid=SEMDEfinanzen1463

Gibt es hier bessere?
Ganz verstehen tue ich die Optimierungsmöglichkeiten nicht!
Inwiefern sind denn Spesen ein Vorteil?

Ein Punkt, welcher mir auch sehr unklar ist, ist die Krankenversicherung!
Mir wurde gesagt, daß man mit einer privaten KV bis zu 2000 Euro im Jahr sparen kann ? So viel Geld???
Wie geht denn das?
Nachdem ich das in dem Rechner eingab
und zum test priv. KV eingab,
kam ich auf vielleicht 200 Euro mehr im Monat, was dann die 2000 Euro im Jahr mehr gibt! Sind denn priv. KV nicht teurer?? Warum hat man da Steuervorteile?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Anja

  1. Sputnik08 21.09.08 17:32

    Für dich kommt die Private KV gar nicht in Frage. Dafür muss du über 48150€ drei Jahre lang in Folge verdienen. Es sei denn du bist Selbstständig oder Freiberufler. Was hier nicht der Fall ist.

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  2. anj... 21.09.08 18:06

    danke für deine antwort!
    es sind auch eher theoretische Fragen,
    denn ich möchte mich ja informieren!

    stell dir vor ich würde 50.000 verdienen,
    inwiefern lohnt es sich denn dann?
    mensch, warum ist es so schwer da an
    informationen zu kommen :(

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  3. bal... 21.09.08 22:47

    Hi,
    ich hoffe, Du triffst Deine Entscheidung zwischen zwei Branchen nicht auf Grund von ein paar Euro netto pro Monat?!

    Anyway:
    a. Firmenlaptop und Handy: Musst Du entscheiden, wie viel Dir das wert ist:

    b. Spesen: Wenn Du nicht daheim bist, kriegst Du (steuerfrei) Kosten fuer "Verpflegungsmehraufwand" (hängt aber vom Arbeitgeber ab; maximalbetrag sind 24 Euro pro Tag). Wenn Du Dich günstiger ernährst, kannst Du hier noch etwas mehr Netto rausschinden.

    c. Private KV sind wirklich beim Einstieg günstiger als gesetzliche. Einerseits sind in der gesetzlichen mehr Alte und Kranke als in der Privaten, und andererseits steigt der Beitrag in der privaten KV ganz erheblich, wenn man älter wird. (Das Thema musst du aber in einem anderen Forum oder zumindest einem extra thread diskutieren. :-) )

    Cheers

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  4. Florian123 22.09.08 14:52

    Hi, kurze Ergänzung zu diesem Posting:

    b) sofern Dein Arbeitgeber Dir keinen Verpflegungsmehraufwand oder weniger als 24 EUR / Std zahlt kann man die Differenz glaube ich steuerlich ansetzen. In der Beratung hab ich aber noch nie gesehen, dass nich min. der steuerliche Freibetrag gezahlt wird, also 24 EUR für 24 Std im Inland.

    c) Hier möchte ich ergänzen, dass eine Private KV für eine Frau nicht zwangsläufig günstiger ist (die zahlen erheblich mehr als Männer), selbst beim Einstieg.

    Es hängt auch stark davon ab, ob Dein Arbeitgeber (wie üblich eigentlich) 50% Deines Beitrags erstattet.

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  5. Anonym 21.09.08 23:18

    Normalerweise musst Du die Privatgespräche vom Handy entweder versteuern oder aber einen gewissen Eigenanteil zahlen. Die Auswertung der Eizelverindungsnachweise kann sich also durchaus lohnen. Die Tarife sind z.T. auch nicht so prickelnd (jedenfalls bei uns). Handy lohnt sich also kaum.

    Was meinst Du denn mit Spesen? Der Arbeitgeber kann steuerfrei Dir Deine erhöhten Aufwände für Verpflegung erstatten. das sind bei einer 5-Tage unterwegs Woche in D EUR 96,-. Andernfalls kannst Du die aber auch absetzen. Im Ausland kann das schnell mehr werden - dann kostet Dich aber auch der Lunch entsprechend mehr. Dürfte also ein Nullsummenspiel sein, wenn Du Dich während der Woche nicht von Haferflocken ernährst.

    Das Jobticket hilft Dir evtl. sogar mehr, weil Du die Fahrt zum Arbeitsplatz (solltest Du in der UB doch mal im Büro arbeiten) sonst selbst bezahlen musst und erst ab 30 km sicher absetzen kannst.

    Wunder Dich nicht wg der Krankenversicherung. Das hat sich halt erst vor kurzem geändert.

    Ob ich die Entscheidung IB oder UB allerdings von ein paar EUR netto abhängig machen würde ...

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