Career Service an der Hochschule in schlechten Zeiten!

Anonym 09.05.03 17:49

Die schweren Zeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt bekomme ich auch aus USA ganz gut mit. Ich schliesse den letzten Teil meines Studiums in 2.5 Monaten ab und möchte gerne im Oktober in das Berufsleben einsteigen. Einen Berufseinstieg in USA schließe ich erst einmal aus, weil es in meinen privaten und beruflichen Plänen nicht passt. Bewerbungen habe ich per E-mail und Online-Formular verschickt und habe grundsätzlich gute Erfahrungen damit gemacht. Die Investition in Bewerbungsmappen hat sich also noch nicht gerade gelohnt. Dennoch sieht die Quote sehr ausgewogen aus. 3 Absagen für Traineeprogramme für CG, Chemie und Hightech und 3 laufende Bewerbungen (Einladung zumTelefoninterview oder zum AC) im Automotive und Airline. Bewerbung war entweder auf Initiative oder die Anzeige war in Jobbörsen geschaltet.

Career Fairs unseres Fachbereiches sind gar nicht so schlecht, weil ich damals festgestellt habe, dass auch sehr viele Ehemalige die Personalreferenten begleitet haben. Leider gibt es nur eine sehr begrenzte Anzahl an Interviewplätzen. Ich glaube, dass es bei unseren Kollegen über uns etwas anders aussieht.

Wie schaut es bei Euch aus? Bekommt Ihr die Jobkrise z.B. in den Privathochschulen nicht so mit? Alle anderen sind auch gefragt! Keine Diskriminierung! :) Ist alles Business as usual oder werden jetzt mehr Alumni, Old Boys etc. aktiviert, um vor allem jetzt Plätze für eigene Studenten zu sichern. Es scheint im Augenblick an Jobangeboten in www.jobpilot.de, www.jobstairs.com etc. nicht zu mangeln. Die meisten Jobs sind aber für Young Professionals ausgeschrieben mit mind. 1-2 Berufserfahrung nach dem Studium, so dass Absolventen aus dem Raster fallen.

Was machen eigentlich die Leute, die entweder ins Startup, Investment Banking oder Consulting gehen wollten und es nicht geschafft, sich jetzt ein Job zu sichern? Steht jetzt ein MBA, Doktor oder ein längerer Auslandsaufenthalt an zum überwintern? Ich denke, dass es für Leute mit sehr wenig Berufserfahrung nicht sehr viel Sinn macht, da man später auf das gleiche Problem stößt. In Korea z.B. verschweigen Masters und Doktoren sogar Ihre höheren Abschlüße, um auch für Berufseinstiegsprogramme berücksichtigt zu werden. Auf der Sony Website für European Graduate Programme stand sogar, dass das Traineeprogramm nicht für MBAs geeignet ist. Vielleicht ist jetzt umso mehr das Praktikum oder Diplomarbeit der richtige Einstieg durch Übernahme. Ansonsten vielleicht die Rückkehr zum alten Ausbildungsbetriebs? Ansonsten sollte man sich doch nochmal ein Einstieg im Assurance bei Big4 überlegen. Dort scheint es an Arbeit nicht zu mangeln. Letzter Ausweg wäre noch die alten gesammelten Visitenkarten herauszukramen und auf Vitamin B hoffen.

Viel Erfolg an alle für den Endspurt Studium und Bewerbungen und danke für Eure Beiträge.

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